{"id":1058,"date":"2004-09-28T18:22:15","date_gmt":"2004-09-28T18:22:15","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=958"},"modified":"2004-09-28T18:22:15","modified_gmt":"2004-09-28T18:22:15","slug":"fnf_kooperationsvertrge_in_chinesischer_boomregion_zhejiang_unterzeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/fnf_kooperationsvertrge_in_chinesischer_boomregion_zhejiang_unterzeichnet\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Kooperationsvertr\u00e4ge in chinesischer Boom-Region Zhejiang unterzeichnet"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Chinavertraege\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/Chinavertraege.jpg\" alt=\"Chinavertraege\" \/><br \/>\nSchleswig-Holsteins Mittelstand investiert im Land des L\u00e4chelns<\/p>\n<p>Die Volksrepublik China ist f\u00fcr Unternehmen aus Schleswig-Holstein attraktiver denn je. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO Ende 2001 ist das Reich der Mitte umfangreiche Verpflichtungen zur Liberalisierung seines Marktes eingegangen. Seither boomt der Au\u00dfenhandel &#8211; immer mehr Firmen wagen den Sprung nach Fernost. Umfangreiche Unterst\u00fctzung bekommt Schleswig-Holsteins Wirtschaft dabei von der Wirtschaftsf\u00f6rderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), die in Hangzhou, der Hauptstadt der schleswig-holsteinischen Partnerprovinz Zhejiang, ein Repr\u00e4sentanzb\u00fcro unterh\u00e4lt. Dort haben Unternehmen aus Schleswig-Holstein im Beisein von Staatssekret\u00e4r Michael Rocca vom Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und Vertretern der Provinzregierung Zhejiang f\u00fcnf Vertr\u00e4ge f\u00fcr den Aufbau von Produktionsst\u00e4tten oder Handelskooperationen in China unterzeichnet&#8230; <!--more-->&#8222;Die Unterzeichnung der Kooperationsvertr\u00e4ge dokumentiert die Festigung und Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Schleswig-Holstein&#8220;, sagte Rocca. &#8222;Jede Kooperation macht f\u00fcr sich deutlich, welche Qualit\u00e4t und Intensit\u00e4t das Engagement schleswig-holsteinischer Mittelst\u00e4ndler auf diesem bedeutenden Wachstumsmarkt erreicht hat.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;China ist weltweit einer der wichtigsten Wachstumsm\u00e4rkte f\u00fcr Unternehmen aus Schleswig-Holstein&#8220;, sagte WTSH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernd B\u00f6sche. Allerdings sei der dortige Markteinstieg aufgrund der unterschiedlichen Kulturen und Denkweisen, der gro\u00dfen Entfernung und nicht zuletzt der Sprachbarrieren noch immer schwieriger als anderswo. Unternehmen, die sich an die WTSH wenden, erhalten daher \u00fcber die China-Repr\u00e4sentanz kostenlos Informationen \u00fcber potenzielle Gesch\u00e4ftspartner. Zudem k\u00f6nnen sich Firmen auch gegen Geb\u00fchr vor Ort von den chinesischen WTSH-Mitarbeitern im so genannten Gemeinschaftsb\u00fcro vertreten lassen oder eigene Vertretungen unter dem Dach der WTSH er\u00f6ffnen. Die f\u00fcnf unterzeichneten Kooperationsvertr\u00e4ge dokumentierten den Erfolg der WTSH-Initiative in Asien, sagt B\u00f6sche. &#8222;Durch unsere Hilfe sind die Unternehmen in der Lage, gr\u00f6\u00dfere Projekte in China zu realisieren.&#8220;<\/p>\n<p>Die Projekte im Einzelnen:<\/p>\n<p>Wie mit Zielstrebigkeit das Abenteuer Fernost zum Erfolg wird, zeigt das Beispiel zweier mittelst\u00e4ndischer Pumpenbauer. Das Kieler Unternehmen EDUR Pumpenfabrik und die Firma WITTE Pumps &#038; Technology aus Uetersen haben in China ein Joint Venture gegr\u00fcndet. Die gemeinsame EDUR WITTE Pumps Technology wird in Hangzhou Fl\u00fcssigkeitsring-Vakuumpumpen und Zahnradpumpen herstellen und vertreiben. Den Grundstein hierzu legte EDUR bereits im Jahr 1999 durch den Beitritt zum Gemeinschaftsb\u00fcro. Zwei Jahre sp\u00e4ter stie\u00df WITTE dazu. Die vom Gemeinschaftsb\u00fcro akquirierte gemeinsame chinesische Vertretung  WIN-WIN sondierte den Markt und begann sehr erfolgreich, deutsche Pumpen in China zu <br \/>\nvertreiben. Beide Firmen profitierten insbesondere von der gro\u00dfen Nachfrage der <\/p>\n<p>Chinesen nach Polymeren &#8211; zum Beispiel Polyester &#8211; und nach modernster Umwelttechnik.<\/p>\n<p>Der Bedarf an Pumpen war so gro\u00df, dass sich die Ums\u00e4tze rasant entwickelten. So stand f\u00fcr die Beteiligten nach zwei Jahren fest, dass der n\u00e4chste Schritt folgen m\u00fcsse. In enger Begleitung durch die WTSH wurde das Joint Venture vorbereitet. Durch den erfolgreichen Vertrieb in China und die strategisch gute Stellung f\u00fcr den gesamten asiatischen Markt w\u00fcrden langfristig auch die Produktionsstandorte in Deutschland gest\u00e4rkt, erkl\u00e4rten die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. J\u00fcrgen Holdhof von EDUR und Dr. Sven Wieczorek von WITTE. &#8222;Wir wollen unsere heimischen Unternehmen st\u00fctzen, indem wir aktiv und intensiv die lukrativen Auslandsm\u00e4rkte bearbeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Neomed Pharma GmbH aus L\u00fcbeck wurde 1980 gegr\u00fcndet und verarbeitet Meeresalgen f\u00fcr den Einsatz als Nahrungsmittel oder Kosmetika, als Futtermittel f\u00fcr Pferde und Nutztiere sowie als organischen D\u00fcnger in der Landwirtschaft. Die Algen werden in Schleswig-Holstein verarbeitet und weltweit vertrieben, vor allem in Europa, im asiatischen und arabischen Raum. &#8222;Von der Qualit\u00e4t unserer Produkte ist man in China zutiefst \u00fcberzeugt&#8220;, sagt Mehrheitsgesellschafter und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ingo Iven &#8211; schlie\u00dflich verf\u00fcgten seine Mitarbeiter \u00fcber langj\u00e4hrige Kenntnisse, die f\u00fcr die Entwicklung der organischen und umweltfreundlichen Produkte auf Algenbasis notwendig sind. Jetzt hat Neomed mit einem chinesischen Partnerunternehmen ein Joint-Venture geschlossen, um Algifol &#8211; so der Name des D\u00fcngemittels &#8211; in China herzustellen und zu vertreiben. Den Rohstoff liefert Neomed als Hochkonzentrat.<\/p>\n<p>Einen Vertrag \u00fcber den Aufbau einer Produktionsst\u00e4tte in China hat die MCP-HEK GmbH aus L\u00fcbeck ratifiziert. Das Unternehmen gilt als weltweit f\u00fchrender Hersteller von Wismut Oxiden f\u00fcr technische Anwendungen und Salzen f\u00fcr die Pharmaindustrie. Seine Produktionskapazit\u00e4t ist nach eigenen Angaben bereits heute rund viermal so gro\u00df wie die des n\u00e4chsten Wettbewerbers. Von der Fertigung vor Ort sollen k\u00fcnftig vor allem chinesische Kunden profitieren. &#8222;Der Markt f\u00fcr Wismut Oxide ist durch starkes Wachstum und sich entwickelnde lokale Hersteller gekennzeichnet&#8220;, sagt Sebastian Voigt, Bereichsleiter bei MCP-HEK. Der Markt f\u00fcr Pharmasalze sei bereits gut entwickelt, jedoch fehle ein hochwertiger Hersteller, so dass auch in diesem Segment, in das MCP-HEK bisher aus L\u00fcbeck geliefert hat, exzellente M\u00f6glichkeiten best\u00fcnden. &#8222;\u00dcber eine Ausweitung der Fertigung komplexerer Produkte am Stammsitz in L\u00fcbeck soll sichergestellt werden, dass in L\u00fcbeck die Arbeitspl\u00e4tze voll erhalten bleiben&#8220;, sagt Voigt. Ein gro\u00dfes Pharmaprojekt sei bereits akquiriert worden.<\/p>\n<p>Ebenfalls aus L\u00fcbeck stammt die Euroimmun AG. Das Unternehmen wurde 1987 vom gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesellschafter Dr. med. Winfried St\u00f6cker gegr\u00fcndet und unterh\u00e4lt Zweigbetriebe in Gro\u00df Gr\u00f6nau und in Rennersdorf\/Sachsen. Euroimmun stellt Reagenzien f\u00fcr die medizinische Labordiagnostik her. Im Vordergrund stehen dabei Testsysteme, mit denen man im Serum von Patienten verschiedenste Antik\u00f6rper bestimmen und dadurch Autoimmun- und Infektionskrankheiten sowie Allergien diagnostizieren kann. Bei der Autoantik\u00f6rper-Diagnostik geh\u00f6rt Euroimmun nach eigenen Angaben weltweit zu den f\u00fchrenden Herstellern. Derzeit sind bei Euroimmun in Deutschland 300 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, weltweit sind es mehr als 400. In Hangzhou wird Euroimmun im Januar 2005 ein Schulungszentrum f\u00fcr die Unterrichtung chinesischer Kunden auf den bearbeiteten Diagnosegebieten in Betrieb nehmen. Dazu hat das Unternehmen mit einer chinesischen Baufirma den Vertrag f\u00fcr die Herrichtung entsprechender R\u00e4ume unterzeichnet.<\/p>\n<p>Seit ihrer Gr\u00fcndung vor sechs Jahren kauft die KANGaROO-GmbH aus Bad Oldesloe in China Dekorationsartikel ein. &#8222;Dabei hat sich f\u00fcr uns als richtiges Konzept <br \/>\nherausgestellt, unsere Eink\u00e4ufe auf wenige Lieferanten zu konzentrieren und mit <\/p>\n<p>diesen Lieferanten auch Produktentwicklungen zu betreiben&#8220;, sagt der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafter Udo Halenza. So kauft das Unternehmen, das in <br \/>\nden vergangenen Jahren durchschnittliche Zuwachsraten von 30 Prozent aufweisen konnte, in Hangzhou bei zwei Exportfirmen f\u00fcr etwa zwei Millionen Dollar j\u00e4hrlich ein. Aus Ningbo, einer anderen Stadt der Provinz Zhejiang, erhalten die Oldesloer Kerzen, diverse Dekorationsartikel sowie Kleinm\u00f6bel aus Holz und Eisen. &#8222;Nach gutem Erfolg mit in Indien gefertigten M\u00f6beln haben wir auch in China nach Bezugsquellen gesucht, die in landestypischer Art, aber doch auf Verwendungszwecke in Deutschland ausgerichtet, f\u00fcr uns M\u00f6bel fertigen.&#8220; Mit der Firma Wanbao hat KANGaROO einen Partner gefunden, der altes Ulmenholz aus Abrissbauten verwendet, um M\u00f6bel daraus zu fertigen. <\/p>\n<p>Zur Info: WTSH &#8211; Wirtschafts- und Technologief\u00f6rderung aus einer Hand <\/p>\n<p>Nach Fusion der Technologie-Transfer-Zentrale Schleswig-Holstein GmbH (ttz SH) und der Wirtschaftsf\u00f6rderung Schleswig-Holstein GmbH (WSH) gibt es seit Juli 2004 mit der neuen WTSH &#8211; Wirtschaftsf\u00f6rderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH nur noch einen Ansprechpartner f\u00fcr Fragen der Wirtschafts- und Technologief\u00f6rderung im Land zwischen den Meeren. Zu den besonderen Branchenschwerpunkten der WTSH z\u00e4hlen: Life Science (insbesondere Gesundheits- und Ern\u00e4hrungswirtschaft), Informations- und Kommunikationstechnik (inklusive Electronic Business), Umwelttechnik und Erneuerbare Energien sowie Maritime Wirtschaft. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WTSH sind Dr. Bernd B\u00f6sche (vorher WSH) und Franz Gelbke (vorher ttz SH). \u00dcber die einzelnen Leistungen sowie Ansprechpartner zu den einzelnen Fachbereichen informiert das Internet unter der Adresse: www.wtsh.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schleswig-Holsteins Mittelstand investiert im Land des L\u00e4chelns Die Volksrepublik China ist f\u00fcr Unternehmen aus Schleswig-Holstein attraktiver denn je. 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