{"id":146099,"date":"2014-08-22T09:42:05","date_gmt":"2014-08-22T07:42:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=146099"},"modified":"2014-08-22T09:42:51","modified_gmt":"2014-08-22T07:42:51","slug":"ultraschnelle-glasfasernetze-sind-das-fundament-fuer-die-digitalisierung-der-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ultraschnelle-glasfasernetze-sind-das-fundament-fuer-die-digitalisierung-der-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Ultraschnelle Glasfasernetze sind das Fundament f\u00fcr die Digitalisierung der Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begr\u00fc\u00dft die von der Bundesregierung heute vorgestellte Digitale Agenda, die die Digitalisierung als \u00e4u\u00dferst wichtigen und in Zukunft weiterhin immer wichtiger werdenden und bestimmenden Faktor f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft erkannt&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>&#8230; und daraus die Notwendigkeit des fl\u00e4chendeckenden Ausbaus mit hochleistungsf\u00e4higen Highspeed-Netzen abgeleitet hat.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den BREKO als f\u00fchrenden deutschen Breitband-Verband gilt: Breitband ist Standortfaktor Nummer Eins \u2013 noch vor dem Thema Verkehrsanbindung sowie Gewerbe- und Grundsteuer. Glasfaser- und Mobilfunknetze in Stadt und Land spielen bei der Wahrung und dem Ausbau von Wohlstand eine entscheidende Schl\u00fcsselrolle. \u201eEs ist genau richtig, die fl\u00e4chendeckende Versorgung in den Mittelpunkt der Digitalen Agenda zu stellen\u201c, betont BREKO-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Stephan Albers. \u201eZur Erreichung dieses Ziels erweisen sich die in allen Regionen Deutschlands aktiven Carrier des BREKO als tragende S\u00e4ule.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMittlerweile haben sich deutschlandweit 113 Telekom-Wettbewerber im BREKO organisiert\u201c, sagt BREKO-Pr\u00e4sident Ralf Kleint. \u201eDiese Zahl zeigt ganz deutlich: Immer mehr lokale, regionale und auch bundesweite Netzbetreiber sowie Stadtwerke engagieren sich in puncto Breitbandausbau und rollen insbesondere in l\u00e4ndlichen und halbst\u00e4dtischen Gebieten schnelle Glasfaser- und Mobilfunknetze aus.\u201c<\/p>\n<p>Eines steht fest: Der m\u00f6glichst rasche fl\u00e4chendeckende Breitbandausbau in Deutschland gelingt nur im Wettbewerb der Anbieter und Technologien (Bundesregierung: \u201eeffizienter Technologiemix\u201c) und mit den Investitionen aller Marktteilnehmer. \u201eF\u00fcr die Weiterentwicklung der Marktdynamik ist ein klares politisches Bekenntnis zum Wettbewerb n\u00f6tig\u201c, stellt BREKO-Vizepr\u00e4sident Johannes Pruchnow klar. \u201eSchlie\u00dflich haben die Wettbewerber der Deutschen Telekom seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes mit rund 55 Prozent den Gro\u00dfteil der Gesamtinvestitionen gestemmt.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem in l\u00e4ndlichen Gebieten stehen hohen Anschlusskosten geringe potentielle Kundenzahlen gegen\u00fcber. Der Breitbandausbau erfolgt hier oft am Rande der Wirtschaftlichkeit und ist nur mit individuellen L\u00f6sungen m\u00f6glich; er vollzieht sich also nicht nach einem \u201eMasterplan\u201c, sondern schrittweise und bedarfsgerecht vor allem durch regionale Anbieter und Stadtwerke. \u201eDas ist die St\u00e4rke der Carrier des BREKO, mit innovativen L\u00f6sungen vor Ort den Breitbandausbau zu stemmen &#8211; Flexibilit\u00e4t ist viel wichtiger als Unternehmensgr\u00f6\u00dfe\u201c, bekr\u00e4ftigt Albers.<\/p>\n<p>F\u00fcr den schrittweisen Ausbau ben\u00f6tigen die alternativen Netzbetreiber auch weiterhin den Zugang zur entb\u00fcndelten Teilnehmeranschlussleitung (TAL \u2013 die \u201eletzte Meile\u201c) der Telekom. Ansonsten w\u00e4re das ambitionierte Breitbandziel der Bundesregierung von 50 MBit\/s bis zum Jahr 2018 akut gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Der BREKO setzt f\u00fcr einen fl\u00e4chendeckenden Breitband-Ausbau auf eine so genannte Multi-Access-Strategie, im Rahmen derer die Glasfaserverlegung entweder in Zwischenschritten zun\u00e4chst per FTTC bis zum Kabelverzweiger (KVz \u2013 der \u201egraue Kasten\u201c an der Stra\u00dfe) oder Schaltverteiler (SVt) \u2013 oder aber gleich bis zum Grundst\u00fcck, ins Haus oder die Wohnung (FTTB\/FTTH) erfolgt. So werden die Glasfasernetze vielerorts schrittweise mit immer h\u00f6heren Bandbreiten und auf Basis wirtschaftlich tragf\u00e4higer Gesch\u00e4ftsmodelle immer n\u00e4her zum Kunden gebaut. Beim schrittweisen Glasfaserausbau k\u00f6nnen die alternativen Netzbetreiber zun\u00e4chst per FTTC Investitionsmittel erwirtschaften und im Anschluss auf FTTB\/FTTH migrieren. Parallel wird eine leistungsf\u00e4hige Breitbandversorgung der Endkunden \u00fcber Mobilfunk zur Verf\u00fcgung gestellt. Mittelfristig ist es hierf\u00fcr erforderlich, dass der Bund zus\u00e4tzliches Spektrum von mindestens 2 x 30 MHz im Bereich der sogenannten Digitalen Dividende II f\u00fcr den Mobilfunk nutzbar macht.<\/p>\n<p>Den Plan der Bundesregierung, ein Sonderfinanzierungsprogramms (\u201ePremiumf\u00f6rderung Netzausbau\u201c) bei der KfW-Bankengruppe einzurichten, bewertet der BREKO positiv. Nach Einsch\u00e4tzung des Verbands kann ein solches Programm sehr hilfreich beim Stemmen der hohen Investitionssummen sein. Hierbei sollten die ausbauenden Unternehmen direkten Zugriff auf die Zinskonditionen der KfW haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen Regionen, in denen ein wirtschaftlicher Breitbandausbau nicht realisierbar ist, werden gezielte F\u00f6rdermittel ben\u00f6tigt. Bevor eine Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen zul\u00e4ssig ist, muss von der Bundesnetzagentur zun\u00e4chst eine Frequenzknappheit festgestellt werden. Erst nach Feststellung einer Frequenzknappheit muss dann in einem zweiten Schritt abgewogen werden, ob eine Vergabe im Wege der Versteigerung der richtige und sinnvollste Weg ist. Wenn es tats\u00e4chlich zu einer Versteigerung k\u00e4me, m\u00fcssten die alternativen Netzbetreiber bei der von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angek\u00fcndigten Nutzung von Geldern aus der Frequenz-Auktion f\u00fcr den Breitbandausbau entsprechenden Anteil daran haben. Konkret m\u00fcssten im Falle einer Frequenzversteigerung die Auktionsregeln so festgelegt werden, dass keines der bietenden Unternehmen einen Anreiz hat, die Versteigerungssumme taktisch zu erh\u00f6hen, um diese anschlie\u00dfend \u00fcber eine Entnahme aus dem F\u00f6rdertopf wieder in \u00e4hnlichem Umfang zur\u00fcckzuerhalten.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang unterstreicht der BREKO die auch seitens der Wissenschaft immer st\u00e4rker erhobene Forderung an die Bundesregierung, sich von ihren Anteilen an der Deutschen Telekom zu trennen und diese Gelder f\u00fcr den Breitband-Ausbau insbesondere l\u00e4ndlicher und unterversorgter Gebiete zu verwenden. So h\u00e4lt der renommierte Telekommunikationsexperte Prof. Dr. Torsten J. Gerpott den Einsatz der durch einen solchen Verkauf erzielbaren Erl\u00f6se in H\u00f6he von bis zu 18 Milliarden Euro f\u00fcr den Breitbandausbau trotz einer kurzfristigen Verm\u00f6gensminderung beim Bund f\u00fcr gerechtfertigt, da diese durch eine \u00fcberproportionale Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrt in Form von Wirtschaftswachstum und Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t mehr als ausgeglichen werden d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Bei entsprechenden regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen werden die zum \u00fcberwiegenden Teil im BREKO vertretenen alternativen Netzbetreiber im Rahmen der \u201eBREKO Glasfaser-Offensive\u201c bis zum Jahr 2018 mehr als 9 Milliarden Euro investieren \u2013 den gr\u00f6\u00dften Teil davon in Glasfasernetze (FTTC sowie FTTB\/FTTH). Das hei\u00dft konkret: Bis 2018 werden die BREKO-Unternehmen 11,2 Millionen Haushalte und Unternehmen \u2013 das sind nahezu drei Viertel (73 Prozent) der Haushalte au\u00dferhalb der Ballungsr\u00e4ume \u2013 mit Highspeed-Breitband-Anschl\u00fcssen versorgen. Der Verband und seine Mitgliedsunternehmen arbeiten aktiv in der \u201eNetzallianz Digitales Deutschland\u201c unter Leitung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit und werden auch an der kommenden Sitzung der Netzallianz im Herbst dieses Jahres wieder teilnehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begr\u00fc\u00dft die von der Bundesregierung heute vorgestellte Digitale Agenda, die die Digitalisierung als \u00e4u\u00dferst wichtigen und<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[14476],"class_list":["post-146099","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-breko-pressemitteilung-ultraschnelle-glasfasernetze-sind-das-fundament-fuer-die-digitalisierung-der-gesellschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=146099"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146102,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146099\/revisions\/146102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=146099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=146099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=146099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}