{"id":103312,"date":"2013-11-08T20:17:50","date_gmt":"2013-11-08T19:17:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=103312"},"modified":"2013-11-08T20:17:50","modified_gmt":"2013-11-08T19:17:50","slug":"erstes-netzwerktreffen-fur-frauen-in-der-metropolregion-hamburg-in-itzehoe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/erstes-netzwerktreffen-fur-frauen-in-der-metropolregion-hamburg-in-itzehoe\/","title":{"rendered":"Erstes Netzwerktreffen f\u00fcr Frauen in der Metropolregion Hamburg in Itzehoe"},"content":{"rendered":"<p>Arbeitnehmerinnen in der Metropolregion stehen h\u00e4ufig schlechter da als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen: Sie m\u00fcssen h\u00e4ufiger f\u00fcr einen Niedriglohn arbeiten. Diesem Problem will nun ein neues Netzwerk begegnen: Der Arbeitskreis Frauen der Region Schleswig-Holstein Unterelbe und der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord haben zur ersten gleichstellungs-politischen Konferenz der Metropolregion Hamburg nach Itzehoe geladen.<!--more-->Am 6. November trafen sich Vertreterinnen aus Politik, Verwaltung, Gleichstellung und Gewerkschaft im Theater Itzehoe. Unter dem Motto: \u201eFrauen in der Metropolregion Hamburg &#8211; vernetzen-gestalten-gewinnen\u201c diskutierten sie \u00fcber die Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik und regen die Bildung eines Frauennetzwerkes an. \u201eDie Metropolregion Hamburg kann noch besser gelingen, wenn Frauen mit ihren Ideen an den Entscheidungen und Umsetzung der Ziele st\u00e4rker beteiligt werden und die Problemlagen von Frauen und M\u00e4nner in den Fokus genommen werden.\u201c, erkl\u00e4rte Gabriele Hoscheck, Gleichstellungsbeauftragte in Brunsb\u00fcttel und Mitinitiatorin der Konferenz. \u201eBei der Diskussion \u00fcber den Umgang damit stellen wir fest, dass wir zwar innerhalb von Schleswig-Holstein vernetzt sind, jedoch nicht dar\u00fcber hinaus auf der Ebene der Metropolregion: Wenn wir wollen, dass gleichstellungspolitische Blickpunkte in der Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik der Metropolregion Geh\u00f6r finden, ist die Vernetzung \u00fcber Bundesl\u00e4ndergrenzen hinweg ein erster unverzichtbarer Schritt\u201c, so Tinka Frahm, die Koordinatorin der Konferenz.<\/p>\n<p>Und das sind die Fakten: In Hamburg erhalten 25,5 Prozent der besch\u00e4ftigten Frauen Billiglohn, bei den M\u00e4nnern sind es 13,3 Prozent. Im Landkreis Harburg lebt fast jede zweite Arbeitnehmerin von Niedriglohn, im Kreis Herzogtum Lauenburg liegt die Quote bei 46,8 Prozent, in Dithmarschen bei 51,3 Prozent in Segeberg bei 37,6, in Pinneberg bei 37,4, in Steinburg bei 44,8 in Stormarn bei 38,3 ,in Ostholstein bei 49,6 Prozent und im Landkreis Nordwestmecklenburg bei 34,3 Prozent (unter der ostdeutschen Niedriglohnschwelle).<\/p>\n<p>Der Grund: Frauen arbeiten vermehrt in Teilzeit, Minijobs, Werkvertr\u00e4ge und prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen. Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleistungen und Pflegeberufe gelten als besondere Problembranchen. Insgesamt lebt im Hamburger Umland etwa jeder vierte Vollzeitbesch\u00e4ftigte unter der Niedriglohnschwelle von 1890 Euro brutto im Monat. Frauen m\u00fcssen daher h\u00e4ufiger als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen ihren Lohn durch staatliche Leistungen aufstocken oder Zweit- und Drittjobs annehmen.<\/p>\n<p>\u201eLohndumping in dieser reichen Wirtschaftsregion darf es nicht geben. Das versch\u00e4rft die wirtschaftliche und soziale Krise &#8211; und Billigl\u00f6hne sind kein Beitrag gegen den Fachkr\u00e4ftemangel. Faire Fl\u00e4chentarifvertr\u00e4ge, der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro, die Sozialversicherungspflicht auch bei Minijobs vom ersten Euro Verdienst an, ein besserer K\u00fcndigungsschutz und das Verbot sachgrundloser Befristung von Arbeitsvertr\u00e4gen k\u00f6nnten Abhilfe schaffen\u201c, fordert Lisanne Straka, die im DGB Nord f\u00fcr Gleichstellungsfragen zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitnehmerinnen in der Metropolregion stehen h\u00e4ufig schlechter da als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen: Sie m\u00fcssen h\u00e4ufiger f\u00fcr einen Niedriglohn arbeiten. 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