{"id":106360,"date":"2013-12-13T08:35:12","date_gmt":"2013-12-13T07:35:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=106360"},"modified":"2013-12-13T08:35:12","modified_gmt":"2013-12-13T07:35:12","slug":"studie-bestatigt-lubecks-potenzial-als-kreuzfahrthafen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/studie-bestatigt-lubecks-potenzial-als-kreuzfahrthafen\/","title":{"rendered":"Studie best\u00e4tigt L\u00fcbecks Potenzial als Kreuzfahrthafen"},"content":{"rendered":"<p>Eine bessere Marktabsch\u00f6pfung des boomenden Kreuzfahrtgesch\u00e4fts durch einen eigenen L\u00fcbecker Kreuzfahrtterminal h\u00e4tte nicht nur positive wirtschaftliche Effekte f\u00fcr die Hansestadt selbst, sondern f\u00fcr das Bundesland Schleswig-Holstein insgesamt. Das ist das Ergebnis der Uniconsult-Studie \u201ePotenzialanalyse f\u00fcr ein Kreuzfahrtterminal unter Ber\u00fccksichtigung der regional\u00f6konomischen Effekte\u201c. Die Studie wurde heute von der IHK zu L\u00fcbeck, der Hansestadt L\u00fcbeck, der L\u00fcbeck Port-Authority, der L\u00fcbecker Hafen-Gesellschaft mbH und der Hans Lehmann KG im IHK-Veranstaltungsforum \u201eDat Hoghehus\u201c vorgestellt. Anhand der Studie haben die Auftraggeber die \u00f6konomischen Chancen L\u00fcbecks f\u00fcr einen Einstieg in den Kreuzfahrtmarkt mit Schiffen ab einer L\u00e4nge von 200 Metern erstmals im Detail untersuchen lassen, um daraus weitere Ma\u00dfnahmen ableiten zu k\u00f6nnen.<!--more-->\u201eSeit Jahren boomt der Markt der Kreuzschifffahrt. Obwohl der Hafen L\u00fcbeck bislang kaum an diesem Wachstum partizipiert, zeigen unsere Ergebnisse, dass die gro\u00dfen europ\u00e4ischen und amerikanischen Reedereien nur darauf warten, dass L\u00fcbeck die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Schiffe bis etwa 300 Meter L\u00e4nge bereitstellt. Wir gehen davon aus, dass ein neuer Anleger einschlie\u00dflich eines Terminals binnen weniger Jahre mehr als 50 zus\u00e4tzliche Anl\u00e4ufe \u201agro\u00dfer\u2018 Schiffe generiert. Mittel- bis langfristig besteht ein Potenzial von weiteren 50 Anl\u00e4ufen\u201c, erkl\u00e4rte Jobst Schlennstedt, Gutachter von Uniconsult, bei seiner Pr\u00e4sentation der Studie. Durch eine Erh\u00f6hung der Anl\u00e4ufe auf 71 pro Jahr \u2013 die Anl\u00e4ufe am Ostpreu\u00dfenkai inbegriffen \u2013 w\u00fcrde sich die regionale Wertsch\u00f6pfung der Kreuzschifffahrt auf \u00fcber acht Millionen Euro belaufen, was rund 113.000 Euro je Anlauf bedeuten w\u00fcrde. Zudem w\u00fcrden etwa 220 neue Arbeitspl\u00e4tze durch Hafen-, Schiffs- und Tourismusdienstleistungen geschaffen werden, so Schlennstedt.<\/p>\n<p>Zu den Ergebnissen sagte L\u00fcbecks B\u00fcrgermeister Bernd Saxe auf der Pressekonferenz: \u201eDie Studie zeigt, dass ein erhebliches Marktpotenzial f\u00fcr einen Kreuzfahrtanleger in L\u00fcbeck vorhanden ist, ohne andere Standorte zu schw\u00e4chen. Wir haben das immer geahnt \u2013 nun liegt es schwarz auf wei\u00df vor. Der Gutachter konnte nachweisen, dass ein zus\u00e4tzlicher Anleger f\u00fcr Kreuzfahrer \u00fcber 200 Meter L\u00e4nge von erheblicher regional- und landespolitischer Bedeutung f\u00fcr den Kreuzfahrtstandort Schleswig-Holstein ist. Regional\u00f6konomisch w\u00fcrden die Kennzahlen f\u00fcr Besch\u00e4ftigung, Bruttowertsch\u00f6pfung und Steuereinnahmen fast um das zehnfache steigen. Davon profitieren vor allem die regionale Tourismusindustrie und der Handel. Das Thema Kreuzfahrer erg\u00e4nzt unser Profil als Tourismusstandort und ist Teil unserer Tourismusstrategie 2020plus. Die weiteren Schritte sind: Vorstellung der Studie in den politischen Gremien und beim Land, um hier f\u00fcr die notwendige Unterst\u00fctzung zu werben. Die Studie ist daf\u00fcr eine sehr gute Grundlage. Daneben gilt es, die Standortfrage, Wirtschaftlichkeit und Finanzierung zu kl\u00e4ren. Absehbar ist aber schon jetzt: Die Stadt wird das nicht allein stemmen k\u00f6nnen. Ohne \u00f6ffentliche F\u00f6rderung wird der Bau eines Kreuzfahrtanlegers nicht wirtschaftlich sein.\u201c<\/p>\n<p>Ulfbenno Kr\u00fcger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der L\u00fcbecker Hafen-Gesellschaft mbH, betonte: \u201eDie Kreuzschifffahrt entwickelt sich seit Jahren hervorragend \u2013 auch im Ostseeraum. L\u00fcbeck ist touristisch eine \u00e4u\u00dferst attraktive Region. Dennoch w\u00e4chst der Markt in L\u00fcbeck nicht. Das Kreuzfahrtterminal in L\u00fcbeck, der Ostpreu\u00dfenkai, bietet zwar f\u00fcr Schiffe bis rund 200 Meter L\u00e4nge beste Voraussetzungen. In diesem Marktsegment ist allerdings nur mit bescheidenen Wachstumsraten zu rechnen. Der Trend geht zu gr\u00f6\u00dferen Schiffen. Die Studie von Uniconsult zeigt gro\u00dfe Wachstumschancen in diesem Markt auf. Damit verbunden sind regional\u00f6konomisch deutlich positive Effekte f\u00fcr L\u00fcbeck. Die Aussichten sind verlockend. Es ist nun zu pr\u00fcfen, ob und wie diese Aussichten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umgesetzt werden k\u00f6nnen. Dies gilt auch und insbesondere f\u00fcr uns als Hafenbetreiber.\u201c<\/p>\n<p>Um eine realistische Umsetzung im Schulterschluss mit allen Beteiligten zu pr\u00fcfen, schlug IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lars Sch\u00f6ning die Bildung einer Interessengemeinschaft aus Vertretern aus der Verwaltung und der Wirtschaft \u2013 darunter alle Unternehmen der Hafenwirtschaft sowie Akteure aus Tourismus, Handel und Personentransport \u2013 vor. Auch das Land Schleswig-Holstein sollte sein Engagement ernsthaft pr\u00fcfen, verdeutliche das Gutachten doch, dass ein L\u00fcbecker Kreuzfahrtterminal nicht in direkter Konkurrenz zum Kieler Hafen stehe. \u201eIm Gegenteil: Beide H\u00e4fen gemeinsam k\u00f6nnen dazu beitragen, dass Schleswig-Holstein am wachsenden Kreuzfahrtmarkt auf der Ostsee partizipiert. Die IHK zu L\u00fcbeck fordert daher von allen Beteiligten eine schnelle Untersuchung der Finanzierbarkeit eines Kreuzfahrtterminals, Gespr\u00e4che \u00fcber Finanzierungswege und Investitionsm\u00f6glichkeiten mit den wesentlichen Playern sowie Aussagen zu m\u00f6glichen Standorten. Diese Erkenntnisse m\u00fcssen dann in einen Hafenentwicklungsplan f\u00fcr die Hansestadt L\u00fcbeck flie\u00dfen\u201c, forderte Sch\u00f6ning.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine bessere Marktabsch\u00f6pfung des boomenden Kreuzfahrtgesch\u00e4fts durch einen eigenen L\u00fcbecker Kreuzfahrtterminal h\u00e4tte nicht nur positive wirtschaftliche Effekte f\u00fcr die Hansestadt<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[12659],"class_list":["post-106360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-studie-bestatigt-lubecks-potenzial-als-kreuzfahrthafen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=106360"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/106360\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=106360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=106360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=106360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}