{"id":111906,"date":"2014-01-23T13:58:11","date_gmt":"2014-01-23T12:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=111906"},"modified":"2014-01-23T13:58:11","modified_gmt":"2014-01-23T12:58:11","slug":"marret-bohn-ruckenwind-fur-bessere-arbeitsbedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/marret-bohn-ruckenwind-fur-bessere-arbeitsbedingungen\/","title":{"rendered":"Marret Bohn:     R\u00fcckenwind f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Pr\u00e4sident, sehr geehrte Damen und Herren.<\/p>\n<p>Die Pflegekammer ist eine gute Sache! Sie ist eine demokratische Legitimation der Pflege durch eine Selbstvertretung. Sie schafft Selbstbewusstsein und Einfluss und ebnet den Weg f\u00fcr ein besseres Image, h\u00f6here Attraktivit\u00e4t und mehr Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Pflegekammer ist kein Allheilmittel und sie ist kein Selbstg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Es h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von den Menschen, den Strukturen und der Arbeit der Pflegekammer ab, was am Ende erreicht werden kann. Die Pflegekammer ist eine Chance, die wir nutzen sollten, im Interesse der Pflegenden und der Pflegebed\u00fcrftigen.<\/p>\n<p>Dass zum jetzigen Zeitpunkt die Kritik an der Pflegekammer wieder aufflammt, verwundert mich nicht. Allm\u00e4hlich wird es ernst. Die Koalition in Schleswig-Holstein bekennt sich zur Pflegekammer.<!--more--><\/p>\n<p>Der Landtag hat 2012 beschlossen, dass eine Pflegekammer errichtet werden soll.<\/p>\n<p>2013 wurden die Pflegekr\u00e4fte im Land befragt. Sie haben sich f\u00fcr die Pflegekammer ausgesprochen. Das Ergebnis war knapp, aber dennoch aussagekr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>Mit der Pflegekammerkonferenz geht die Landesregierung jetzt den n\u00e4chsten wichtigen Schritt. Die Sozialministerin informiert sachlich, offen und ehrlich. Sie dr\u00e4ngt Kritiker und Unentschlossene nicht ins Abseits, sondern holt sie aufs Spielfeld. Kristin Alheit stellt sich den Fragen, kl\u00e4rt auf, argumentiert und \u00fcberzeugt. Das ist der richtige Weg!<\/p>\n<p>Den SkeptikerInnen schwimmen allm\u00e4hlich die Felle davon. Vielleicht erkl\u00e4rt das den Aktionismus einiger Organisationen. Zum Beispiel der bpa. Der Verband privater Pflegeinrichtungen versteht sich pl\u00f6tzlich als Sprachrohr der Pflege. Das ist er aber nicht.<\/p>\n<p>Die Interessen von Unternehmen, auch wenn sie im sozialen Bereich t\u00e4tig sind, sind nicht dieselben wie die ihrer MitarbeiterInnen und Kunden. Auch in der Pflege nicht. Die Pflegebed\u00fcrftigen wollen eine menschw\u00fcrdige, eine gute Pflege. Daf\u00fcr ist Personal erforderlich und das kostet Geld. Die Pflegenden wollen angemessene Arbeitsbedingungen. Daf\u00fcr ist Personal erforderlich und das kostet Geld. Das Unternehmen will Gewinne machen \u2013 und das ist ja auch legitim. Aber es passt nicht mit der Interessenvertretung der Mitarbeiterinnen zusammen. Und damit wird aber unmittelbar klar, dass die Pflege eine eigene Stimme braucht. Genau das kann die Kammer sein!<\/p>\n<p>Die Pflege braucht eine eigene Stimme. Eine Stimme, die demokratisch legitimiert ist. Eine Stimme, die sich selbst vertritt, mutig und offensiv und damit die Pflege voran bringt. Ihr mehr Gewicht verleiht \u2013 in der Politik und in der Gesellschaft. Eine Stimme, die selbstbewusst nach au\u00dfen tr\u00e4gt, was Pflege leistet. Das schafft Anerkennung, st\u00e4rkt das Image und gibt R\u00fcckenwind f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen.<\/p>\n<p>Genau das ist es, was eine Pflegekammer leisten kann. Und sie kann noch mehr:<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Interessen der Berufsgruppen vertreten,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Qualit\u00e4tskriterien- und Weiterbildungsstandards entwickeln,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bei Konflikten zwischen Pflegebed\u00fcrftigen\/Angeh\u00f6rigen und Pflegekr\u00e4ften oder Einrichtungen schlichten,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 passgenaue Fortbildungsangebote organisieren<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stellung beziehen &#8211; zum Beispiel in Gesetzgebungsprozessen,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Berufsangeh\u00f6rige beraten und unterst\u00fctzen,<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 f\u00fcr den Beruf insgesamt planen z. B. den Ausbildungsbedarf als eine Antwort auf den Fachkr\u00e4ftemangel.<\/p>\n<p>Sie sehen, es ist vieles notwendig und m\u00f6glich. Wir Gr\u00fcne halten an der Pflegekammer fest. Sie ist eine gute Sache! Und diese Einsch\u00e4tzung setzt sich allm\u00e4hlich durch. In den Reihen der Gewerkschaft ist es ruhig geworden. Vor Durchf\u00fchrung der repr\u00e4sentativen Umfrage in Schleswig-Holstein meldete sich verdi laut und vernehmlich zu Wort \u2013 gegen die Pflegekammer. Das hat nachgelassen. Und das ist auch gut so!<\/p>\n<p>Ich bin selbst Angeh\u00f6rige der \u00c4rztekammer und Mitglied einer Gewerkschaft. F\u00fcr mich steht fest: Wir brauchen starke Gewerkschaften und eine starke Pflegekammer!<\/p>\n<p>51 Prozent der Befragten sprachen sich in der schleswig-holsteinischen Umfrage ohne Vorbehalte f\u00fcr die Errichtung einer Pflegekammer aus. Schleswig-Holstein ist auf dem richtigen Weg. Die Pflegekammer wird kommen. Sie ist kein Allheilmittel und sie ist kein Selbstg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Es h\u00e4ngt von den Menschen, den Strukturen und der Arbeit der Pflegekammer ab, was am Ende erreicht werden kann. Die Pflegekammer ist in jedem Fall eine Chance. Nutzen wir sie im Interesse der pflegenden und pflegebed\u00fcrftigen Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Pr\u00e4sident, sehr geehrte Damen und Herren. Die Pflegekammer ist eine gute Sache! 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