{"id":104050,"date":"2013-11-18T16:59:49","date_gmt":"2013-11-18T15:59:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=104050"},"modified":"2013-11-19T08:54:09","modified_gmt":"2013-11-19T07:54:09","slug":"104050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/104050\/","title":{"rendered":"Bischof Abromeit: \u201eIn schwierigen Zeiten mit Beharrlichkeit gebaut\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">F\u00fcr pommersche Verh\u00e4ltnisse ist sie eine sehr junge Kirche, doch gerade das macht sie so besonders: Am 17. November 2013; Sonntagnachmittag feierte die Wilhelmsburger Kirche (zugeh\u00f6rig zur Kichengemeinde Ferdinandshof) ihr 60j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. \u201eDas Au\u00dferordentliche hier in Wilhelmsburg ist die Beharrlichkeit, mit der die Gemeinde in ung\u00fcnstigen Zeiten an dem Wunsch festgehalten hatte, hier eine Kirche zu bauen\u201c, sagte Bischof Dr. Hans-J\u00fcrgen Abromeit in seiner Predigt. <!--more-->W\u00e4hrend 1953 an vielen Orten der DDR damit begonnen wurde, die Junge Gemeinde zu verfolgen, es zu ersten Verhaftungen von Studentenpfarrern kam und Studierende wegen ihres Glaubens exmatrikuliert wurden, bauten sich die drei D\u00f6rfer Wilhelmsburg, Eichhof und Friedrichshagen eine eigene Kirche. Zusammen mit der Anklamer Kreuzkirche ist dies der einzige Kirchenneubau in Pommern aus den 1950er und 1960er Jahren.<\/span><\/p>\n<p>Bei dem Festgottesdienst sprach auch der 86-j\u00e4hrige Dr. Friedrich Winter. Er war damals Vikar in Wilhelmsburg und erinnert sich: \u201eZwei Mal hatte die Kirchengemeinde schon Geld f\u00fcr einen Kirchbau gesammelt und durch die Inflationen 1923 und 1948 alles verloren.\u201c Winter war sp\u00e4ter Studentenseelsorger in Greifswald, lehrte Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin und stand zwischen 1986 und 1991 als Pr\u00e4sident an der Spitze der Kirchenkanzlei f\u00fcr den Bereich DDR der Evangelischen Kirche der Union (EKU). Als der Beschluss zum Kirchbau im Fr\u00fchjahr 1953 erst einmal gef\u00e4llt war, ging es sehr schnell: Die neue Kirche sollte zwischen den drei Gemeinden Wilhelmsburg, Friedrichshagen und Eichhof entstehen, 200 Meter vom Friedhof entfernt. Friedrich Winter: \u201eGegen\u00fcber den politischen Stellen deklarierten wir den Bau als Friedhofskapelle \u2013 so bekamen wir ihn auch rasch durch.\u201c Und zwar unter der Auflage, kein Baumaterial aus \u201eVolkseigentum\u201c zu verwenden. \u201eJeder Bauer steuerte einen gro\u00dfen Baum bei &#8211; deshalb sieht man auch so viel Holz in der Kirche\u201c, erz\u00e4hlt Winter.<\/p>\n<p>Auf n\u00e4chtlichen Fahrradtouren sammelte der junge Vikar selbst aus einem Abbruch in Pasewalk Steine f\u00fcr die Kirchenmauern. Winter: \u201eWenn am Nachmittag ein geliehener Traktor mit Baumaterial ankam, l\u00e4uteten wir eine Glocke, und Frauen, M\u00e4nner und die Konfirmanden packten mit an.\u201c Und so konnte bereits am 13. November 1953 Bischof Karl von Scheven die \u201eFriedhofskapelle\u201c mit Platz f\u00fcr 250 Gottesdienstbesucher einweihen. Die Birken, mit denen die Konfirmanden vor 60 Jahren den 200 Meter langen Weg vom Friedhof bepflanzt haben, sind heute hohe B\u00e4ume.<\/p>\n<p>In seiner Predigt ging der Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) der Frage nach, was die Gro\u00dfeltern und Eltern der heutigen Gemeindeglieder damals zu dieser Leistung angetrieben habe: \u201eDieses Haus stellte f\u00fcr sie die Verbindung zwischen Himmel und Erde her. Es war so etwas wie eine \u201aPforte des Himmels\u2018. Diese Kirche wurde gebaut, weil Menschen einen Ort brauchten, an dem sie Gott begegnen konnten. Das Au\u00dfergew\u00f6hnliche einer pers\u00f6nlichen Begegnung mit Gott verstetigt sich in unseren Kirchen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr pommersche Verh\u00e4ltnisse ist sie eine sehr junge Kirche, doch gerade das macht sie so besonders: Am 17. 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