{"id":107342,"date":"2013-12-21T14:34:01","date_gmt":"2013-12-21T13:34:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=107342"},"modified":"2013-12-21T14:34:01","modified_gmt":"2013-12-21T13:34:01","slug":"netzwerk-altenpflegebranche-fur-lubeck-und-ostholstein-gegrundet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/netzwerk-altenpflegebranche-fur-lubeck-und-ostholstein-gegrundet\/","title":{"rendered":"Netzwerk Altenpflegebranche f\u00fcr L\u00fcbeck und Ostholstein gegr\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p>Altenpflegeeinrichtungen, mobile Pflegedienste, Fachschulen f\u00fcr Altenpflege, Bildungstr\u00e4ger, Arbeitsagentur und Jobcenter: Alle bewegt die gleiche Herausforderung. Wie begegnet man dem bereits vorhandenen und sich weiter abzeichnenden Fachkr\u00e4ftebedarf in der Pflegebranche? In L\u00fcbeck und Ostholstein spielt neben dem demografischen Wandel und des daraus resultierenden Anstiegs pflegebed\u00fcrftiger Personen auch die Wahl der Region als Altersruhesitz eine immer wichtigere Rolle.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDa man gemeinsam bekanntlich mehr erreicht und ein Netzwerk aller Beteiligten in unserer Region bisher nicht vorhanden war, hat die Arbeitsagentur zu einem Branchengespr\u00e4ch Altenpflege eingeladen. Das gro\u00dfe Interesse zeigt uns, wie wichtig das Thema und die Entwicklung gemeinsamer Strategien sind\u201c, erkl\u00e4rt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Vor rund 60 Personalverantwortlichen aus der Branche erl\u00e4uterte Werner in den R\u00e4umen der staatlich anerkannten Fachschule f\u00fcr Altenpflege des <strong>DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V.<\/strong> in Eutin die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Mitarbeiter der Arbeitsagentur stellten die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt dar und berichteten von ihren Erfahrungen bei der Vermittlungsarbeit.<\/p>\n<p>Junge Leute zum Beispiel interessieren sich nicht f\u00fcr den Pflegeberuf, weil sie meist gar keine oder falsche Vorstellungen davon haben. Auch die Chancen und Aufstiegsm\u00f6glichkeiten sind wenig bekannt. Wer bereits sozial engagiert ist, entscheidet sich bewusst f\u00fcr diese Branche. Hier m\u00fcsste aus Sicht der Berufsberatung durch Ma\u00dfnahmen wie zum Beispiel verst\u00e4rkte \u00d6ffentlichkeitsarbeit oder Angebot von Praktika das Berufsbild besser vermarktet werden.<\/p>\n<p>Laut Aussage der Arbeitsvermittlung ist die Pflege nicht mehr der typische Frauenberuf und M\u00e4nner haben sehr gute Einstiegschancen. Examinierte Kr\u00e4fte finden schnell eine Arbeitsstelle, wenn es keine Einschr\u00e4nkungen gibt. Nach wie vor schwierig ist die Situation f\u00fcr Teilzeitkr\u00e4fte, weil sie wenig flexibel reagieren und zum Beispiel keine geteilten Dienste \u00fcbernehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Arbeitgeber-Service spiegelt sich die gleiche Situation wider. Bei der Suche nach examinierten Fachkr\u00e4ften m\u00fcssen Arbeitgeber viel Zeit einplanen. Besser sieht es bei Hilfskr\u00e4ften aus. Hier gibt es mehr gemeldete Arbeitsuchende. Eine M\u00f6glichkeit, die noch st\u00e4rker genutzt werden sollte, ist die Weiterbildung geringqualifizierter Besch\u00e4ftigter im Unternehmen. Diese kann unter bestimmten Voraussetzungen finanziell unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wurden die Berichte von vier Sch\u00fclern der DRK-Altenpflegeschule, die ihren Weg in den Pflegeberuf schilderten. Martina L. (Bild von links) hatte keine Bedenken, sich mit 53 Jahren nochmals auf die Schulbank zu setzen. Denn durch die Pflege ihrer Eltern und ehrenamtliche T\u00e4tigkeit war ihr das Berufsbild bereit bestens bekannt. Auch Cedric C. (17 Jahre) hatte bereits Erfahrungen in der Pflege gesammelt. Au\u00dferdem kannte er durch seine Eltern, die beide selbst in der Pflege t\u00e4tig sind, den Arbeitsalltag und sieht hier f\u00fcr sich gute Aufstiegs- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Die Alleinerziehende Annika S. (26 Jahre) kam durch ein Gespr\u00e4ch bei ihrem Arbeitsvermittler auf die Idee, ein Praktikum in der Altenpflege zu machen. Das gefiel ihr so gut, dass sie als Pflegeassistentin anfing und mit der Ausbildung nun ihren Abschluss zur Altenpflegerin machen will. Dabei werden sie und ihr Arbeitgeber im Rahmen des Programms WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und besch\u00e4ftigter \u00e4lterer Arbeitnehmer in Unternehmen) finanziell durch die Arbeitsagentur L\u00fcbeck unterst\u00fctzt. Die 24-j\u00e4hrige Kathrin R. hat eine abgeschlossene Ausbildung als Kosmetikerin. Doch als sie nach Fehmarn zog, fand sie in ihrem Beruf keine Stelle. Da bereits ihre Erstausbildung viele Gesundheitsaspekte beinhaltet, wollte sie darauf aufbauen. Sie hat sich bewusst f\u00fcr die Altenpflege entschieden, weil sie gerne mit Menschen arbeitet.<\/p>\n<p>Mit diesen Impulsen starteten die Teilnehmer des Branchengespr\u00e4chs in f\u00fcnf Workshops. In den Arbeitsgruppen wurde diskutiert, wie das Bild der Altenpflege in der \u00d6ffentlichkeit optimiert werden kann, welche zukunftsweisenden Arbeitsmodelle es gibt, mit welcher Fachkompetenz die Arbeitskr\u00e4fte ausgestattet sein sollten, ob die Anwerbung von Arbeitskr\u00e4ften aus dem europ\u00e4ischen Ausland den Pflegenotstand beheben oder wie die Zusammenarbeit mit Arbeitsagentur und Jobcenter verbessert werden kann.<\/p>\n<p>Im Ergebnis wurden Handlungsschwerpunkte bei den Arbeitnehmern in Deutschland gesehen, z.B. durch F\u00f6rderung der eigenen Mitarbeiter, Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verst\u00e4rkte Werbung f\u00fcr das Berufsbild oder Ausbau der Zusammenarbeit mit Schulen. Alle waren sich einig, die Netzwerkarbeit fortzusetzten und ein n\u00e4chstes Treffen im Fr\u00fchjahr durchzuf\u00fchren. Hier sollen dann einzelne Handlungsfelder aufgegriffen und konkrete Strategien erarbeitet werden.<\/p>\n<p>Eine Zusammenstellung der Ergebnisse des ersten Branchengespr\u00e4ches Altenpflege kann im Internet unter <a title=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/luebeck\" href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/luebeck\">www.arbeitsagentur.de\/luebeck<\/a> &gt; Unternehmen herunter geladen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altenpflegeeinrichtungen, mobile Pflegedienste, Fachschulen f\u00fcr Altenpflege, Bildungstr\u00e4ger, Arbeitsagentur und Jobcenter: Alle bewegt die gleiche Herausforderung. 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