{"id":15709,"date":"2010-05-21T20:32:30","date_gmt":"2010-05-21T18:32:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/05\/gesundheitspolitik-ursula-sassen-zu-top-62-pflegeberufe-attraktiver-gestalten\/"},"modified":"2010-05-21T19:34:12","modified_gmt":"2010-05-21T17:34:12","slug":"gesundheitspolitik-ursula-sassen-zu-top-62-pflegeberufe-attraktiver-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/gesundheitspolitik-ursula-sassen-zu-top-62-pflegeberufe-attraktiver-gestalten\/","title":{"rendered":"Gesundheitspolitik: Ursula Sassen zu TOP 62: Pflegeberufe attraktiver gestalten!"},"content":{"rendered":"<p>Die Landesregierung hat im Januar 2010 die wichtigsten Regierungsvorhaben f\u00fcr die 17. Wahlperiode benannt. Zu den vorrangigen Handlungsfeldern des<\/p>\n<p>Ministeriums f\u00fcr Arbeit, Soziales und Gesundheit geh\u00f6rt die Verbesserung der Pflege und der Rahmenbedingungen f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte und deren Ausbildung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Landesregierung auf die detaillierten Fragen umfassend geantwortet hat. Herzlichen Dank allen, die daran mitgewirkt haben.<!--more-->Wenn &#8211; wie im Bericht dargelegt &#8211; in Schleswig-Holstein die Integration der beiden im Krankenpflegegesetz geregelten Berufe in der Kranken -und Kinderkrankenpflege so weit fortgeschritten ist, dass eine getrennte Darstellung der Ausbildungssituation nicht mehr sinnvoll ist und in einigen Einrichtungen Kinderkrankenpflegekr\u00e4fte mit Krankenpflegekr\u00e4ften unterrichtet werden, ist dieser Prozess angesichts eines drohenden Pflegekr\u00e4ftemangels zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch wenn in diesen Bereichen unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, f\u00f6rdert Wissen um altersspezifische Besonderheiten in beiden Ausbildungsberufen die Flexibilit\u00e4t in der Pflege.<\/p>\n<p>Die Konzentration auf gr\u00f6\u00dfere Krankenpflegeschulen wird nicht nur als wirtschaftlicher angesehen, sondern er\u00f6ffnet mit einem gr\u00f6\u00dferen Lehrerkollegium und dem Meinungsaustausch der Auszubildenden untereinander auch die Chance einer qualifizierteren Ausbildung.<\/p>\n<p>Da die ausbildenden Krankenh\u00e4user auch Tr\u00e4ger der Krankenpflegeschulen sind und nicht nur f\u00fcr ihren eigenen Bedarf ausbilden, nehmen sie mit der Ausbildungsbereitschaft eine verantwortungsvolle, dem Gemeinwohl dienende Aufgabe wahr. Dennoch ist festzuhalten, dass die Ausbildungsbereitschaft eingeschr\u00e4nkt ist durch die begrenzten finanziellen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Bei der Krankenpflege gibt es im Gegensatz zur<br \/>\nAltenpflege- keine F\u00f6rderung aus Landesmitteln.<br \/>\nDas Land nimmt vor diesem Hintergrund auch keinen Einfluss auf die Zahl der von den Krankenh\u00e4usern vorzuhaltenden Ausbildungspl\u00e4tze. Im Bericht hei\u00dft<br \/>\nes: \u201e\u2026 dieses Prinzip hat sich bew\u00e4hrt.\u201c An dieser Stelle macht es sich das Land zu einfach!<\/p>\n<p>Die Finanzierung durch die Krankenkassen entbindet meines Erachtens das Land nicht von der Pflicht, f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Anforderungen einen Gesamtbedarf in allen Pflegebereichen zu ermitteln und Steuerungsm\u00f6glichkeiten zu schaffen.<\/p>\n<p>Aus dem Bericht der Landesregierung geht hervor, dass Flensburg sowohl in der Kranken- als auch in der Altenpflege bez\u00fcglich der integrierten Pflegeausbildung eine herausragende Position einnimmt und wegen der Vielfalt der medizinischen Behandlungsfelder eine komplexe praktische Ausbildung bietet.<\/p>\n<p>Da einige Krankenh\u00e4user nicht das gesamte Spektrum der Einsatzbereiche vorhalten, wird dies durch den so genannten Lernortwechsel ausgeglichen, der von den Tr\u00e4gern in eigener Verantwortung organisiert wird. Bei der Regelungswut im Gesundheitswesen tut es gut zu lesen, dass es freiwillige Kooperationen um der Sache willen gibt.<\/p>\n<p>Laut Bericht der Landesregierung werden an den 18 Altenpflegeschulen seit 2009 bis zu 1.170 Ausbildungspl\u00e4tze mit Landesmitteln gef\u00f6rdert, die im Landeshaushalt mit 4.072,0 TE zu Buche schlagen.<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderungswesen ist recht kompliziert und h\u00e4ngt davon ab, nach welchem Programm Umschulungen gef\u00f6rdert werden und enth\u00e4lt Ma\u00dfnahmen, die insbesondere Alleinerziehenden eine Aus- oder Weiterbildung erm\u00f6glichen, die unter Umst\u00e4nden auch in Teilzeit m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Nach der aktuellen, noch nicht abgeschlossenen Bedarfseinsch\u00e4tzung zeichnet sich ab, dass ab 2012 j\u00e4hrlich ein steigender Fehlbedarf von ca. 460 Pflegekr\u00e4ften, insbesondere in der Altenpflege zu verzeichnen sein wird.<\/p>\n<p>Um die Herausforderungen der Auswirkungen des demographischen Wandels in der Pflege zu meistern, sind in der Zeit von 2004 bis 2006 14 Berufsfachschulen zur Ausbildung als \u201eFachkraft f\u00fcr Pflegeassistenten\u201c eingerichtet worden, vom Grundsatz her eine gute Idee!<\/p>\n<p>Der Pflegeassistenzberuf unterhalb der<br \/>\nFachkraftebene k\u00f6nnte vor dem Hintergrund des Fachkr\u00e4ftemangels und der Sicherung professioneller und bezahlbarer Pflegeleistung eine L\u00fccke schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Leider finden die Auszubildenden der Fachkr\u00e4fte Pflegeassistenz h\u00e4ufig keine Anstellung, weil ihnen die Praxis fehlt, so dass zu \u00fcberlegen ist, dieses Berufsfeld wieder in die Krankenpflegeschulen zu integrieren oder gemeinsam mit den Berufsfachschulen ein praxisbezogenes Ausbildungskonzept anzustreben.<\/p>\n<p>Die dreij\u00e4hrige Ausbildung zur Pflegeassistenz f\u00fchrt bei denjenigen, die gerne in die Pflege wollen dazu, dass sie eine weitere dreij\u00e4hrige Ausbildung in Kauf nehmen m\u00fcssen, was einen 6-j\u00e4hrigen Ausbildungsweg bedeuten w\u00fcrde. Dieser Weg ist zu lang!<\/p>\n<p>Es bleiben noch viele offene Fragen, die wir im Ausschuss beraten werden. Wir begr\u00fc\u00dfen daher, dass Minister Dr. Garg angek\u00fcndigt hat, die Ausbildung in der Pflege weiterzuentwickeln. \u00dcber allem aber muss das Bem\u00fchen stehen, die Pflegeberufe attraktiver zu gestalten &#8211; der Pflegemindestlohn ist der erste Schritt -, ihr Ansehen zu st\u00e4rken und die Pflegekr\u00e4fte von Zeit fressenden Dokumentationen zu entlasten und ihnen die Freude an ihrem Beruf zur\u00fcckzugeben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landesregierung hat im Januar 2010 die wichtigsten Regierungsvorhaben f\u00fcr die 17. Wahlperiode benannt. Zu den vorrangigen Handlungsfeldern des Ministeriums<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-15709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15709"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15709\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}