{"id":16484,"date":"2010-06-01T16:54:28","date_gmt":"2010-06-01T14:54:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=16484"},"modified":"2010-06-01T16:54:29","modified_gmt":"2010-06-01T14:54:29","slug":"die-grabungen-im-lubecker-grundungsviertel-live-verfolgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/die-grabungen-im-lubecker-grundungsviertel-live-verfolgen\/","title":{"rendered":"Die Grabungen im L\u00fcbecker Gr\u00fcndungsviertel live verfolgen"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-16485\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/06\/die-grabungen-im-lubecker-grundungsviertel-live-verfolgen\/grabung_braunstrasse\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16485\" title=\"Grabung_Braunstrasse\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Grabung_Braunstrasse.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"173\" \/><\/a>Immer montags geben Arch\u00e4ologen einen Einblick in die spannende Stadtgeschichte<\/p>\n<p>Bereits seit dem 12. April 2010 bietet der Bereich Arch\u00e4ologie der Hansestadt L\u00fcbeck regelm\u00e4\u00dfig F\u00fchrungen durch die Grabungen im Gr\u00fcndungsviertel an. Denn dort wird seit Oktober 2009 der Boden zwischen der Braun- und der Alfstra\u00dfe arch\u00e4ologisch untersucht.<!--more--> Dank der 700 Quadratmeter gro\u00dfen Halle konnten die Grabungen trotz des schlechten Wetters im vergangenen Winter planm\u00e4\u00dfig fortgesetzt werden. Damit alle L\u00fcbeck-Besucher sowie die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger am Fortgang der Ausgrabungen teilhaben k\u00f6nnen, hat die Hallenfront an der Braunstra\u00dfe Fenster.<\/p>\n<p>Die regelm\u00e4\u00dfigen \u00f6ffentlichen F\u00fchrungen, die immer montags angeboten werden, finden bei L\u00fcbeck- und Arch\u00e4ologie-Interessierten einen sehr gro\u00dfen Zuspruch. Die Teilnahmegeb\u00fchr f\u00fcr diese Veranstaltung wird zu Beginn der F\u00fchrungen erhoben und betr\u00e4gt f\u00fcr Erwachsene zwei sowie f\u00fcr Kinder bis 16 Jahre einen Euro.<\/p>\n<p>Den Besucher der Grabungen erwartet neben vielen Informationen zur L\u00fcbecker Stadtgeschichte auch ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Einblick in das damalige Leben. Die \u00f6ffentlichen F\u00fchrungen beginnen montags (au\u00dfer an Feiertagen) um 14 Uhr in deutscher Sprache, und an jedem ersten Montag eines Monats um 15 Uhr in englischer Sprache. Dar\u00fcber hinaus ist es m\u00f6glich, zu den gleichen Geb\u00fchren zus\u00e4tzliche Gruppen-F\u00fchrungen (etwa 10 bis 25 Personen) an anderen Terminen und in weiteren Sprachen (D\u00e4nisch oder Polnisch) zu vereinbaren!<\/p>\n<p>Treffpunkt f\u00fcr alle F\u00fchrungen ist jeweils der s\u00fcd\u00f6stliche Eingang zur Grabungs-Halle gegen\u00fcber dem Restaurant \u201eAltstadt Bierhaus\u201c in der Braunstra\u00dfe 19. Aufgrund der vorhandenen Platzkapazit\u00e4t in der Grabungshalle ist die Teilnehmerzahl auf 25 Personen pro F\u00fchrung begrenzt.<\/p>\n<p>Weitere Veranstaltungen auf dem Grabungsgel\u00e4nde sind zum Welterbetag am 6. Juni 2010 sowie zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2010 geplant. Zu den Besichtigungs-Terminen kommen weitere Events, die j\u00e4hrlich im Arch\u00e4ologischen Sommer auf dem Grabungsareal stattfinden werden. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen sind auch im Internet zu finden unter www.AusgrabungGruendungsviertel.luebeck.de.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Tipp: Die ideale Erg\u00e4nzung zum Besuch der arch\u00e4ologischen Befunde ist ein Aufenthalt im Kulturforum Burgkloster mit Museum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (Hinter der Burg 2-6, 23552 L\u00fcbeck, www.die-luebecker-museen.de ). Dort werden die Besucher Zeuge, wie au\u00dfergew\u00f6hnlich facettenreich sich das Repertoire der kulturgeschichtlichen Hinterlassenschaft L\u00fcbecks als \u201eK\u00f6nigin der Hanse\u201c pr\u00e4sentiert! +++<\/p>\n<p>Hintergrund: Bis zum 31. Dezember 2013 erforschen die Arch\u00e4ologen 44 Grundst\u00fccke von insgesamt 9000 Quadratmeter Stadtgrundrissfl\u00e4che. Finanziert werden die Grabungen aus dem \u201eInvestitionsprogramm f\u00fcr nationale Welterbest\u00e4tten\u201c des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Mit neun Millionen Euro f\u00f6rdert der Bund die arch\u00e4ologischen Grabungen, die als Voraussetzung f\u00fcr die st\u00e4dtebauliche Neuordnung notwendig sind.<\/p>\n<p>Mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt L\u00fcbeck und ihren in der Zeit der Hochgotik errichteten Geb\u00e4ude-Strukturen sowie ihrem arch\u00e4ologischen Erbe im Untergrund wurde 1987 erstmals in Nordeuropa ein ganzes Altstadtquartier von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Die gesamte L\u00fcbecker Innenstadt ist als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen. Vor einer Neubebauung m\u00fcssen daher die Arch\u00e4ologen zun\u00e4chst Grabungen durchf\u00fchren. So auch im Gr\u00fcndungsviertel, f\u00fcr das nach Abriss der in den Jahren 1955 bis 1961 errichteten Gewerbeschulen eine st\u00e4dtebauliche Neuordnung in Anlehnung an die historische Bebauung vorgesehen ist. Aufgrund der gro\u00dffl\u00e4chigen Ausgrabungen sind die Arbeiten in drei Abschnitte aufgeteilt. Um das Ausgrabungs-Projekt zu realisieren wurden insgesamt 32 befristete Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Aufgabenbereiche Grabungsleitung, Arch\u00e4o-Informatik, Grabungstechnik, Fotografie, Grafik, Restaurierung, Fundbergung und Inventarisierung geschaffen.<\/p>\n<p>Die Ausgr\u00e4ber hoffen auf Siedlungsreste und Funde aus den Gr\u00fcndungsjahren L\u00fcbecks seit 1143 oder aus der Zeit davor zu sto\u00dfen, als der Stadth\u00fcgel noch von Slawen besiedelt war. Zudem erwarten die Arch\u00e4ologen viele Hinweise auf das Alltags- und Arbeitsleben der mittelalterlichen L\u00fcbecker, da aufgrund der feuchten Schichten und der gro\u00dfen Anzahl von Kloakenanlagen organische Funde wie Holz, Leder und Textil hervorragend im L\u00fcbecker Untergrund konserviert werden. Davon kann man sich schon jetzt im Arch\u00e4ologischen Museum (Kulturforum Burgkloster) \u00fcberzeugen. Doch werden in den n\u00e4chsten vier Jahren sicherlich weitere aussagekr\u00e4ftige Funde ans Tageslicht gelangen, die nach der Konservierung ebenfalls den Weg ins Museum finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer montags geben Arch\u00e4ologen einen Einblick in die spannende Stadtgeschichte Bereits seit dem 12. 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