{"id":12479,"date":"2010-03-01T09:07:39","date_gmt":"2010-03-01T08:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/index.php\/2010\/03\/technology-review-uber-manipulierte-sportlergene-genanalyse-soll-doping-entlarven\/"},"modified":"2010-03-01T09:08:00","modified_gmt":"2010-03-01T08:08:00","slug":"technology-review-uber-manipulierte-sportlergene-genanalyse-soll-doping-entlarven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/technology-review-uber-manipulierte-sportlergene-genanalyse-soll-doping-entlarven\/","title":{"rendered":"Technology Review \u00fcber manipulierte Sportlergene: Genanalyse soll Doping entlarven"},"content":{"rendered":"<p>[1] Hannover, 1. M\u00e4rz 2010 &#8211; Weltklasseathleten dank findiger Manipulation des Erbguts: Ob auch in Vancouver H\u00f6chstleistungen durch Gendoping erbracht wurden, ist bislang nicht nachweisbar. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA arbeitet jedoch an einem Universaltest, der mithilfe der Genanalyse jeglichen unerlaubten Leistungsverst\u00e4rkern auf die Spur kommt. Das schreibt das Magazin Technology Review [2] in der M\u00e4rz-Ausgabe.<!--more-->&#8222;London 2012, das ist unser ehrgeiziges Ziel&#8220;, sagt Theodore Friedmann, Gentechnikexperte der WADA. Dann soll das olympische Labor \u00fcber eine Reihe standardisierter Verfahren verf\u00fcgen, die Athleten mit getunten Genen anhand von Blutproben entlarvt. Dabei geht es nicht nur um einzelne Tests gegen konkrete DNA-Pr\u00e4parate.<br \/>\nDas gro\u00dfe Ziel ist, jeglichen Eingriff ins Sportler-Erbgut \u00fcberf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eines der neuen Verfahren, die Manipulationen am Erbgut nachweisen sollen, stammt aus dem DNA-Labor von Perikles Simon. Der T\u00fcbinger Sportmediziner hat eine molekularbiologische Nagelprobe entwickelt, mit der sich im Labor gebaute Gene von nat\u00fcrlichen unterscheiden lassen: W\u00e4hrend der DNA-Code eines k\u00f6rpereigenen Gens Einsch\u00fcbe enth\u00e4lt, die f\u00fcr den Bau des zugeh\u00f6rigen Proteins nicht wichtig sind, sind k\u00fcnstliche Gene frei von solchen Unterbrechungen. Hier dient jeder einzelne DNA-Baustein unverzichtbar der Produktion des kodierten Proteins.<br \/>\nDie Methode, nat\u00fcrliche Gene von ihren k\u00fcnstlichen Kopien zu unterscheiden, ist so empfindlich, dass sie manipulierte DNA schon aus wenigen Zellen des Sportlers nachweisen kann.<\/p>\n<p>&#8222;Wir suchen etwa bei der DNA von Blutpl\u00e4ttchen nach Ver\u00e4nderungen, die uns eindeutig verraten, dass ein Athlet gedopt hat &#8211; unabh\u00e4ngig davon, wie er das gemacht hat&#8220;, sagt Jim Rupert von der Universit\u00e4t von British Columbia im kanadischen Vancouver. Diese Informationen will der Wissenschaftler in den sogenannten Genaktivit\u00e4tsmustern der Sportler finden: So wie etwa das Myostatin-Gen nicht nur f\u00fcr sich arbeitet, sondern mit anderen Genen in dem fein abgestimmten Orchester f\u00fcr Muskelwachstum und Muskelkraft spielt, so werden auch andere athletisch relevante Eigenschaften wie Ausdauer, Schnellkraft und Regenerationsverm\u00f6gen mit exakten Partituren gesteuert. Indem Rupert ihre Akkorde aufzeichnet und ermittelt, welche Gene zu welchem Zeitpunkt einstimmen oder verstummen und wie h\u00e4ufig ihre Noten abgelesen werden, will der Sportmediziner unterscheiden lernen, ob jemand von Natur aus ein au\u00dfergew\u00f6hnliches sportliches Talent besitzt oder ob Gene \u00fcber ein nat\u00fcrliches Ma\u00df hinaus aktiv sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[1] Hannover, 1. 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