{"id":165825,"date":"2015-02-20T12:22:29","date_gmt":"2015-02-20T11:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=165825"},"modified":"2015-02-21T12:24:42","modified_gmt":"2015-02-21T11:24:42","slug":"peter-soennichsen-zu-top-20a-die-kulturellen-initiativen-muessen-koordiniert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/peter-soennichsen-zu-top-20a-die-kulturellen-initiativen-muessen-koordiniert-werden\/","title":{"rendered":"Peter S\u00f6nnichsen zu TOP 20A: Die kulturellen Initiativen m\u00fcssen koordiniert werden"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Monaten haben wir \u00fcber die\u00a0Kulturperspektiven des Landes beraten. Die erarbeiteten Empfehlungen des guten Diskussionsprozesses sind in der von der Landesregierung vorgelegten Fassung erheblich abgeschw\u00e4cht worden \u2013 das habe ich beanstandet, das gilt noch heute.<!--more--><\/p>\n<p>Was nach geblieben ist, sind vage\u00a0Absichtserkl\u00e4rungen. Weder in der hier im Haus zur Kenntnis genommenen Fassung der Kulturperspektiven noch im tats\u00e4chlichen Handeln ist das Vorhaben gemeinschaftlichen Handelns der Ministerinnen f\u00fcr Kultur, f\u00fcr Bildung und f\u00fcr Soziales erkennbar.<br \/>\nAuch die Initiativen hinsichtlich Kulturschulen oder Kultur-KiTa sind, das will ich Ihnen, Frau Ministerin Spoorendonk, gern best\u00e4tigen, Initiativen von Ihnen und aus Ihrem Hause. Von Seiten des Bildungsministeriums (Schulen) und Sozialministeriums (KiTa) sowie auch der Betreuungseinrichtungen der Schulen kommt da wenig bis nichts!<\/p>\n<p>Mit unserem Antrag auf Schaffung von\u00a0Kreisfachberatern Kultur, den wir als\u00a0\u00c4nderungsantrag zur Beschlussfassung heute erneut zur Abstimmung stellen, soll dem Anliegen Rechnung getragen werden, dem Schwerpunktthema \u201e\u00c4sthetische Bildung\u201c langfristige Bedeutung zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nDie guten Erfahrungen mit Kreisfachberatern z.B.\u00a0im Bereich \u201eVerkehrserziehung\u201c oder \u201eUmwelt\u201c sollten wir uns zu Nutze machen \u2013 im Interesse der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und der Kinder.<\/p>\n<p>Kreisfachberater k\u00f6nnen ein Baustein f\u00fcr die konsequente Fortsetzung des Jahres der kulturellen Bildung 2014 sein, in dem Sie 5 Schulen als Kulturschulen ausgezeichnet haben \u2013 und das Programm soll ja wohl nicht mit dem Schuljahr\u00a02914\/15 beendet sein.<\/p>\n<p>Die Koalition hingegen zieht sich einzig auf das inzwischen vereinbarte Projekt der Mercator-Stiftung zur\u00fcck. Dieses Projekt \u201eSchule trifft Kultur \u2013 Kultur trifft Schule\u201c kann Begleitung und\/oder Start von Kulturprogrammen an Schulen sein, eine langfristige Bindung von Schulen und Kultur aber nicht gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Besonderes Augenmerk muss der Koordination dieser Aufgabe gelten, die nur durch engagierte Lehrerinnen und Lehrer mit dem n\u00f6tigen Freiraum f\u00fcr die Aufgabe gew\u00e4hrleistet werden. Genau dieses funktioniert durch die Kreisfachberater hervorragend, auch wenn sie nur an einer Schule im Kreis angesiedelt werden, wie die bereits genannten Aufgaben zeigen.<\/p>\n<p>Nur so ist Nachhaltigkeit und Vielfalt\u00a0gew\u00e4hrleistet. Der in die Beschlussempfehlung inzwischen einbezogene \u00c4nderungsantrag der Piraten hinsichtlich der musischen und \u00e4sthetischen F\u00e4cher ist gut gemeint, kann aber die Schw\u00e4chen der mangelnden Unterrichtsversorgung nicht ausgleichen.<\/p>\n<p>Die Ausschreibung zum Projekt \u201eSchule trifft Kultur \u2013 Kultur trifft Schule\u201c zeigt die Schwachpunkte ganz besonders auf wie ich nur an zwei Punkten \u2013 die Liste lie\u00dfe sich problemlos erweitern \u2013 deutlich machen will:<\/p>\n<p>1. Die beispielhaft genannten Anregungen zur Planung von kulturellen Veranstaltungsreihen der Schulen oder Aufbau von Netzwerken rufen geradezu lautstark nach Koordination vor Ort.\u00a0Sie setzen offensichtlich auf\u00a0Zufallsbekanntschaften!<\/p>\n<p>2. Die Bezuschussung ist auf Projekte beschr\u00e4nkt, die im jeweiligen Kalenderjahr begonnen und abgeschlossen werden.\u00a0Von Nachhaltigkeit keine Spur!<\/p>\n<p>Und \u00fcberhaupt: Was soll bezuschusst werden?\u00a0Fahrten, Eintrittsgelder zu Veranstaltungen, vielleicht mal die Anschaffung von Instrumenten, also eigentlich Selbstverst\u00e4ndlichkeiten.<\/p>\n<p>Was haben die Kulturschaffenden davon? Vielleicht mal ein Honorar f\u00fcr einen Vortrag.<\/p>\n<p>Hingegen werden sowohl die Fort- und Weiterbildung wie auch der Zeiteinsatz f\u00fcr Projekte auf eigene Rechnung erwartet \u2013 f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige, die diese K\u00fcnstler nun mal \u00fcberwiegend sind, nicht nur Hemmschwelle sondern ein wirtschaftliches Problem.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sollen sie, die Kulturschaffenden, dann noch das Zustandekommen einer gemeinsamen Arbeit koordinieren, die \u00d6ffentlichkeitsarbeit machen und die Ergebnisse &#8211; ich zitiere \u2013 \u201emindestens lokal oder regional \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich machen\u201c.<\/p>\n<p>Die Beschlussempfehlung ist eine unverbindliche Beifallsbekundung. Die Schulen d\u00fcrfen sich kurz \u00fcber ein paar Zuwendungen aus Stiftungserl\u00f6sen freuen \u2013 und dann?<\/p>\n<p>Was fehlt sind klare Vorgaben der Koordination. Da ist die Landesregierung mit mangelnder Zusammenarbeit der Ministerien und einem fehlenden Koordinator an der Spitze kein gutes Beispiel.<\/p>\n<p>Ich wiederhole gern: Die Initiative muss von den Schulen ausgehen, hier m\u00fcssen Koordinationsaufgaben, Kontaktpflege und vieles mehr geleistet werden durch engagierte Lehrerinnen und Lehrer mit dem n\u00f6tigen zeitlichen Freiraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Monaten haben wir \u00fcber die\u00a0Kulturperspektiven des Landes beraten. 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