{"id":139867,"date":"2014-07-10T15:33:06","date_gmt":"2014-07-10T13:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=139867"},"modified":"2014-07-10T15:33:06","modified_gmt":"2014-07-10T13:33:06","slug":"verkehrsprojekte-der-metropolregion-hamburg-pendeln-und-erreichbarkeit-unter-der-lupe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/verkehrsprojekte-der-metropolregion-hamburg-pendeln-und-erreichbarkeit-unter-der-lupe\/","title":{"rendered":"Verkehrsprojekte der Metropolregion Hamburg:  Pendeln und Erreichbarkeit unter der Lupe"},"content":{"rendered":"<p>Am 27. Juni hat die Metropolregion Hamburg ein weiteres, gro\u00dfes Leitprojekt auf den Weg gebracht, die \u201eRegionalen Erreichbarkeitsanalysen\u201c. In f\u00fcnf Teilprojekten werden unter anderem ein Erreichbarkeitsatlas erstellt und ein Wohn- und Mobilit\u00e4tskostenrechner entwickelt.<!--more--><br \/>\nIst das n\u00e4chste \u00c4rztehaus mit dem Bus erreichbar? Wie gut kommen die Kinder zu Schule? Eine regions\u00fcbergreifende, gute Anbindung wichtiger Infrastruktur tr\u00e4gt zur Erreichbarkeit und Attraktivit\u00e4t einer Region bei. In einem auf drei Jahre angelegten Projekt wird die die TU Hamburg-Harburg f\u00fcr die Metropolregion Hamburg einen \u201eErreichbarkeitsatlas\u201c erstellen, der regionsweit Verkehrsverbindungen transparent machen wird. Die Analyse soll helfen mit einer sehr detaillierten, und gleichzeitig gro\u00dffl\u00e4chigen Betrachtung, Problemlagen zu analysieren und L\u00f6sungsans\u00e4tze aufzudecken. Eine Datenbasis f\u00fcr die gesamte Metropolregion, die diese Anforderungen erf\u00fcllt, existierte bislang nicht.<\/p>\n<p>Der Erreichbarkeitsatlas wird einen \u00dcberblick geben, mit welchen Reisezeiten und Verkehrsmitteln wichtige Ziele wie Schulen, Bahnh\u00f6fe, Krankenh\u00e4user, Arbeitspl\u00e4tze, Einkaufsl\u00e4den, Freizeiteinrichtungen und Beh\u00f6rden erreichbar sind. Der Fu\u00df- und Radverkehr, Park- sowie Bike und Ride-Anlagen werden dabei ebenso ber\u00fccksichtigt wie auch entstehende Mobilit\u00e4tskosten.<\/p>\n<p>Die Analysen sollen aber nicht nur den Status quo beschreiben, sie sind f\u00fcr die Planung auch deswegen wertvoll, da sich mit ihrer Hilfe Planungsvarianten und Szenarien \u201edurchspielen\u201c lassen, um politische Entscheidungen und Priorit\u00e4tensetzungen zu erleichtern. So werden die Ergebnisse Hilfestellungen f\u00fcr neue Nahverkehrspl\u00e4ne und\uf0b7 Verkehrsinfrastrukturma\u00dfnahmen geben. Potenziale von Park- und Bike and Ride-Anlagen k\u00f6nnen einfacher erkannt und Standortentscheidungen f\u00fcr Neubau- oder Gewerbegebiete leichter getroffen werden. \uf0b7<\/p>\n<p>F\u00fcnf Teilprojekte analysieren exemplarisch Detailfragen, ber\u00fccksichtigen planerische \u00dcberlegungen und geben praktische Handlungsempfehlungen:<\/p>\n<p>Beispielhaft wird erarbeitet, wie der Landkreis Nordwestmecklenburg besser per \u00d6PNV an Schwerin, L\u00fcbeck und das Herzogtum Lauenburg angebunden werden kann. Die Landkreise L\u00fcchow-Dannenberg und L\u00fcneburg untersuchen, wie zentrale Orte durch Anrufbusse oder Anrufsammeltaxis besser erreicht werden k\u00f6nnen. Regionsweit wird analysiert, wie das Mobilit\u00e4tsangebot durch Park- sowie Bike and Ride-Angebote verbessert werden kann. Ein weiteres Teilprojekt widmet sich dieser Fragestellung, indem das Potenzial von Radschnellwegen ermittelt wird.<\/p>\n<p>Die Realisierung eines Wohn- und Mobilit\u00e4tskostenrechners zielt darauf, die tats\u00e4chliche finanzielle Belastung privater Haushalte durch Wohnen und Pendeln im HVV-Gebiet zu ermitteln. Der Wohn- und Mobilit\u00e4tskostenrechner soll als Service f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger helfen, Kostentransparenz bei Entscheidungen \u00fcber einen neuen Wohnort herzustellen. Untersuchungen zeigen, dass diese Kosten im individuellen Abw\u00e4gungsprozess f\u00fcr einen neuen Wohnort bisher schwer zu ermitteln sind. Als Beratungswerkzeug wird er Umzugswilligen erm\u00f6glichen, die entstehenden Wohn- und Mobilit\u00e4tskosten an verschiedenen Wohnorten individuell zu berechnen. So f\u00e4llt es leichter, zu beurteilen, ob ein weiterer Pkw angeschafft werden muss, oder wie hoch der Zeit- und Kostenaufwand zum Erreichen des Arbeitsplatzes mit dem \u00d6PNV oder dem Pkw ist.<\/p>\n<p>Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von \u00fcber 530.000 Euro und wird mit \u00fcber 425.000 Euro zu 80 Prozent aus Mitteln der F\u00f6rderfonds der Metropolregion Hamburg realisiert.<\/p>\n<p>Bei der Vorstellung des Projekts sagte Prof. Carsten Gertz vom Institut f\u00fcr Verkehrsplanung und Logistik an der Technische Universit\u00e4t Hamburg-Harburg, der die Analysen wissenschaftlich betreut: \u201eDie beschlossenen Projekte werden unseren St\u00e4dten und Gemeinden wertvolle Werkzeuge an die Hand geben, um regions\u00fcbergreifend Bau- und Verkehrsplanungen an den Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen der Menschen auszurichten. Angebotsl\u00fccken k\u00f6nnen identifiziert und planerische Entscheidungen gest\u00fctzt werden. Der Wohn- und Mobilit\u00e4tskostenrechner wird als direkter B\u00fcrgerservice all denen eine gro\u00dfe Hilfe sein, die bei ihrer Entscheidung f\u00fcr einen Wohnort einen \u00dcberblick \u00fcber die tats\u00e4chlichen Kosten haben wollen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. Juni hat die Metropolregion Hamburg ein weiteres, gro\u00dfes Leitprojekt auf den Weg gebracht, die \u201eRegionalen Erreichbarkeitsanalysen\u201c. 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