{"id":144202,"date":"2014-08-05T11:29:17","date_gmt":"2014-08-05T09:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=144202"},"modified":"2014-08-05T11:29:17","modified_gmt":"2014-08-05T09:29:17","slug":"eingriff-in-tarifautonomie-durch-die-landesregierung-ist-inakzeptabel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/eingriff-in-tarifautonomie-durch-die-landesregierung-ist-inakzeptabel\/","title":{"rendered":"Eingriff in Tarifautonomie durch die Landesregierung ist inakzeptabel!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-144203\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/image003.png\" alt=\"image003\" width=\"216\" height=\"82\" \/>DIE LINKE. Schleswig-Holstein bewertet den \u00fcberhasteten und au\u00dferordentlichen \u00a0&#8211;\u00a0Wiedereintritt des Universit\u00e4tsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in die Tarifgemeinschaft\u00a0der L\u00e4nder als inakzeptabel und nicht im Sinne der Besch\u00e4ftigten.\u00a0<!--more-->\u00dcberraschend hatte gestern der Aufsichtsrat des UKSH bekannt gegeben, mittels eines extra\u00a0hierf\u00fcr durch die Landesregierung gebildeten Arbeitgeberverbandes nach knapp zehn Jahren\u00a0in die Tarifgemeinschaft der L\u00e4nder zur\u00fcckkehren zu wollen. Hierdurch wird der derzeit f\u00fcr die\u00a0Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geltende Haustarifvertrag durch den Fl\u00e4chentarifvertrag der\u00a0L\u00e4nder (TV-L) abgel\u00f6st. Umgesetzt werden soll diese Ma\u00dfnahme bereits in der kommenden Woche.<\/p>\n<p>Zeitgleich ging gestern eine Urabstimmung der organisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter\u00a0des UKSH \u00fcber die Einleitung von Arbeitskampfma\u00dfnahmen zu Ende. Bereits Mitte des\u00a0Monats waren die Tarifverhandlungen zwischen der zust\u00e4ndigen Gewerkschaft ver.di und dem\u00a0UKSH gescheitert. Die Gewerkschaft ver.di fordert einen Eintritt des UKSH in den Tarifvertrag\u00a0f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst (Tv\u00f6D), wie dieses auch bei anderen \u00f6ffentlichen Krankenh\u00e4usern\u00a0der Fall ist. Bei einer tats\u00e4chlichen Aufnahme in den vergleichsweise niedrigeren TV-L w\u00fcrde\u00a0aufgrund anderer Laufzeiten Friedenspflicht eintreten. Der erkl\u00e4rte Wille der Besch\u00e4ftigten\u00a0und ihrer Gewerkschaft w\u00fcrde somit \u00fcbergangen.<\/p>\n<p>Es ist emp\u00f6rend, dass sich die sozialdemokratisch gef\u00fchrte Landesregierung als gro\u00dfer\u00a0Streikverhinderer in Szene setzt und in laufende Tarifauseinandersetzungen einmischt,\u201c so\u00a0Jens Schulz, Landessprecher der Partei DIE LINKE.\u00a0\u201eEinerseits bewerten wir es als positiv und \u00fcberf\u00e4llig, dass sich die Landesregierung zum\u00a0UKSH als \u00f6ffentlichen Betrieb bekennt und Privatisierungspl\u00e4ne hoffentlich f\u00fcr alle Zeiten\u00a0vom Tisch nimmt. Andererseits kann es nicht sein, dass in einer billigen politischen\u00a0Inszenierung \u2013 angeblich im Interesse der Patientinnen und Patienten \u2013 die berechtigten\u00a0Forderungen der Besch\u00e4ftigen einfach \u00fcbergangen werden. Durch Anwendung eines\u00a0schlechteren Tarifvertrages ein paar Millionen an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des\u00a0UKSH zu sparen, sichert die Zukunftsf\u00e4higkeit des Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein\u00a0nicht. Vielmehr wird Arbeit in diesem Bereich zunehmend unattraktiv,\u201c so Jens Schulz weiter.\u00a0\u201eDer vermeintliche Coup der Landesregierung k\u00f6nnte ihr zudem schnell auf die F\u00fc\u00dfe fallen:\u00a0Der TV-L l\u00e4uft bereits Ende diesen Jahres aus, harte Tarifauseinandersetzungen werden\u00a0allgemein erwartet. Durch den von ver.di vorgeschlagenen Eintritt in den Tv\u00d6D w\u00e4ren f\u00fcr alle\u00a0Beteiligten bis mindestens Februar 2016 klare Bedingungen geschaffen worden. Stattdessen<br \/>\nhat sich die Landesregierung f\u00fcr ein kurzfristiges Sommertheater entgegen den Interessen\u00a0von Besch\u00e4ftigten, Patientinnen und Patienten und dem Land Schleswig-Holstein\u00a0entschieden,\u201c so Jens Schulz abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE LINKE. 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