{"id":17557,"date":"2010-06-22T16:09:56","date_gmt":"2010-06-22T14:09:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=17557"},"modified":"2010-06-22T16:09:56","modified_gmt":"2010-06-22T14:09:56","slug":"kustenschutzministerin-rumpf-bauarbeiten-an-den-kustenschutzanlagen-sind-im-zeitplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kustenschutzministerin-rumpf-bauarbeiten-an-den-kustenschutzanlagen-sind-im-zeitplan\/","title":{"rendered":"K\u00fcstenschutzministerin Rumpf: &#8222;Bauarbeiten an den K\u00fcstenschutzanlagen sind im Zeitplan&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. K\u00fcstenschutzministerin Dr. Juliane Rumpf hat eine positive Zwischenbilanz der diesj\u00e4hrigen K\u00fcstenschutzarbeiten gezogen. &#8222;&#8220;Trotz der Verz\u00f6gerungen durch die ung\u00fcnstige Witterung zu Jahresbeginn sind die vorgesehenen Bauma\u00dfnahmen voll im Zeitplan&#8220;&#8220;, teilte sie heute (22. Juni) mit. Im Jahr 2010 stehen dem K\u00fcstenschutz insgesamt rund 60 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Davon entfallen 15 Millionen Euro reine Landesmittel auf die Unterhaltung der landeseigenen K\u00fcstenschutzanlagen und \u00fcber 44 Millionen Euro auf investive Ma\u00dfnahmen.<!--more--><br \/>\n&#8222;&#8220;Mit einer gemeinsamen Initiative der norddeutschen K\u00fcstenl\u00e4nder ist es uns gelungen, zus\u00e4tzliche Bundesmittel f\u00fcr den K\u00fcstenschutz bereit zu stellen. Aus diesem Sonderrahmenplan \u201aMa\u00dfnahmen des K\u00fcstenschutzes in Folge des Klimawandels\u2019 erhalten wir bis zum Jahre 2025 rund 85 Millionen Euro zus\u00e4tzlich vom Bund. Zusammen mit den Kofinanzierungsmitteln des Landes haben wir zus\u00e4tzlich j\u00e4hrlich rund 8,2 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. Das ist eine stolze Summe, aber auch notwendig, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen&#8220;&#8220;, erl\u00e4uterte Frau Rumpf.<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften aktuellen Ma\u00dfnahmen ist die Deichverst\u00e4rkung in Brunsb\u00fcttel-Altenhafen. Hier soll der Deich bis zum Jahre 2013 auf einer L\u00e4nge von rund drei Kilometern verst\u00e4rkt werden. F\u00fcr den Deichkern wurden bereits 110.000 Kubikmeter Sand mit einem Sp\u00fclbagger in die vorgesehenen Sp\u00fclfelder eingebracht. Zurzeit werden die Baugruben f\u00fcr die Erweiterung des Sch\u00f6pfwerkes vorbereitet. Das Sch\u00f6pfwerk wird in Zusammenarbeit mit dem Deich- und Hauptsielverband mit einer zus\u00e4tzlichen Pumpe ausger\u00fcstet, um das dahinter liegende gro\u00dfe Einzugsgebiet der Braake besser zu entw\u00e4ssern. Insgesamt belaufen sich die Kosten f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Bauabschnitt auf rund sechs Millionen Euro. Bereits am 29. April wurde mit den Sandaufsp\u00fclungen vor der Insel Sylt begonnen. Bisher wurden rund 220.000 Kubikmeter Sand vor Westerland, rund 132.000 Kubikmeter vor Kampen und rund 40.000 Kubikmeter vor List aufgesp\u00fclt. Bis etwa Ende August werden weitere Aufsp\u00fclarbeiten vor List sowie in den Bereichen H\u00f6rnum und Dikjendeel erfolgen. In diesem Jahr werden auf rund sieben Kilometern Vorsp\u00fclungen f\u00fcr etwa 6,2 Millionen Euro durchgef\u00fchrt. Auf der Insel F\u00f6hr erfolgen zurzeit die Arbeiten f\u00fcr den ca. 2,2 Kilometer langen dritten und letzten Bauabschnitt der Deichverst\u00e4rkung F\u00f6hr-Oldsum. Bereits seit dem Jahre 2008 laufen hier die Verst\u00e4rkungsarbeiten f\u00fcr den vier Kilometer langen Abschnitt. Vier Millionen Euro werden in diesem Jahr ausgegeben.<br \/>\nDer zwischen den Halligen Oland und Langene\u00df vorhandene Lorendamm dient in erster Linie als Sicherungsdamm zur Stabilisierung des Wattsockels zwischen F\u00f6hr auf der einen und Pellworm auf der anderen Seite. Daneben wird er f\u00fcr Materialtransporte f\u00fcr den K\u00fcstenschutz sowie von den Halligbewohnern als Versorgungsweg genutzt. Aufgrund des seit seiner Herstellung kontinuierlich gestiegenen Meeresspiegels kann er aktuell seine Funktion der Wellen- und Str\u00f6mungsberuhigung nicht mehr im erforderlichen Umfang erf\u00fcllen. Zurzeit erfolgt daher eine Verst\u00e4rkung des Dammes durch eine Erh\u00f6hung um 50 Zentimeter. Bis zum Herbst 2011 soll die rund sechs Millionen Euro teure, zweij\u00e4hrige Bauma\u00dfnahme abgeschlossen sein.<br \/>\nIm Dithmarscher Altfelderkoog wird seit Sommer 2009 der bisher fehlende Treibselabfuhrweg gebaut. Auf rund 4,5 Kilometer L\u00e4nge werden damit die zuk\u00fcnftigen Unterhaltungsarbeiten am Landesschutzdeich wesentlich erleichtert. Insgesamt belaufen sich die Kosten f\u00fcr die zweij\u00e4hrige Ma\u00dfnahme auf rund 2,4 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr wird vorbehaltlich des Abschlusses des laufenden Planfeststellungsverfahrens mit den Bauarbeiten f\u00fcr die Deichverst\u00e4rkung Dahme-Rosenfelde an der Ostsee begonnen. Die Verst\u00e4rkung des rund 5,5 Kilometer langen Ostseedeiches mit gesch\u00e4tzten Kosten in H\u00f6he von rund 19 Millionen Euro soll in den kommenden vier bis f\u00fcnf Jahren erfolgen.<br \/>\nAn der Westk\u00fcste ist als weitere Ma\u00dfnahmen des Jahres noch der Bau der Treibselabfuhrwege auf F\u00f6hr im Bereich Oevenum und in Dithmarschen im Bereich Friedrichskoog bis Edendorf geplant. Die Verst\u00e4rkung des aufgrund der Januarsturmflut gesch\u00e4digten Regionaldeiches Fehmarnsund ist so gut wie abgeschlossen. Die Bauarbeiten werden in der 25. Kalenderwoche fertig gestellt.<\/p>\n<p>Die investiven Mittel f\u00fcr den K\u00fcstenschutz setzen sich aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe &#8222;Verbesserung der Agrarstruktur und des K\u00fcstenschutzes&#8220; und aus EU-Mitteln aus dem Europ\u00e4ischen Landwirtschaftsfonds f\u00fcr die Entwicklung der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume (ELER) sowie aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung (EFRE) zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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