{"id":174286,"date":"2015-05-04T08:43:19","date_gmt":"2015-05-04T06:43:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=174286"},"modified":"2015-05-05T08:44:11","modified_gmt":"2015-05-05T06:44:11","slug":"neue-erstaufnahmeeinrichtungen-fuer-fluechtlinge-in-kiel-flensburg-und-luebeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/neue-erstaufnahmeeinrichtungen-fuer-fluechtlinge-in-kiel-flensburg-und-luebeck\/","title":{"rendered":"Neue Erstaufnahmeeinrichtungen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Kiel, Flensburg und L\u00fcbeck"},"content":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein wird die Erstaufnahme von Fl\u00fcchtlingen dezentral organisieren. Innenminister Stefan Studt sagte am Donnerstag (30. April) in Kiel: &#8222;Wir planen die Erstaufnahme f\u00fcr Asylsuchende so, dass die Organisation und das Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Herkunftsl\u00e4ndern praktikabel und vertr\u00e4glich bleiben.&#8220; Neben Neum\u00fcnster als zentrale Erstaufnahmeeinrichtung des Landes habe man sich f\u00fcr vier weitere Standorte entschieden: Boostedt (seit 1. April), L\u00fcbeck, Flensburg und Kiel. Ziel sei es, die bisherige Zahl der Erstaufnahmepl\u00e4tze von 1.350 (Neum\u00fcnster und Boostedt ab Herbst 2015) auf rund 3.200 Pl\u00e4tze zu erh\u00f6hen. <!--more-->Nur so sei bei den erwarteten Fl\u00fcchtlingszahlen eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von sechs Wochen in der Erstaufnahme zu erreichen. Drei ann\u00e4hernd gleich strukturierte Einrichtungen in den gro\u00dfen, weltoffenen K\u00fcstenst\u00e4dten Schleswig-Holsteins k\u00f6nnten nicht nur jeweils eine Au\u00dfenstelle des Bundesamtes f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (Mindestgr\u00f6\u00dfe 500) und damit kurze Wege bieten, sondern w\u00fcrden auch die Einrichtung einer eigenen Polizeiwache wie in Neum\u00fcnster und Boostedt erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Studt betonte, die Entscheidung, die geplanten neuen Einrichtungen in St\u00e4dten mit Hochschulen zu bauen, basiere auf dem Wissen, &#8222;dass wir hier ein optimales Umfeld vorfinden&#8220;. Hier studierten Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern, es herrsche ein weltoffenes Klima, das auch die jeweilige Stadt pr\u00e4ge. Dies zeige sich auch im Wohnumfeld der jeweiligen Hochschulen.<\/p>\n<p>Der Bau der neuen Erstaufnahmeeinrichtungen in Campusn\u00e4he habe den Vorteil, dass die Geb\u00e4ude nach ihrer Nutzung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge ohne gro\u00dfen Aufwand etwa f\u00fcr studentisches Wohnen genutzt werden k\u00f6nnen. Studt: &#8222;Bei der Planung der Bauten wird dies ein wichtiges Kriterium sein. Au\u00dferdem zeigt die Nachnutzungsoption, dass wir den Aspekt der Nachhaltigkeit nicht aus den Augen verlieren.&#8220; Beim Bau werde auch darauf geachtet, dass sich die Geb\u00e4ude in das Umfeld einf\u00fcgten. Studt rechnet damit, dass die Erstaufnahmeeinrichtungen Ende n\u00e4chsten Jahres bezugsfertig sind.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, in L\u00fcbeck die neue Einrichtung auf dem Gel\u00e4nde am Bornkamp zu bauen, sei nach intensiven Standortpr\u00fcfungen und Gespr\u00e4chen mit der Hansestadt L\u00fcbeck entwickelt worden. Studt: &#8222;Wir wissen, dass die Menschen vor Ort Fl\u00fcchtlingen nicht gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber stehen. Dem Informationsbed\u00fcrfnis der Menschen am Bornkamp werden wir nat\u00fcrlich Rechnung tragen. Dass fehlende Informationen f\u00fcr Unsicherheit sorgen, ist verst\u00e4ndlich. Diesem Informationsbed\u00fcrfnis k\u00f6nnen wir nach der Standortentscheidung jetzt gerecht werden.&#8220;<\/p>\n<p>Das Innenministerium wird bereits in der kommenden Woche mit dem Vorstand der B\u00fcrgerinitiative &#8222;Neue Heimat Bornkamp&#8220; sprechen. Mitte Mai soll es eine erste B\u00fcrgerinformationsveranstaltung mit Innenstaatssekret\u00e4rin Manuela S\u00f6ller-Winkler geben. Am 3. Juni will dann Innenminister Stefan Studt zu einer \u00f6ffentlichen B\u00fcrgerinformationsveranstaltung nach L\u00fcbeck kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schleswig-Holstein wird die Erstaufnahme von Fl\u00fcchtlingen dezentral organisieren. 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