{"id":17534,"date":"2010-06-29T23:31:05","date_gmt":"2010-06-29T21:31:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=17534"},"modified":"2010-06-21T23:42:35","modified_gmt":"2010-06-21T21:42:35","slug":"das-evangelium-der-unschuld-von-achim-elfers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/das-evangelium-der-unschuld-von-achim-elfers\/","title":{"rendered":"&#8222;Das Evangelium der Unschuld&#8220;  von Achim Elfers"},"content":{"rendered":"<p>Viele fortgeschrittene Theologen sind ihrer Quelle fortgeschritten.<br \/>\nOder sie schritten in ihren Fortschritten im Kreise um das Licht,<br \/>\ndoch nicht zu ihm hin. Die meisten Christen glauben an einen<br \/>\nChristus, den sie nicht verstehen. Zugleich glauben sie<br \/>\nantagonistisch an die Wahrheit der Welt, die den Christus ablehnt und<br \/>\nmit dem Christus auch nicht in Einklang zu bringen ist. Nun gew\u00e4hrt<br \/>\nein neues Buch tiefe Einblicke in die Legenden um Jesus und in die<br \/>\nBotschaft Christi. Vielleicht ist das ja etwas f\u00fcr Sie und Ihren<br \/>\nFeuilleton?<\/p>\n<p>&#8222;Das Evangelium der Unschuld&#8220;\u00a0 von Achim Elfers,<\/p>\n<p>erschienen im Verlag Ch. M\u00f6llmann.<!--more-->&#8222;Quid est veritas? &#8211; Was ist Wahrheit?&#8220;, ist die bekannte Frage des<br \/>\nHeiden Pontius Pilatus. Die Christgl\u00e4ubigen sind geneigt zu bekennen,<br \/>\ndass der Christus die Wahrheit sei (Joh 14,6). Was aber ist der<br \/>\nChristus, dass er nicht einfach die Wahrheit sage, sondern sie sei?<br \/>\nUnd muss die Christus-Wahrheit nicht etwas weit H\u00f6heres sein denn<br \/>\nblo\u00dfe &#8222;Ungelogenheit&#8220; oder die\u00a0 &#8222;Zutreffendheit einer Aussage&#8220; oder<br \/>\nderen &#8222;\u00dcbereinstimmung mit einem Gegenstande&#8220;, den wir ja doch nicht<br \/>\nvollst\u00e4ndig und umfassend trefflich zu beurteilen verm\u00f6gen? Muss sie<br \/>\nnicht auch die Unschuld implizieren oder gar sein, die der Christus<br \/>\nals Erl\u00f6ser aus S\u00fcnde und Schuld uns gew\u00e4hrt? Wieso aber glauben so<br \/>\nviele Menschen an den Christus und dennoch an die Wahrheit der<br \/>\nSchuld? Wissen sie denn genau, an was sie da glauben? Wissen sie, was<br \/>\nder Christus sei?<br \/>\nDieser zumeist ungekannte und ungewusste Christus ist h\u00f6chst<br \/>\nmerkw\u00fcrdig. Er begegnet dem Menschen gern in einer ihm unliebsamen,<br \/>\nja: widerw\u00e4rtigen Gestalt. So kam er einst nicht als prachtvoll<br \/>\nstrahlender K\u00f6nig mit un\u00fcberwindlichen Heerscharen, um die Feinde<br \/>\nIsraels ruhmreich zu besiegen, sondern als \u00e4rmlich staubiger<br \/>\nWanderprediger mit einer langhaarigen J\u00fcngerhorde, um den<br \/>\nFeindglauben Israels unger\u00fchmt zu vergeben. So entging den meisten<br \/>\nZeitgenossen jenes Wanderpredigers die Gr\u00f6\u00dfe Christi hinter der<br \/>\nweltlichen Kleinheit Jesu.<br \/>\nNun ist ein neues Buch erschienen, dessen Botschaft bisher so einsam<br \/>\nverschallt, wie wohl die ersten Predigten des Johannes des T\u00e4ufers in<br \/>\nder W\u00fcste. &#8222;Das Evangelium der Unschuld&#8220; von Achim Elfers predigt das<br \/>\nEvangelium Jesu in einer Sprache, die den gewohnheitlichen<br \/>\nErwartungen nicht entspricht. Da werden \u201aSynagoge&#8216; und \u201aSympathie&#8216;<br \/>\nmit u statt y geschrieben (wie ja auch in \u201aMusik&#8216; oder \u201aLukas&#8216;), \u201ada&#8216;<br \/>\nmit r am Ende (wie ja auch in \u201adar-an&#8216;, \u201adar-unter&#8216;, \u201adar-stellen&#8216;),<br \/>\n\u201aGleichnis&#8216; mit doppeltem s (wie ja auch im Plural) und<br \/>\nlatinisiert-verdeutschte Namen wie \u201aJesus&#8216;, \u201aJudas&#8216; und \u201aJerusalem&#8216;<br \/>\nwerden zu \u201aJeschua&#8216;, \u201aJehuda&#8216; und \u201aJeruschalajim&#8216; rehebraifiziert.<br \/>\nWozu all das? Soll etwa hinter einer sprachlich unliebsamen Gestalt<br \/>\nwiederum der Christus oder seine Botschaft verkannt werden?<br \/>\nDer Mensch &#8211; auch der gebildete! &#8211; m\u00f6ge nicht seine Gewohnheit mit<br \/>\nWissenschaft verwechseln und nicht seine bodenst\u00e4ndige Umgangssprache<br \/>\nmit der tief reichenden Sprache f\u00fcr Gottes bodenloses Wort. Hinter<br \/>\nder ungewohnten Gestalt der Elfersschen Kunstsprache atmet der Geist<br \/>\ndes Erkennens der Unschuld. Dieser aber wird nur \u00e4u\u00dferst schwer<br \/>\nwillkommen gehei\u00dfen werden, so lange der Mensch noch an die<br \/>\nvermeintlich bewiesene Wahrheit seiner sprachlich fixierten<br \/>\nDenkgewohnheiten und seines Schulddenkens glaubt.<br \/>\nIst aber die Schuld wahr? Kann sie dies sein, wenn der Christus die<br \/>\nWahrheit ist, welcher aus der Schuld erl\u00f6st? Die Menschheit ist aber<br \/>\nnoch nicht aus der Schuld erl\u00f6st, nur weil Jeschua am Kreuze starb,<br \/>\ndenn die meisten Menschen wohnen gedanklich immer noch in ihr und sie<br \/>\nin ihnen. Tagt\u00e4glich wird dies offenbar und der Mensch bemerkt es<br \/>\nzumeist nicht. Er wei\u00df nicht, dass er an Schuld glaubt und dies nur<br \/>\naus dem Grunde glauben kann, weil er eben nicht an den Christus<br \/>\nglaubt, sondern h\u00f6chstens an &#8222;den lieben Herrn Jesus&#8220;. Er wei\u00df nicht,<br \/>\ndass der Christus die Einsheit der Menschen wie der ganzen ewigen<br \/>\nSch\u00f6pfung ist, darinnen der Schaden unm\u00f6glich ist, auf den er sein<br \/>\neben nur weltliches Schulddenken st\u00fctzt. Er glaubt ja an die<br \/>\nverg\u00e4ngliche Welt als Wahrheit und setzt sie gedankenpr\u00fcflos mit der<br \/>\nunverg\u00e4nglichen Sch\u00f6pfung gleich und staunt dann best\u00fcrzt, wenn diese<br \/>\nWelt und deren Dinge, an die er sein Herz geh\u00e4ngt hat, zerst\u00f6rt<br \/>\nwerden und vergehen, obwohl die Sch\u00f6pfung ewig ist. Das Vergehen der<br \/>\nDinge aber, an die er wider die biblische Empfehlung sein Herz<br \/>\ngeh\u00e4ngt hat, wertet er als den Schaden, welchen er als Grundlage f\u00fcr<br \/>\nseinen streng genommen doch eher heidnisch anmutenden Schuldglauben<br \/>\nverwendet. Jesus starb aber am Kreuze erst dann auch f\u00fcr ihn, wenn er<br \/>\ndiese Grundlage und den auf ihr gen\u00e4hrten Schuldglauben zu revidieren<br \/>\nbereit ist.<br \/>\nIm &#8222;Evangelium der Unschuld&#8220; wird nun in ungewohnter und dennoch<br \/>\nsch\u00f6ner, poetischer, tiefsinniger Sprache erz\u00e4hlend (und in der<br \/>\nExegese zudem kritisch) beschrieben, dass Unschuld nicht allein durch<br \/>\nehrbare Gesetzestreue und Unterlassung des verbrecherischen<br \/>\nGesetzesbruches entsteht, sondern erst durch dessen Vergebung. Die<br \/>\nWeisung wird demnach nicht durch buchstabengem\u00e4\u00dfe Gesetzesbefolgung;<br \/>\nsondern durch die Vergebung des Bruches ihres Buchstabens vollendet.<br \/>\nDie Schau der Unschuld des Verbrechers wird als der Weg zu der<br \/>\nEr\u00f6ffnung der eigenen Unschuld benannt. So werden die bekannten<br \/>\nLegenden und Geschehnisse um Jesus so erz\u00e4hlt, dass bei allen<br \/>\nBeteiligten der Unschuldsgedanke lebt. In dem Ereignis der nicht<br \/>\nstatt gefundenen Steinigung der Ehebrecherin laufen die Pharis\u00e4er und<br \/>\nSchriftgelehrten nicht boshaft oder verstockt weg und &#8222;dachten, wie<br \/>\nsie ihn umbr\u00e4chten&#8220;, sondern nach Jesu Wort: &#8220; \u2026 werfe also jener<br \/>\nunter Euch, der g\u00e4nzlich ohne Schuld, den erste Stein!&#8220; bekennen sie<br \/>\naufrichtig nach kurzem Besinnen: &#8222;Rabbi, keiner unter uns ist<br \/>\ng\u00e4nzlich ohne Schuld. So wirf Du den ersten Stein!&#8220; Er aber l\u00e4chelte<br \/>\nund sprach: &#8222;Wer dar ohne Schuld ist, der schaut einzig seines<br \/>\nN\u00e4chsten Unschuld.&#8220; Dar widersprachen sie ihm: &#8222;Aber Rabbi! Ihre<br \/>\nSchuld ist doch erwiesen!&#8220; Und er fragte sie: &#8222;Und ist Eu&#8217;re Schuld<br \/>\nnicht auch erwiesen? Nicht verurteilt sie, und auch Ihr werdet nicht<br \/>\nverurteilt, denn Vergebung ist der Weg zu&#8217;r Unschuld.&#8220;<br \/>\nDas ist bis auf das L\u00e4cheln Jesu eigentlich dem Wesen nach nicht neu,<br \/>\njedoch noch immer genau so brisant und spannend wie vor zweitausend<br \/>\nJahren, wenn man sich gedanklich darauf einl\u00e4sst. M\u00f6ge es nicht<br \/>\nabermals an der \u00fcblichen schuldgl\u00e4ubigen Verfallenheit der Menschen<br \/>\nan die Welt abprallen wie seit Jesus immer wieder.<\/p>\n<p>\u00dcber das Buch siehe: <a href=\"http:\/\/www.chmoellmann.de\" target=\"_blank\">www.chmoellmann.de<\/a><br \/>\n\u00dcber den Autoren siehe: <a href=\"http:\/\/www.sternensohn.de\" target=\"_blank\">www.sternensohn.de<\/a><\/p>\n<p>\u00dcber Antwort freuen sich<br \/>\nAchim Elfers &#8211; Autor<br \/>\nChristoph M\u00f6llmann &#8211; Verleger<br \/>\nVerlag Ch. M\u00f6llmann<br \/>\nSchlo\u00df Hamborn 94<br \/>\n33178 Borchen<br \/>\nTel.: 05251-27280<br \/>\nFax: 27256<br \/>\ne-Mail: chm@chmoellmann.de<br \/>\nhttp:\/\/www.chmoellmann.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele fortgeschrittene Theologen sind ihrer Quelle fortgeschritten. 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