{"id":155017,"date":"2014-11-24T09:22:05","date_gmt":"2014-11-24T08:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=155017"},"modified":"2014-11-24T09:22:05","modified_gmt":"2014-11-24T08:22:05","slug":"volle-staedte-leere-doerfer-die-zukunft-des-wohnens-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/volle-staedte-leere-doerfer-die-zukunft-des-wohnens-gestalten\/","title":{"rendered":"Volle St\u00e4dte, leere D\u00f6rfer &#8211;  die Zukunft des Wohnens gestalten"},"content":{"rendered":"<p>L\u00f6sungen f\u00fcr die Entwicklung von St\u00e4dten und Gemeinden gemeinsam zu finden, ist Ziel eines gro\u00df angelegten Projekts der Metropolregion Hamburg. F\u00fcnf regionale Teilprojekte arbeiten daran, trotz teilweise sinkender Einwohnerzahlen und alternder Bev\u00f6lkerung, die Wohn- und Lebensqualit\u00e4t fl\u00e4chen- und umweltschonend zu sichern.<!--more--><\/p>\n<p>Auch die Metropolregion Hamburg leidet unter diesem Ph\u00e4nomen: Ver\u00f6dende Ortskerne in D\u00f6rfern, Abriss und Leerst\u00e4nde wechseln sich mit steigendem Siedlungsdruck, hohen Mietpreisen in prosperierenden St\u00e4dten und Gemeinden ab. Jetzt nimmt das Leitprojekt \u201eInnenentwicklung\u201c der Metropolregion Hamburg in f\u00fcnf Modellkommunen diese Probleme in Angriff und entwickelt L\u00f6sungen, die auf andere Kommunen \u00fcbertragen werden sollen. Es nehmen sowohl wachsende, wirtschaftlich starke Kommunen als auch schrumpfende, vom demografischen Wandel stark beeinflusste Gemeinden teil.<\/p>\n<p>Die Teilprojekte in Bispingen, Buchholz i.d.N., Brunsb\u00fcttel, Hamburg und Dannenberg werden verschiedene Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen, die bedarfsgerechtes und fl\u00e4chenschonendes Wohnen in der Metropolregion Hamburg gew\u00e4hrleisten. Dazu geh\u00f6ren: die Belebung von Ortskernen, die Umnutzung von leerstehenden Geb\u00e4uden, alters- und familiengerechtes Wohnen und die Entwicklung von Erholungsfl\u00e4chen. Die Stadt Neum\u00fcnster \u00fcbernimmt als Projekttr\u00e4ger die Federf\u00fchrung f\u00fcr das Leitprojekt. Das gesamte Projekt hat ein Volumen von gut 810.000 Euro. Die einzelnen Vorhaben werden jeweils mit 80 Prozent aus den F\u00f6rderfonds der Metropolregion Hamburg gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Dazu Holger Gnest, Referent f\u00fcr Siedlungsentwicklung bei der Metropolregion: \u201eMit diesem gro\u00df angelegten Projekt stellt sich die Metropolregion einer Herausforderung, die viele unser Kommunen betrifft. Es geht darum, den\u00a0 vorhandenen Wohnungsbestand an ver\u00e4nderte Bedingungen, wie unsere alternde Gesellschaft, anzupassen. Dies erfordert neue Strategien auch im Dialog mit B\u00fcrgern und Eigent\u00fcmern. Wir erhoffen uns von dem Projekt \u00fcbertragbare L\u00f6sungsans\u00e4tze und kreative Ideen, um die hohe Wohn- und Lebensqualit\u00e4t in unseren St\u00e4dten und Gemeinden zu erhalten und weiter zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Zum Auftakt fand am 18. November in Neum\u00fcnster die erste Zukunftswerksatt mit den f\u00fcnf Teilprojekten statt. Ziel war das Kennenlernen der Beteiligten, die Vorstellung von Themenschwerpunkten sowie die Pr\u00e4sentation und Diskussion der unterschiedlichen Ausgangslagen in den beteiligten Kommunen. Die Partner diskutierten Stellschrauben und Potenziale einer zukunftstr\u00e4chtigen Innentwicklung. Bei der Er\u00f6ffnung sagte Dr. Olaf Tauras, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Neum\u00fcnster: \u201eIch freue mich, dass sich die Metropolregion Hamburg der Innenentwicklung annimmt und wir gemeinsam nach L\u00f6sungen suchen. Dieses Thema ist f\u00fcr uns alle zukunftsbestimmend. Wir werden die Erfahrungen aus den Modellkommunen zusammentragen und in einem Instrumentenkasten auswerten. Dadurch k\u00f6nnen wir die gewonnenen Erkenntnisse an die gesamte Metropolregion weitergeben und viele andere Kommunen k\u00f6nnen daraus lernen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurzportraits der f\u00fcnf Teilprojekte \u201eInnenentwicklung\u201c<\/p>\n<p>1. Bispingen<br \/>\nAktion Storchennest<br \/>\nDas Projekt zielt darauf, die Entwicklung der Ortskerne voranzutreiben. Bestandssiedlungen und Infrastruktur sollen aufgewertet werden und eine Umnutzung leerstehender und von Leerstand bedrohter Wohnungsbest\u00e4nde soll eingeleitet werden. In vielen Ortschaften sind Stra\u00dfenz\u00fcge oder Siedlungen vorhanden, in denen die Bewohner bereits bis zu 70 Prozent zwischen 75 und 80 Jahren alt sind. Aus dieser Situation ergibt sich ein deutlicher Handlungsbedarf. Ziele des Projektes sind eine Ortskernaufwertung und eine Weiterentwicklung der Infrastruktur. Gleichzeitig soll unter dem Grundsatz \u201eUmbau statt Neubau\u201c eine F\u00f6rderung von Altimmobilientransfers \u201eJung kauft Alt\u201c eingef\u00fchrt werden, um den Fl\u00e4chenverbrauch durch die Ausweisung neuer Wohngebiete zu minimieren. Im Rahmen der Infrastrukturaufwertung soll eine Anpassung der W\u00e4rme-, Gas- und Breitbandnetze umgesetzt werden. Zur Erreichung dieser Ziele wird eine Beratungsstelle eingerichtet, die die Umnutzung von Altimmobilien f\u00f6rdert. Dabei sollen in allen Arbeitsschritten \u00f6kologische Gesichtspunkte einen besonderen Stellenwert erhalten.<\/p>\n<p>2. Brunsb\u00fcttel<br \/>\nUmnutzung des Bereichs Obere Koogstra\u00dfe \/ Brunsb\u00fctteler Stra\u00dfe<br \/>\nDie Stadt Brunsb\u00fcttel bereitet ein st\u00e4dtebauliches Nutzungskonzept vor. Dabei soll in der Innenstadt altersgerechter Wohnraum geschaffen werden, womit zu einer Belebung des Gebiets zwischen Haupteinkaufsstra\u00dfe und dem neuen Zentrum beigetragen wird. Es zeichnet sich in erster Linie durch eine kleinteilige Einzelhandelsstruktur und wenigen Parkm\u00f6glichkeiten aus. Viele Wohnungen, aber vor allem Laden- und Gewerbefl\u00e4chen stehen leer. Auch die vorhandene Bausubstanz entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Dennoch kommt ihm durch seine Lage zwischen Koogstra\u00dfe und der Schleusenmeile eine wichtige innerst\u00e4dtische Aufgabe zu. Ziel des Projektes ist es, seine Funktion als Versorgungs- und Einzelhandelsstandort zu beleben und weiter zu st\u00e4rken. In Zusammenarbeit mit Eigent\u00fcmern und Bewohnern werden alternative Nutzungsformen entwickelt, die Dienstleistungen und altersgerechte Wohnungen integrieren. Hauptinstrument ist ein breiter Partizipationsprozess, der zu einer guten Akzeptanz beitragen soll und den Umsetzungsprozess vorbereitet.<\/p>\n<p>3. Buchholz i.d.N.<br \/>\nBuchholzer Zentrum &#8211; Vom Dorfkern zum Stadtkern<br \/>\nMit diesem Ziel will sich die Stadt Buchholz als Wohn- und Arbeitsplatzstandort im Hamburger Umland weiter profilieren. Es wird ein Konzept erarbeitet, das die Innenstadt st\u00e4dtebaulich aufwertet und eine fl\u00e4chenschonende Nutzung einleitet. Das schnelle Wachstum der Stadt hatte zur Folge, dass gew\u00fcnschte st\u00e4dtebauliche und architektonische Qualit\u00e4ten nicht immer erreicht wurden. So weist die Innenstadt im direkten Umfeld der zentralen Fu\u00dfg\u00e4ngerzone unbebaute und untergenutzte Grundst\u00fccke auf. Ziel ist eine qualit\u00e4tsvolle Aufwertung und Weiterentwicklung im Innenstadtbereich durch Nachverdichtung der Kernstadt. Eine Potenzialanalyse wird die M\u00f6glichkeiten zur Nachverdichtung im Stadtkern erheben. Ein Leitlinienplan soll eine st\u00e4dtebaulich sinnvolle und fl\u00e4chensparende Entwicklung einleiten. Netzwerke zwischen Eigent\u00fcmern und Gewerbetreibenden sollen diesen Prozess verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>4. Dannenberg<br \/>\nQualit\u00e4tssicherung im Leerstandsmanagement &#8211; Manufakturen und innenstadtintegrierte Wohnnutzung<br \/>\nUnter diesem Motto soll dem bestehenden und dem drohenden Leerstand im Ortskern entgegengewirkt werden. Zum einen werden Leerst\u00e4nde und Brachfl\u00e4chen in der Innenstadt aktiviert. Mit einem Masterplan Innenstadt sollen die vorhandenen Gesch\u00e4ftsfl\u00e4chen an der heutigen Nachfrage ausgerichtet werden. Einzelhandelsfl\u00e4chen werden zusammengelegt, um neben dem kleinteiligen Einzelhandel auch gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen f\u00fcr eine neue Nutzung zu schaffen. F\u00fcr leerstehende Gewerbefl\u00e4chen sollen qualitativ hochwertige Manufakturen akquiriert werden. Gleichzeitig wird innerst\u00e4dtisches Wohnen f\u00fcr die Altersgruppe ab 65 Jahren mit qualitativ gutem Wohnraum gef\u00f6rdert und das Wohnungsangebot bedarfsgerecht umstrukturiert. Um diese Ziele zu erreichen, gilt es zun\u00e4chst, die Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer und Gesch\u00e4ftsinhaber in die Planung mit einzubeziehen. Hierzu sollen breitangelegte Partizipationsverfahren durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>5. Hamburg<br \/>\nVerdichtung? Ja, aber! Umsetzung der Qualit\u00e4tsoffensive Freiraum in Hamburg<br \/>\nUnter diesem Titel erstellt die Freie und Hansestadt Hamburg ein Freiraumkonzept f\u00fcr die Stadtteile Hamm und Horn, das zeigen soll, wie die angestrebte Nachverdichtung mit einer Aufwertung der Freifl\u00e4chen verbunden werden kann. Das Projekt unterstreicht, dass nachhaltige Fl\u00e4chenentwicklung und h\u00f6here Freiraumqualit\u00e4t nur gemeinsam zu erreichen sind. F\u00fcr die Stadtteile Hamm und Horn soll exemplarisch erprobt werden, wie Verdichtung an die Aufwertung von wohnungsnahen Freir\u00e4umen gekoppelt werden kann. Neben einem Gesamtkonzept werden konkrete Ideen entwickelt. Dabei sollen auch auf andere Kommunen \u00fcbertragbare, innovative M\u00f6glichkeiten der Gestaltung von Freifl\u00e4chen in verdichteten Stadtteilen aufgezeigt und Handlungsstrategien entwickelt werden. Das Projekt bef\u00f6rdert zudem eine neue Planungskultur, indem das Konzept gemeinsam mit Akteuren aus den Stadtteilen erarbeitet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00f6sungen f\u00fcr die Entwicklung von St\u00e4dten und Gemeinden gemeinsam zu finden, ist Ziel eines gro\u00df angelegten Projekts der Metropolregion Hamburg.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[15040,15039],"class_list":["post-155017","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-leere-doerfer-die-zukunft-des-wohnens-gestalten","tag-volle-staedte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=155017"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":155018,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155017\/revisions\/155018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=155017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=155017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=155017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}