{"id":10014,"date":"2010-01-22T15:22:07","date_gmt":"2010-01-22T14:22:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/2010\/01\/zwei-welten-des-drogenkonsums-in-europa\/"},"modified":"2010-01-23T16:52:22","modified_gmt":"2010-01-23T15:52:22","slug":"zwei-welten-des-drogenkonsums-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zwei-welten-des-drogenkonsums-in-europa\/","title":{"rendered":"Zwei Welten des Drogenkonsums in Europa"},"content":{"rendered":"<div style=\"font-size: 13px; font-weight: bold;\">UN-Bericht gibt Einblick in Situation von sechs EU-St\u00e4dten<\/div>\n<table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1264087974i7681.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"164\" height=\"237\" align=\"middle\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Cannabis stammt vor allem aus Plantagen in Eigenheimen (Foto: aboutpixel.de\/Brentrup)<!-- end copyrighttext --><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"line-height: 140%;\"> Wien (pte\/22.01.2010\/06:10) &#8211;   <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START \/\/--> Was den Gebrauch illegaler Drogen anbelangt, gibt es in Europas St\u00e4dten zwei gro\u00dfe Konsumgruppen. Das besagt eine von der UNODC <a href=\"http:\/\/www.unodc.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.unodc.org<\/a> in Auftrag gegebene und vom Europ\u00e4ischen Zentrum  f\u00fcr Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Wien <a href=\"http:\/\/www.euro.centre.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.euro.centre.org<\/a> durchgef\u00fchrte Studie, die den Drogengebrauch in sechs europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten unter die Lupe nimmt.<!--more--><\/span><\/p>\n<p>&#8222;Auf der einen Seite sind das die Randst\u00e4ndigen. Ma\u00dfnahmen und die \u00f6ffentliche Diskussion richten sich meist nur gegen ihren Konsum. Auf der anderen Seite stehen sozial integrierte Freizeitverbraucher&#8220;, fasst Projektskoordinatorin Irmgard Eisenbach-Stangl gegen\u00fcber pressetext zusammen. Art, Beschaffung und Preis der Drogen unterscheiden sich in beiden Gruppen drastisch.<\/p>\n<p>Die Wahl der Droge gibt bereits den Hinweis, zu welcher Gruppe man geh\u00f6rt. &#8222;Sozial Integrierte greifen zu leichteren Drogen. Das sind in erster Linie Cannabis, seltener als fr\u00fcher Extasy, ab und zu Kokain, niemals aber Opiate&#8220;, so die Sozialforscherin. Insbesondere Heroin sei gesellschaftlich in Verruf und h\u00e4tte seit den 80er Jahren gleichsam ein Verbotsschild f\u00fcr die sozial integrierten Konsumenten umgeh\u00e4ngt. Ganz anders ist die Situation bei den Randst\u00e4ndigen, die bevorzugt Opiate, Kokain und Crack konsumierten.<\/p>\n<p><strong>Jede Stadt hat eigene Konsummuster<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus besitze jede Stadt ihre eigene Tradition. Bei Randgruppen in Wien seien Substitutionsmittel aus der Gruppe der retardierten Morphine und Psychopharmaka besonders verbreitet, in Prag Metamphetamin. In Warschau ist &#8222;Polish kompot&#8220; nach wie vor popul\u00e4r, ein injizierbares Opiat, das seit kommunistischer Zeit aus einem Mohntee gewonnen wird. Crack ist hingegen nur in London und Amsterdam pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Den direkten Preisvergleich bezeichnet Eisenbach-Stangl aufgrund der Unterschiede nach Substanz, Qualit\u00e4t und Kaufkraft als &#8222;schwierig&#8220;. Das Preisniveau in Wien, Prag und Warschau liege allgemein unter dem westeurop\u00e4ischer St\u00e4dte. Der Stra\u00dfenmarkt, \u00fcber den Drogen von marginalisierten Gruppen bezogen werden, sei teuer. &#8222;In die Gesellschaft integrierte Konsumenten erhalten ihre Ware hingegen h\u00e4ufig \u00fcber informelle Verteilungsnetze. Die Verk\u00e4ufer sind in der Regel auch selbst Konsumenten&#8220;, so die Forscherin.<\/p>\n<p><strong>Drogenm\u00e4rkte bestimmen die EU-Beitr\u00e4ge mit<\/strong><\/p>\n<p>Die Ergebnisse sollen der UNODC dabei helfen, konsumierte Mengen und Ausgaben auf Verbraucherebene und damit Drogenm\u00e4rkte besser abzusch\u00e4tzen. Daneben haben sie auch politische Bedeutung. &#8222;Am\u00fcsanterweise werden die EU-Beitr\u00e4ge der L\u00e4nder nicht nur auf Basis ihrer legalen, sondern auch der illegalen M\u00e4rkte berechnet, wozu Drogenhandel oder gegebenenfalls auch Prostitution geh\u00f6rt&#8220;, so Eisenbach-Stangl. Wichtig sei unter anderem aber auch der Hinweis der Studie, dass die Situation von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich ist. &#8222;Man sollte den St\u00e4dten Spielraum f\u00fcr ihre Drogenpolitik gew\u00e4hren. Denn jede Stadt hat ihre eigene Drogenproblematik.&#8220;<\/p>\n<p>Zusammenfassung des Berichts unter <a href=\"http:\/\/www.euro.centre.org\/data\/1263572258_23948.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.euro.centre.org\/data\/1263572258_23948.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UN-Bericht gibt Einblick in Situation von sechs EU-St\u00e4dten Cannabis stammt vor allem aus Plantagen in Eigenheimen (Foto: aboutpixel.de\/Brentrup) Wien (pte\/22.01.2010\/06:10)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-10014","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipps-informationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10014"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10014\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}