{"id":13708,"date":"2010-04-07T22:39:39","date_gmt":"2010-04-07T20:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/04\/bessere-versorgung-fur-patientinnen-und-patienten-mit-chronisch-entzundlichen-darmerkrankungen-das-sozialmedizinische-konzept-der-versorgungspfade-wird-jetzt-in-schleswig-holstein-praktisch-erprobt\/"},"modified":"2010-04-07T22:39:56","modified_gmt":"2010-04-07T20:39:56","slug":"bessere-versorgung-fur-patientinnen-und-patienten-mit-chronisch-entzundlichen-darmerkrankungen-das-sozialmedizinische-konzept-der-versorgungspfade-wird-jetzt-in-schleswig-holstein-praktisch-erprobt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bessere-versorgung-fur-patientinnen-und-patienten-mit-chronisch-entzundlichen-darmerkrankungen-das-sozialmedizinische-konzept-der-versorgungspfade-wird-jetzt-in-schleswig-holstein-praktisch-erprobt\/","title":{"rendered":"Bessere Versorgung f\u00fcr Patientinnen und Patienten mit chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen &#8211; Das sozialmedizinische Konzept der Versorgungspfade wird jetzt in Schleswig-Holstein praktisch erprobt"},"content":{"rendered":"<p>Patientinnen und Patienten mit chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen sollen medizinisch besser versorgt werden. Daf\u00fcr hat das Institut f\u00fcr Sozialmedizin der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck zusammen mit dem Kompetenznetz Darmerkrankungen und der Deutschen Morbus Crohn\/ Colitis ulcerosa Vereinigung ein Konzept entwickelt, das jetzt in einer Modellregion in Schleswig-Holstein erprobt werden soll. Betroffene ab 18 Jahren in L\u00fcbeck, Kiel sowie in den Landkreisen Ostholstein, Pl\u00f6n und Segeberg k\u00f6nnen an dem Projekt teilnehmen.<!--more-->Chronisch entz\u00fcndliche Darmerkrankungen (CED) wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn bringen f\u00fcr die Betroffenen verschiedenste k\u00f6rperliche, psychische und soziale Probleme mit sich. Aus sozialmedizinischer Sicht sind die Erkrankungen wegen des fr\u00fchen Manifestationsalters (vorwiegend bei jungen Erwachsenen) sowie der oft erheblichen Auswirkungen auf Aktivit\u00e4ten und Teilhaben in den Feldern Ausbildung, Beruf, Partnerschaft und Familie bedeutsam.<\/p>\n<p>Die Krankheitssch\u00fcbe sind durch spezifische Symptome wie krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, h\u00e4ufigen Stuhldrang, teilweise massivem Gewichtsverlust und stark beeintr\u00e4chtigtes Allgemeinbefinden gekennzeichnet.<br \/>\nEine umfassende Versorgung von CED erkrankten Menschen erfordert daher die Zusammenarbeit verschiedener \u00e4rztlicher und nicht-\u00e4rztlicher Berufsgruppen sowie eine wohnortnahe Betreuung der Erkrankten. Die Versorgungswirklichkeit wird diesen Anforderungen allerdings noch nicht immer gerecht.<\/p>\n<p>In den letzten drei Jahren entwickelte das Institut f\u00fcr Sozialmedizin der Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck zusammen mit dem Kompetenznetz Darmerkrankungen und der Deutschen Morbus Crohn\/ Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) im Rahmen eines versorgungswissenschaftlichen Projektes f\u00fcr erwachsene Patientinnen und Patienten mit CED das Konzept der \u201eVersorgungspfade\u201c. Das Konzept beinhaltet Empfehlungen f\u00fcr eine umfassende wohnortnahe, krankheitsbegleitende und problemorientierte Versorgung von CED-Erkrankten im deutschen Gesundheitssystem.<\/p>\n<p>Die ausgearbeiteten Versorgungspfade sollen nun in einem Folgeprojekt in einer Modellregion in Schleswig-Holstein erprobt werden. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. med. Dr. phil. Heiner Raspe, dem Direktor des L\u00fcbecker Instituts f\u00fcr Sozialmedizin, und Dr. phil. Angelika H\u00fcppe. Es soll untersucht werden, welche Schwierigkeiten sich bei der Umsetzung der Inhalte des Konzeptes ergeben und ob sich Hinweise auf eine Verbesserung der Versorgung erkennen lassen. Potenzielle \u201eNetzwerker\u201c, bestehend aus \u00e4rztlichen und nicht-\u00e4rztlichen Berufsgruppen, Einrichtungen und Kostentr\u00e4gern, werden postalisch \u00fcber das Modellprojekt informiert und zur Teilnahme an einem Versorgungsnetz eingeladen.<\/p>\n<p>Von CED betroffene Personen ab 18 Jahren in der Modellregion (umfasst die St\u00e4dte L\u00fcbeck und Kiel sowie die Landkreise Ostholstein, Pl\u00f6n und Segeberg) k\u00f6nnen sich am Modellprojekt beteiligen. Sie erhalten bei Interesse einen Fragebogen, der somatische, psychische und soziale Problemfelder erfasst.<br \/>\nDie Auswertung erfolgt im Institut f\u00fcr Sozialmedizin. Teilnehmende Patientinnen und Patienten der Modellregion bekommen eine Auswertung und eine spezifische Behandlungsempfehlung, bezogen auf ihr individuelles Problemprofil, nach den Vorschl\u00e4gen der \u201eVersorgungspfade\u201c direkt zugeschickt. Nach sechs Monaten erfolgt eine Nachbefragung mit einem zweiten Fragebogen.<\/p>\n<p>Finanziell wird das Projekt vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung sowie vom Exzellenzcluster Entz\u00fcndung an Grenzfl\u00e4chen gef\u00f6rdert. Unterst\u00fctzt wird es zudem von der \u00c4rztekammer Schleswig-Holstein, vom Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V. sowie von der Patientenorganisation DCCV.<br \/>\nCED-Patientinnen und -Patienten ab 18 Jahren mit gesicherter Diagnose und mit Wohnsitz in L\u00fcbeck, Kiel sowie in den Landkreisen Ostholstein, Pl\u00f6n und Segeberg, die an dem Modellprojekt teilnehmen m\u00f6chten und Interesse an einem Fragebogen haben, k\u00f6nnen sich unter der Telefonnummer 0451 \/ 500 5849 montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr an Jana Langbrandtner wenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patientinnen und Patienten mit chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen sollen medizinisch besser versorgt werden. 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