{"id":17491,"date":"2010-06-21T14:42:54","date_gmt":"2010-06-21T12:42:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=17491"},"modified":"2010-06-21T14:50:59","modified_gmt":"2010-06-21T12:50:59","slug":"neuer-landesentwicklungsplan-starke-kommunen-fur-mehr-wachstum-eine-gute-daseinsvorsorge-und-hohe-lebensqualitat-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/neuer-landesentwicklungsplan-starke-kommunen-fur-mehr-wachstum-eine-gute-daseinsvorsorge-und-hohe-lebensqualitat-2\/","title":{"rendered":"Neuer Landesentwicklungsplan: Starke Kommunen f\u00fcr mehr Wachstum, eine gute Daseinsvorsorge und hohe Lebensqualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Eine fast schon unendliche Geschichte geht zu Ende. Nach dreieinhalb Jahren wird die Landesregierung den neuen Landesentwicklungsplan voraussichtlich am 6. Juli beschlie\u00dfen.<!--more--> Zwischen dem Beginn der Erarbeitung des ersten Entwurfs im Januar 2007 und der Planfeststellung im Juli 2010 liegen f\u00fcnf Regionalkonferenzen, 30 Informationsveranstaltungen, ein umfangreiches Online-Beteiligungsverfahren f\u00fcr Kommunen, Verb\u00e4nde, Kammern und die \u00d6ffentlichkeit, mehrere Sitzungen des Landesplanungsrats, eine Anh\u00f6rung im Innen- und Rechtsausschuss, eine Landtagswahl, ein Regierungswechsel, eine \u00dcberarbeitung des Entwurfs und mehrere Landtagssitzungen, zuletzt mit einem Antrag von CDU und FDP.<br \/>\nTragf\u00e4hige Kompromisse f\u00fcr alle Seiten<\/p>\n<p>\u201e&#8220;Wir sind am Ziel&#8220;\u201c, sagte Innenminister Klaus Schlie bei der Vorstellung der wesentlichen Grundz\u00fcge des Landesentwicklungsplanes am Montag (21. Juni) in Kiel. Die \u00dcberarbeitung mit breiter parlamentarischer Begleitung habe sich gelohnt. \u201e&#8220;Wir haben f\u00fcr alle Seiten tragf\u00e4hige Kompromisse gefunden&#8220;\u201c, sagte Schlie. Der Plan lasse deutlich die Leitlinien der Politik der Landesregierung aus Union und FDP erkennen: Weniger Vorgaben, mehr Gestaltungsm\u00f6glichkeiten und Verantwortung f\u00fcr die Kommunen, bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft, die Sicherung der Daseinsvorsorge und gleichwertiger Lebensverh\u00e4ltnisse und den Schutz der nat\u00fcrlichen Ressourcen des Landes. \u201e&#8220;Es geht um Freiheit, Verantwortung vor Ort, Flexibilit\u00e4t und Chancengerechtigkeit bei der Entwicklung aller Regionen des Landes&#8220;\u201c, sagte Schlie.<br \/>\nLandesplanerische Grunds\u00e4tze und gest\u00e4rkte kommunale Eigenverantwortung<\/p>\n<p>Der Landesentwicklungsplan wird nach \u00dcberzeugung von Schlie ein partnerschaftliches Miteinander der Kommunen f\u00f6rdern, insbesondere auch von Stadt und Land. Davon werde das gesamte Land profitieren. \u201e&#8220;Wir streben eine ausgewogene Mischung aus landesplanerischen Zielen und Grunds\u00e4tzen auf der einen Seite und einer gest\u00e4rkten kommunalen Eigenverantwortung auf der anderen Seite an&#8220;\u201c, sagte der Minister. Der Landesentwicklungsplan werde den St\u00e4dten und Gemeinden die M\u00f6glichkeit geben, ihre Entwicklung mutig und zukunftsorientiert voranzutreiben. \u201e&#8220;Wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung wohnortnaher Arbeitspl\u00e4tze werden \u00fcberall m\u00f6glich sein&#8220;\u201c, sagte Schlie. Auch eine touristische Entwicklung sei \u00fcberall im Land m\u00f6glich.<br \/>\nGlobal denken, regional entwickeln und lokal handeln<\/p>\n<p>\u201e&#8220;F\u00fcr mehr Wachstum, eine gute Daseinsvorsorge und hohe Lebensqualit\u00e4t brauchen wir starke Kommunen in Schleswig-Holstein&#8220;\u201c, sagte Schlie. Die kommunale Vielfalt sei eine Chance f\u00fcr das Land. Der Landesentwicklungsplan f\u00f6rdere Kreativit\u00e4t, gute Ideen und den Gestaltungswillen der Menschen vor Ort. \u201e&#8220;Wir brauchen pragmatische L\u00f6sungen vor Ort, dort wo die Menschen leben und arbeiten, dort wo sie zu Hause sind&#8220;\u201c, sagte der Minister.<\/p>\n<p>Er brachte die landesplanerische Philosophie auf den Satz: Global denken, regional entwickeln und lokal handeln, das wird uns weiterbringen! Das Land werde bei Planungsfragen Verantwortung abgeben, aber es werde sich nicht aus der Verantwortung stehlen. \u201e&#8220;Wir werden die Kommunen weiterhin beraten und unterst\u00fctzen&#8220;\u201c, sagte Schlie. Der Landesentwicklungsplan schaffe Planungssicherheit und die Grundlage f\u00fcr eine sinnvolle r\u00e4umliche Entwicklung.<br \/>\nDas sind die wesentlichen Grundz\u00fcge des neuen Landesentwicklungsplans:<\/p>\n<p>St\u00e4dte und Zentrale Orte bleiben Schwerpunkte f\u00fcr die Ansiedlung von Gewerbe, den Wohnungsbau und f\u00fcr Einrichtungen zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nWohnungsbau<\/p>\n<p>Gemeinden, die keine Siedlungsschwerpunkte sind, erhalten deutlich mehr Entwicklungsm\u00f6glichkeiten beim Bau neuer Wohnungen. In den l\u00e4ndlichen Gebieten darf die Zahl der Wohnungen in einer Gemeinde um zehn Prozent, im Umland von Hamburg, Kiel und L\u00fcbeck, den so genannten Ordnungsr\u00e4umen, um 15 Prozent wachsen. Ausgangspunkt f\u00fcr diese Entwicklungsrahmen ist der 31. Dezember 2009. Dabei handelt es sich jedoch um eine \u00dcbergangsl\u00f6sung bis zur geplanten Kommunalisierung der Regionalplanung. Danach ist die kommunale Familie aufgefordert, einen Rahmen f\u00fcr die Siedlungsentwicklung festzulegen.<br \/>\nGewerbe<\/p>\n<p>In allen Gemeinden kann sich Gewerbe weiter entwickeln. Ortsans\u00e4ssige Betriebe sollen sich immer erweitern k\u00f6nnen. In allen Gemeinden ist weiterhin die Ansiedlung ortsangemessener Betriebe m\u00f6glich. Dabei sind vorrangig die Zentralen Orte die geeigneten Standorte f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Betriebe. Auch der gro\u00dffl\u00e4chige Einzelhandel geh\u00f6rt prim\u00e4r in die Zentralen Orte. Das schlie\u00dft nicht aus, dass kleinere Nahversorger nat\u00fcrlich in jedem Ort m\u00f6glich sind.<br \/>\nRegionalplanung<\/p>\n<p>Die Entwicklungs- und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Regionalplanung werden ausgeweitet. Die Tr\u00e4ger der Regionalplanung sollen bei Neuaufstellung oder \u00c4nderung der Regionalpl\u00e4ne einen neuen Rahmen f\u00fcr den Wohnungsbau festlegen und auch r\u00e4umlich differenzieren. Damit wird der Rahmen an aktuelle Entwicklungen und regionale Besonderheiten angepasst. Die Regionalplanung kann erg\u00e4nzend zu den Schwerpunkten im Landesentwicklungsplan weitere Gemeinden festlegen, die sich f\u00fcr eine st\u00e4rkere Entwicklung f\u00fcr Wohnungsbau und Gewerbe eignen.<br \/>\nEignungsgebiete f\u00fcr Windenergie<\/p>\n<p>Die Regionalplanung kann mehr Eignungsgebiete f\u00fcr die Windenergienutzung ausweisen. Statt eines Anteils von insgesamt etwa einem Prozent an der Landesfl\u00e4che k\u00f6nnen in allen Regionalpl\u00e4nen zusammen zuk\u00fcnftig cirka 1,5 Prozent der Landesfl\u00e4che als Eignungsgebiete dargestellt werden.<br \/>\nTourismus<\/p>\n<p>Die Regionalplanung kann die im Landesentwicklungsplan ausgewiesenen Schwerpunktr\u00e4ume f\u00fcr Tourismus und Erholung bei der Aufstellung eines Regionalplans \u00fcberpr\u00fcfen und an aktuelle Entwicklungen anpassen. Au\u00dferdem kann sie die im Landesentwicklungsplan dargestellten Entwicklungsr\u00e4ume f\u00fcr Tourismus und Erholung in den Regionalpl\u00e4nen konkretisieren und innerhalb dieser Entwicklungsgebiete Kernbereiche f\u00fcr Tourismus und Erholung festlegen, um eigene regionale Entwicklungsschwerpunkte zu setzen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann die Regionalplanung in den Regionalpl\u00e4nen Siedlungsachsen darstellen, verschiedene Gebietskategorien f\u00fcr Natur und Landschaft ausweisen, Rohstoffsicherungsgebiete darstellen und r\u00e4umliche Leitbilder f\u00fcr die Nutzung regenerativer<br \/>\nEnergiequellen entwickeln.<br \/>\nInterkommunale Zusammenarbeit<\/p>\n<p>Aber auch die interkommunale Zusammenarbeit soll gest\u00e4rkt werden. Interkommunale Vereinbarungen sollen immer freiwillig sein. Sie werden erst dann erforderlich, wenn sich Gemeinden \u00fcber ihren zugestandenen Rahmen hinaus entwickeln wollen oder sollen. Wenn sie geschlossen werden, sind sie f\u00fcr alle beteiligten Kommunen verbindlich. Zwischen Zentralen Orten und Nachbargemeinden ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit anzustreben, die der Bedeutung der einzelnen Gemeinden gerecht wird und einen fairen Interessensausgleich erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Zentrale Orte haben eine besondere Verantwortung f\u00fcr das Zustandekommen von interkommunalen Vereinbarungen. Wenn die Vereinbarungen verbindliche Grundlage f\u00fcr die zuk\u00fcnftige regionalplanerische Beurteilung der Bauleitplanung sein sollen, sind sie mit der Regionalplanung im Hinblick auf die Erfordernisse der Raumordnung abzustimmen. Diese M\u00f6glichkeit kann k\u00fcnftige Planverfahren erheblich beschleunigen.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-17497\" href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/2010\/06\/neuer-landesentwicklungsplan-starke-kommunen-fur-mehr-wachstum-eine-gute-daseinsvorsorge-und-hohe-lebensqualitat-2\/hauptverbindungsachsen\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-17497\" title=\"hauptverbindungsachsen\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/hauptverbindungsachsen.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/hauptverbindungsachsen.jpg 500w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/hauptverbindungsachsen-320x223.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/hauptverbindungsachsen-426x297.jpg 426w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Karte der Landesplanung: &#8222;Zentrale Orte und Stadtrandkerne&#8220; (Stand: Oktober 2009)<\/p>\n<p>Entwicklungsachsen<\/p>\n<p>Mit der A 20 und A 21 kommen weitere Landesentwicklungsachsen hinzu. Hauptverbindungsachsen wie die B 202, B 76, A 210 und B 203 verbinden die Entwicklungsachsen miteinander und verdeutlichen die Erreichbarkeit von Schwerpunkten auf diesen Achsen an die Hauptverkehrsstr\u00f6me von und nach Skandinavien und Osteuropa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine fast schon unendliche Geschichte geht zu Ende. 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