{"id":172116,"date":"2015-04-16T10:56:21","date_gmt":"2015-04-16T08:56:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=172116"},"modified":"2015-04-16T10:56:21","modified_gmt":"2015-04-16T08:56:21","slug":"ausbildungslage-fuer-junge-menschen-hat-sich-leicht-verbessert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/ausbildungslage-fuer-junge-menschen-hat-sich-leicht-verbessert\/","title":{"rendered":"Ausbildungslage f\u00fcr junge Menschen hat sich leicht verbessert"},"content":{"rendered":"<p>In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett den Berufsbildungsbericht 2015 beschlossen. Der Bericht zeigt, dass das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland nach wie vor die wesentliche S\u00e4ule f\u00fcr die Deckung des k\u00fcnftigen Fachkr\u00e4ftebedarfs der Wirtschaft und f\u00fcr \u00fcber 500.000 junge Menschen der Einstieg in eine qualifizierte berufliche T\u00e4tigkeit ist. Mit 7,4\u00a0Prozent hat Deutschland die mit Abstand niedrigste Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich mit anderen Staaten der Europ\u00e4ischen Union. Dies dokumentiert die hohe Integrationskraft der dualen Berufsausbildung und ihr gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft.<!--more--><\/p>\n<p>Mit 522.200 neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr\u00e4gen war ein leichter R\u00fcckgang um 1,4 Prozent zu verzeichnen, der auf die sinkende Zahl an Schulabg\u00e4ngerinnen und Schulabg\u00e4ngern und eine gestiegene Studierneigung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Im Vorjahr war noch ein Minus von 3,7 zu verzeichnen. Bei den noch offenen betrieblichen Ausbildungspl\u00e4tzen war ein neuer H\u00f6chststand von 37.100 zu verzeichnen. Damit gab es deutlich mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerberinnen und Bewerber (2014: 20.900). F\u00fcr die Betriebe ist es schwieriger geworden, ihre angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze zu besetzten. Angesichts dieser Entwicklungen nehmen Passungsprobleme weiterhin einen zentralen Stellenwert ein. Positiv entwickelt hat sich das Verh\u00e4ltnis von Ausbildungsangebot und &#8211; nachfrage. Rechnerisch standen 100 ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen 103 Ausbildungsangebote gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Johanna Wanka, Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung:<\/p>\n<p>&#8222;Der Ausbildungsmarkt hat sich aus Sicht der Jugendlichen leicht verbessert und bietet ihnen so viele Chancen wie selten zuvor. Dennoch gilt: Wir m\u00fcssen die gesellschaftliche Wertsch\u00e4tzung der dualen Ausbildung wieder erh\u00f6hen. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung muss in den K\u00f6pfen ankommen. Das duale System bietet anspruchsvolle Ausbildungsberufe und interessante Perspektiven. Die Steigerung der Attraktivit\u00e4t der beruflichen Bildung ist eine Aufgabe, der sich gerade die Unternehmen mit ganzer Kraft widmen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Andrea Nahles, Bundesministerin f\u00fcr Arbeit und Soziales:<\/p>\n<p>&#8222;Der neue Berufsbildungsbericht zeigt, dass die Herausforderungen beim \u00dcbergang Schule &#8211; Ausbildung &#8211; Beruf trotz des demographischen Wandels weiterhin fortbestehen. Deshalb m\u00fcssen wir bei diesem \u00dcbergang noch intensiver unterst\u00fctzen. Mit der Berufseinstiegsbegleitung etwa greifen wir jungen Menschen schon w\u00e4hrend der Schlussphase ihrer Schulausbildung unter die Arme, um sie so schneller, zielgerichtet und dauerhaft in betriebliche Ausbildung zu bringen.&#8220;<\/p>\n<p>Zwischen 2005 und 2014 ist es gelungen, die Zahlen der Anf\u00e4ngerinnen und Anf\u00e4nger im \u00dcbergangsbereich um mehr als 160.000 zu verringern. Lag ihre Zahl 2005 noch bei rund 417.000 so betrug sie im Jahr 2014 nur noch 256.100. An Bildungsg\u00e4ngen des\u00a0 \u00dcbergangsbereichs nehmen Jugendliche teil, die nach der allgemeinbildenden Schule nicht unmittelbar in eine betriebliche Ausbildung einm\u00fcnden.<\/p>\n<p>Die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss ist weiter zur\u00fcckgegangen. Im Jahr 2012 verf\u00fcgten 13,1\u00a0Prozent der Menschen zwischen 20 und 29 Jahren in Deutschland \u00fcber keinen Berufsabschluss. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren von 14,9\u00a0Prozent im Jahr 2008 kontinuierlich zur\u00fcckgegangen. &#8222;Trotz dieser positiven Entwicklung besteht weiterhin Handlungsbedarf, da Menschen ohne Berufsabschluss geringere Chancen haben, sich am Erwerbsleben zu beteiligen. Dies ist mit erheblichen negativen Konsequenzen verbunden &#8211; sowohl f\u00fcr den Einzelnen als auch f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt&#8220;, sagte Wanka.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bundesregierung hat die St\u00e4rkung der dualen Berufsausbildung eine hohe politische Priorit\u00e4t. Ende 2014 hat die Bundesregierung mit L\u00e4ndern, Wirtschaft, Gewerkschaften und der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit die &#8222;Allianz f\u00fcr Aus- und Weiterbildung 2015 &#8211; 2018&#8220; geschlossen, die die zentrale Bedeutung des dualen Berufsbildungssystems als Erfolgsfaktor f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland unterstreicht. Die Partner der Ausbildungsallianz setzen sich gemeinsam f\u00fcr eine weitere Attraktivit\u00e4tssteigerung der beruflichen Bildung, die Verbesserung von \u00dcberg\u00e4ngen und die Gewinnung neuer Zielgruppen als k\u00fcnftige Fachkr\u00e4fte ein.<\/p>\n<p>Das Bundesbildungsministerium erf\u00fcllt eine zentrale Vereinbarung der Allianz und baut gemeinsam mit dem Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales, der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit und den L\u00e4ndern die erfolgreiche Initiative Bildungsketten weiter aus.\u00a0 Insgesamt stellen die Bundesministerien hierf\u00fcr gut 1,3 Milliarden Euro zu Verf\u00fcgung. Ziel ist die pr\u00e4ventive und ganzheitliche Sicherung des Bildungserfolgs junger Menschen und die sukzessive Schaffung einer strukturierten und koh\u00e4renten F\u00f6rderpolitik von Bund und L\u00e4ndern. &#8222;Wir setzen damit auf Pr\u00e4vention statt Reparatur&#8220;, sagte Bundesministerin Wanka. &#8222;Mit dem Ausbau der Initiative Bildungsketten erreichen wir noch mehr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit einer Potentialanalyse, dem Berufsorientierungsprogramm und einer individuellen Begleitung.&#8220;<\/p>\n<p>Mit dem Innovationsprogramm JOBSTARTER plus unterst\u00fctzt das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung zudem kleine und mittlere Betriebe durch externes Ausbildungsmanagement und f\u00f6rdert die Ausbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie die Gewinnung von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern f\u00fcr die berufliche Bildung.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung appelliert an die Betriebe, auch vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung nicht in den Ausbildungsanstrengungen nachzulassen und auch solchen jungen Menschen eine Chance zu geben, die Unterst\u00fctzung beim Einstieg in die Ausbildung ben\u00f6tigen. Gleichzeitig muss die duale Berufsausbildung aber auch f\u00fcr leistungsst\u00e4rkere Jugendliche attraktiv bleiben.<\/p>\n<p>Der Berufsbildungsbericht 2015 ist im Internet abrufbar unter:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/berufsbildungsbericht.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.bmbf.de\/de\/berufsbildungsbericht.php<\/a><\/p>\n<p>Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015 kann auf den Internetseiten des Bundesinstituts f\u00fcr Berufsbildung abgerufen werden unter:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/datenreport2015\" target=\"_blank\">http:\/\/www.bibb.de\/datenreport2015<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett den Berufsbildungsbericht 2015 beschlossen. 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