{"id":159002,"date":"2014-12-26T17:41:23","date_gmt":"2014-12-26T16:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=159002"},"modified":"2014-12-26T17:43:10","modified_gmt":"2014-12-26T16:43:10","slug":"159002","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/159002\/","title":{"rendered":"Justizministerin Spoorendonk weist GdP-Kritik an Gei\u00dfelnahme zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (26. Dezember) Kritik der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach der vereitelten Geiselnahme in der JVA L\u00fcbeck zu-r\u00fcckgewiesen: \u201eDie vereitelte Geiselnahme in der JVA L\u00fcbeck am 24. Dezember 2014 ist nicht durch einen Personalmangel in der Anstalt verursacht worden. Der Personalausstattung der schleswig-holsteinischen Justizvollzugsvollzugsanstalten ist im Bundesvergleich im oberen Bereich. Schleswig-Holstein hatte zum 1. September 2013 ca. 70 Bedienstete auf 100 Gefangene, der Bundesdurchschnitt lag bei rund 55 Bediensteten pro 100 Gefangene. <!--more-->Auch bei der Bef\u00f6rderungssituation, was die Anerkennung f\u00fcr geleistete Arbeit beinhaltet, nimmt Schleswig-Holstein einen oberen Platz ein\u201c, betonte die Ministerin. Sie zeigte sich erleichtert dar\u00fcber, dass die Geiselnahme schnell beendet werden konnte und niemand verletzt wurde. \u201eZun\u00e4chst einmal danke ich den Bediensteten in der JVA, dass sie schnell und umsichtig gehandelt haben und die Situation beenden konnten. Ich wei\u00df, dass dieser Vorfall f\u00fcr die Bedienstete au\u00dferordentlich belastend ist. Die Gef\u00e4hrlichkeit eines Gefangenen kann nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Die Entscheidungen im Justizvollzug sind immer darauf ausgerichtet, das Restrisiko zu minimieren\u201c, so Spoorendonk.<\/p>\n<p>Die Ministerin wies zudem Kritik an einem angeblich zu liberalen Strafvollzug zur\u00fcck: \u201eWir sind derzeit dabei, den Strafvollzug in Schleswig-Holstein weiterzuentwickeln. Ein\u00a0 entsprechender Gesetzentwurf liegt vor und wird diskutiert. Er greift auch zahlreiche Anregungen aus der Praxis auf und hat zum Ziel, die Resozialisierung von Gefangenen in die Gesellschaft zu erleichtern, um so neue Straftaten zu verhindern. Mitnichten ist mit diesem Ansatz aber weniger Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten verbunden. Die Sicherheit f\u00fcr die Bediensteten wie f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bleibt unver\u00e4ndert\u201c, betonte Spoorendonk.<\/p>\n<p>Die Justizministerin erkl\u00e4rte weiter, dass sie die Interessen und Belange der JVA-Bediensteten sehr ernst nehme. \u201eGerade weil ich wei\u00df, mit welchen Belastungen der Dienst in den Anstalten verbunden ist, haben wir ein sogenanntes Gesundheitsmanagement gestartet. Seit\u00a0 August dieses Jahres erfolgte in den Justizvollzugsanstalten Neum\u00fcnster, L\u00fcbeck und Kiel sowie der Jugendanstalt Schleswig eine Erhebung bei allen Bediensteten durch die Ausgabe eines R\u00fcckmeldebogens. Die Fragen in den Erhebungsb\u00f6gen beziehen sich auf die gesundheitliche Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Ber\u00fccksichtigung der dienstlichen Aufgabenstellungen. Die Erhebung behandelt insbesondere die Motivation und Arbeitszufriedenheit\u201c, sagte Spoorendonk. \u201eEine erste Teilauswertung hat ergeben, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Gestaltungs- und Entscheidungsspielr\u00e4ume einfordern. Die F\u00fchrungsstruktur soll nach den Forderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so ausgestaltet werden, dass die Entscheidungen an der Stelle getroffen werden, an der die gr\u00f6\u00dfte Sachkompetenz gegeben ist. Die Schlussberichte werden Anfang M\u00e4rz 2015 vorgelegt und die Grundlage f\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen im Personal- und Organisationsbereich bilden\u201c, k\u00fcndigte die Ministerin an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (26. 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