{"id":15267,"date":"2010-05-12T08:22:40","date_gmt":"2010-05-12T06:22:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=15267"},"modified":"2010-05-12T08:22:40","modified_gmt":"2010-05-12T06:22:40","slug":"rachel-bei-stromausfall-optimal-informieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/rachel-bei-stromausfall-optimal-informieren\/","title":{"rendered":"Rachel: &#8222;Bei Stromausfall optimal informieren&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-15268\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/05\/rachel-bei-stromausfall-optimal-informieren\/bundesministerium-fuer-bildung-und-forschung\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15268\" title=\"Bundesministerium fuer Bildung und Forschung\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Bundesministerium-fuer-Bildung-und-Forschung.gif\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"99\" \/><\/a>BMBF f\u00f6rdert sechs interdisziplin\u00e4re Forschungsprojekte zum Schutz von Versorgungsinfrastrukturen mit insgesamt 9,4 Millionen Euro<!--more--><br \/>\nVerkehrs- und Energienetze, Internet und Telekommunikation sowie die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung sind die Lebensnerven unserer Gesellschaft &#8211; aber auch ihre Achillesferse. Schon St\u00f6rungen wie Bakterien im Trinkwasser oder ein Stromausfall bei der Flugsicherung k\u00f6nnen Menschenleben gef\u00e4hrden. Ob die Ursachen nun in technischen St\u00f6rungen, Unwettern, kriminellen Handlungen oder zielgerichteten Terroranschl\u00e4gen liegen: Brechen die Netze zusammen, kann nur eine schnelle und gut strukturierte Reaktion Verluste f\u00fcr Gesellschaft und Wirtschaft abwenden.<\/p>\n<p>Um den Schutz von kritischen Versorgungsinfrastrukturen sowie Notfallkonzepte noch weiter zu verbessern, startet das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) sechs Verbundprojekte. Das Besondere an diesen Projekten: Forscher, Nutzer und Anwender entwickeln gemeinsam innovative L\u00f6sungen. Hierf\u00fcr stellt das Bundesministerium insgesamt 9,4 Millionen Euro bereit. Die Industriepartner in den Projekten investieren zus\u00e4tzlich 3,4 Millionen Euro.<\/p>\n<p>&#8222;Es geht darum, einzelne Infrastrukturen sicherer zu machen. Und noch wichtiger ist, daf\u00fcr zu sorgen, dass einzelne St\u00f6rungen nicht Dominoeffekte ausl\u00f6sen und wie eine Lawine zu Katastrophen werden. Hierf\u00fcr entwickeln die Forscherinnen und Forscher zum Beispiel schnell reagierende Informationssysteme, die sowohl die Betreiber als auch die Einsatzkr\u00e4fte und die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in k\u00fcrzester Zeit optimal informieren, um rasch wirksame Reaktionen einzuleiten&#8220;, erkl\u00e4rte Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im BMBF, anl\u00e4sslich der Auftaktpr\u00e4sentation der sechs Forschungsprojekte am Dienstag in Bonn.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Arbeit aller sechs Projekte sind Szenarien, in denen Versorgungsinfrastrukturen durch Anschl\u00e4ge, Gro\u00dfunf\u00e4lle oder Naturkatastrophen bedroht oder betroffen sind. Erforscht werden die Schwerpunkte Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung von Risiken, die Bew\u00e4ltigung von Krisen durch zeitnahe und effiziente Ma\u00dfnahmen zur Sicherung und Entkoppelung der Infrastrukturen, die Verhinderung von Dominoeffekten sowie der Aufbau einer wirksamen Notfallversorgung.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung der Projekte ist in das ressort\u00fcbergreifende Programm &#8222;Forschung f\u00fcr die zivile Sicherheit&#8220; integriert, das die Bundesregierung Anfang 2007 aufgelegt hat und das Bestandteil der Hightech-Strategie f\u00fcr Deutschland ist. Dieses Programm bietet eine Plattform, auf der Industrie, Forschungseinrichtungen und Hochschulen gemeinsam mit Beh\u00f6rden mit Sicherheitsaufgaben sowie den Betreibern von Einrichtungen zur Energie-, Verkehrs-, Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung innovative L\u00f6sungen erarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die gef\u00f6rderten Projekte im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>InfoStrom &#8211; Lernende Informationsinfrastrukturen f\u00fcr das Krisenmanagement am Beispiel der Stromversorgung<\/p>\n<p>Stromausf\u00e4lle sind selten, doch wenn sie auftreten, treffen sie Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft meist unvorbereitet und richten gro\u00dfen Schaden an. In einem solchen Fall sind Information und Kommunikation entscheidende Faktoren, um die Stromversorgung rasch wiederherzustellen. Daher soll InfoStrom eine dezentrale IT-gest\u00fctzte Sicherheitsplattform entwickeln, die alle relevanten Akteure wie Energieversorger, Krisenst\u00e4be, Feuerwehr und Polizei miteinander vernetzt.<\/p>\n<p>GRASB &#8211; Szenarienorientierte Grundlagen und innovative Methoden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Stromversorgung unter Ber\u00fccksichtigung der Auswirkungen auf die Bev\u00f6lkerung<\/p>\n<p>Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, aktuelle und zuk\u00fcnftige Ausfallrisiken f\u00fcr die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit elektrischer Energie zu reduzieren. Daher sollen zusammen mit Betreibern von Kraftwerken besonders kritische Teile der Stromversorgungsinfrastruktur identifiziert und bez\u00fcglich verschiedener Risiken klassifiziert werden.<\/p>\n<p>SES\u00b2 &#8211; Intelligente Notstromversorgungskonzepte unter Einbeziehung Erneuerbarer Energien (Smart Emergency Supply System)<\/p>\n<p>L\u00e4nger andauernde, gro\u00dffl\u00e4chige Unterbrechungen der elektrischen Energieversorgung bergen ein enormes Gef\u00e4hrdungspotenzial f\u00fcr Gesellschaft und Wirtschaft. Im Rahmen des Vorhabens SES\u00b2 sollen daher Strategien erforscht werden, die im Krisenfall eine Minimalversorgung auf Basis dezentraler Quellen, auch mit erneuerbaren Energien, gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>SIMKAS-3D &#8211; Simulation von intersektoriellen Kaskadeneffekten bei Ausf\u00e4llen von Versorgungsinfrastrukturen unter Verwendung des virtuellen 3D-Stadtmodells Berlins<\/p>\n<p>Versorgungsinfrastrukturen sind komplexe Systeme, die wechselseitig voneinander abh\u00e4ngen: Defekte, technisches oder menschliches Versagen in einer Infrastruktur wirken sich auch auf alle anderen Versorgungsinfrastrukturen aus. SIMKAS-3D entwickelt Entscheidungs- und Koordinationshilfen, die im Krisenfall insbesondere die verantwortlichen Akteure der Betreiber von Gas-, Wasser-, Strom- und Fernw\u00e4rmenetzen unterst\u00fctzen sollen.<\/p>\n<p>STATuS &#8211; Schutz der Trinkwasserversorgung vor Gefahrstoffen<\/p>\n<p>Die zentrale Trinkwasserversorgung kann durch vors\u00e4tzliche Handlungen oder durch Unf\u00e4lle und Naturkatastrophen bedroht werden. Basierend auf einer umfassenden Analyse der Gefahren und Risiken erarbeiten die Forscher konkrete Pr\u00e4ventions- und Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Beh\u00f6rden und Unternehmen der Wasserversorgung. Sie sollen in die Lage versetzt werden, die Bev\u00f6lkerung besser vor Gesundheitsgefahren im Trinkwasser, etwa durch Bakterien oder Viren, zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>TankNotStrom &#8211; Energie- und Kraftstoffversorgung von Tankstellen und Notstromaggregaten bei Stromausfall<\/p>\n<p>Das Ziel dieses Projekts ist es, ein Management- und Logistiksystem zu entwickeln, das bei Stromausfall in der Lage ist, die Versorgung kritischer Infrastrukturen mit Kraftstoff sicherzustellen. Dadurch soll gew\u00e4hrleistet werden, dass beispielsweise Krankenh\u00e4user auch im Falle eines l\u00e4ngeren Stromausfalls ihren Betrieb aufrecht erhalten k\u00f6nnen und Rettungskr\u00e4fte einsatzf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BMBF f\u00f6rdert sechs interdisziplin\u00e4re Forschungsprojekte zum Schutz von Versorgungsinfrastrukturen mit insgesamt 9,4 Millionen Euro<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-15267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15267"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15267\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}