{"id":137976,"date":"2014-05-22T14:00:00","date_gmt":"2014-05-22T14:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2014\/05\/bka-internationale-operation-pangea-vii-weltweiter-einsatz-der-strafverfolgungsbehoerden-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet\/"},"modified":"2014-05-22T14:00:00","modified_gmt":"2014-05-22T14:00:00","slug":"bka-internationale-operation-pangea-vii-weltweiter-einsatz-der-strafverfolgungsbehoerden-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/bka-internationale-operation-pangea-vii-weltweiter-einsatz-der-strafverfolgungsbehoerden-im-kampf-gegen-den-handel-mit-illegalen-arzneimitteln-im-internet\/","title":{"rendered":"BKA: Internationale Operation PANGEA VII &#8211; Weltweiter Einsatz der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden im Kampf gegen den Handel mit illegalen Arzneimitteln im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; &#8222;Haben Sie heute Lust, Ihre Gesundheit aufs  Spiel zu setzen?&#8220; So direkt fragt keine der zahlreichen illegalen  Online-Apotheken bei ihren Angeboten f\u00fcr Schlankheits-, Potenz- und  Rauchentw\u00f6hnungsmitteln, Antidepressiva, Verh\u00fctungsmitteln,  Schmerztabletten und diversen anderen Arten von Arzneimitteln.<!--more-->  Vielmehr locken Versprechungen wie &#8222;Abnehmen ohne Nebenwirkungen&#8220;,  eine rezeptfreie Lieferung oder Diskretion die Verbraucher zum Kauf.  Doch sie riskieren bei Bestellungen bei illegalen Online-Apotheken,  Arzneimittel mit falschem, zu hoch oder zu niedrig dosiertem oder gar keinem Wirkstoff zu erhalten, teilweise sind es sogar Streckungen mit giftigen Bestandteilen.     Dar\u00fcber hinaus stellt der im Internet oft g\u00fcnstigere Preis einen  Anreiz f\u00fcr den Kauf von Arzneimitteln \u00fcber das Internet dar. Doch  neben dem nicht kalkulierbaren Gesundheitsrisiko laufen die  Verbraucher auch Gefahr, betrogen zu werden. Es werden vermehrt  professionell aufgemachte Online-Apotheken festgestellt, die das Geld der Verbraucher ohne entsprechende Warenlieferung einbehalten. Werden potentielle Kunden mit Werbung via &#8222;Spam-E-Mails&#8220; angesprochen,  lauert hier eine weitere Gefahr f\u00fcr den Computernutzer: Die Mails  k\u00f6nnen \u00fcber das Arzneimittelangebot hinaus Schadsoftware enthalten.     Um gegen den Handel mit illegalen und damit zum Teil gef\u00e4hrlichen  Arzneimitteln im Internet vorzugehen, haben sich nunmehr zum siebten  Mal 111 Staaten unter der Koordination von INTERPOL in Kooperation  mit der Weltzollorganisation (WZO), Europol, der Pharmaindustrie,  internationalen Zahlungs- und Zustelldienstleistungsunternehmen und  weiteren internationalen Organisationen zusammengeschlossen, um  gemeinsam die Operation PANGEA VII durchzuf\u00fchren. Ziel der jetzt in  der Zeit vom 13. &#8211; 20. Mai 2014 durchgef\u00fchrten Aktionswoche war es,  das Angebot illegaler Produkte einzuschr\u00e4nken und die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die mit dem Arzneimittelkauf im Internet verbundenen m\u00f6glichen  Gesundheitsgefahren zu sensibilisieren. Koordiniert wurde die  Teilnahme der deutschen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden durch das  Zollkriminalamt (ZKA) und das Bundeskriminalamt (BKA). So ging die  deutsche Zollverwaltung w\u00e4hrend dieser Aktionswoche gezielt gegen den internationalen Arzneimittelschmuggel vor. Schlie\u00dflich werden die  Medikamente zwar \u00fcber deutsche Internetseiten angeboten, ihr Ursprung liegt jedoch im Ausland. Daher legten die unter Federf\u00fchrung des ZKA  t\u00e4tigen Zollbeamtinnen und -beamten ihren Fokus verst\u00e4rkt auf Post-  und Kurierdienste, die ausl\u00e4ndische Versender illegaler oder  gef\u00e4lschter Arzneimittel nutzen, um ihre Pillen, Ampullen, Pasten und Salben nach Deutschland zu bringen.     In dieser Aktionswoche konnten allein in Frankfurt und Niederaula  816 (2013: 384) Brief- und Paketsendungen fragw\u00fcrdigen, vermeintlich  &#8222;heilsamen&#8220; Inhalts festgestellt werden. Das entspricht einer  Steigerung von rund 112 Prozent zum Vorjahr. Das Spektrum der Wunder- und Heilmittel dabei ist sehr gro\u00df. Das Gros der Sicherstellungen lag mit rund 37 Prozent bei Potenzmitteln. Dar\u00fcber hinaus umfasste die  Arzneimittelpalette neben Vitamintabletten, Schlankheitsmitteln und  Rheumapflastern \u00fcber Potenz- und Di\u00e4tmittel, Schlaf- und  Schmerztabletten sowie Herz- und Krebspr\u00e4parate, Wachstumshormone,  Haarwuchsmittel und Anabolika.     Das vermeintlich g\u00fcnstige Internetschn\u00e4ppchen und der scheinbar  problemlose Bestellvorgang scheinen die Verbraucher zum Kauf  derartiger Produkte zu verleiten. Das m\u00f6gliche gesundheitliche  Risiko, das die Online-Medikamente aus dem Ausland mit sich bringen  k\u00f6nnen, bleibt dabei in der Regel v\u00f6llig unber\u00fccksichtigt. V\u00f6llig  unber\u00fccksichtigt bleibt beim Verbraucher offenbar auch die Tatsache,  dass jeglicher Import von in Deutschland nicht zugelassenen  Medikamenten durch Privatpersonen eine Ordnungswidrigkeit darstellt,  die &#8211; unabh\u00e4ngig von sonstigen strafrechtlichen Konsequenzen- mit  einer Geldbu\u00dfe geahndet werden kann. Um dem drohenden Bu\u00dfgeld  vorzubeugen, sollten Verbraucher sich auf www.zoll.de mit den  Bestimmungen zu Postsendungen aus dem Ausland vertraut machen. Hier  finden sich auch weitere Informationen zu Auslandsbestellungen von  Arzneimitteln.     ZKA-Pr\u00e4sident Norbert Drude: &#8222;Bei der Bek\u00e4mpfung der  Arzneimittelkriminalit\u00e4t stehen wir inzwischen vor umfangreichen,  insbesondere internationalen Herausforderungen durch international  agierende T\u00e4ter. Nur eine enge internationale Zusammenarbeit aller  Ermittlungsbeh\u00f6rden ist der richtige Weg, sich diesen kriminellen  Banden und ihrem skrupellosen Umgang mit der Gesundheit der  Verbraucher entgegenzustellen. Nur so k\u00f6nnen wir den Kriminellen  begegnen: Miteinander und f\u00fcreinander!&#8220;     Die Schwerpunktma\u00dfnahmen in den PANGEA-Aktionswochen f\u00fchren  regelm\u00e4\u00dfig auch zur Einleitung von polizeilichen  Ermittlungsverfahren.     So ermittelt seit Abschluss der Operation PANGEA VI im Juni 2013  die deutsche Polizei in 139 F\u00e4llen gegen die meist international  organisierten Betreiber von insgesamt 106 Internetseiten, die in  Deutschland nicht zugelassene sowie gesundheitlich bedenkliche  Arzneimittel vertreiben. Im Rahmen der aktuellen Operation PANGEA VII konnten in 53 weiteren F\u00e4llen Ermittlungen in Deutschland aufgenommen werden.     BKA-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Ziercke warnt: &#8222;Der Einkauf von Arzneimitteln  \u00fcber das Internet ist zwar bequem, illegalen Anbietern und Betr\u00fcgern  geht es jedoch ausschlie\u00dflich um Ihr Geld. Dabei nehmen sie die  Gef\u00e4hrdung Ihrer Gesundheit mit gef\u00e4lschten Arzneimitteln billigend  in Kauf. Sch\u00fctzen Sie sich und Ihre Familie, indem Sie sich \u00fcber den  Arzneimittelkauf im Internet informieren, Angebote kritisch pr\u00fcfen  und nur bei zugelassenen Online-Apotheken bestellen.&#8220;     \u00dcber das weltweite Gesamtergebnis der Operation PANGEA VII  informiert INTERPOL in seiner heute ver\u00f6ffentlichten Pressemitteilung (www.interpol.int).     Informationen zu den Risiken beim Arzneimittelkauf im Internet mit Hinweisen zum sicheren Einkauf bietet das Bundeskriminalamt in seinem Flyer auf www.bka.de.     Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten  verschiedener Beh\u00f6rden und Institutionen, u.a. der Bundesvereinigung  Deutscher Apothekerverb\u00e4nde (ABDA), dem Bundesverband Deutscher  Versandapotheken (BVDVA), der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche  Aufkl\u00e4rung (BZgA) sowie der Zentralstelle der L\u00e4nder f\u00fcr  Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG).     Erreichbarkeiten: ZKA-Pressestelle: 0221\/672 4050; E-Mail  (pressestelle@zka.bfinv.de) BKA-Pressestelle: 0611\/551 3083; E-Mail  (pressestelle@bka.bund.de)     R\u00fcckfragen bitte an:  Bundeskriminalamt Pressestelle   Telefon: 0611-551 3083 Fax: 0611-551 2323 www.bka.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/7\/2743851\/bka-internationale-operation-pangea-vii-weltweiter-einsatz-der-strafverfolgungsbehoerden-im-kampf\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiesbaden (ots) &#8211; &#8222;Haben Sie heute Lust, Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen?&#8220; So direkt fragt keine der zahlreichen illegalen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-137976","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=137976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137976\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=137976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=137976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=137976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}