{"id":11594,"date":"2010-02-12T19:47:58","date_gmt":"2010-02-12T18:47:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/2010\/02\/der-mensch-ist-geborener-langstreckengeher-evolution-spezialisierte-sich-auf-den-fersengang\/"},"modified":"2010-02-12T19:48:41","modified_gmt":"2010-02-12T18:48:41","slug":"der-mensch-ist-geborener-langstreckengeher-evolution-spezialisierte-sich-auf-den-fersengang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/der-mensch-ist-geborener-langstreckengeher-evolution-spezialisierte-sich-auf-den-fersengang\/","title":{"rendered":"Der Mensch ist geborener Langstreckengeher &#8211; Evolution spezialisierte sich auf den Fersengang"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/\/lowrespics\/1265973653i18257.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" align=\"middle\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Der  menschliche Gang in einer Fotografie von 1904 (Foto: Wikimedia  Commons\/Eadweard Muybridge)<!-- end copyrighttext --><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"line-height: 140%;\"> Salt Lake City\/Jena (pte\/12.02.2010\/13:40) &#8211;   <!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START \/\/--> Beim Gehen mit wenig Energieeinsatz \u00fcbertrifft der Mensch die gesamte  Tierwelt. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe im  Journal of Experimental Biology. &#8222;Wir sind zwar gute Langstreckenl\u00e4ufer,  schaffen es aber nicht, mit wenig Energie zu laufen, wie dies  Profisprintern wie etwa Gazellen, Rehen, Pferden oder Hunden gelingt.  Denn w\u00e4hrend diese zuerst auf Ballen oder Zehen aufkommen, ist der  menschliche Fu\u00df f\u00fcr den Fersengang konstruiert. Das macht ihm zum  Weltmeister im Gehen&#8220;, berichtet Studienleiter David Carrier.<!--more--><\/span><strong>Fu\u00dfballen sind Energiefresser<\/strong><\/p>\n<p>Um das festzustellen, untersuchten die Wissenschaftler Freiwillige,  die sich auf einem Laufband bewegten. Jeder von ihnen lief in drei  unterschiedlichen Arten, indem die F\u00fc\u00dfe zun\u00e4chst auf den Fersen, dann  auf den Ballen und schlie\u00dflich auf den Zehen abgesetzt wurden. Da die  Probanden mit einer Sauerstoff-Maske liefen, konnte ihr  Sauerstoffverbrauch erhoben werden, der R\u00fcckschl\u00fcsse auf den  Energieverbrauch zul\u00e4sst. Es zeigte sich, dass man auf dem Ballen 53  Prozent und auf den Zehen sogar 83 Prozent mehr an Energie verbraucht,  als wenn man zuerst auf den Fersen aufkommt.<\/p>\n<p>Mehrere Thesen f\u00fcr den Mehraufwand erwiesen sich in der Forschung  als nur wenig relevant. Wer zuerst mit der Ferse aufkommt und dann auf  die Fu\u00dfballen schwenkt, verl\u00e4ngert damit seine Schrittweite um eine  gesamte Sohlenl\u00e4nge, w\u00e4hrend das Ballengehen die Schritte k\u00fcrzer und  h\u00e4ufiger macht. &#8222;Das alleine hat jedoch noch keine Auswirkung auf den  Energieverbrauch und ebenso wenig die Tatsache, dass die Ballen weniger  Stabilit\u00e4t als die Ferse bieten&#8220;, berichtet Carrier.<\/p>\n<p><strong>Fersengang l\u00e4sst Muskeln rasten<\/strong><\/p>\n<p>Den Ausschlag gibt vielmehr die Bewegung des gesamten K\u00f6rpers. Die  Ferse erlaubt, dass sich der K\u00f6rper beim Gehen weniger auf und ab bewegt  und bel\u00e4sst seine Masse somit in vertikaler Ruheposition. Dadurch  ersparen sich die Kn\u00f6chel-, Knie-, H\u00fcfte- und R\u00fcckenmuskeln einiges an  Arbeit. Zudem bremst das Aufkommen auf den Ballen den K\u00f6rper immer  wieder und erfordert bei jedem Schritt eine kleine Beschleunigung,  w\u00e4hrend beim Fersengang der Bewegungsfluss optimiert ist.<\/p>\n<p>Weiters erm\u00f6glicht der Fersengang laut der Studie auch den idealen  Wechsel von Energieformen. Beginnt ein Mensch seinen Vorw\u00e4rtsgang, der  beim Schritt eine leichte Abw\u00e4rtsbewegung mit sich bringt, wird  gespeicherte Energie in Bewegungsenergie umgesetzt. Rollt das Gewicht  schlie\u00dflich auf der Sohle ab und der Gehende bewegt sich dabei zugleich  vor- und aufw\u00e4rts, bremst man automatisch, was die Bewegung erneut in  gespeicherte Energie umwandelt.<\/p>\n<p><strong>Laufen verlegt Gewicht auf Ballen<\/strong><\/p>\n<p>Der optimale Fersenaufsatz gelingt jedoch nur beim Gehen, w\u00e4hrend es  beim Laufschritt energetisch keinen Unterschied macht, ob der Mensch  auf Ferse, Ballen oder Zehen l\u00e4uft. &#8222;Berufssprinter landen oft nur auf  den Fu\u00dfballen, so als ob sie barfuss laufen w\u00fcrden. Doch auch wenn man  beim Laufen zuerst auf der Ferse landet, zwingt einen der Gegendruck des  Bodens dazu, sehr schnell auf den Ballen zu wechseln, der das meiste  Gewicht tr\u00e4gt&#8220;, so Carrier.<\/p>\n<p>\u201eDie Plattfu\u00df-Haltung mit Bodenkontakt der Ferse gibt es nur beim  Menschen und bei Menschenaffen. Hunde etwa gehen auf Zehen, denn sie  haben Ferse und Zehenballen an abgehobener Stelle\u201c, erkl\u00e4rt die Zoologin  Nadja Schilling von der Universit\u00e4t Jena <a href=\"http:\/\/www.uni-jena.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.uni-jena.de<\/a>,  die an der Studie beteiligt war, gegen\u00fcber pressetext. Ausgangsfrage  der Forschung sei die Tatsache gewesen, dass der menschliche K\u00f6rper  derjenige eines Sprinters ist, w\u00e4hrend jedoch die F\u00fc\u00dfe nicht dazu  passen. \u201eWir wissen nun, dass der Vorteil beim Gehen die Ursache ist\u201c,  so die Forscherin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der menschliche Gang in einer Fotografie von 1904 (Foto: Wikimedia Commons\/Eadweard Muybridge) Salt Lake City\/Jena (pte\/12.02.2010\/13:40) &#8211; Beim Gehen mit<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-11594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-menschlich-gesehen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11594\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}