{"id":123205,"date":"2014-04-17T10:45:00","date_gmt":"2014-04-17T10:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2014\/04\/bka-zahl-der-drogentoten-erstmals-seit-2009-wieder-leicht-angestiegen-aber-weniger-erstkonsumenten-harter-drogen-registriert\/"},"modified":"2014-04-17T10:45:00","modified_gmt":"2014-04-17T10:45:00","slug":"bka-zahl-der-drogentoten-erstmals-seit-2009-wieder-leicht-angestiegen-aber-weniger-erstkonsumenten-harter-drogen-registriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-zahl-der-drogentoten-erstmals-seit-2009-wieder-leicht-angestiegen-aber-weniger-erstkonsumenten-harter-drogen-registriert\/","title":{"rendered":"BKA: Zahl der Drogentoten erstmals seit 2009 wieder leicht angestiegen, aber weniger Erstkonsumenten harter Drogen registriert."},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und  der Pr\u00e4sident des Bundeskriminalamts stellen die Rauschgiftlage 2013  vor.     Im Jahr 2013 starben 1.002 Menschen an den Folgen ihres  Drogenkonsums. Damit stieg die Zahl der Drogentoten in Deutschland  erstmals seit 2009 wieder an &#8211; aktuell um rund 6 Prozent gegen\u00fcber  dem Vorjahr.<!--more--> Die Mehrzahl der Rauschgifttoten war weiterhin m\u00e4nnlich  (83 Prozent), das Durchschnittsalter lag &#8211; wie im Vorjahr &#8211; bei rund  38 Jahren.     Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler,  erkl\u00e4rt dazu: &#8222;Trotz des positiven Trends mit langfristig sinkenden  Drogentodeszahlen sterben jedes Jahr nach wie vor zu viele Menschen  an den Folgen des Konsums illegaler Drogen. Dass wir im letzten Jahr  einen leichten Anstieg zu verzeichnen hatten macht deutlich, dass wir in unseren Bem\u00fchungen um die Drogenpr\u00e4vention und in der Suchthilfe  nicht nachlassen d\u00fcrfen. Wenn rechtzeitige Hilfe zur Verf\u00fcgung steht, k\u00f6nnen \u00dcberdosierungen verhindert werden. Als positives Zeichen der  neuen Erhebungen k\u00f6nnen wir feststellen, dass bei den unter  30-J\u00e4hrigen die Todesf\u00e4lle im Vergleich zum Jahr 2012 deutlich  gesunken sind. Erst ab der Altersklasse der \u00fcber 30-J\u00e4hrigen stiegen  die Drogentodeszahlen an. Pr\u00e4vention muss fr\u00fchzeitig ansetzen, damit  sie wirken kann und langj\u00e4hrigen Drogenabh\u00e4ngigen muss noch  zielgerichteter geholfen werden.&#8220;     Im Jahr 2013 ist die Zahl der polizeilich erfassten  Rauschgiftdelikte um rund 7 Prozent auf 253.525 F\u00e4lle angestiegen.  Auch die Zahl der Tatverd\u00e4chtigen stieg auf 210.792 Personen an, eine Zunahme von rund 6 Prozent gegen\u00fcber 2012. Die Rauschgiftkriminalit\u00e4t hat weiterhin einen Anteil von etwa 4 Prozent an der  Gesamtkriminalit\u00e4t.     2013 registrierte die Polizei insgesamt 19.210 Erstauff\u00e4llige  Konsumenten harter Drogen (EKhD) in Deutschland, was einem R\u00fcckgang  um knapp 2 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr (2012: 19.559 EKhD)  entspricht.     Bei den einzelnen Drogenarten waren 2013 folgende Entwicklungen zu verzeichnen:     Amphetamin \/ Methamphetamin W\u00e4hrend die Zahl erstauff\u00e4lliger  Konsumenten von Amphetamin bzw. Methamphetamin nahezu konstant blieb, stieg deren Zahl bei kristallinem Methamphetamin &#8211; dem sogenannten  Crystal &#8211; in 2013 auf 2.746 (2012: 2.556 EKhD) an, was einer Zunahme  von etwa 7 Prozent entspricht. Ebenso haben sich die  Sicherstellungsf\u00e4lle und -mengen bei den synthetischen Drogen weiter  erh\u00f6ht. Bei kristallinem Methamphetamin verzeichnete die Polizei  3.847 Sicherstellungsf\u00e4lle &#8211; knapp 10 Prozent mehr als 2012. Die  Sicherstellungsmenge stieg auf rund  77 Kilogramm, was einem Anstieg  von rund 3 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr entspricht. Nach wie vor  stammt der Gro\u00dfteil des f\u00fcr den deutschen Markt bestimmten &#8222;Crystals&#8220; aus der Produktion illegaler Rauschgiftlabore in der Tschechischen  Republik und wird auf den sogenannten Asiam\u00e4rkten in den grenznahen  St\u00e4dten Deutschlands illegal gehandelt.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Den zunehmenden Konsum von &#8222;Crystal&#8220;  sehen wir mit Sorge, da mit der Einnahme dieser Substanz gro\u00dfe  gesundheitliche Risiken f\u00fcr die Konsumenten verbunden sind. Nicht nur auf Ebene der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden, sondern auch im Bereich der  Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention muss daher alles daf\u00fcr getan werden, diese  Entwicklung zu stoppen.&#8220;     Ecstasy Den gr\u00f6\u00dften Anstieg Erstauff\u00e4lliger Konsumenten harter  Drogen stellte die Polizei 2013 beim illegalen Konsum von Ecstasy mit knapp 18 Prozent (1.480 EKhD) fest. Dies korrespondiert mit einer  Zunahme der polizeilich bekannt gewordenen F\u00e4lle um etwa 25 Prozent  (2.233 F\u00e4lle) sowie einem deutlichen Anstieg der sichergestellten  Mengen um rund 53 Prozent gegen\u00fcber 2012. Die Sicherstellungszahlen  sind insbesondere auf zwei Gro\u00dfsicherstellungen von insgesamt 274.500 Tabletten zur\u00fcckzuf\u00fchren, die \u00fcber Deutschland nach Litauen  beziehungsweise \u00d6sterreich geschmuggelt werden sollten.     Heroin Die Zahl der registrierten Erstkonsumenten von Heroin ging  2013 um rund 14 Prozent auf 1.789 zur\u00fcck. Auch der r\u00fcckl\u00e4ufige Trend  bei den Fallzahlen h\u00e4lt weiter an. Die Sicherstellungsmenge hingegen  stieg auf 270 Kilogramm, was einer Zunahme von etwa 12 Prozent  gegen\u00fcber 2012 entspricht. Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dies insbesondere auf  zwei Einzelsicherstellungen von insgesamt rund 33 Kilogramm. Darunter ist ein Ermittlungsverfahren des BKA im Auftrag der  Staatsanwaltschaft Berlin, bei dem neben Bargeld und Kokain auch rund 12 Kilogramm Heroin beschlagnahmt und mehrere Tatverd\u00e4chtige  festgenommen werden konnten.     Kokain Im Jahr 2013 erfasste die Polizei 3.173 Erstkonsumenten von Kokain, was einem R\u00fcckgang von knapp 3 Prozent gegen\u00fcber der  Vorjahreszahl entspricht. Die bundesweit sichergestellte Menge von  1.314 Kilogramm Kokain bewegt sich weitgehend auf dem  Vorjahresniveau. Dass weiterhin gro\u00dfe Einzelmengen an Kokain nach und durch Deutschland transportiert wurden, belegt unter anderem die  Sicherstellung von insgesamt 427 Kilogramm im Hamburger Hafen, die  sich in Containern aus Kolumbien und Brasilien befanden. Weitere 100  Kilogramm Kokain, die f\u00fcr den Transport nach Liverpool\/Gro\u00dfbritannien bestimmt waren, konnten in Bremen sichergestellt werden. Weitaus  h\u00e4ufiger als auf dem Seeweg wurde Kokain jedoch in 2013 per Luftpost  oder durch Flugzeugkuriere aus S\u00fcdamerika nach Deutschland  geschmuggelt. Die Mehrzahl der Sicherstellungen erfolgte im  Transitbereich des Flughafens Frankfurt\/Main. Die Luftpostsendungen  waren ausnahmslos zum Weitertransport ins Ausland bestimmt.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Wie wichtig eine konsequente  Strafverfolgung auch bei Delikten der Bet\u00e4ubungsmittelkriminalit\u00e4t  ist, zeigen die j\u00fcngsten Urteile in F\u00e4llen des Einfuhrschmuggels von  Kokain aus S\u00fcdamerika. Das Landgericht Frankfurt\/Main verurteilte  einen 52-j\u00e4hrigen niederl\u00e4ndischen Kokainh\u00e4ndler wegen der Einfuhr  und des Handeltreibens mit nicht geringen Mengen Kokain von Venezuela und St. Lucia nach Frankfurt\/Main zu einer Freiheitsstrafe von mehr  als neun Jahren. Vor dem Landgericht Hamburg ergingen mehrj\u00e4hrige  Haftstrafen gegen vier deutsche Staatsangeh\u00f6rige, weil sie als  Mitglieder einer international agierenden Gruppierung in gro\u00dfem  Umfang Kokain in mit M\u00f6beln beladenen \u00dcberseecontainern aus Ecuador  und Bolivien nach Hamburg geschmuggelt haben.&#8220;     Cannabisprodukte Der Anstieg der Cannabisdelikte setzte sich auch  2013 fort und erreichte mit  145.013 polizeilich registrierten  Straftaten (2012: 134.739) einen neuen H\u00f6chststand seit 2008. Der  Anstieg ist insbesondere auf die konsumnahen Delikte zur\u00fcckzuf\u00fchren,  w\u00e4hrend die Handelsdelikte leicht r\u00fcckl\u00e4ufig waren. Die polizeilich  registrierte Zahl von Cannabis-Plantagen auf Au\u00dfenfl\u00e4chen ist im Jahr 2013 um fast 37 Prozent auf 91 Outdoor-Plantagen zur\u00fcckgegangen. Die  Zahl der festgestellten Indoor-Plantagen ist hingegen um knapp 4  Prozent &#8211; auf 691 Plantagen &#8211; gestiegen.     Zahlen und Fakten zur Rauschgiftlage 2012 und 2013 k\u00f6nnen \u00fcber die Homepage des BKA unter www.bka.de und auf der Internetseite der  Drogenbeauftragten der Bundesregierung unter www.drogenbeauftragte.de abgerufen werden.     R\u00fcckfragen bitte an:  Bundeskriminalamt Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de  Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung  Gesch\u00e4ftsstelle Friedrichstra\u00dfe 108 10117 Berlin  Tel.:  030\/018 441-4412 Fax.: 030\/018 441-4960 Email: drogenbeauftragte@bmg.bund.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2715941\/bka-zahl-der-drogentoten-erstmals-seit-2009-wieder-leicht-angestiegen-aber-weniger-erstkonsumenten\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und der Pr\u00e4sident des Bundeskriminalamts stellen die Rauschgiftlage 2013 vor. 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