{"id":116661,"date":"2014-02-25T15:51:02","date_gmt":"2014-02-25T14:51:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=116661"},"modified":"2014-02-25T15:51:02","modified_gmt":"2014-02-25T14:51:02","slug":"arbeitsmarktbilanz-2013-und-ausblick-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/arbeitsmarktbilanz-2013-und-ausblick-2014\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarktbilanz 2013 und Ausblick 2014"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>In L\u00fcbeck entwickelten sich die Arbeitslosigkeit positiver als im Landes- und Bundesschnitt <\/b><\/li>\n<li><b>Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten ist so hoch wie vor 20 Jahren<\/b><\/li>\n<li><b>Arbeitslosenquote bleib unver\u00e4ndert bei 10,4 Prozent <\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Jahresbericdht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-116662\" alt=\"Jahresbericdht\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Jahresbericdht-478x340.jpg\" width=\"478\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Jahresbericdht-478x340.jpg 478w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Jahresbericdht-320x227.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Jahresbericdht.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><\/a>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresverlauf 2013 wieder auf einen Wachstumskurs eingeschwenkt, nachdem sie im Winterhalbjahr 2012\/13 aufgrund der europ\u00e4ischen Schuldenkrise in eine Schw\u00e4chephase geraten war. <!--more-->Der Arbeitsmarkt blieb von dem schwachen Wirtschaftswachstum weitgehend unbeeindruckt. In L\u00fcbeck hat sich der Besch\u00e4ftigungsaufbau fortgesetzt und der Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel geringer als in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet aus.<\/p>\n<p>\u201eDie gute Grundverfassung zeigt sich am Arbeitsmarkt vor allem darin, dass sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung 2013 weiter gestiegen ist, wenn auch etwas schw\u00e4cher als vor einem Jahr. Allerdings haben Arbeitslose davon nur teilweise profitiert, weil ihre Profile oftmals nur unzureichend zur Arbeitskr\u00e4ftenachfrage passen. Die Arbeitslosigkeit stagniert seit L\u00e4ngerem mit leicht ung\u00fcnstiger Tendenz, weil die Chancen zur Beendigung von Arbeitslosigkeit gesunken sind. Ebenso wie im Landes- und Bundesgebiet haben sich in unserer Region die Einstellungsdynamik und das Stellenangebot abgeschw\u00e4cht. Hinzu kommt im zweiten Halbjahr eine r\u00fcckl\u00e4ufige Entlastung durch arbeitsmarkpolitische Ma\u00dfnahmen im Jobcenter. Die Unterbesch\u00e4ftigung, die das Defizit an regul\u00e4rer Besch\u00e4ftigung darstellt und die Ver\u00e4nderungen bei der Arbeitsmarktpolitik ber\u00fccksichtigt, ging leicht zur\u00fcck. Aufgrund unserer wirtschaftlichen Struktur erwarte ich 2014 eine moderate Verbesserung der Besch\u00e4ftigungslage und einen stabilen Arbeitsmarkt mit positiven Tendenzen. Das belegen auch Umfragen der Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammer bei ihren Mitgliedsbetrieben. Zuw\u00e4chse an Arbeitspl\u00e4tzen erwarte ich weiterhin im Gesundheitswesen, Altenpflege sowie Hotel- und Gastgewerbe. Hier fehlen die passenden Arbeitskr\u00e4fte, so dass neben der \u00fcblichen saisonalen Bewegung nur mit einem verhaltenen R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist. Zentrale Herausforderungen werden der Abbau der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit und die bestm\u00f6gliche Abfederung des demografischen Wandels f\u00fcr den Arbeitsmarkt sein. Die Kombination aus fr\u00fchzeitiger Berufsorientierung, zukunftsorientierter Ausbildung, verst\u00e4rkter betrieblicher Weiterbildung und hoher Erwerbsbeteiligung von Frauen und \u00c4lteren sichert Unternehmen ihre Fachkr\u00e4fte\u201c, erkl\u00e4rt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck.<\/p>\n<p><b>1. Besch\u00e4ftigung<\/b><\/p>\n<p>Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten stieg im Vorjahresvergleich im ersten Halbjahr 2013 in L\u00fcbeck auf 87.200 (+980 oder 1,1 Prozent). Die Entwicklung fiel \u00e4hnliche wie in Schleswig-Holstein (+1,3 Prozent) und im Bundesgebiet (+1,2 Prozent) aus.<\/p>\n<p>Insbesondere in den Wirtschaftszweigen verarbeitendes Gewerbe (+951), freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+396) und Handel (+254) nahm die Zahl der Besch\u00e4ftigten zu.<\/p>\n<p>Der Anstieg im Unterabschnitt Arbeitnehmer\u00fcberlassung (+180) konnte den R\u00fcckgang in anderen Bereichen des Wirtschaftszweiges wirtschaftliche Dienstleistungen (-133) nur teilweise kompensieren. Au\u00dferdem ging die Zahl der Besch\u00e4ftigten im Wirtschaftszweig Gesundheitswesen (-524) sowie Verkehr und Lagerei (-90) zur\u00fcck, der im Vorjahr ebenfalls einen vergleichsweise hohen Zugang verzeichnet hatte.<\/p>\n<p>Mit 77,5 Prozent der Besch\u00e4ftigten ist der terti\u00e4re oder Dienstleistungssektor st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als im Landes- (73,5 Prozent) und Bundesschnitt (69 Prozent). Da auch der Anteil des verarbeitenden Gewerbes, in dem die Gehaltsstruktur meist besser ist, st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist als im Landesschnitt, lag 2012 in L\u00fcbeck der Medianwert der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch\u00e4ftigten (ohne Auszubildende) mit 2.739 Euro \u00fcber dem von Schleswig-Holstein (2.680). Er war allerdings niedriger als im Bundesgebiet (2.889 Euro).<\/p>\n<h4>2. Arbeitskr\u00e4ftenachfrage<\/h4>\n<p>2013 wurden in L\u00fcbeck 7.243 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren 11,4 Prozent weniger als 2012. In Schleswig-Holstein gab es einen R\u00fcckgang von 7,3 Prozent und im Bundesgebiet von 10,2 Prozent.<\/p>\n<p>Als Indikator f\u00fcr die Nachfrage dient auch die Stellenzugangsrate. Sie bringt die bei der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit gemeldeten Stellen in Relation zur sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung. Mit einer Stellenzugangsrate von 1,9 Prozent (Vorjahr 2,2 Prozent) lag die Nachfrage in L\u00fcbeck erneut \u00fcber dem Landesschnitt (1,7 Prozent) und dem Bundesschnitt (1,5 Prozent).<\/p>\n<p>Die meisten Stellen wurden von Zeitarbeitsunternehmen (2.841 Stellen) gemeldet, allerdings ein F\u00fcnftel weniger als noch vor einem Jahr. Weitere Schwerpunkte der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage kamen aus den Wirtschaftszweigen wirtschaftliche Dienstleistungen (965), Handel (654), Gesundheits- und Sozialwesen (533) Gastgewerbe (434), verarbeitendes Gewerbe (267) sowie Baugewerbe (221).<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis von Angebot und Nachfrage verschiebt sich in einigen Berufen bereits zu Gunsten der Arbeitnehmer. In Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik standen in L\u00fcbeck zum Beispiel nur noch rechnerisch 0,5 Arbeitslose je gemeldeter Stelle zur Verf\u00fcgung. In medizinischen Gesundheitsberufen waren es rechnerisch 1,5 und in nichtmedizinischen 1,6 Arbeitslose. Auch in Metallberufen, Berufen der Werbung oder Finanzdienstleistung gibt es zunehmend weniger Bewerber pro Stelle. Entsprechend ist auch die Zeit bis zur Besetzung der Stelle gestiegen und lag zum Beispiel in Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik bei 124 Tagen und in nichtmedizinischen Gesundheitsberufen bei 107 Tagen.<\/p>\n<p><b>3. Arbeitskr\u00e4fteangebot<\/b><b><\/b><\/p>\n<p>Im Gesamtbezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck waren im Jahresdurchschnitt 17.598 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 149 oder 0,9 Prozent mehr als 2012<\/p>\n<p>In der Hansestadt L\u00fcbeck fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit mit 0,9 Prozent oder 100 Frauen und M\u00e4nnern auf 11.109 etwas g\u00fcnstiger als im Bundesgebiet (+1,8 Prozent) und in Schleswig-Holstein (+1,7 Prozent). Die meisten Arbeitslosen waren im M\u00e4rz (11.441) gemeldet, w\u00e4hrend der niedrigste Bestand im Juni (10.807) erreicht wurde.<\/p>\n<p>Von den 11.109 Arbeitslosen wurden 2.379 (+258 oder 12,2 Prozent) von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 8.730 (-159 oder -1,8 Prozent) vom Jobcenter L\u00fcbeck betreut.<\/p>\n<p>Bereits seit Sommer 2012 liegt die Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur in jedem Monat \u00fcber der des Vorjahres. Das liegt unter anderem daran, dass nach mehreren Saisonbesch\u00e4ftigungen ein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I erworben werden konnte und die Betreuung durch die Arbeitsagentur erfolgte. Vorher ben\u00f6tigten die Arbeitnehmer noch Leistungen der Jobcenter. Im Jobcenter L\u00fcbeck blieb die Arbeitslosigkeit aufgrund eines wirkungsvollen Einsatzes von F\u00f6rderleistungen unter dem jeweiligen Vorjahresmonat und bewegte sich erst seit August 2013 \u00fcber dem Vorjahreswert.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit ist kein starrer Block. Vielmehr gibt es in beiden Rechtskreisen viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 2013 haben sich im Gesamtbezirk 46.423 (+1,6 Prozent zum Vorjahr) Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet und 45.378 (-2,2 Prozent) Frauen und M\u00e4nner konnten die Arbeitslosigkeit wieder verlassen.<\/p>\n<p>In L\u00fcbeck meldeten sich 28.937 (+3,5 Prozent) Frauen und M\u00e4nner im Laufe des Jahres arbeitslos; 9.042 (+3,5 Prozent) davon in der Arbeitsagentur und 19.895 (+3,5 Prozent) im Jobcenter. Die Arbeitslosigkeit wieder verlassen konnten 28.004 (-2,3 Prozent) Arbeitnehmer; 8.085 (+5,4 Prozent) davon wurden von der Arbeitsagentur und 19.919 (-5,1 Prozent) vom Jobcenter betreut.<\/p>\n<p>Dabei ist die Zahl der Meldungen aus einer Erwerbst\u00e4tigkeit in der Arbeitsagentur um 247 oder 4,3 Prozent auf 5.980 Arbeitnehmer gestiegen und im Jobcenter L\u00fcbeck um 30 oder 0,7 Prozent auf 4.533 gefallen. In eine Erwerbst\u00e4tigkeit einm\u00fcnden konnten 4.292 der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer, 121 oder 2,9 Prozent mehr als 2012. Im Jobcenter waren es 4.550 (-449 oder 9,0 Prozent).<\/p>\n<p>In beiden Rechtskreisen meldeten sich mit 16,9 Prozent die meisten Arbeitnehmer nach einer T\u00e4tigkeit in der Arbeitnehmer\u00fcberlassung arbeitslos. Aber auch bei den Einm\u00fcndungen auf dem Arbeitsmarkt war mit 18,7 Prozent die Arbeitnehmer\u00fcberlassung am h\u00e4ufigsten vertreten, gefolgt mit 14,0 Prozent von wirtschaftlichen Dienstleistungen.<\/p>\n<p>56,8 Prozent der Arbeitslosen, die von der Arbeitsagentur betreut werden, und 34,6 Prozent der vom Jobcenter Betreuten konnten innerhalb von drei Monaten integriert werden.<\/p>\n<p>Bei weiteren 1.248 Arbeitnehmern, die sich arbeitsuchend gemeldet haben, wurde die Arbeitslosigkeit verhindert. Sie konnten bereits w\u00e4hrend der Job-to-Job-Phase integriert werden.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen blieb in der Hansestadt L\u00fcbeck unver\u00e4ndert bei 10,4 Prozent. Damit war sie erneut h\u00f6her als die Quote des Agenturbezirkes (8,5 Prozent), von Schleswig-Holstein (6,9 Prozent) und vom Bundesgebiet (6,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote bewegte sich zwischen dem h\u00f6chsten Wert im M\u00e4rz von 10,8 Prozent und dem niedrigsten im Juni von 10,0 Prozent.<\/p>\n<table width=\"851\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\">\n<p align=\"center\"><b>Bezirk<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"142\">\n<p align=\"center\"><b>Bestand an Arbeitslosen<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"118\">\n<p align=\"center\"><b>% &#8211; Ver\u00e4nd. zum Vorjahr<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"165\">\n<p align=\"center\"><b>Arbeitslosenquote<\/b><\/p>\n<p align=\"center\">auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"center\"><b>SGB III-<\/b><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Anteil<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"center\"><b>SGB II-<\/b><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Anteil<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Schleswig-Holstein<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">101.749<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+1,7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">6,9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">32,6<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">67,4<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Gesamtbezirk<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">17.598<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+0,9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">8,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">27,4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">72,6<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Hansestadt L\u00fcbeck<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">11.109<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+0,9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">10,4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">21,4<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">78,6<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Ostholstein<\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">6.489<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+0,8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">6,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">37,2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">62,6<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Bezirk Eutin<\/b><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">1.887<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+2,9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">8,1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">26,7<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">73,3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Bezirk Neustadt<\/b><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">1.065<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+3,3<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">6,8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">45,2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">54,8<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Bezirk Oldenburg<\/b><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">1.740<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">-2,2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">7,1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">37,8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">62,2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"260\"><b>Bezirk Timmendorfer Strand<\/b><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"142\">\n<p align=\"right\">824<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"118\">\n<p align=\"right\">+1,1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"165\">\n<p align=\"right\">5,5<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">47,8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"83\">\n<p align=\"right\">52,2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Arbeitslosenquote der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 2,2 Prozent. Im Jahresverlauf bewegte sie sich zwischen 2,5 und 2,0 Prozent.<\/p>\n<p>Die Quote der Kunden des Jobcenter L\u00fcbeck ging um 0,3 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent zur\u00fcck. Hier bewegte sie sich zwischen 8,3 und 8,0 Prozent.<\/p>\n<p>Beide Arbeitslosenquoten sind seit 2005 st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen als in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p><b>4. Arbeitslosigkeit einzelner Personengruppen<\/b><\/p>\n<h4>Im Jahresdurchschnitt stieg sowohl die Zahl der M\u00e4nner als auch die der Frauen um 0,9 Prozent an. Damit blieb der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen bei 44,0 Prozent. Insgesamt waren 4.886 Frauen (1.045 SGB III, 3.841 SGB II) und 6.223 M\u00e4nner (1.334 SGB III, 4.889 SGB II) im Jahresdurchschnitt arbeitslos.<\/h4>\n<p>Die Arbeitslosigkeit stieg bei J\u00fcngeren unter 25 Jahren, die von der Arbeitsagentur betreut werden, um 14,7 Prozent und beim Jobcenter um 2,1 Prozent an. Im Jahresdurchschnitt waren 1.212 J\u00fcngere (333 SGB III, 879 SGB II) arbeitslos gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 10,9 Prozent. In Schleswig-Holstein betrug der Anteil 11,0 Prozent.<\/p>\n<p>Insgesamt waren 3.027 (765 SGB III, 2.262 SGB II) der Arbeitslosen \u00e4lter als 50 Jahre, 1,1 Prozent mehr als 2012. Bei der Arbeitsagentur gab es einen Anstieg um 8,1 Prozent und beim Jobcenter einen R\u00fcckgang um 1,1 Prozent. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 27,2 Prozent und war damit niedriger als in Schleswig-Holstein mit 30,5 Prozent.<\/p>\n<p>Langzeitarbeitslose konnten 2013 besser auf dem L\u00fcbecker Arbeitsmarkt Fu\u00df fassen. Insgesamt waren 3.879 Arbeitnehmer ein Jahr und l\u00e4nger arbeitslos (-9,9 Prozent). Ihr Anteil an allen Arbeitslosen fiel von 39,1 auf 34,9 Prozent. Er blieb jedoch etwas h\u00f6her als in Schleswig-Holstein (34,0 Prozent). Bei der Arbeitsagentur waren 8,5 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose (203) und beim Jobcenter 42,1 Prozent (3.676).<\/p>\n<p>Obwohl die Zahl der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Jobcenter L\u00fcbeck auf 5.417 (-82 oder 1,5 Prozent) zur\u00fcckging, bleibt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 62,1 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Arbeitsagentur. Mit 603 (+112 oder 22,9 Prozent) Arbeitnehmern sind hier 25,3 Prozent der Arbeitslosen ohne berufliche Qualifikation.<\/p>\n<p>Aufgrund der Diskussion in den letzten Monaten zur Zuwanderung von Bulgaren und Rum\u00e4nen wurde eine Sonderauswertung zu den arbeitslos gemeldeten Ausl\u00e4ndern nach Nationalit\u00e4t vorgenommen. Wie erwartet gibt es in L\u00fcbeck keine nennenswerten Auff\u00e4lligkeiten bei diesen beiden Nationalit\u00e4ten. Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 1.693 ausl\u00e4ndische Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Lediglich 38 (2,3 Prozent) davon waren Rum\u00e4nen und Bulgaren. Schwerpunkte der ausl\u00e4ndischen Arbeitslosen bildeten mit 35,2 Prozent die t\u00fcrkische und mit 9,5 Prozent die polnische Nationalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Anteil bulgarischer (1,3 Prozent) und rum\u00e4nischer (1,2 Prozent) Staatsb\u00fcrger an den ausl\u00e4ndischen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten ist vergleichbar mit dem Anteil bei den Arbeitslosen, aber auch hier stellen Arbeitnehmer mit t\u00fcrkischer (28,0 Prozent) und polnischer (14,6 Prozent) Nationalit\u00e4t die h\u00f6heren Anteile.<\/p>\n<p><b>5. Unterbesch\u00e4ftigung<\/b><\/p>\n<p>Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Besch\u00e4ftigung sind. Sie werden in der Unterbesch\u00e4ftigung erfasst und monatlich ver\u00f6ffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbesch\u00e4ftigung stellt damit das Defizit an regul\u00e4rer Besch\u00e4ftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsma\u00dfnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, gef\u00f6rderte Existenzgr\u00fcnder oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen.<\/p>\n<p>In L\u00fcbeck betrug 2013 die Unterbesch\u00e4ftigung im Jahresdurchschnitt 15.259 Personen. Die Zahl ging in den letzten zw\u00f6lf Monaten um 157 Personen (-1,0 Prozent) zur\u00fcck. Die Unterbesch\u00e4ftigungsquote betrug 13,8 Prozent (-0,4 Prozentpunkte); 2,6 Prozent bei der Arbeitsagentur (+0,1 Prozentpunkte) und 11,2 Prozent beim Jobcenter L\u00fcbeck (\u20110,5 Prozentpunkte). Entsprechend h\u00f6her war im Jobcenter auch die Entlastungsquote (3,1 Prozent; Arbeitsagentur 0,4 Prozent), die den Teil der Unterbesch\u00e4ftigungsquote beschreibt, der nicht auf Arbeitslosigkeit zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die Entlastungsquote beider Rechtskreise von 3,8 Prozent ist doppelt so hoch wie in Schleswig-Holstein (1,9 Prozent).<\/p>\n<p><b>6. Ausgaben und Planungen der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck <\/b><\/p>\n<p>Die Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck hat 2013 in der Hansestadt L\u00fcbeck und im Kreis Ostholstein 134,5 Millionen Euro ausgegeben; 3,6 Millionen oder 2,8 Prozent mehr als 2012.<\/p>\n<p>52,1 Prozent der Haushaltsmittel wurden unter anderem f\u00fcr die Lohnersatzleistungen Arbeitslosengeld I (66,7 Millionen Euro; +8,5 Prozent) und Insolvenzgeld (3,4 Millionen Euro; +49,5 Prozent) gezahlt. Dabei gab es im Jahresdurchschnitt 5.259 Arbeitslosengeld I-Bezieher, die monatlich durchschnittlich 771,- Euro erhielten.<\/p>\n<p>28,1 Prozent (37,8 Millionen Euro; -4,8 Prozent) wurden f\u00fcr Leistungen der aktiven Arbeitsf\u00f6rderung gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Die Integration von Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt wird 2014 durch arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen weiter unterst\u00fctzt. F\u00fcr Weiterbildung, Eingliederungszusch\u00fcsse und F\u00f6rderung der Selbst\u00e4ndigkeit wurden rund 3.000 Ma\u00dfnahmenpl\u00e4tze mit insgesamt 11,5 Millionen Euro veranschlagt.<\/p>\n<p>Dazu z\u00e4hlt zum Beispiel auch die \u201eWeiterbildung Geringqualifizierter und besch\u00e4ftigter \u00c4lterer ab 50 Jahre in Unternehmen\u201c (WeGebAU). Davon konnten 2013 79 Kunden profitieren und 2014 sollen es 72 sein.<\/p>\n<p>Von dem Sonderprogramm Initiative zur Flankierung des Strukturwandels zum Erwerb anerkannter Berufsabschl\u00fcsse bzw. Teilqualifikationen bei Geringqualifizierten (IFLAS) sollen 143 Kunden profitieren. Hier k\u00f6nnen zum Beispiel betriebliche Umschulungen von ehemals Arbeitslosen gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>1.520 Jugendliche wurden von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 210 vom Jobcenter L\u00fcbeck und Ostholstein zum Beispiel durch berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahmen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder Einstiegsqualifizierungen gef\u00f6rdert. Auch 2014 werden junge Menschen im erforderlichen Umfang beim Start ins Berufsleben unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><b>7. Ausgaben und Planungen des Jobcenters L\u00fcbeck<\/b><\/p>\n<p>2013 ist es dem Jobcenter L\u00fcbeck gelungen, die Zahl der erwerbsf\u00e4higen Leistungsberechtigten (20.329; -0,7 Prozent zum Vorjahr), nicht erwerbsf\u00e4higen Leistungsberechtigten (7.546; -1,0 Prozent) und die Zahl der Bedarfsgemeinschaften (Stand September 15.313, -0,6 Prozent) zu senken.<\/p>\n<p>Insgesamt hat das Jobcenter L\u00fcbeck 160,2 Millionen Euro f\u00fcr passive Leistungen ausgegeben (+0,3 Prozent). 66,5 Millionen Euro (+0,3 Prozent) wurden f\u00fcr Leistungen zum Lebensunterhalt gezahlt, 64,1 Millionen Euro davon f\u00fcr Arbeitslosgengeld II und 2,4 Millionen Euro f\u00fcr Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. 68,5 Millionen Euro (+0,2 Prozent) wurden f\u00fcr Kosten der Unterkunft und Heizung sowie 871.000 Euro (-2,3 Prozent) f\u00fcr sonstige Leistungen ausgegeben.<\/p>\n<p>Nur zwei von f\u00fcnf Arbeitslosengeld II- Bezieherinnen und Beziehern sind arbeitslos. Der \u00fcberwiegende Teil der nicht arbeitslosen Leistungsempf\u00e4ngern befindet sich in einer ungef\u00f6rderten (25 Prozent) oder gef\u00f6rderten (8 Prozent) Erwerbst\u00e4tigkeit sowie im Studium oder Schulbesuch (12 Prozent). Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II werden auch bei arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen (14 Prozent), vorruhestands\u00e4hnlichen Regelungen (13 Prozent) oder bei Kindererziehung\/ Pflege von Angeh\u00f6rigen (12 Prozent) gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>2014 stehen 17,4 Millionen Euro f\u00fcr Eingliederungsleistungen wie berufliche Weiterbildung (21,3 Prozent des Budgets), Aktivierung und berufliche Eingliederung (18,4 Prozent), Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Jugendliche (7,5 Prozent), Einstiegsgeld (1,6 Prozent), Eingliederungszusch\u00fcsse (2,9 Prozent), oder Arbeitsgelegenheiten (19,0 Prozent) zur Verf\u00fcgung. Damit sollen 6.000 Frauen und M\u00e4nner aktiviert und qualifiziert werden. Au\u00dferdem kann das Jobcenter L\u00fcbeck aus den Bundesprogrammen \u201ePerspektive 50Plus\u201c 1,6 Millionen Euro f\u00fcr Arbeitslose einsetzen. Insgesamt werden damit 2014 etwa 19 Millionen Euro f\u00fcr aktive Arbeitsmarktf\u00f6rderung verwendet.<\/p>\n<p>\u201eIm vergangenen Jahr konnte die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und erwerbsf\u00e4higen Leistungsempf\u00e4nger bis in den Herbst hinein weiter reduziert werden. Ab Oktober ist dieser Trend leider gekippt, so dass die Zahlen etwas \u00fcber dem Vorjahr liegen. Sorgen haben uns die knappen Eingliederungsmittel bereitet, die eine offensive regionale Arbeitsmarktpolitik verhinderten. Die Zahl der F\u00f6rderungen musste im 2. Halbjahr daher leider abgebremst werden. Ein Schwerpunkt war im abgelaufenen Jahr die Forcierung der Initiative \u201eAusBildung wird was \u2013 Sp\u00e4tstarter gesucht\u201c. Auch Erwachsene ohne Ausbildung k\u00f6nnen auf diesem Weg zu Fachkr\u00e4ften werden. Hieran haben wir mit unseren Partnern am Arbeitsmarkt unerm\u00fcdlich gearbeitet. 2013 hat sich das Jobcenter der Herausforderung gestellt, die Fachkr\u00e4ftel\u00fccke zu verringern. Ein Gro\u00dfteil der Eingliederungsmittel wurde daher f\u00fcr Qualifizierungen und Ausbildungen eingesetzt. Strategisch setzt das Jobcenter auch k\u00fcnftig auf Qualifizierung, um eventuell im Verbund mit Angeboten zur \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Besch\u00e4ftigung der \u201eharten Kern\u201c der Langzeitarbeitslosen in kleinen Schritten aufzuweichen. Auf diese Weise bem\u00fchen wir uns der Verfestigung der strukturellen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Anlass zur Freude waren 2013 die guten Integrationsergebnisse im Bereich 50Plus durch das Bundesprogramm, an dem das Jobcenter L\u00fcbeck seit Jahren teilnimmt. Den Kolleginnen und Kollegen ist ein gro\u00dfes Kompliment zu machen, da sie Jahr f\u00fcr Jahr die Erwartungen des Bundes \u00fcbertreffen. Ebenso freue ich mich \u00fcber unser Netzwerk \u201eMARZIPAN\u201c, dass die F\u00f6rderung der Besch\u00e4ftigung der Alleinerziehenden konsequent verfolgt. Hier haben wir viele L\u00fcbecker Unternehmen, die die Potenziale dieses Personenkreises l\u00e4ngst erkannt haben\u201c, erl\u00e4utert Joachim Tag, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Jobcenter L\u00fcbeck.<\/p>\n<p><b>8. Handlungsbedarf 2014<\/b><\/p>\n<p>\u201eEs sind strukturelle Ursachen, die einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit erschweren. Problematisch bleibt die Mismatch-Arbeitslosigkeit, die dadurch entsteht, dass f\u00fcr arbeitslose Frauen und M\u00e4nner zum Beispiel in einem bestimmten Beruf, einer Branche oder einer Region kein Angebot vorhanden ist oder f\u00fcr die gemeldeten Arbeitsstellen keine passenden Arbeitskr\u00e4fte gemeldet sind. K\u00fcnftige Fortschritte im Arbeitsmarkt k\u00f6nnen deshalb vor allem \u00fcber die Beseitigung von Mismatch und die Verbesserung von Jobchancen erreicht werden. Bildung und Qualifizierung stehen dabei an erster Stelle, um Menschen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Zugleich muss der steigenden Bedeutung des harten Kerns der Arbeitslosigkeit Rechnung getragen werden. Individualit\u00e4t ist n\u00f6tig, um die betroffenen Menschen mit ihren spezifischen Einschr\u00e4nkungen und F\u00e4higkeiten zu erreichen. Der Beratungsbedarf wird umfangreicher. Eine intensive Betreuung kann dabei auch alternativ zu Ma\u00dfnahmen wirksam sein und nach Beendigung der Arbeitslosigkeit fortgesetzt werden. So k\u00f6nnen bei Bedarf kritische Anfangsh\u00fcrden im Job \u00fcberwunden und Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse stabilisiert werden. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft der Unternehmen, Weiterbildung ihrer Besch\u00e4ftigten zu intensivieren. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sollten ihren geringqualifizierten Besch\u00e4ftigten einen Kammerabschluss erm\u00f6glichen und \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte weiterbilden. Strukturproblemen begegnet man am besten, bevor sie entstehen. Deshalb m\u00fcssen Unternehmen auch schw\u00e4cheren Schulabg\u00e4ngern den \u00dcbergang ins Berufsleben beziehungsweise in eine duale Ausbildung erm\u00f6glichen. Ebenso sollte f\u00fcr junge Erwachsene ohne Berufsabschluss eine zweite Chance geboten werden. Betr\u00e4chtliches Potenzial gibt es f\u00fcr Betriebe dar\u00fcber hinaus bei Frauen, \u00c4lteren und bereits in Deutschland lebenden Migranten. Auch die Zuwanderung von Fachkr\u00e4ften aus dem Ausland bietet Chancen. Allerdings muss die Attraktivit\u00e4t Deutschlands als Einwanderungsland durch Etablierung einer umfassenden Willkommenskultur erh\u00f6ht werden. Unternehmen sind gefragt, individuelle Personalstrategien zu entwickeln. Gerne steht ihnen der Arbeitgeber-Service mit unserer Qualifizierungsberatung zur Seite, mit der Handlungsfelder zur Fachkr\u00e4ftesicherung im Unternehmen identifiziert und geeignete L\u00f6sungsans\u00e4tze abgeleitet werden\u201c, fasst Werner die Handlungsfelder zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In L\u00fcbeck entwickelten sich die Arbeitslosigkeit positiver als im Landes- und Bundesschnitt Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten ist so hoch wie<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":116662,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[13274],"class_list":["post-116661","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-besondere-neuigkeiten","tag-arbeitsmarktbilanz-2013-und-ausblick-2014"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116661"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116661\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116663,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116661\/revisions\/116663"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}