{"id":136428,"date":"2014-06-13T14:10:54","date_gmt":"2014-06-13T12:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=136428"},"modified":"2014-06-13T14:10:54","modified_gmt":"2014-06-13T12:10:54","slug":"nigeria-boko-haram-bleibt-weiter-aggressiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/nigeria-boko-haram-bleibt-weiter-aggressiv\/","title":{"rendered":"Nigeria: Boko Haram bleibt weiter aggressiv"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Open-Doors.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-88658\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Open-Doors.jpg\" alt=\"Open Doors\" width=\"500\" height=\"273\" \/><\/a>Seit Jahresbeginn mindestens 3.000 Tote \u2013 Chibok-M\u00e4dchen weiterhin verschleppt &#8211; <\/em>(Open Doors) \u2013 Die islamistische Gruppe Boko Haram w\u00fctet weiter. Allein in der vergangenen Woche sollen 200 weitere Menschen get\u00f6tet worden sein. \u00d6rtlichen Medien zufolge wurden die christlichen D\u00f6rfer Attagara, Agapalwa und Aganjara im nordnigerianischen Staat Borno v\u00f6llig niedergebrannt, nachdem die Rebellen dort get\u00f6tet, gepl\u00fcndert und Vieh gestohlen hatten. <!--more-->Die D\u00f6rfer sind wenige Kilometer von der Grenze zu Kamerun entfernt in der N\u00e4he des riesigen Sambisa-Waldes, in dem sich etliche Lager der Militanten befinden und sich Vermutungen zufolge auch einige der entf\u00fchrten M\u00e4dchen aus Chibok aufhalten sollen. Beim Versuch, in Nigeria einen islamischen Staat zu schaffen, hat Boko Haram seit 2009 bereits Tausende von Menschen get\u00f6tet. Allein seit Jahresbeginn sollen es schon mehr als 3.000 gewesen sein.<\/p>\n<p><strong>Regierung muss mehr gegen Boko Haram tun<\/strong><\/p>\n<p>Der Generalsekret\u00e4r von der Organisation f\u00fcr islamische Zusammenarbeit (OIC), Eyad Ameen Madani, stattete am 2. Juni Pr\u00e4sident Goodluck Jonathan einen Besuch ab, um die &#8222;Einheit&#8220; seiner Organisation mit Nigeria zum Ausdruck zu bringen. Der Besuch geschieht in einer Zeit des wachsenden Druckes auf die nigerianische Regierung, st\u00e4rker gegen die Boko Haram vorzugehen. Hauptursache ist die Entf\u00fchrung von 276 M\u00e4dchen im April (57 entkamen in den ersten Tagen). Die 1969 gegr\u00fcndete OIC mit Sitz in Saudi-Arabien ist nach den Vereinten Nationen die zweitgr\u00f6\u00dfte staats\u00fcbergreifende Organisation und versteht sich als &#8222;die kollektive Stimme der muslimischen Welt&#8220;. Sie m\u00f6chte &#8222;sicherstellen, dass Interessen der muslimischen Welt im Geist der F\u00f6rderung des internationalen Friedens bewahrt und gesch\u00fctzt werden&#8220;.<\/p>\n<p>Madani stellte klar: &#8222;Wir sollten Boko Haram als das bezeichnen, was sie sind: eine terroristische Gruppe.&#8220; Reverend Musa Asake, der Generalsekret\u00e4r des Christenverbandes von Nigeria (CAN), beurteilt die OIC dennoch kritisch: &#8222;Wo war diese Organisation die ganze Zeit? Boko Haram sagt seit Beginn der Auseinandersetzungen, dass sie dem islamischen Aufruf zum Dschihad nachkommen und dass sie die nigerianische Verfassung ver\u00e4ndern und durch die Scharia ersetzen werden. Deshalb h\u00e4tten sie begonnen, Unschuldige umzubringen, und die meisten ihrer Opfer seien Christen.&#8220; Darum reiche es nicht aus, sich von Boko Haram zu distanzieren.<\/p>\n<p>Unterdessen ist der international bekannte nigerianische Pastor James Wuye in Chibok eingetroffen, um den Familien der verschleppten M\u00e4dchen zur Seite zu stehen. Wuye arbeitet mit einem muslimischen Imam, Muhammed Ashafa, im Interfaith Mediation Centre zusammen, das sie gemeinsam im nordnigerianischen Kaduna gegr\u00fcndet haben. Die beiden reisen zusammen und sprechen \u00fcber ihre pers\u00f6nliche Auss\u00f6hnung \u00fcber die Religionsgrenze hinweg: F\u00fcr die Art, in der sie pers\u00f6nlich ihre eigenen Vorurteile und ihren Hass \u00fcberwunden haben, um zusammen vermitteln zu k\u00f6nnen, sind sie bereits ausgezeichnet worden. Der f\u00fcr Verhandlungen mit Boko Haram zum Gesandten des Pr\u00e4sidenten ernannte australisch-anglikanische Geistliche Dr. Stephen Davis ist weiter voller Hoffnung, dass man die Freilassung der M\u00e4dchen erreichen werde; allerdings sei &#8222;nicht hilfreich&#8220; gewesen, dass seine Beteiligung an den Unterhandlungen in der Woche zuvor durchgesickert war.<\/p>\n<p><strong>Chibok-M\u00e4dchen bleiben verschleppt \u2013 dennoch: Hoffnung auf Freilassung<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die gro\u00dfe Mehrheit der Chibok-M\u00e4dchen wird nicht in Nigeria festgehalten. Sie sind in Lagern, jenseits der nigerianischen Grenze, in Kamerun, Tschad und Niger. Ich sage, die &#8218;gro\u00dfe Mehrheit&#8216;, da ich sicher wei\u00df, dass eine kleine Gruppe von ihnen letzte Woche in Nigeria war, als wir versuchten, ihre Freilassung zu erreichen&#8220;, sagte er dem britischen Fernsehsender Channel 4. &#8222;Die beste Art unser Ziel zu erreichen ist still und schnell. Dies aber ist jetzt laut und lang. Es gibt zu viele Mitspieler auf beiden Seiten. Der L\u00e4rm und das unerw\u00fcnschte Echo verlangsamen den Prozess und machen das Wasser tr\u00fcbe.&#8220; Trotzdem sieht Dr. Davis weiterhin klare Anzeichen f\u00fcr ein positives Ergebnis. Andererseits sei er sicher, dass es, &#8222;wenn wir einer \u00dcbergabe nahe kommen, zur Einmischung irgendwelcher Parteien kommen wird, die kein Interesse an einem Ende des Konflikts haben. Das wird die schwierigste Zeit.&#8220;<\/p>\n<p>Im Laufe des letzten Monats sei es seinem Team drei Mal &#8222;um Haaresbreite&#8220; gelungen, die Freilassung auszuhandeln, doch jedes Mal sei die \u00dcbergabe der M\u00e4dchen im letzten Moment vereitelt worden. Am 3. Januar meldeten nigerianische Medien, zehn Gener\u00e4le und f\u00fcnf weitere ranghohe Offiziere seien angeklagt worden, Boko Haram zu helfen. Ein Kriegsgericht habe sie f\u00fcr schuldig befunden, der Gruppe Waffen und Informationen geliefert zu haben. Der Sprecher der nigerianischen Armee wies die Berichte zur\u00fcck, doch der nigerianische Innenminister \u00e4u\u00dferte der BBC gegen\u00fcber, dass die Kriegsgerichte eine &#8222;gute Nachricht&#8220; seien. Channel 4 zufolge werden die Mitte April aus Chibok entf\u00fchrten M\u00e4dchen zusammen mit m\u00f6glicherweise hunderten weiterer festgehalten, die im Laufe vieler Monate aus Ortschaften in ganz Nordnigeria verschleppt wurden. Dr. Davis best\u00e4tigt diese Meldung: &#8222;Es gibt viel, viel, viel mehr als die Chibok-M\u00e4dchen. Das geht seit langer Zeit vor sich. Boko Haram richtet viel mehr Schaden an als wir wissen.&#8220;<\/p>\n<p>Nigeria belegt auf dem Open Doors Weltverfolgungsindex aktuell Rang 14 unter den 50 L\u00e4ndern in denen Christen weltweit am st\u00e4rksten verfolgt werden. Open Doors unterst\u00fctzt Christen in Nigeria unter anderem mit Trauma-Seelsorge sowie Witwen- und Gefangenenhilfe.<\/p>\n<p><em>Teilen Sie diese Nachricht mit anderen:<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"583\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"368\">\u00dcber Open Doors<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"360\">Open Doors ist ein \u00fcberkonfessionelles christliches Hilfswerk, das seit fast 60 Jahren in mehr als 50 L\u00e4ndern verfolgte Christen unterst\u00fctzt mit\u00a0 Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten sowie Bibeln und christlicher Literatur. Open Doors bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich f\u00fcr Gefangene und unterst\u00fctzt die Familien ermordeter Christen. Mit einer breiten \u00d6ffentlichkeitsarbeit (&#8222;Sprachrohrdienst&#8220;) informiert das Werk in Publikationen und mit Vortr\u00e4gen \u00fcber Christenverfolgung und ruft zu Gebet und Hilfe f\u00fcr verfolgte Christen auf. Jedes Jahr ver\u00f6ffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex, eine Rangliste der L\u00e4nder, in denen Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden.<\/p>\n<p>Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk tr\u00e4gt das Spendenpr\u00fcfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"368\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"174\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahresbeginn mindestens 3.000 Tote \u2013 Chibok-M\u00e4dchen weiterhin verschleppt &#8211; (Open Doors) \u2013 Die islamistische Gruppe Boko Haram w\u00fctet weiter.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22],"tags":[13824],"class_list":["post-136428","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaubhaft","tag-nigeria-boko-haram-bleibt-weiter-aggressiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136428"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":136429,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136428\/revisions\/136429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=136428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=136428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}