{"id":104711,"date":"2013-11-28T17:39:14","date_gmt":"2013-11-28T16:39:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=104711"},"modified":"2013-11-28T17:39:14","modified_gmt":"2013-11-28T16:39:14","slug":"breko-setzt-auf-konzertierten-breitband-ausbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/breko-setzt-auf-konzertierten-breitband-ausbau\/","title":{"rendered":"BREKO setzt auf konzertierten Breitband-Ausbau"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) setzt auf effizienten Breitbandausbau in\u00a0 kooperativen Gesch\u00e4ftsmodellen mit Kommunen, Stadtwerken und regionalen Netzbetreibern. Auf dieser Basis k\u00f6nnen die hohen Investitionskosten f\u00fcr den Netzausbau gesenkt und unterversorgte Gebiete mit Glasfaser erschlossen werden.<!--more--><\/span><\/p>\n<p>Der Verband kritisiert hingegen die Vorgehensweise der Deutsche Telekom, die den Netzausbau zunehmend taktisch motiviert betreibt und dabei den Wettbewerb gezielt behindert. Der BREKO ruft den Bonner Konzern daher dazu auf, den Breitband-Ausbau in Deutschland bedarfsgerecht zu gestalten \u2013 und nicht als strategisches Instrument zur Verhinderung von Wettbewerb.<\/p>\n<p>Hintergrund: Die im BREKO zusammengeschlossenen Festnetz-Wettbewerber des Ex-Monopolisten melden derzeit immer h\u00e4ufiger Konfliktf\u00e4lle beim VDSL-(Vectoring-)Ausbau. In immer mehr F\u00e4llen gibt die Deutsche Telekom ausgerechnet dann den Ausbau bestimmter Gebiete bekannt, wenn dort bereits ein Wettbewerber aktiv ist beziehungsweise selbst einen Ausbau angemeldet hat. Zwar ist der parallele Einsatz von VDSL an einem Kabelverzweiger (KVz) durchaus m\u00f6glich \u2013 wenn auch bislang die absolute Ausnahme \u2013, rechnet sich f\u00fcr zwei Anbieter aber in der Regel nicht. Zudem ist der Konflikt mit dem Start von VDSL Vectoring absehbar, denn die Vectoring-Technik kann bekannterma\u00dfen nur von einem Carrier betrieben werden.<\/p>\n<p>Die Deutsche Telekom erkl\u00e4rt sich zudem in vielen F\u00e4llen nicht dazu bereit, eine ganze Gemeinde oder\u00a0Region mit VDSL zu versorgen, sondern sucht sich vielmehr nur die besonders lukrativen Kabelverzweiger \u2013 in deren Einzugsgebiet viele Menschen wohnen \u2013 heraus. Der (unlukrative) Rest der Gemeinde schaut dann in puncto Breitband einerseits in die R\u00f6hre. Andererseits lohnt es sich f\u00fcr alternative Carrier ohne Einbezug auch der \u201eattraktiven\u201c KVz nicht mehr, das gesamte Gebiet zu erschlie\u00dfen. \u201eDas Rosinenpicken der Telekom boykottiert den Breitband-Ausbau in l\u00e4ndlichen und unterversorgten Gebieten\u201c, kritisiert BREKO-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Stephan Albers. \u201eStatt eines taktischen Ausbaus sollte der Konzern bedarfsgerecht \u2013 und damit f\u00fcr die Menschen \u2013 ausbauen!\u201c<\/p>\n<p>So hatte sich das BREKO-Mitgliedsunternehmen Rh\u00f6nEnergie aus dem hessischen Fulda dazu entschlossen, den Ort Hosenfeld mit 20 Kabelverzweigern mit VDSL zu versorgen und stellte entsprechende Ausbau-Antr\u00e4ge bei der Deutschen Telekom. Kurz darauf meldete sich das Bonner Unternehmen jedoch bei der Gemeinde und teilte mit, es werde insgesamt 5 Kabelverzweiger bis Mitte 2014 selbst mit VDSL erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Immerhin: In diesem Fall wird das BREKO-Unternehmen sich durch diese taktische Ma\u00dfnahme der Telekom nicht abschrecken lassen, sondern dennoch alle 20 Kabelverzweiger in Hosenfeld sowie rund 200 weitere in der Region mit Glasfaser anbinden und den Menschen in den betreffenden Gemeinden Highspeed-Breitband-Anschl\u00fcsse zur Verf\u00fcgung stellen. Jens Schilling, bei Rh\u00f6nEnergie verantwortlich f\u00fcr das Thema Breitband-Ausbau, kommentiert: \u201eDie Telekom sollte lieber ihren selbst gesetzten Zeitplan in der Stadt Fulda halten und den dort geplanten VDSL-Ausbau abschlie\u00dfen, als den Ausbau der Rh\u00f6nEnergie in deren Ausgebieten gezielt zu torpedieren.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. 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