{"id":100704,"date":"2013-10-11T12:29:48","date_gmt":"2013-10-11T10:29:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=100704"},"modified":"2013-10-11T12:29:48","modified_gmt":"2013-10-11T10:29:48","slug":"55-nordische-filmtage-lubeck-das-programm-des-filmforum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/55-nordische-filmtage-lubeck-das-programm-des-filmforum\/","title":{"rendered":"55. Nordische Filmtage L\u00fcbeck: Das Programm des Filmforum"},"content":{"rendered":"<p>Das Programm des Filmforums der 55. Nordischen Filmtage L\u00fcbeck spannt einen gro\u00dfen Bogen von der pers\u00f6nlichen Spurensuche in fernen L\u00e4ndern, \u00fcber aktuelle politische Themen bis hin zu einf\u00fchlsamen und sehr vergn\u00fcglichen Geschichten aus dem Norden. <!--more--> Im 26. Jahr des \u201eFilmforums\u201c der 55. Nordischen Filmtage L\u00fcbeck (30.10.-03.11.13) wurden von den f\u00fcrs Programm ausgew\u00e4hlten Filmemacherinnen und Filmemachern neben sehr heimatbezogenen Themen auch internationale Inhalte als Filmstoffe ausgesucht. Sie haben sich auf Spurensuche fernab von Norddeutschland begeben, sich in anderen L\u00e4ndern und Kulturen umgesehen und daraus ist eine bunte und vielf\u00e4ltige Palette an Filmen entstanden. Die Mischung aus genau beobachteten individuellen Geschichten und den ber\u00fchrenden Schicksalen in fernen L\u00e4ndern macht die besondere Vielfalt des diesj\u00e4hrigen Filmprogramms aus. \u201eDie Auswahl zeigt, wie dicht die Dokumentarfilmer mit ihren Themen am Puls der Zeit sind \u2013 und wie sehr die Realit\u00e4t auch die Spielfilmregisseure inspiriert. Sie vermitteln Lebensgef\u00fchl, reflektieren den Alltag oder verwandeln ganz pers\u00f6nliche Geschichten und Faszinationen in vielseitig interessierende Beitr\u00e4ge\u201c, begeistert sich Doris Bandhold, Leiterin des Filmforum.<\/p>\n<p>Im Deutschland der 1960er Jahre angesiedelt ist \u201eBanklady\u201c, die spannende Geschichte um die erste deutsche Bankr\u00e4uberin Gisela Werler, gespielt von Nadeshda Brennicke, die pers\u00f6nlich beim Festival in L\u00fcbeck ihren Film vorstellt. In der Abenteuer-Kom\u00f6die \u201eSputnik\u201c basteln die zehnj\u00e4hrige Rike und ihre Freunde 1989 in der brandenburgischen Provinz an einer Erfindung. Auch Regisseur Markus Dietrich, in diesem Jahr Mitglied der Kinder- und Jugendfilm Jury, stellt seinen Film pers\u00f6nlich in L\u00fcbeck vor. In der Gegenwart spielt \u201eTore tanzt\u201c von Katrin Gebbe, die es mit ihrem Spielfilmdeb\u00fct als einziger deutscher Beitrag in den Wettbewerb der diesj\u00e4hrigen Internationalen Filmfestspiele von Cannes schaffte. Sie zeigt einen jungen selbsternannten \u201eJesus-Krieger\u201c, der bewusst gewaltfrei und keusch leben m\u00f6chte, aber in einen Strudel aus eskalierender Gewalt ger\u00e4t. In Hamburg spielt der vergn\u00fcgliche Film \u201eEinmal Hans mit scharfer So\u00dfe\u201c von Regisseurin Buket Alakus, u.a. prominent besetzt mit Schauspielerin Idil \u00dcner und Max von Thun, nach dem Bestseller von Atice Aky\u00fcn. Regisseurin und Hauptdarstellerin kommen zum Festival. Der Film wird bei den NFL in Zusammenarbeit mit dem Blindenverein SH und dem NDR als H\u00f6rfilmfassung gezeigt.<\/p>\n<p>Erneut im Filmforum vertreten ist Florian Eichinger mit \u201eNordstrand\u201c, dem zweiten Teil seiner Trilogie \u00fcber famili\u00e4re Gewalt; im verlassenen Elternhaus an der Nordsee versuchen die Br\u00fcder Marten und Volker mit der Vergangenheit abzuschlie\u00dfen. Guerilla-Filmer Henrik Peschel (\u201eRollo-Aller!\u201c) inszenierte mit \u201eSi-o-se Pol\u201c erstmals einen Film mit leisen T\u00f6nen und erz\u00e4hlt stimmungsvoll eine Geschichte \u00fcber Freundschaft und Mitgef\u00fchl. Nicht fehlen darf auch die neueste M\u00e4rchenverfilmung \u201eVom Fischer und seiner Frau\u201c des Flensburgers Christian Theede, der seinen Film pers\u00f6nlich vorstellt. Mit Fabian Busch und Katharina Sch\u00fcttler in den Hauptrollen. Wenig vers\u00f6hnlich geht es dagegen in \u201eDeAD\u201c zu, Sven Halfars Kinodeb\u00fct, das hinter die Kulissen b\u00fcrgerlicher Scheinwelten blickt.<\/p>\n<p>Die f\u00fcrs diesj\u00e4hrige Programm ausgesuchten engagierten Dokumentarfilme setzen sich z.B. mit Themen auseinander wie asylsuchende Musiker in \u201eCan\u2019t be silent\u201c von Julia Oelkers. Sie begleitet die Tournee von \u201eStrom &amp; Wasser feat. The Refugees\u201c von Heinz Ratz, der in 80 deutschen Asylbewerberheimen gro\u00dfartige Musiker gefunden hat und ihnen wieder eine Stimme gibt. Um Musik geht es auch in \u201eCiao Cello\u201c von Hannes Treiber, wenn junge Cellisten bei einem Wettbewerb das Publikum begeistern. Hierzu wird es nach der Vorf\u00fchrung des Films am 1. November einen Auftritt eines der Protagonisten geben. Mit der DDR Vergangenheit setzt sich \u201eFallwurf B\u00f6hme \u2013 Das wundersame Leben des Wolfgang B\u00f6hme\u201c auseinander. Ein hintergr\u00fcndiges Sportlerportr\u00e4t \u00fcber den einstigen Handball Nationalspieler Wolfgang B\u00f6hme, der 1980 pl\u00f6tzlich ausgemustert wird. Regisseur J\u00fcrgen Hobrecht (\u201eDie L\u00fcbecker M\u00e4rtyrer\u201c, 2010 bei den NFL) zeigt erneut einen ergreifenden Dokumentarfilm: \u201eWir haben es doch erlebt \u2013 Das Ghetto von Riga\u201c, ist nach jahrelanger Recherchearbeit entstanden. U.a. mit finanziellen Mitteln der Possehl-Stiftung und der Gemeinn\u00fctzigen Sparkassenstiftung L\u00fcbeck. Der historischen Figur Friedrich Hebbel widmet sich Martina Fluck (\u201eTheodor Storm \u2013 So komme, was da kommen mag\u201c). Sie setzt ihm, passend zum 200. Geburtstag, in ihrem Film \u201eFriedrich Hebbel \u2013 Traumbilder\u201c ein Denkmal. Ebenso bekannt ist der d\u00e4nische Philosoph Kierkegaard, dem Wilfried Hauke sein Doku-Drama \u201eKierkegaard \u2013 Gef\u00e4hrliche Gedanken\u201c widmet. Sein Geburtstag j\u00e4hrt sich in diesem Jahr ebenfalls zum 200. Mal. Das K\u00fcnstlerportr\u00e4t \u201eMax Beckmann \u2013 Der Maler\u201c inszenierte Michael Trabitzsch, der aus Neum\u00fcnster stammt.<\/p>\n<p>In die Ferne zieht es Regisseur Bernhard Hetzenauer, der in \u201eUnd in der Mitte der Erde war Feuer\u201c, angetrieben von seiner eigenen Familiengeschichte, dokumentarisch eine fast 100-j\u00e4hrige Psychologin portr\u00e4tiert, die 1939 vor den Nazis nach Ecuador floh. Ebenfalls in Ecuador spielt \u201eCesars Grill\u201c von Dario Aguirre. Die Arbeit an dem sehr pers\u00f6nlichen Portr\u00e4t eines Vegetariers \u00fcber seinen grillfleischbegeisterten Vater sorgte daf\u00fcr, dass Dario Aguirre 2010 seinen damaligen Film nicht selbst in L\u00fcbeck vorstellen konnte. Im afrikanischen Togo ist Thomas B\u00f6ltkens Dokumentarfim \u201eNana Benz\u201c entstanden, der die Geschichte der legend\u00e4ren K\u00f6niginnen des westafrikanischen Stoffhandels vorstellt. Die Unternehmerinnen waren die ersten Mercedes Fahrerinnen der westafrikanischen K\u00fcste. Das Schicksal afrikanischer Fl\u00fcchtlinge in einer Hamburger Kirche liegt Rasmus Gerlach im Film \u201eLampedusa auf St. Pauli\u201c am Herzen (2012 mit \u201eApple Stories\u201c vertreten). Von Italien nach L\u00fcneburg f\u00fchrt die Reise von Enea und seinen Freunden in dem liebevollen und herzerfrischenden Dokumentarfilm \u201eThe Special Need\u201c von Carlo Zoratti, der in Locarno beim Festival stehende Ovationen erhielt. Nicht minder beeindruckend als die menschlichen Protagonisten in den genannten Filmen ist Krista, eine Holstein-Kuh, die frisch gebadet, gef\u00f6nt und gestylt zur sch\u00f6nsten Kuh Deutschlands auserkoren wird. In Szene gesetzt von Antje Schneider und Carsten Waldbauer in ihrem Dokumentarfilm \u201eDie sch\u00f6ne Krista\u201c.<\/p>\n<p>Insgesamt 15 Kurzfilme im Filmforum sind im Wettbewerb f\u00fcr den mit 3.000 Euro dotierten CineStar-Preis 2013 vertreten. Die diesj\u00e4hrige Jury, bestehend aus Sylke Gottlebe (Mitglied im Aufsichtsrat von \u201eGerman Films\u201c und langj\u00e4hrige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Bundesverbandes Deutscher Kurzfilm), Hartmut Lange (Schauspieler, L\u00fcbeck) und S\u00f6hnke Boye (Freundeskreis NFL) vergeben den Preis am 2. November bei der Filmpreisnacht. In \u201eSt\u00fcrzende Tauben\u201c ist eine junge L\u00fcbeckerin in einer der Hauptrollen zu sehen und die ebenfalls aus der Hansestadt stammende Britt Dunse hat mit \u201eRotk\u00e4ppchen, Dackel und der Wolf\u201c eine wunderbare Version des altbekannten M\u00e4rchens f\u00fcr Geh\u00f6rlose und H\u00f6rende geschaffen. Auch Regisseur Florian Sailer stammt aus L\u00fcbeck und stellt beim Festival \u201eComeback to Go\u201c vor.<\/p>\n<p>Weitere Preview-Highlights in L\u00fcbeck bei den Filmtagen als H\u00f6rfilmfassungen sind zum einen der neueste \u201eTatortreiniger \u2013 Angeh\u00f6rige\u201c, der neben Bjarne \u201eSchotty\u201c M\u00e4del einen herausragenden Florian Lukas in der Rolle Fanny Fee zeigt. Ebenso wie der \u201ePolizeiruf 110: Liebeswahn\u201c mit Charly H\u00fcbner und Anneke Kim Sarnau als bew\u00e4hrtes Ermittlerpaar. Diese Filme sind ebenfalls in Kooperation mit dem Blindenverein Schleswig-Holstein und dem NDR entstanden.<\/p>\n<p>Informationen zum Gesamtprogramm der Filmtage und den Vorf\u00fchrzeiten gibt es ab 19. Oktober 2013 auf der Festival Homepage: www.filmtage.luebeck.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Programm des Filmforums der 55. Nordischen Filmtage L\u00fcbeck spannt einen gro\u00dfen Bogen von der pers\u00f6nlichen Spurensuche in fernen L\u00e4ndern,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[13],"tags":[12163],"class_list":["post-100704","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-55-nordische-filmtage-lubeck-das-programm-des-filmforum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=100704"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100706,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/100704\/revisions\/100706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=100704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=100704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=100704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}