{"id":13550,"date":"2010-04-02T12:23:45","date_gmt":"2010-04-02T10:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=13550"},"modified":"2010-05-21T13:34:15","modified_gmt":"2010-05-21T11:34:15","slug":"was-bedeutet-der-karfreitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/was-bedeutet-der-karfreitag\/","title":{"rendered":"Was ist die wahre Bedeutung des Karfreitags f\u00fcr die Menschheit?"},"content":{"rendered":"<p>Du bist nie allein \u2013 Gott ist bei dir!<br \/>\n(Was bedeutet der Tod Jesu f\u00fcr mich?)<br \/>\nGnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus<\/p>\n<p>Christus!<!--more-->1. Einleitung<br \/>\nKarfreitag \u2013 das ist heute ein Tag, an dem man es sich gut gehen l\u00e4sst. Fragt man die<br \/>\nMenschen von heute, was den Karfreitag ist, so wird man die Antwort erhalten: Der<br \/>\nfreie Tag vor Ostern. Ein Tag mehr zu einem sehr langen Wochenende, Zeit,<br \/>\nauszuruhen von der Arbeit der kurzen Woche und sich einfach zu freuen auf die<br \/>\nOsterfeiertage. Zeit f\u00fcr Ausfl\u00fcge, Zeit f\u00fcr Zerstreuung, Zeit auch f\u00fcr die Familie.<br \/>\nHeute auch ein Tag, an dem man sich vorbereitet f\u00fcr Ostern. Und da malt man Eier<br \/>\nan oder stellt die Einkaufslisten zusammen f\u00fcr die Eink\u00e4ufe am Sonnabend, den man<br \/>\nbereits Ostersamstag nennt. Und man denkt an die Kinder, die in zwei Tagen mit<br \/>\nEifer die versteckten Ostereier suchen. Dazu hat man \u2013 hoffentlich \u2013 gutes Wetter,<br \/>\nder Fr\u00fchling ist da.<\/p>\n<p>Dabei ist der Ursprung dieses Tages deutlich weniger locker, leicht, fr\u00f6hlich und<br \/>\nerholsam, als wir ihn heute begehen. Karfreitag, das kommt vom althochdeutschen<br \/>\nWort \u201eKara\u201c, was so viel wie Klage, Kummer, Schmerz bedeutet. Karfreitag hei\u00dft<br \/>\nalso: Der Freitag der Trauer, Trauer \u00fcber den Tod Jesu, Trauer \u00fcber das Kreuz.<br \/>\nKarfreitag war der Abschluss der Karwoche, die mit dem hoffnungsvollen<br \/>\nPalmsonntag begann, die am\u00a0 Gr\u00fcndonnerstag das Passionsgeschehen einleitet. Am<br \/>\nKarfreitag trug die christliche Gemeinde fr\u00fcher trauerschwarz, Tanzvergn\u00fcgen<br \/>\nwurde abgesagt, die Wirtsh\u00e4user blieben zu und zu Essen gab es stets nur Fisch. Die<br \/>\nKirche r\u00e4umte den Altar ab, Bilder, Kerzen \u2013 sogar die Bibel verschwanden aus dem<br \/>\nBlickfeld der Gemeinde.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Kontrast.<br \/>\nDabei f\u00fchrt uns der Karfreitag hinein in die Mitte des christlichen Glaubens, des<br \/>\nchristlichen Lebens, der Hoffnung, die uns Christen tr\u00e4gt und aus der wir unser<br \/>\nLeben gestalten. Am Karfreitag hing ein Mann, DER MANN schlechthin, der<br \/>\nMenschensohn an einem Stamm aus Holz, die Arme weit ausgebreitet, gemartert und<br \/>\ngeschlachtet, kaum noch als ein Mensch zu erkennen \u2013 und das ist unsere Hoffnung,<br \/>\nunser Glaube, unsere Lebensmitte, unser Heil und unsere Heilung.<br \/>\nMarkus 15, 33-41<\/p>\n<p>Am Mittag wurde es pl\u00f6tzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis<br \/>\ndauerte drei Stunden.<br \/>\nGegen drei Uhr rief Jesus laut: \u201eEli, Eli, lama sabachthani?\u201c Das hei\u00dft: \u201eMein<br \/>\nGott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?\u201c<br \/>\nEinige von den Leuten, die dabeistanden, meinten: \u201eEr ruft den Propheten<br \/>\nElia.\u201c Einer von ihnen tauchte sofort einen Schwamm in Essig und steckte<br \/>\nihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. \u201eWir wollen doch<br \/>\nsehen, ob Elia kommt und ihn herunterholt!\u201c sagte er.<br \/>\nAber Jesus schrie laut auf und starb.<br \/>\nIn demselben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem<br \/>\nAllerheiligsten von oben bis unten.<br \/>\nErsch\u00fcttert bekannte der r\u00f6mische Hauptmann, der neben dem Kreuz stand<\/p>\n<p>und mit angesehen hatte, wie Jesus starb: \u201eDieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!\u201c<br \/>\nEinige Frauen hatten alles, was geschah, aus der Ferne beobachtet. Unter<br \/>\nihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus dem<br \/>\nJ\u00fcngeren und von Joses, sowie Salome. Sie waren schon in Galil\u00e4a bei Jesus<br \/>\ngewesen und hatten f\u00fcr ihn gesorgt. Zusammen mit vielen anderen waren sie<br \/>\nmit Jesus nach Jerusalem gekommen.<\/p>\n<p>2. Dunkelheit und Gottverlassenheit<br \/>\nWer kennt das nicht: Wir stehen mitten im Leben und dann pl\u00f6tzlich \u00fcberkommt uns<br \/>\neine tiefe Dunkelheit. Etwas Unerkl\u00e4rliches, Bedrohliches, Unbekanntes tritt in unser<br \/>\nLeben, das uns Schwierigkeiten, ja auch Angst macht. Das Gef\u00fchl von Zweifel breitet<br \/>\nsich aus, das sich bald in eine Frage kleidet: \u201eWo bist Du, Gott? Warum geschieht mir<br \/>\nso etwas?\u201c<\/p>\n<p>Als im Dezember 2004 der Tsunami durch den Indischen Ozean rollte und<br \/>\nAbertausende von Menschen dabei den Tod fanden, fragte eine gro\u00dfe deutsche<br \/>\nBoulevardzeitung: \u201eWo warst du, Gott?\u201c<\/p>\n<p>Das kann also ganz vielf\u00e4ltig sein: Eine schwere Krankheit, der Tod eines<br \/>\nAngeh\u00f6rigen, Probleme mit den Kindern oder mit den Eltern. Und wir haben das<br \/>\nGef\u00fchl, allein mit diesen Schwierigkeiten zu sein. Es schleicht sich Dunkelheit in<br \/>\nunsere Seele. Und der von Geschwistern gut gemeinte Ratschlag: \u201eFrag nicht warum,<br \/>\nfrag wozu geschieht mir das\u201c klingt wie hohles Geschw\u00e4tz, in dem kein Trost ist. Was<br \/>\nwei\u00dft Du von meinem Schmerz? Was wei\u00dft Du von meinem Leid? Am Ende stirbt<br \/>\ndoch jeder f\u00fcr sich allein, frei nach Hans Fallada.<\/p>\n<p>\u201eUnd in der sechsten Stunde kam eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis zur<br \/>\nneunten Stunde; und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme:<br \/>\n\u201eEloi, Eloi, lema sabachthani?\u201c was \u00fcbersetzt ist: \u201eMein Gott, mein Gott,<br \/>\nwarum hast Du mich verlassen?\u201c Mk 15, 34<\/p>\n<p>Es ist Jesus, der Herr, in seiner tiefsten Erniedrigung, der die Frage nach dem<br \/>\nWarum stellt. Wer von uns h\u00e4tte hier den Mut, Jesus den gut gemeinten Rat<br \/>\nzu geben: Frag nicht warum, frag doch wozu. Erinnere dich doch, was dein<br \/>\nAuftrag ist. Doch es ist der Herzensschrei des gepeinigten Menschen, der leidet..<br \/>\nGott h\u00e4lt hier Gericht \u00fcber die S\u00fcnde, Gericht \u00fcber das B\u00f6se in der Welt und Gericht<br \/>\n\u00fcber das, was sich seinem Plan in den Weg gestellt hat. Und all das legte Er auf<br \/>\nSeinen einzigen Sohn, der einzige Mensch \u00fcberhaupt, der ohne jede S\u00fcnde und ohne<br \/>\njede Gottlosigkeit war. Seinen Sohn, der stets mit Gott verbunden war und nun durch<br \/>\ndas Gericht der Gottverlassenheit ging. Denn all dies geschah, weil die Strafe Gottes<br \/>\nauf Ihm, Jesus Christus, dem Knecht Gottes lag (Jesaja 53, 5).<br \/>\nGott wurde in Jesus Christus Mensch und starb den Tod in Jesus Christus f\u00fcr<br \/>\nuns, damit es keinen Ort mehr gibt, an dem Gott nicht ist.<br \/>\nEs ist nicht zuf\u00e4llig, dass Jesus am Kreuz diesen Ruf schrie: Mein Gott, mein Gott,<br \/>\nwarum hast Du mich verlassen. Es ist Psalm 22, den er hier in seiner Todesstunde<br \/>\nzitiert:<br \/>\n\u201eMein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Fern von meiner<br \/>\nRettung sind die Worte meines Gest\u00f6hns. Mein Gott, ich rufe bei Tage und<br \/>\ndu antwortest nicht, und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe\u201c (Psalm 22, 2-3)<br \/>\nIn der tiefsten Erniedrigung kommt Jesus dazu, den von ihm empfundenen Schmerz,<br \/>\ndie tiefe Qual, von seinem Vater, mit dem er Zeit seines Daseins immer verbunden<br \/>\nwar, getrennt zu sein, dies in die Worte des Psalmdichters David zu formulieren.<br \/>\nAuch Jesus f\u00fchlte sich Gott verlassen, auch Jesus erlebte diesen Schmerz, dass Gott<br \/>\neben nicht mehr da ist, dass Gott sich abgewandt hat und dass Gott eben nicht die<\/p>\n<p>Antwort auf die Frage nach dem Warum bereit h\u00e4lt. Jesus \u2013 eben auch nur ein Mensch? Jesus eben auch nur ein Mensch, der in Schwierigkeiten kapitulieren muss,<br \/>\nwie es uns auch geht und der deshalb Gott aufgibt, weil es eben keine Antwort auf<br \/>\ndas Warum gibt?<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt doch auf, dass Jesus eben nicht mit Gott hier bricht, eben nicht unter den<br \/>\nSchwierigkeiten zusammenbricht, die ihm zugemutet werden. Sondern er wendet<br \/>\nsich im Gebet an seinen Vater, an Gott selbst und stellt ihm die Frage nach<br \/>\ndem Warum. Wie schnell wenden sich die Menschen von Gott ab, wenn sie in<br \/>\nSchwierigkeiten kommen. Und dann bricht das Gespr\u00e4ch ab. Was soll denn das Gebet<br \/>\nmit Gott noch bringen, wenn Gott mich aufgegeben hat? Was soll denn das Gespr\u00e4ch<br \/>\nmit Gott noch bringen, wenn die qu\u00e4lende Frage nach dem Warum ohne Antwort ist?<br \/>\nWenn wir das Gespr\u00e4ch mit Gott abbrechen, dann verlassen wir Gott und nicht<br \/>\numgekehrt.<br \/>\nDas Warum ist unser menschlicher Versuch, die Dinge in einen<br \/>\nZusammenhang zu bringen, mit uns selbst und der Welt ins Reine zu<br \/>\nkommen. Und viele Antworten auf das Warum passen uns nicht, weil sie uns in<br \/>\neinem schlechten Licht dastehen lassen. Doch allzu oft bleibt das Warum ohne<br \/>\nAntwort.<br \/>\nIst es Gott gleichg\u00fcltig, dass Sein Sohn stirbt? Ist es Gott gleichg\u00fcltig, was und<br \/>\nwarum mit uns passiert?<br \/>\nGott ist es eben nicht gleichg\u00fcltig, wie wir Menschen mit unseren Schwierigkeiten<br \/>\numgehen, wie wir unsere Krankheiten, unsere S\u00fcnde, unsere Schuld, die Verletzung<br \/>\nan unserer Seele bew\u00e4ltigen. Und gerade deshalb ging er in Jesus Christus diesen<br \/>\nWeg, sich selbst zu ent\u00e4u\u00dfern, auf alle Rechte zu verzichten, damit er sich mit uns<br \/>\nEins machen kann, damit er in unsere Herzen mit einem Verst\u00e4ndnis, das aus<br \/>\nErfahrung kommt, aus eigenem Erleben, aus Liebe und Mitempfinden. Gott ist mit<br \/>\nuns, er geht selbst durch die Gottverlassenheit, stirbt f\u00fcr uns und an unserer<br \/>\nStelle, eben damit es keinen Ort in unserem Leben mehr gibt, an dem Er<br \/>\nnicht f\u00fcr uns erreichbar ist.<br \/>\nGolgatha ist Gottes Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung mit uns Menschen, die wir unter der Last<br \/>\nunserer Schuld und der Last anderer Menschen Schuld leiden. Das Kreuz ist Gottes<br \/>\nHilfe, wenn wir krank sind, gebrechlich und ohne Kraft.<br \/>\nWir haben uns eben den Psalm 22 kurz angesehen. Den bekanntesten Psalm der<br \/>\nBibel finden wir genau eine Hausnummer weiter. Und dieser Psalm stammt ebenfalls<br \/>\nvon David, wo wir\u00a0 in Psalm 23 (\u201eDer Herr ist mein Hirte\u201c) den Vers 4 finden:<br \/>\n\u201eAuch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, f\u00fcrchte ich kein Unheil,<br \/>\ndenn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie tr\u00f6sten mich.\u201c<br \/>\nHaben wir nicht eben davon gesprochen, dass Gott uns in der Dunkelheit verl\u00e4sst?<br \/>\nDass er selbst Jesus verlassen hat? Aber hier ist doch der Widerspruch, nur<br \/>\neinen Psalm weiter: Gott ist selbst da unser Trost und unser Stecken, wenn<br \/>\nwir am gottfernsten Ort dieser Welt, im Tal des Todesschattens wandern.<br \/>\nWenn wir uns in Schmerz und Krankheit isoliert f\u00fchlen, wenn wir mit unserer Schuld<br \/>\nund dem schlechten Gewissen, das sie verursacht, nicht anders klar kommen, als<br \/>\ndar\u00fcber zu schweigen, dann kapseln wir uns von Gott ab. Es ist der Widersacher, der<br \/>\nuns suggerieren will, dass Gott sich nicht f\u00fcr uns interessiert und uns wegen des<br \/>\nUnheils, das \u00fcber uns gekommen ist, verlassen hat.<br \/>\nDenn die Wahrheit ist: Gott kennt unseren Schmerz und Er verl\u00e4sst uns<br \/>\nniemals, eben weil Jesus diese Verlassenheit selbst erlitt, als er am Kreuz<br \/>\nzwischen Himmel und Erde hing, als ein Gemarterter und Entrechteter, als Gott<br \/>\nihm die S\u00fcnde der Welt auflud, da wurde f\u00fcr Dich der Weg frei:<br \/>\n\u2212Hin zu Gott.<br \/>\n\u2212Hin zum Heil.<br \/>\n\u2212Hin zur Gesundheit.<br \/>\n\u2212Hin zur St\u00e4rke<br \/>\n\u2212Hinein in die Gemeinschaft mit Gott, die tr\u00e4gt und die kein Ende hat.<br \/>\nDu bist nie allein &#8211;\u00a0 Gott ist bei Dir.<\/p>\n<p>3. Reaktion der Umstehenden<br \/>\n\u201eUnd als einige der Dabeistehenden es h\u00f6rten, sagten sie: Siehe, er ruft Elia.<br \/>\nEiner aber lief, f\u00fcllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr,<br \/>\ngab ihm zu trinken und sprach: Halt, lasst uns sehen, ob Elia komm, ihn<br \/>\nherabzunehmen.\u201c (Mk 15, 35-36)<br \/>\nDas Bemerkenswerte ist, dass beileibe nicht die Gottlosen unter dem Kreuz stehen<br \/>\nund Jesus verspotten. Es sind fromme Menschen, die sich in der Bibel gut<br \/>\nauskennen, die ihrem Spott freien Lauf lassen. Dabei m\u00fcssten sie doch die<br \/>\nSchriften kennen, die auf das Kommen und Leiden des Messias hinweisen. Sie halten<br \/>\nsich hier aber beim Vordergr\u00fcndigen auf. Ihre Fr\u00f6mmigkeit steht dem Erfassen<br \/>\ndessen, was hier eigentlich vor sich geht, im Wege.<br \/>\nErkennen wir in unserer Fr\u00f6mmigkeit und mit unserem Bibelwissen den Messias<br \/>\nwieder, wenn Er sich uns zeigt?<br \/>\nViele von uns sind voll von Bibelwissen und kennen sich Vers f\u00fcr Vers mit der Schrift<br \/>\ngut aus. Es ist ja doch von Vorteil, die Bibel gut zu kennen. Aber nehmen wir die<br \/>\nBibel dann nur als Steinbruch, um unser biblisches Wissen zu vermehren und wie<br \/>\nman sich guter und anst\u00e4ndiger Christ zu verhalten hat, k\u00f6nnen wir Gefahr laufen,<br \/>\neben Gott nicht zu erkennen, wenn Er sich uns zeigt. Das kann schon ganz praktisch<br \/>\ndann geschehen, wenn wir die verhei\u00dfungsvollen Aussagen der Schrift nur kennen,<br \/>\nohne aber deren Bedeutung f\u00fcr uns in Anspruch zu nehmen.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns, das hei\u00dft doch auch: F\u00fcr mich!<br \/>\nWenn wir erkl\u00e4ren, dass Jesus ja doch nichts an unserer Lebenssituation \u00e4ndern<br \/>\nkann, dann sagen wir nichts anderes als: Lasst uns sehen, ob Elia kommt, Jesus vom<br \/>\nKreuz zu nehmen. Und das kann durchaus im frommen Gewand daherkommen: Was<br \/>\nf\u00fcr alle gilt, das gilt nicht f\u00fcr mich. Ich bin so in S\u00fcnde, mir kann Gott gar<br \/>\nnicht vergeben, auch wenn Jesus am Kreuz h\u00e4ngt. Mag sein, dass Jesus selbst<br \/>\ndie Krankheit am Kreuz getragen hat, aber meine Krankheit hat mir Gott<br \/>\ngegeben.<br \/>\nDas ist frommer Selbstbetrug, der das Opfer Jesu ausschl\u00e4gt.<br \/>\nMartin Luther, der gro\u00dfe Reformator, ein Mann der Bibel und damit ein gro\u00dfer<br \/>\nKenner des Wortes Gottes, litt unter starker Schwermut. Heute w\u00fcrden wir sagen,<br \/>\ndass er h\u00e4ufig depressiv war. Eines Tages, als er wieder in Depressionen versank,<br \/>\nzog sich seine Frau Katharina (\u201eHerr K\u00e4the\u201c) Trauerkleider an, l\u00f6schte die Kerzen im<br \/>\nHaus und verstummte. Dies st\u00f6rte Luther und er fragte: Was soll das? Und Katharina<br \/>\nantwortete: Wenn du so verzweifelt bist wie jetzt, dann ist Jesus wirklich umsonst<br \/>\ngestorben.<br \/>\nWenn in der Bibel steht, dass in den Wunden Jesu unser Heil und unsere Heilung ist,<br \/>\ndann d\u00fcrfen das in Anspruch nehmen. Und wenn in der Bibel steht, dass Jesus aus<br \/>\nLiebe verblutet ist, um uns unsere Schuld zu vergeben, dann d\u00fcrfen wir diese<br \/>\nVergebung annehmen. Dann bleibt auch kein Raum mehr f\u00fcr Depression, kein<br \/>\nPlatz mehr f\u00fcr Unvergebenheit \u2013 und auch kein Grund mehr, dem Opfer Jesu<br \/>\nmit frommer Motivation ins Gesicht zu schlagen.<br \/>\nDu bist nie allein \u2013 Gott ist bei dir!<\/p>\n<p>4. Jesus stirbt &#8211;\u00a0 der Vorhang zerreisst<br \/>\n\u201eJesus aber stie\u00df einen lauten Schrei aus und verschied. Und der Vorhang im<br \/>\nTempel zerriss in zwei St\u00fccke, von oben bis unten.\u201c (Mk 15, 37-38)<br \/>\nWoher nahm Jesus eigentlich noch die Kraft, nach all den Anstrengungen mit lauter<br \/>\nStimme einen Schrei auszurufen? Und was mag er da noch geschrieen haben?<br \/>\nIn Johannes 19, 30 wird uns berichtet, dass er noch rufen konnte \u201eEs ist vollbracht\u201c<br \/>\nUnd es gibt guten Grund daf\u00fcr, dass das Vollbringen dessen, wozu Jesus in die Welt<br \/>\ngekommen war, ihm die Kraft gegeben hat, nach einem mehrst\u00fcndigen Todeskampf<br \/>\nnicht etwa sein Leben einfach so auszuhauchen, sondern noch mit lauter Stimme zu<br \/>\nrufen.<br \/>\nIm Alphakurs, in dem ich mitarbeite, habe ich viele Menschen kennengelernt, die<br \/>\nunter der Last ihres Lebens schwer zu tragen hatten. Und wenn hier Menschen zum<br \/>\nGlauben an das Evangelium durchbrechen, dann gibt ihnen das Kraft,<br \/>\nunwahrscheinlich gro\u00dfe Kraft, selbst mit den widrigsten Umst\u00e4nden des Lebens<br \/>\nklarzukommen. Menschen lernen Jesus Christus kennen, tun Bu\u00dfe \u00fcber ihre Schuld<br \/>\nund empfangen g\u00f6ttliche Vergebung. Woher nehmen diese\u00a0 Menschen noch<br \/>\nKraft? Aus der Vergebung Jesu, die ruft \u201eEs ist vollbracht\u201c. Und das gilt auch<br \/>\nf\u00fcr dich!<br \/>\nAls Jesus starb und damit das Werk, f\u00fcr dass er gekommen war, vollbracht hatte,<br \/>\nzerriss der Vorhang im Tempel vor dem Allerheiligsten. Durch den Tod, den Jesus<br \/>\nstellvertretend f\u00fcr uns und in Solidarit\u00e4t mit uns erlitt, haben wir allezeit und an<br \/>\njedem Ort Zugang zu Gott. Jesus ist der Hohepriester geworden, der uns den Zugang<br \/>\nzum Sitz Gottes, zum Herzen Gottes er\u00f6ffnet hat. Die Bibel macht hier klar, dass das<br \/>\nnicht stimmt: Niemand ist zu unbedeutend, kein Anliegen zu klein, keine<br \/>\nLebenssituation zu fremd, als dass Du und Du und Du nicht damit vor Gott<br \/>\nkommen k\u00f6nntest. Du sagst noch: Ich bin nicht gemeint, Gott ist f\u00fcr mich<br \/>\nunzug\u00e4nglich, er hat sich von mir abgewandt und f\u00fcr mich gibt es weder Gnade noch<br \/>\nLiebe. Und das Wort Gottes spricht Dir hier zu: Seitdem dieser Vorhang zerrissen ist<br \/>\nvor dem Allerheiligsten, hast Du immer, zu jeder Zeit, zu jeder Gelegenheit und mit<br \/>\nallem Zugang zu Gott, der Dir aus lauter Liebe begegnet.<br \/>\nDu bist an keinem Ort dieser Welt allein, denn Gott ist bei dir.<\/p>\n<p>5. Die Reaktion der Heiden<br \/>\n\u201eAls aber der Hauptmann, der ihm gegen\u00fcber dabeistand, sah, dass er so<br \/>\nverschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.\u201c(Mk 15,39)<br \/>\nEs ist nicht immer ein Alphakurs erforderlich, damit ein Mensch zum Glauben<br \/>\nkommt. Und das, obwohl es durchaus hilfreich ist, einen Alphakurs zu absolvieren,<br \/>\ndamit man zum Glauben an das Evangelium durchbricht.<br \/>\nVon dem Hauptmann wird nicht berichtet, dass er in den heiligen Schriften der<br \/>\nJuden, in dessen Gebiet er die r\u00f6mische Besatzungsmacht vertrat, bewandert war. Er<br \/>\nstand einfach unter dem Kreuz, an das Jesus genagelt war, vielleicht hat er sogar das<br \/>\nHinrichtungskommando befohlen. Und man kann sagen, dass er beeindruckt war von<br \/>\ndem, was er an diesem dunklen Tag erlebte. Vor allem war er beeindruckt von dem<br \/>\nTod eines gewissen Jesus von Nazareth, dessen Verbrechen man damit beschrieb,<br \/>\ndass er sich zum \u201eK\u00f6nig der Juden\u201c erkl\u00e4rt hatte. Dieser Ausruf ist ein klares<br \/>\nGlaubensbekenntnis: \u201eDieser Mensch war Gottes Sohn.\u201c Kennen wir das nicht von<br \/>\nwoanders her? Auf die Frage Jesu an seine J\u00fcnger, wer sie denn meinten, dass er<br \/>\nsei, antwortet Petrus: \u201eDu bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes<br \/>\n\u201c (Mt 16, 16). Und Jesus antwortet hierauf: \u201eGl\u00fcckselig bist du, [Petrus]\u2026<br \/>\ndenn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der<br \/>\nin dem Himmel ist.\u201c (Mt 16,17)<\/p>\n<p>Was unterscheidet hier das Bekenntnis des Petrus, der in enger Gemeinschaft mit<br \/>\nChristus lebte, von dem Ausruf des r\u00f6mischen Hauptmanns? Nichts. Nur stammt der<br \/>\nr\u00f6mische Hauptmann aus einer durch und durch gottlosen Welt. Und doch ber\u00fchrt es<br \/>\nihn tief, was er das sieht, so tief, dass er die Natur Jesu begreift. \u201eDieser Mensch war<br \/>\nGottes Sohn.\u201c Ein Gottloser spricht aus, was viele Fromme mit Hohngel\u00e4chter<br \/>\nund Spott quittiert haben, weil ihnen der Tod des Messias nicht ins religi\u00f6se<br \/>\nSystem gepasst hat.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich laden wir weiter Menschen dazu ein, den Glauben an Christus und an das<br \/>\nEvangelium kennen zu lernen. Nat\u00fcrlich laden wir Menschen dazu ein, den Alphakurs<br \/>\noder \u00e4hnliche Veranstaltungen zu besuchen. Nur bilden wir uns dabei nicht ein, dass<br \/>\nallein das Vermitteln von Wissen den Glauben macht. Es ist ein Zutiefst-Ergriffensein<br \/>\nvon der Gnade und dem Geschehen am Kreuz von Golgatha, dass einen Menschen<br \/>\nerst zum Glauben f\u00fchrt. Der Weg vom Gottlosen zum Christen f\u00fchrt immer und<br \/>\nohne jeden Umweg \u00fcber diesen H\u00fcgel namens Golgatha und \u00fcber das Kreuz,<br \/>\nan dem Jesus f\u00fcr die S\u00fcnder verblutet ist.<br \/>\nTr\u00f6stlich auch f\u00fcr uns, dass wir im Kreuzgeschehen Christus erkennen d\u00fcrfen. Denn<br \/>\nwas immer uns in dieser Welt auch versucht, was immer uns auch an Gottlosigkeit<br \/>\nund S\u00fcnde festhalten will. Wir kommen zur\u00fcck zum Kreuz von Golgatha und d\u00fcrfen<br \/>\ndort ausrufen: Jesus, du Sohn des lebendigen Gottes, sei mir S\u00fcnder gn\u00e4dig.<br \/>\nDaher ist unser Platz als Christen stets unter diesem Kreuz, von dem Heilung und<br \/>\nVergebung ausgehen.<br \/>\nDaher stehen wir als Christen immer vor dem gekreuzigten Christus, der die Mitte<br \/>\nunseres Lebens ist.<br \/>\nDaher wenden wir Christen uns von diesem Ort der Welt zu in dem festen Vertrauen,<br \/>\ndass uns Heilung und Vergebung aus lauter Gnade geschenkt worden sind. Und wir<br \/>\nd\u00fcrfen diese Heilung und die Vergebung weitergeben.<br \/>\nAuch dem Gottferne kann sich Gott offenbaren &#8211;\u00a0 weil auch er nicht allein ist.<\/p>\n<p>6. Die Frauen unter dem Kreuz<br \/>\n\u201eEs sahen aber auch Frauen von weitem zu, unter ihnen auch Maria<br \/>\nMagdalena und Maria, Jakobus des Kleinen und Joses\u00b4 Mutter, und Salome,<br \/>\ndie, als er in Galil\u00e4a war, ihm folgten und ihm dienten, und viele andere, die<br \/>\nmit ihm nach Jerusalem aufgekommen waren.\u201c (Mk 15, 40-41)<br \/>\nWas mag in den Gef\u00e4hrten Jesu vorgegangen sein, als sie in einiger Entfernung<br \/>\nzusahen, wie Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, dann langsam starb und in seiner<br \/>\nTodesstunde schrie? Furcht, Entsetzen? Entt\u00e4uschung?<\/p>\n<p>Wie steht Ihr, wie stehst du vor dem Kreuz Jesu?<br \/>\nEs gibt wohl kaum ein Geschehen in der ganzen Bibel, das unsere Emotionen so<br \/>\naufr\u00fcttelt, wie die Kreuzigung. Als vor ein paar Jahren der Film \u201e Die Passion Christi\u201c<br \/>\nin die Kinos kam, ging ein Aufschrei durch Deutschland, auch durch gro\u00dfe Teile der<br \/>\nChristenheit: Zu blutig. Zu schreckliche Bilder. Unverantwortlich, Christus so<br \/>\ndarzustellen.<br \/>\nIst es da denn tr\u00f6stlich, wenn die Christen mit Paul Gerhardt singen \u201eO Haupt voll<br \/>\nBlut und Wunden, \/ voll Schmerz und voller Hohn.\/\u2026 Du edles<br \/>\nAngesichte,\/Davor sonst schrickt und scheut\/Das gro\u00dfe Weltgewichte,\/Wie<br \/>\nbist du so bespeit!\/Wie bist du so erbleichet!\/Wer hat dein Augenlicht,\/Dem<br \/>\nsonst kein Licht nicht gleichet,\/So sch\u00e4ndlich zugericht&#8217;t?\u201c<br \/>\nDoch es ist unverantwortlich, Christus nicht so darzustellen, in einer Welt, die sich<\/p>\n<p>mit billigem Trost zufrieden gibt, die sich entfernt hat von der harten Realit\u00e4t dieses finsteren Tages namens Karfreitag auf Golgatha im Jahre 33. Denn wir haben keine<br \/>\nandere Wahl, als den Preis, den Jesus bezahlt hat, uns immer wieder neu vor Augen<br \/>\nzu f\u00fchren. Weil wir wissen, dass weder wir noch sonst irgend ein Mensch an diesem<br \/>\nKreuz vorbeigehen k\u00f6nnen.<br \/>\nAls die \u201ePassion Christi\u201c lief, schrieb eine Schwester hier aus der Elim in unserer<br \/>\nZeitung \u201eKreuz und Quer\u201c, dass sie nach den Bildern dieses Films das Abendmahl als<br \/>\nVergegenw\u00e4rtigung des Opfers Jesu ganz neu, ganz anders und viel ernster sehen<br \/>\nwird als vorher. Es ist nicht religi\u00f6se Routine, das Abendmahl zu feiern. Es wurde ein<br \/>\nhoher Preis bezahlt.<br \/>\nJa, es besch\u00e4ftigt uns auch Trauer um den Tod des unschuldigen Jesus.<br \/>\nJa, wir d\u00fcrfen Karfreitag auch als einen ernsten Tag feiern.<br \/>\nAber nein, zur Verzweiflung besteht kein Anlass.<br \/>\nDenn nur am Kreuz ist unser Heil, nur am Kreuz finden wir Heilung und Vergebung.<br \/>\nUnd ohne das Leiden und Sterben unseres Heilands w\u00e4re uns keine Vers\u00f6hnung mit<br \/>\nGott m\u00f6glich.<br \/>\nAuf Karfreitag folgt immer noch Ostern. Auf den Tod folgt das Leben.\u00a0 Denn die<br \/>\nKraft Gottes ist immer wirksam, kein Mensch muss allein bleibeb!<\/p>\n<p>7. Zusammenfassung und Schluss<br \/>\nWir stellen fest, dass uns das Wort Gottes unser Heil zuspricht, nicht trotz, sondern<br \/>\nwegen des Todes Jesu.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns \u2013 damit es keinen Ort mehr gibt, an dem Gott nicht zu finden ist.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns \u2013 weil Gott sich mit dem Leiden seiner Gesch\u00f6pfe solidarisch<br \/>\nerkl\u00e4rt.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns \u2013 damit wir in seinen Wunden unser Heil und unsere Heilung<br \/>\nerkennen.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns \u2013 damit wir immer und \u00fcberall Zugang zu Gott haben.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns \u2013 damit wir das Heil und die Vergebung Gottes leben und<br \/>\nweitergeben d\u00fcrfen.<br \/>\nJesus starb f\u00fcr uns &#8211;\u00a0 damit wir wissen, dass der Gott \u00fcber den Tod triumphiert.<br \/>\nUnd deshalb ist die Botschaft von Karfreitag keine dr\u00fcckende, traurige Botschaft<br \/>\neines schiefgelaufenen Messiaslebens. Sondern die Botschaft vom Kreuz, das an<br \/>\nKarfreitag aufgerichtet wurde und an dem der Gottessohn zwischen Himmel und<br \/>\nErde h\u00e4ngend verblutete, ist die Botschaft der Hoffnung und der Liebe Gottes, die da<br \/>\nlautet:<br \/>\nDu bist nie allein \u2013 Gott ist bei dir!<br \/>\nIn dem bereits angesprochenen Lied von Paul Gerhardt, dessen Geburtstag sich<br \/>\ndieses Jahr zum dreihundersten Male j\u00e4hrt, hei\u00dft es in der neunten Strophe:<br \/>\nWenn mir am allerb\u00e4ngsten<br \/>\nWird um das Herze sein,<br \/>\nSo rei\u00df mich aus den \u00c4ngsten<br \/>\nKraft deiner Angst und Pein! .<br \/>\nUnd der Friede Gottes, der all unser Verstehen und Begreifen \u00fcbersteigt, bewahre<br \/>\nunsere Herzen und Sinne in diesem Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.<br \/>\nPredigt\u00a0 zum\u00a0 Karfreitag,\u00a0 06.04.2007,\u00a0 Christengemeinde\u00a0 Elim Hamburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Du bist nie allein \u2013 Gott ist bei dir! 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