{"id":156307,"date":"2014-12-05T09:00:20","date_gmt":"2014-12-05T09:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2014\/12\/lka-sh-warnung-vor-gewinnversprechen\/"},"modified":"2014-12-05T09:00:20","modified_gmt":"2014-12-05T09:00:20","slug":"lka-sh-warnung-vor-gewinnversprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/lka-sh-warnung-vor-gewinnversprechen\/","title":{"rendered":"LKA-SH: Warnung vor Gewinnversprechen"},"content":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; In den letzten Monaten nehmen Betrugsf\u00e4lle mit der  perfiden Masche des &#8222;Gewinnversprechens&#8220; in Schleswig-Holstein wieder zu. Betroffen sind abermals gutgl\u00e4ubige \u00e4ltere Mitmenschen, die in  der Erwartung eines angek\u00fcndigten gro\u00dfen Gewinnes zum Teil ganz  erhebliche Vorauszahlungen leisten und dabei sehr viel Geld  verlieren.<!--more--> Inzwischen haben die Betr\u00fcger ihr Vorgehen  &#8222;perfektioniert&#8220;, so dass leider Sch\u00e4den von mehreren 10.000,- bis  \u00fcber 100.000,- EUR pro Fall inzwischen keine Seltenheit mehr sind.  Neben diesem drastischen Anstieg der Schadenssummen, binden die  Betr\u00fcger ihre Opfer dar\u00fcber hinaus aktiv in die Geldw\u00e4sche der  erbeuteten Gelder ein.     Die Betrugsmasche l\u00e4uft in den Grundz\u00fcgen wie folgt ab:     Das \u00e4ltere Opfer erh\u00e4lt einen Telefonanruf, in dem ein gro\u00dfer  Geld- oder Sachwertgewinn (bsp. hochwertiges Auto) angek\u00fcndigt wird.  Die Betr\u00fcger nutzen den Moment der Freude, um den &#8222;Gewinner&#8220; zu einer Vorabzahlung f\u00fcr Geb\u00fchren, Steuern, Notar- oder Transportkosten zu  bewegen. Um dem ganzen Seriosit\u00e4t zu verleihen, wird dem Gewinner in  einigen F\u00e4llen die Telefonnummer eines real existierenden  Rechtsanwaltes aus Hamburg oder Nordrhein-Westfalen \u00fcbermittelt, der  f\u00fcr die reibungslose Abwicklung der Gewinn\u00fcbergabe zust\u00e4ndig sein  soll. Teilweise wird den \u00e4lteren Menschen auch eine angebliche  Telefonnummer der Berliner Sparkasse zwecks Nachfragen weitergegeben. Tats\u00e4chlich stecken hinter den Telefonnummern Mitt\u00e4ter, die einzig  und allein das Ziel verfolgen, das potentielle Opfer zur Zahlung zu  bewegen. Sind bei dem Opfer \u00fcber die Telefonate mit den Betr\u00fcgern  letzte Zweifel gewichen, leisten sie diese verlangte Vorauszahlung in der Regel \u00fcber einen Bargeldtransferdienst, durch eine \u00dcberweisung  oder indem sie das Bargeld auf dem Postwegen im Briefumschlag  versenden. Sogar Opfer, die finanziell nicht in der Lage sind, diese  Zahlungen zu leisten werden als sogenannte Finanzagenten und  Geldw\u00e4scher missbraucht, indem sie ihr Konto f\u00fcr eingehende illegal  erbeutete Gelder zur Verf\u00fcgung stellen. Diese Gelder leiten sie dann  in einer Sammel\u00fcberweisung an die Nutznie\u00dfer weiter. Nach dem  \u00dcberweisen der vorgegebenen Kosten bleibt der Gewinn dann jedoch aus. Zum Teil werden mehrere Zahlungen mit immer wieder neuen  fadenscheinigen Begr\u00fcndungen von den Opfern verlangt. Nur sehr schwer setzt sich bei den Betroffenen die Erkenntnis durch, Opfer eines  Betruges geworden zu sein. Zum Teil wollen es die Betroffenen selbst  nach aufkl\u00e4renden Gespr\u00e4chen mit der Polizei nicht verstehen und  akzeptieren.     In ihrer Bereicherungsabsicht agieren die Betr\u00fcger skrupellos und  nehmen keinerlei R\u00fccksicht auf die pers\u00f6nlichen Schicksale der  \u00e4lteren Menschen. Haben die Opfer erst einmal eine Zahlung geleistet, werden sie in der Regel vollst\u00e4ndig &#8222;abgesch\u00f6pft&#8220;. Es gibt F\u00e4lle, in  denen neben dem Ersparten auch das Grundverm\u00f6gen \u00fcber eigens  aufgenommene Hypotheken angegangen wird. Die Betr\u00fcger arbeiten  arbeitsteilig aus Callcentern in der T\u00fcrkei und Bulgarien.     Dabei trifft es alle Bildungsschichten &#8211; vom einfachen Arbeiter  bis zum Akademiker im Ruhestand. Aus Scham, insbesondere gegen\u00fcber  der eigenen Familie und Bekannten, wird die Polizei nicht  eingeschaltet, der Schaden &#8222;abgeschrieben&#8220; und das Geld bei den  Kriminellen belassen.     Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein r\u00e4t:     Grunds\u00e4tzlich gilt: Wer nicht spielt, kann auch nicht gewinnen!  Seien Sie misstrauisch, beraten Sie sich mit Ihren Angeh\u00f6rigen!  Leisten Sie keine Vorauszahlungen f\u00fcr einen angek\u00fcndigten Gewinn!  Geben Sie keine pers\u00f6nlichen Daten heraus, auch nicht ihre  Kontonummer! Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizei!     Weitere Informationen sind \u00fcber:     http:\/\/www.polizei-beratung.de\/themen-und-tipps\/betrug\/gewinnversp rechen\/methode.html     abrufbar.     R\u00fcckfragen bitte an: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein Stefan Jung  Telefon: 0431\/160-4050 E-Mail: Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/polizeipresse\/pm\/2256\/2898346\/lka-sh-warnung-vor-gewinnversprechen\/api\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (ots) &#8211; In den letzten Monaten nehmen Betrugsf\u00e4lle mit der perfiden Masche des &#8222;Gewinnversprechens&#8220; in Schleswig-Holstein wieder zu. 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