{"id":151620,"date":"2014-10-21T09:10:06","date_gmt":"2014-10-21T07:10:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=151620"},"modified":"2014-10-21T09:10:06","modified_gmt":"2014-10-21T07:10:06","slug":"gruene-freuen-sich-ueber-fluechtlingsprojekt-vom-asta-und-fordern-mehr-unterstuetzung-vom-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gruene-freuen-sich-ueber-fluechtlingsprojekt-vom-asta-und-fordern-mehr-unterstuetzung-vom-land\/","title":{"rendered":"GR\u00dcNE freuen sich \u00fcber Fl\u00fcchtlingsprojekt vom AStA und fordern mehr Unterst\u00fctzung vom Land"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDer AStA und Fl\u00fcchtlingsforum L\u00fcbeck e.V. suchen nach Wohngemeinschaften, die jungen Fl\u00fcchtlingen ein Zimmer vermieten wollen. Dieses frische Projekt hat k\u00fcrzlich einem 27-j\u00e4hrigen Afghanen ein Zuhause bei zwei Studierenden beschert &#8211; schnelle Integration und voneinander Lernen inklusive.<!--more--> Was klein beginnt zeigt auf sch\u00f6ne Weise, wie junge Leute sich mit Fl\u00fcchtlingen solidarisieren und sie buchst\u00e4blich in ihrer Mitte aufnehmen.\u201c, freut sich B\u00fcrgerschaftsmitglied Katja Mentz (GR\u00dcNE) \u00fcber die Initiative.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr andere, viele Familien, werden in L\u00fcbeck dringend Wohnungen gesucht. Die Verweildauer in\u00a0 kommunalen Gemeinschaftsunterk\u00fcnften, in denen einer Person lediglich 6 qm pers\u00f6nlicher Raum zustehen, sollte m\u00f6glichst nicht l\u00e4nger als sechs Monate betragen, dauert in der Regel jedoch l\u00e4nger. Auch wird der Platz in den Gemeinschaftsunterk\u00fcnften f\u00fcr neuankommende Fl\u00fcchtlinge ben\u00f6tigt. Am Ende des Jahres werden es insgesamt rund 500 Menschen sein, die L\u00fcbeck zugewiesen wurden. Im kommenden Jahr wird mit einem weiteren Anwachsen um 50 Prozent gerechnet.<\/p>\n<p>\u201eDas Landeskonzept zur \u201amenschenw\u00fcrdigen Unterbringung\u2019 von Fl\u00fcchtlingen in Schleswig-Holstein hat aus L\u00fcbecker Sicht grobe Schwachstellen.\u201c, so Katja Mentz. \u201eSo unterst\u00fctzt die Landesregierung die auf sechs Monate angelegte Unterbringung in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften mit 70 Prozent der Unterkunfts- und Betreuungskosten, doch erkennt es L\u00fcbeck bisher nur 85 Pl\u00e4tze von insgesamt 342 vorhandenen Pl\u00e4tzen an. Als Gemeinschaftsunterkunft werden n\u00e4mlich nur H\u00e4user anerkannt, in denen mindestens 40 Personen untergebracht sind. Hier erwarten wir von der Landesregierung dringend eine flexiblere Handhabung bei der Kosten\u00fcbernahme, sofern sonstige Mindestanforderungen erf\u00fcllt werden.\u201c<\/p>\n<p>Die total \u00fcberf\u00fcllte Erstaufnahmeeinrichtung Neum\u00fcnster verteilt die dort ankommenden Fl\u00fcchtlinge seit l\u00e4ngerem sehr schnell auf die Kreise und kreisfreien St\u00e4dte, so dass diese innerhalb kurzer Zeit immer mehr Gemeinschafts- und dezentrale Unterk\u00fcnfte bereitstellen m\u00fcssen. Von den Asylsuchenden, die nach Deutschland gelangen, \u00fcbernimmt Schleswig-Holstein nach einem festen Schl\u00fcssel 3 Prozent, davon wiederum werden 7,8 Prozent an L\u00fcbeck verwiesen. Die meisten Fl\u00fcchtlinge stammen derzeit aus Syrien, Afghanistan und Serbien.<\/p>\n<p>Wir sind mit unseren GR\u00dcNEN im Landtag und auf Landesebene im Austausch und fordern eine umfassendere \u00dcbernahme der Kosten, um gute Standards bei der Unterbringung und Betreuung und schnelle Integration zu erm\u00f6glichen. So hei\u00dft es schlie\u00dflich auch in dem Landesbericht zur Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen in Schleswig-Holstein: \u201eIntegration und Fl\u00fcchtlingspolitik gemeinsam denken, ist das handlungsleitende Prinzip&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Finanzierung der Unterkunftskosten wird bundesweit unterschiedlich geregelt\u201c, so Mentz. \u201eW\u00e4hrend viele L\u00e4nder eine Unterbringungspauschale zahlen, werden die Unterkunftskosten in Mecklenburg-Vorpommern \u201aspitz\u2019 abgerechnet, d.h. die entstehenden Kosten in den Gemeinschaftsunterk\u00fcnften werden den Kommunen voll erstattet. Wir werden auf Landesebene thematisieren, warum Schleswig-Holstein nur 70 Prozent der Kosten erstattet und das auch nur ab einer Gr\u00f6\u00dfe von 40 Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bleibt es in L\u00fcbeck unser Ziel, Fl\u00fcchtlingen den Einzug in eine eigene Wohnung z\u00fcgig zu erm\u00f6glichen.\u201c, so die Kommunalpolitikerin.<\/p>\n<p>Nach einem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung Neum\u00fcnster k\u00fcndigte der zust\u00e4ndige Innenminister Studt vergangene Woche an, dass Fl\u00fcchtlinge zuk\u00fcnftig mindestens sechs Wochen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung bleiben sollen, um dort \u201ezur Ruhe zu kommen\u201c und die Erstanh\u00f6rung des Asylverfahrens abzuwarten. F\u00fcr Kommunen w\u00fcrde dies eine kurzfristige Entlastung bedeuten, doch ist dies Fl\u00fcchtlingen nur zuzumuten, wenn die Aufenthaltsbedingungen in der v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten Einrichtung in Neum\u00fcnster (und der geplanten Zweigstelle) wesentliche Verbesserungen erfahren. Kein Fl\u00fcchtling, keine Familie soll \u00fcber Monate oder gar Jahre in einem Lager leben, wie es in der Praxis jedoch immer wieder der Fall ist. Zugang zu Gesundheitsversorgung, Sprachkursen, Bildung, eigenem Wohnraum, Kinderbetreuung und Arbeit m\u00fcssen gew\u00e4hrleistet sein. Nur so kann Integration gelingen.<\/p>\n<p>Die Stadt L\u00fcbeck hat bei der Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen mittlerweile gute Standards entwickelt, die nach Bedarf weiter ausgebaut werden m\u00fcssen. Sprachkurse sind von Anfang an vorgesehen. Kinder erhalten je nach Alter schnellstm\u00f6glich einen Platz im Kindergarten oder gehen zur Schule, wo es spezielle DAZ(Deutsch als Fremdsprache)-Angebote gibt. Auch hier zeigt sich jedoch, dass die Landesregierung schnellstm\u00f6glich nachsteuern und die Anzahl der DAZ-Lehrkr\u00e4fte erh\u00f6hen muss. Ein Drittel der ankommenden Fl\u00fcchtlinge sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. F\u00fcr die \u00fcber 16-j\u00e4hrigen gibt es spezielle Angebote an den Berufsschulen, wo neben dem Erlernen der deutschen Sprache, ein Schulabschluss erworben werden kann.<br \/>\nBei der Inobhutnahme von alleinreisenden minderj\u00e4hrigen Fl\u00fcchtlingen hat das L\u00fcbecker Jugendamt k\u00fcrzlich auf Antrag der GR\u00dcNEN im Jugendhilfeausschuss schnell und unb\u00fcrokratisch wichtige Verbesserungen eingef\u00fchrt. \u201eDie schnelle Umsetzung unserer Vorschl\u00e4ge war sehr erfreulich.\u201c, so Katja Mentz, die zuvor recherchiert hatte, wie es in Ostholstein praktiziert wird.<\/p>\n<p>\u201eEs zeigt auch, dass in L\u00fcbeck mittlerweile viele Akteure an einem Strang ziehen, und ein gutes Klima besteht, um Fl\u00fcchtlingen das Ankommen zu erleichtern. Daf\u00fcr sorgen zus\u00e4tzlich viele ehrenamtlich engagierte Menschen.<\/p>\n<p>Weil die Fluchtursachen weltweit zunehmen, werden auch weiterhin vermehrt Fl\u00fcchtlinge nach Deutschland kommen. Darauf k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir uns fest einstellen. Der Bedarf an kosteng\u00fcnstigen Wohnungen wird in L\u00fcbeck weiterhin steigen. Das Land stellt F\u00f6rdermittel im Rahmen des laufenden Landesprogramms soziale Wohnraumf\u00f6rderung zur Verf\u00fcgung. Im kommenden Jahr werden landesweit 20 Millionen Euro f\u00fcr die Wohnraumf\u00f6rderung zur Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen bereitgestellt, wovon voraussichtlich auch L\u00fcbeck mittelfristig profitieren wird.<\/p>\n<p>Neben eigenen Steuerungsm\u00f6glichkeiten bleibt die Stadt jedoch weiterhin auf die Unterst\u00fctzung und die Angebote der Wohnungsgesellschaften und auf Privatvermietungen angewiesen.\u201c<\/p>\n<p>Wer eine Wohnung anzubieten hat, kann sich an das Team Unterkunftssicherung der Hansestadt L\u00fcbeck wenden: Frau Timmermann, Tel. (0451-) 122-6412 oder Herrn B\u00f6hling, Tel. (0451-) 122-6437.<\/p>\n<p>Wer Fragen zu dem Fl\u00fcchtlingsprojekt vom AStA\/Fl\u00fcchtlingsforum oder ein WG-Zimmer anzubieten hat, kann die folgende Nummer anrufen (0451-) 30 50 439.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer AStA und Fl\u00fcchtlingsforum L\u00fcbeck e.V. suchen nach Wohngemeinschaften, die jungen Fl\u00fcchtlingen ein Zimmer vermieten wollen. 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