{"id":121475,"date":"2014-04-06T21:15:18","date_gmt":"2014-04-06T21:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2014\/04\/bka-erneut-falsche-berichterstattung-in-der-f-a-s-zu-arbeitsprozessen-im-bka-im-fall-edathy-bka-weist-berichte-vom-30-03-und-06-04-2014-entschieden-zuruck\/"},"modified":"2014-04-06T21:15:18","modified_gmt":"2014-04-06T21:15:18","slug":"bka-erneut-falsche-berichterstattung-in-der-f-a-s-zu-arbeitsprozessen-im-bka-im-fall-edathy-bka-weist-berichte-vom-30-03-und-06-04-2014-entschieden-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-erneut-falsche-berichterstattung-in-der-f-a-s-zu-arbeitsprozessen-im-bka-im-fall-edathy-bka-weist-berichte-vom-30-03-und-06-04-2014-entschieden-zuruck\/","title":{"rendered":"BKA: Erneut falsche Berichterstattung in der F.A.S zu Arbeitsprozessen im BKA  im Fall Edathy &#8211; BKA weist Berichte vom 30.03. und 06.04.2014 entschieden zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Die Berichterstattung der Frankfurter  Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S) vom 30.03.2014, dass ein  ehemaliger BKA-Beamter, der ebenfalls auf der Kundenliste des  kanadischen Anbieters von Kinderpornografie stand, geschont und ihm  ein &#8222;sanfter \u00dcbergang&#8220; in den Ruhestand bereitet worden sei, wird  entschieden zur\u00fcckgewiesen.<!--more--> Im Umgang mit dem Beamten wurde  ausschlie\u00dflich nach Recht und Gesetz sowie in voller \u00dcbereinstimmung  mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) gehandelt. Die  gesetzlichen Vorgaben des Disziplinarrechts sind voll erf\u00fcllt worden. Ferner ist  der zeitliche Ablauf bei der Entfernung des Beamten aus  dem Dienst  falsch dargestellt worden. Richtig ist, dass der Beamte  erst n a c h den exekutiven Ma\u00dfnahmen der Staatsanwaltschaft nicht  mehr t\u00e4tig war.     Diese Form der falschen Berichterstattung setzt sich in der  Ausgabe der F.A.S vom 06.04.2014 fort und wird von der  Nachrichtenagentur dpa aufgegriffen. Falsch ist, dass zwei  Staatsschutzbeamte des Bundeskriminalamtes (BKA) im Rahmen  angeblicher Ermittlungen zu den Tatmotiven des &#8222;Sprengstoffanschlags&#8220; auf den Briefkasten von Sebastian Edathys Wahlkreisb\u00fcro Ende 2012  ohne erkennbaren Grund darauf verzichtet haben sollen, alle denkbaren Tatmotive zu ermitteln, da sie Hinweisen &#8222;in den eigenen Akten&#8220; auf  Kinderpornografie nicht nachgegangen seien. Au\u00dferdem, so die F.A.S,  &#8222;h\u00e4tten die Staatssch\u00fctzer allerdings die Kinderporno-Akten \u00f6ffnen  m\u00fcssen, um sich ein vollst\u00e4ndiges Bild vom Tatumfeld zu machen.&#8220;     Richtig ist: Am 06.12.2012 kam es zu einer Sachbesch\u00e4digung am  Briefkasten des Stadtverbandes der SPD in Stadthagen durch den  Einwurf eines Feuerwerkk\u00f6rpers. In diesem Geb\u00e4ude hatte unter anderem der ehemalige Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy sein  Wahlkreisb\u00fcro. Der Sachverhalt wurde durch die zust\u00e4ndige  L\u00e4nderbeh\u00f6rde nicht als politisch motivierte Kriminalit\u00e4t, sondern  als reine Sachbesch\u00e4digung an einer Parteieinrichtung eingestuft. Die Ermittlungen wurden durch die nieders\u00e4chsischen Beh\u00f6rden gef\u00fchrt. Das BKA wurde zur Aufkl\u00e4rung dieses Deliktes nicht um Amtshilfe gebeten.     Ausweislich einer Protokolldatenauswertung des  Vorgangsbearbeitungssystems (VBS) haben die Mitarbeiter der Abteilung &#8222;Polizeilicher Staatsschutz&#8220; (ST) am 21.12.2012 sowie am 01. und  29.08.2013 Recherchen mit dem Namen &#8222;Edathy&#8220; in dem System  durchgef\u00fchrt.     Festzuhalten ist, dass durch das BKA nach Abstimmung mit dem LKA  Hannover  in diesem Sachverhalt keine Ermittlungen gef\u00fchrt wurden.  Die Zust\u00e4ndigkeit lag bei dieser blo\u00dfen Sachbesch\u00e4digung in  Niedersachsen. Die Darstellung der F.A.S, die &#8222;beiden  Kriminalkommissare sollten (&#8230;) alle erdenkbaren Tatmotive  ermitteln&#8220;, ist falsch. Es kam zu der Abfrage am 21.12.2012, da die  Sachbearbeiterin der Abteilung Staatsschutz von einem Kollegen der  Abteilung Sicherungsgruppe gebeten wurde, den zust\u00e4ndigen  Ansprechpartner beim LKA Niedersachsen im Briefkastenfall zu  benennen. Dazu befragte die Beamtin das Vorgangsbearbeitungssystem.  Im \u00dcbrigen wurde die Sachbesch\u00e4digung nach wenigen Wochen aufgekl\u00e4rt, ein 18 j\u00e4hriger Tatverd\u00e4chtiger wurde identifiziert. Ein  politisches Motiv stellten die Beh\u00f6rden in  Niedersachsen nicht fest.     Falsch ist, dass es Unstimmigkeiten \u00fcber den Zeitpunkt der  inhaltlichen Bearbeitung des Datensatzes von Herrn Edathy im  Vorgangsbearbeitungssystem des BKA gebe. So habe BKA-Pr\u00e4sident  Ziercke angeblich dargestellt, dass die elektronische Akte Edathys  erst im Oktober 2013 inhaltlich bearbeitet worden sei, w\u00e4hrend eine  Mitarbeiterin diese schon am 24.06.2013 erg\u00e4nzte.     Richtig ist, dass BKA-Pr\u00e4sident Ziercke in den Sitzungen des  Innenausschusses zu diesem Sachverhalt stets betont hat, dass die  Sachbearbeitung im Juni 2012 begonnen hat. Zu diesem Zeitpunkt fand  die Sichtung der Beweismittel (Filme, Fotos) erstmals statt. Dies ist der Beginn der Sachbearbeitung. Von einer Bearbeitung erst ab Oktober 2013 war niemals die Rede. Vielmehr ist nach Identifizierung des  Sebastian Edathy am 15.10.2013 auf Weisung der  Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt\/Main dieser Vorgang bevorzugt  endbearbeitet worden.     Falsch ist, dass es Widerspr\u00fcche zwischen der Antwort der  Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE  GR\u00dcNEN (Bundestags- Drucksache 18\/931)  vom 26.03.2014 zum Zugriff  auf den Datensatz von Herrn Edathy im Vorgangsbearbeitungssystem  (VBS) des BKA  und den Angaben von BKA-Pr\u00e4sident Ziercke vor dem  Innenausschuss am 02.04.2014 gebe.     Richtig ist, dass die in Rede stehende Kleine Anfrage der  Bundestagsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen auf die Feststellung  abzielte, wie viele Mitarbeiter des BKA eine Zugriffsm\u00f6glichkeit auf  die aus Kanada \u00fcbermittelten Daten hatten und wie viele davon konkret zugegriffen haben. Diese Frage nach den Zugriffen wurde auf der Basis der vom BKA-Pr\u00e4sidenten veranlassten Protokolldatenauswertung des VBS voll umf\u00e4nglich beantwortet. Dar\u00fcber hinaus enthielt diese Antwort  bereits den Hinweis, dass alle Nutzer des VBS mit dem Leserecht f\u00fcr  kriminalpolizeiliche Vorg\u00e4nge der Abteilung &#8222;Schwere und Organisierte Kriminalit\u00e4t&#8220; (SO) diesen Vorgang aus dienstlichen Gr\u00fcnden h\u00e4tten  einsehen k\u00f6nnen. Eine Konkretisierung der bestehenden  Zugriffsberechtigungen der vier Mitarbeiter, denen nur die  Verwaltungsdaten zum Vorgang Edathy angezeigt wurden, erfolgte  erstmalig gegen\u00fcber den Abgeordneten im Innenausschuss am 02.04.2014. Durch diese vier Mitarbeiter erfolgte kein weiterer lesender Zugriff  auf die Inhalte des Falles. Es bleibt festzuhalten:     &#8211; Der Umgang mit dem fr\u00fcheren BKA-Beamten erfolgte nach den       gesetzlichen  Vorgaben des Disziplinarrechts und in Abstimmung       mit dem BMI.    &#8211; Das BKA hat keine Ermittlungen im Zusammenhang mit der       Sachbesch\u00e4digung am Briefkasten des Stadtverbandes der SPD in       Stadthagen gef\u00fchrt.    &#8211; Die Suche der Besch\u00e4ftigten der Abteilung ST mit dem Namen       &#8222;Edathy&#8220; im Vorgangsbearbeitungssystem diente nicht dem       Auffinden von Informationen, die f\u00fcr konkrete Ermittlungen       herangezogen werden sollten, weil das BKA keine eigenen       Ermittlungen f\u00fchrte.    &#8211; Die Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE       GR\u00dcNEN (Bundestags- Drucksache 18\/931)  vom 26.03.2014 zur Frage      des Zugriffs auf die aus Kanada \u00fcbermittelten Daten zur       &#8222;Operation Spade&#8220; widerspricht nicht der Darstellung von       BKA-Pr\u00e4sident Ziercke im Innenausschuss am 02.04.2014 zur       Ausgestaltung der konkreten Zugriffsberichtigungen im VBS. Im       Ergebnis hat es au\u00dferhalb des zust\u00e4ndigen Fachreferates keinen       Zugriff auf den VBS-Datensatz zur Personalie Edathy und damit       auch keine inhaltliche Kenntnisnahme der Daten gegeben.    &#8211; Es bleibt dabei, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des       BKA ebenso wie die Amtsleitung die Verbindung zwischen dem Namen      Sebastian Edathy und der Person des fr\u00fcheren       Bundestagsabgeordneten in Bezug auf ein kinderpornografisches       Verfahren erstmals am 15.10.2013 nach Identifizierung durch die       Polizeidienststelle Nienburg in Niedersachsen erfahren haben.     R\u00fcckfragen bitte an:  Bundeskriminalamt Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2706781\/bka-erneut-falsche-berichterstattung-in-der-f-a-s-zu-arbeitsprozessen-im-bka-im-fall-edathy-bka\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Die Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S) vom 30.03.2014, dass ein ehemaliger BKA-Beamter, der ebenfalls auf der<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-121475","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121475"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121475\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=121475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=121475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}