{"id":13229,"date":"2010-03-26T13:16:32","date_gmt":"2010-03-26T12:16:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=13229"},"modified":"2010-03-26T13:19:50","modified_gmt":"2010-03-26T12:19:50","slug":"13229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/13229\/","title":{"rendered":"BKA: Gemeinsame Pressekonferenz der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und des Pr\u00e4sidenten des Bundeskriminalamtes: Aktuelle Zahlen zur Rauschgiftkriminalit\u00e4t und zu den Drogentoten 2009 in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-13230\" title=\"Bundeskriminalamt\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Bundeskriminalamt.jpg\" alt=\"Bundeskriminalamt\" width=\"244\" height=\"77\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Wiesbaden (ots) &#8211; Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist auf den drittniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken. Im Jahr 2009 kamen 1.331 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben, ein R\u00fcckgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1.449).<!--more--> \u00dcberdosen von Heroin und Mischkonsum von Heroin mit anderen Drogen sind immer noch die h\u00e4ufigsten Todesursachen. Weiter angestiegen sind die Todesf\u00e4lle aufgrund gesundheitlicher Langzeitsch\u00e4digungen. Ihr Anteil ist von 11 Prozent (2006) auf rund 20 Prozent (2009) der Verstorbenen angestiegen.<br \/>\nDazu erkl\u00e4rt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans:<\/p>\n<p>&#8222;Der R\u00fcckgang im vergangenen Jahr zeigt, dass die Drogentodeszahlen langfristig sinken. Diese Entwicklung best\u00e4tigt, dass die Angebote zur gesundheitlichen Versorgung f\u00fcr Drogenabh\u00e4ngige notwendig sind und eine \u00dcberlebenshilfe darstellen. Unverzichtbare Hilfs- und Behandlungsangebote sind deshalb: Ma\u00dfnahmen zur Schadensreduzierung, wie die qualit\u00e4tsgest\u00fctzte Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin, Drogenkonsumr\u00e4ume, Spritzentausch und Kontaktl\u00e4den sowie die diamorphingest\u00fctzte Behandlung, die derzeit in die Regelversorgung \u00fcberf\u00fchrt wird.&#8220;<\/p>\n<p>2009 wurden in Deutschland 18.139 Erstauff\u00e4llige Konsumenten harter Drogen registriert &#8211; ein R\u00fcckgang um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Entgegen dieser Gesamtentwicklung ist die Zahl der Erstauff\u00e4lligen Konsumenten von Amphetamin im Jahr 2009 im f\u00fcnften Jahr in Folge um nochmals 1,2 Prozent auf 10.315 Personen gestiegen. Das Durchschnittsalter der Amphetaminkonsumenten betrug 26 Jahre und war damit im Vergleich zu den anderen harten Drogenarten niedriger (Heroin: 31 Jahre, Kokain: 30 Jahre).<\/p>\n<p>Deutliche Steigerungen der Sicherstellungsmengen waren im Jahr 2009 bei Kokain und Heroin zu verzeichnen. Die sichergestellte Kokainmenge betrug rund 1.700 kg &#8211; 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der sichergestellten Heroinmenge war ein Anstieg um rund 51 Prozent auf insgesamt 758 kg zu verzeichnen. Amphetaminsicherstellungen gab es in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 1.400 kg &#8211; acht Prozent mehr als im Vorjahr. Infolge ausbleibender Gro\u00dfsicherstellungen wie im Jahr 2008 sanken die Sicherstellungen bei den Cannabisprodukten deutlich, bei Haschisch um 39 Prozent auf 2.220 kg und bei Marihuana um 52 Prozent auf 4.298 kg.<\/p>\n<p>2009 wurden in Deutschland 67 Cannabis-Outdoor- und 342 Cannabis-Indoor-Plantagen und damit 21 Prozent (2008: 517) weniger als im Vorjahr festgestellt. Allerdings hat die Zahl der so genannten Profi-Plantagen &#8211; dazu z\u00e4hlen solche Plantagen mit Anbaukapazit\u00e4ten von 1.000 und mehr Cannabispflanzen &#8211; im letzten Jahr von 18 auf 26 zugenommen. Dies spricht f\u00fcr eine zunehmende Professionalisierung der Gruppierungen. Insgesamt wurden 127.718 Cannabispflanzen sichergestellt, davon rund 91.000 in Indoor-Plantagen. Indoor-Plantagen erm\u00f6glichen durch spezielle Pflanzenz\u00fcchtungen und den Einsatz von technischem Equipment sehr viel h\u00f6here Produktionsmengen. Au\u00dferdem liegt hier der THC-Gehalt mit durchschnittlich 12 Prozent deutlich h\u00f6her als bei herk\u00f6mmlich im Freien gez\u00fcchteten Pflanzen. Damit steigt der Grad der Gesundheitsgef\u00e4hrdung und das Abh\u00e4ngigkeitspotenzial f\u00fcr die Konsumenten.<\/p>\n<p>Afghanistan ist weiterhin Hauptursprungsland des in Europa und in Deutschland gehandelten Heroins. Die so genannte Balkanroute spielt beim Schmuggel von Heroin s\u00fcdwestasiatischer Herkunft &#8211; insbesondere aus Afghanistan \u00fcber die T\u00fcrkei nach Westeuropa und damit auch nach Deutschland &#8211; weiterhin eine herausragende Rolle. Im Bereich des international organisierten Kokainschmuggels zeichnet sich ebenfalls keine Entspannung ab. Neben den USA bleibt vor allem Europa Absatzmarkt f\u00fcr Kokain aus S\u00fcdamerika. Ost- und s\u00fcdosteurop\u00e4ische Seeh\u00e4fen haben dabei an Bedeutung gewonnen.<\/p>\n<p>BKA Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke: &#8222;Sowohl das Beispiel Afghanistan f\u00fcr Heroin als auch das Beispiel S\u00fcdamerika f\u00fcr Kokain zeigen, dass der Hebel zur Bek\u00e4mpfung der Drogenkriminalit\u00e4t nach wie vor in den Herkunftsl\u00e4ndern anzusetzen ist. Nur wenn es uns gelingt, die Rauschgiftproduktion in den Herkunftsl\u00e4ndern zu unterbinden, k\u00f6nnen wir den Zufuhrdruck nach Europa und Deutschland nachhaltig schw\u00e4chen. Ziel ist es, unsere polizeilichen Gegenma\u00dfnahmen &#8211; mehr noch als bisher &#8211; im Rahmen unserer Vorverlagerungsstrategie in Kooperation mit den Beh\u00f6rden vor Ort zu verst\u00e4rken. Die Doppelstrategie ist dabei zum einen auf die Bek\u00e4mpfung der Produktion als auch auf die Unterbindung der Zufuhr von Chemikalien ausgerichtet. Denn ohne Chemie gibt es kein Heroin oder Kokain.&#8220;<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsstelle der Drogenbeauftragten der Bundesregierung im Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit erreichen Sie wie folgt:<\/p>\n<p>Tel.: 030-18 441 4412<br \/>\nE-Mail: drogenbeautragte@bmg.bund.de<br \/>\nInternet: www.bmg.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-13229","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13229","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13229"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13229\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}