{"id":10633,"date":"2010-02-01T20:03:35","date_gmt":"2010-02-01T19:03:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=10633"},"modified":"2010-02-02T09:06:08","modified_gmt":"2010-02-02T08:06:08","slug":"die-welt-krankt-an-konsumismus-und-armut-club-of-rome-prasident-fordert-neue-losungen-fur-die-aktuellen-krisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/die-welt-krankt-an-konsumismus-und-armut-club-of-rome-prasident-fordert-neue-losungen-fur-die-aktuellen-krisen\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Welt krankt an Konsumismus und Armut&#8220; -Club of Rome-Pr\u00e4sident fordert neue L\u00f6sungen f\u00fcr die aktuellen Krisen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1264759651i15575.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" align=\"middle\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Wachstum  darf sich nicht auf Wirtschaft beschr\u00e4nken, fordern Experten (Bild:  Lebensministerium)<!-- end copyrighttext --><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"line-height: 140%;\"> Wien (pte\/29.01.2010\/11:30) &#8211;   <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START \/\/--> Die \u00dcberwindung der heutigen Probleme unseres Planeten erfordert  L\u00f6sungen, die allen Menschen zugute kommen. Zu diesem Schluss kam Ashok  Khosla, indischer Firmengr\u00fcnder und Pr\u00e4sident des Club of Rome <a href=\"http:\/\/www.clubofrome.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.clubofrome.org<\/a>,  anl\u00e4sslich einer Diskussionsveranstaltung am gestrigen Donnerstagabend.  Den Rahmen bildete die noch laufende, vom \u00f6sterreichischen  Lebensministerium veranstaltete Konferenz &#8222;Wachstum im Wandel&#8220; <a href=\"http:\/\/www.wachstumimwandel.at\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.wachstumimwandel.at<\/a> , bei der L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr sozial vertr\u00e4gliche, gerechte und  ressourcenschonende Wirtschaftsweise gesucht werden.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><strong>Zu viele Krisen auf einmal<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die Welt ist mit einem B\u00fcndel von Krisen ausgesetzt, wie es bisher  nie der Fall war&#8220;, so Khosla. Namentlich nennt der indische Experte die  Klimakrise, das bereits vollzogene \u00dcberschreiten des \u00d6lf\u00f6rdermaximums,  die mit starken Preisschwankungen verbundene Wasser- und Ern\u00e4hrungskrise  und den Artenverlust, der tausendmal schneller voranschreite als die  Evolution f\u00e4hig sei, Nachschub an neuen Spezies zu liefern. Dazu k\u00e4men  die finanzielle Instabilit\u00e4t, der rasante Bev\u00f6lkerungsanstieg sowie  Armut und Ungleichheit. &#8222;Alles deutet darauf hin, dass dies Zeichen  eines Wachstums sind, das nicht nachhaltig ist&#8220;, so der Pr\u00e4sident.Zwei Krankheiten w\u00fcrden die Welt derzeit am meisten bedrohen. &#8222;Das  ist die erstens die &#8218;Affluenza&#8216;, ein Begriff der f\u00fcr den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen  Verbrauch der Ressourcen geschaffen wurde&#8220;, so Khosla. Das Geschick der  Welt w\u00fcrden Menschen bestimmen, die jeglichen Bezug zur Realit\u00e4t  verloren h\u00e4tten. Illustrative Symptome daf\u00fcr seien etwa die Verwendung  von Schneekanonen und Heizpilzen im Winter oder auch die hohen  Nahrungsmittelabf\u00e4lle infolge des \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Konsums. Gef\u00e4hrlich sei  jedoch ebenso die von Khosla als &#8222;Povertitis&#8220; bezeichnete extreme Armut,  die sich besonders in der Benachteiligung der Frauen in vielen  Entwicklungsl\u00e4ndern zeige. &#8222;Die Ungleichheit w\u00e4chst weiter&#8220;, so der  Experte.<\/p>\n<p><strong>L\u00f6sung muss alle ber\u00fccksichtigen<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur Prophezeiungen dieser Entwicklungen gebe es schon lange &#8211;  Khosla verweist auf das 1972 erschienene Buch &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; &#8211;  sondern auch Ans\u00e4tze f\u00fcr deren \u00dcberwindung. &#8222;Wir m\u00fcssen neue L\u00f6sungen  suchen und unser Denksystem \u00e4ndern. Mahatma Gandhi kann hier als  Beispiel dienen, ebenso Franz von Assisi. Es ist nicht m\u00f6glich, Wachstum  auf eine Ebene zu beschr\u00e4nken.&#8220; Technische Innovationen, von denen man  oft die Rettung erhoffe, seien erst dann nachhaltig, wenn sie auf das  Wohl der gesamten Menschheit abzielen. Ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr solche  L\u00f6sungsans\u00e4tze sei in der Natur vorhanden, deren Beobachtung daher  entscheidend sei.<\/p>\n<p>Khosla f\u00fchrt an dieser Stelle Beispiele aus seiner eigenen Praxis  als Firmengr\u00fcnder an. &#8222;Es braucht kleine L\u00f6sungen. Webst\u00fchle erm\u00f6glichen  indischen Frauen, ihren Tagesumsatz zu verf\u00fcnffachen. Eine einfache  Presse f\u00fcr die Erzeugung von Ziegeln aus Lehm kann die Wohnsituation von  Millionen Menschen verbessern, ohne die Umwelt zu belasten. Unkraut  wiederum kann f\u00fcr die Energieerzeugung genutzt werden.&#8220;  Grundvoraussetzung f\u00fcr die \u00dcberwindung der extremen Armut sei jedoch die  F\u00f6rderung der Bildung in den Entwicklungsl\u00e4ndern, zudem bed\u00fcrfe es der  Aufwertung der Zivilgesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Teiche nicht wie Ozeane behandeln<\/strong><\/p>\n<p>Per Videoeinschaltung mahnte die aktuelle  Wirtschaftsnobelpreistr\u00e4gerin Elinor Ostrom, das Wachstum nicht auf die  Wirtschaft zu beschr\u00e4nken. &#8222;Wachsen muss besonders unsere F\u00e4higkeit, mit  Diversit\u00e4t umzugehen, und zwar mit der biologischen, institutionellen  als auch menschlichen Vielfalt. Denn gibt es keine menschliche Vielfalt  und alle an einem Projekt Beteiligten verfolgen denselben Ansatz, so  gibt es auch keine neuen Ideen.&#8220; Entsprechend m\u00fcsse man Krisen auf  verschiedene Weisen gleichzeitig l\u00f6sen. &#8222;Vernachl\u00e4ssigt man die  Vielfalt, ist das wie wenn man mit einem einzigen Rezept das Problem  eines Teiches, eines Sees oder eines Ozeans l\u00f6sen will&#8220;, so die  Nobelpreistr\u00e4gerin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wachstum darf sich nicht auf Wirtschaft beschr\u00e4nken, fordern Experten (Bild: Lebensministerium) Wien (pte\/29.01.2010\/11:30) &#8211; Die \u00dcberwindung der heutigen Probleme unseres<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-10633","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tipps-informationen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10633"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10633\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}