{"id":108780,"date":"2014-01-03T13:06:02","date_gmt":"2014-01-03T12:06:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=108780"},"modified":"2014-01-03T13:06:02","modified_gmt":"2014-01-03T12:06:02","slug":"zusatzbeitrage-belasten-versicherte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zusatzbeitrage-belasten-versicherte\/","title":{"rendered":"Zusatzbeitr\u00e4ge belasten Versicherte"},"content":{"rendered":"<p>Bonn. 3. Januar 2013. Den deutschen Beitragszahlern drohen in den kommenden Jahren erhebliche Mehrkosten. Mit ihrem Vorsto\u00df, den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Erhebung fakultative Zusatzbeitr\u00e4ge zu erm\u00f6glichen, treibt die Gro\u00dfe Koalition nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation die Kostenspirale in der Gesundheitspolitik auf Kosten der Versicherten unn\u00f6tig an. Experten rechnen mit Zusatzbeitr\u00e4gen, die durchaus bei 1,5 Prozent liegen k\u00f6nnten und eine zus\u00e4tzliche, einkommensbezogene Belastung von 17 bis zu 40 Euro im Monat nach sich ziehen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Vorsitzende des Sozialverbandes, Ilse M\u00fcller, warnt davor, die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung ausschlie\u00dflich Beitragszahlern aufzub\u00fcrden: \u201eDeutschland ben\u00f6tigt vor dem Hintergrund seiner besonderen Demografie einen nachhaltigeren Kurs in der Gesundheitspolitik, der nur gesamtgesellschaftlich geschultert werden kann. Gegenw\u00e4rtig fahren wir auf Sicht und betreiben eine Medizin nach Kassenlage, was aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist. Mit K\u00fcrzungen der Bundeszusch\u00fcsse verlagert sich die Sparpolitik des Bundes auf die Ebene der Gesundheitsversorgung und blendet so die wachsenden finanziellen und qualitativen Herausforderung der medizinischen Versorgung der alternden Bev\u00f6lkerung aus.\u201c<\/p>\n<p>Der Bonner Sozialverband pl\u00e4diert f\u00fcr ein verst\u00e4rktes Engagement des Bundes zur F\u00f6rderung von Ma\u00dfnahmen der medizinischen Rehabilitation, wie sie in den verbandseigenen Kliniken weiterentwickelt wird. \u201eWir m\u00fcssen verst\u00e4rkt auf Pr\u00e4ventionsangebote setzen und das fr\u00fchzeitige Ausscheiden der Menschen aus dem Erwerbsleben, wo immer es m\u00f6glich ist, verhindern. F\u00fcr uns gilt das bew\u00e4hrte Prinzip: Reha vor Rente. Nur so l\u00e4sst sich das j\u00e4hrliche Defizit in den Kassen dauerhaft reduzieren\u201c, so M\u00fcller. In einem ersten Schritt empfiehlt der BDH die Streichung des Reha-Deckels, der einer ernst gemeinten Verankerung medizinischer Rehabilitation im Wege steht. Allerdings fehlt den Krankenkassen der finanzielle Anreiz zur Finanzierung von Reha-Ma\u00dfnahmen, weshalb die Verantwortung vielfach an die Pflegeversicherung weitergereicht wird. Dem Schnittstellenproblem k\u00f6nne mit einem finanziellen Ausgleich zwischen Pflege- und Krankenversicherung begegnet werden, der die Aufwendungen der Kassen f\u00fcr Rehabilitationsleistungen kompensiert. Nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt das j\u00e4hrliche Defizit der Kassen bei vier Milliarden Euro. Sie ben\u00f6tigen erheblich breiteren Spielraum, um das Thema der Rehabilitation gesellschaftlich verankern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bonn. 3. Januar 2013. Den deutschen Beitragszahlern drohen in den kommenden Jahren erhebliche Mehrkosten. Mit ihrem Vorsto\u00df, den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Erhebung fakultative Zusatzbeitr\u00e4ge zu erm\u00f6glichen, treibt die Gro\u00dfe Koalition nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation die Kostenspirale in der Gesundheitspolitik auf Kosten der Versicherten unn\u00f6tig an. Experten rechnen mit Zusatzbeitr\u00e4gen, die durchaus bei 1,5 Prozent liegen k\u00f6nnten und eine zus\u00e4tzliche, einkommensbezogene Belastung von 17 bis zu 40 Euro im Monat nach sich ziehen.<\/p>\n<p>Die Vorsitzende des Sozialverbandes, Ilse M\u00fcller, warnt davor, die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung ausschlie\u00dflich Beitragszahlern aufzub\u00fcrden: \u201eDeutschland ben\u00f6tigt vor dem Hintergrund seiner besonderen Demografie einen nachhaltigeren Kurs in der Gesundheitspolitik, der nur gesamtgesellschaftlich geschultert werden kann. Gegenw\u00e4rtig fahren wir auf Sicht und betreiben eine Medizin nach Kassenlage, was aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist. Mit K\u00fcrzungen der Bundeszusch\u00fcsse verlagert sich die Sparpolitik des Bundes auf die Ebene der Gesundheitsversorgung und blendet so die wachsenden finanziellen und qualitativen Herausforderung der medizinischen Versorgung der alternden Bev\u00f6lkerung aus.\u201c<\/p>\n<p>Der Bonner Sozialverband pl\u00e4diert f\u00fcr ein verst\u00e4rktes Engagement des Bundes zur F\u00f6rderung von Ma\u00dfnahmen der medizinischen Rehabilitation, wie sie in den verbandseigenen Kliniken weiterentwickelt wird. \u201eWir m\u00fcssen verst\u00e4rkt auf Pr\u00e4ventionsangebote setzen und das fr\u00fchzeitige Ausscheiden der Menschen aus dem Erwerbsleben, wo immer es m\u00f6glich ist, verhindern. F\u00fcr uns gilt das bew\u00e4hrte Prinzip: Reha vor Rente. Nur so l\u00e4sst sich das j\u00e4hrliche Defizit in den Kassen dauerhaft reduzieren\u201c, so M\u00fcller. In einem ersten Schritt empfiehlt der BDH die Streichung des Reha-Deckels, der einer ernst gemeinten Verankerung medizinischer Rehabilitation im Wege steht. Allerdings fehlt den Krankenkassen der finanzielle Anreiz zur Finanzierung von Reha-Ma\u00dfnahmen, weshalb die Verantwortung vielfach an die Pflegeversicherung weitergereicht wird. Dem Schnittstellenproblem k\u00f6nne mit einem finanziellen Ausgleich zwischen Pflege- und Krankenversicherung begegnet werden, der die Aufwendungen der Kassen f\u00fcr Rehabilitationsleistungen kompensiert. Nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt das j\u00e4hrliche Defizit der Kassen bei vier Milliarden Euro. Sie ben\u00f6tigen erheblich breiteren Spielraum, um das Thema der Rehabilitation gesellschaftlich verankern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn. 3. Januar 2013. Den deutschen Beitragszahlern drohen in den kommenden Jahren erhebliche Mehrkosten. 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