{"id":176482,"date":"2015-05-20T09:07:56","date_gmt":"2015-05-20T07:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=176482"},"modified":"2015-05-23T09:09:02","modified_gmt":"2015-05-23T07:09:02","slug":"entwicklungsstoerungen-vorhersagen-und-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/entwicklungsstoerungen-vorhersagen-und-behandeln\/","title":{"rendered":"Entwicklungsst\u00f6rungen vorhersagen und behandeln"},"content":{"rendered":"<p>Jedes Hundertste Neugeborene kommt deutlich vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Fr\u00fchgeborene wiegen bei ihrer Geburt weniger als 1500 Gramm. Ihre Organe sind oftmals noch nicht vollst\u00e4ndig entwickelt und sie sind anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten. Auch die Sterblichkeit fr\u00fchgeborener Kinder ist erh\u00f6ht. Welche langfristigen Folgen eine zu fr\u00fche Geburt f\u00fcr das Kind haben kann, ist bislang nur wenig erforscht. Wissenschaftliche Langzeitstudien zu Fr\u00fchgeburten gab es in Deutschland bislang nicht. <!--more-->Diese L\u00fccke hat das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) bereits im Jahr 2008 durch die F\u00f6rderung des Deutschen Fr\u00fchgeborenen-Netzwerkes geschlossen. Seitdem haben sich mehr als 35 Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet diesem Netzwerk angeschlossen. Das Bundesforschungsministerium hat sich nun entschlossen, den erfolgreichen Forschungsverbund f\u00fcr weitere sechs Jahre mit zus\u00e4tzlichen f\u00fcnf Millionen Euro zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&#8222;Fr\u00fchgeborene Kinder bed\u00fcrfen in besonderem Ma\u00dfe unserer F\u00fcrsorge. Deshalb machen wir uns f\u00fcr die Erforschung von Risikofaktoren und geeigneten Behandlungsm\u00f6glichkeiten stark&#8220;, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. &#8222;Wir m\u00fcssen dringend mehr dar\u00fcber erfahren, welche Faktoren sich auf die langfristige Entwicklung der Fr\u00fchgeborenen auswirken. Hierzu ist die deutschlandweite Vernetzung von Expertinnen und Experten unerl\u00e4sslich.&#8220;<\/p>\n<p>Im Deutschen Fr\u00fchgeborenen-Netzwerk werden &#8211; im Einklang mit den geltenden ethisch-rechtlichen Bedingungen &#8211; die klinischen Daten und genetischen Informationen von mehr als 20.000 Fr\u00fchgeborenen ermittelt und ausgewertet. Alle Kinder werden nach ihrer Geburt \u00fcber einen Zeitraum von sechs Jahren beobachtet. Dabei wollen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem herausfinden, welche genetischen und klinischen Risikofaktoren Fr\u00fchgeborene haben und wie sich diese auf die Entwicklung der Kinder auswirken. Hierdurch sollen wertvolle Erkenntnisse zu geeigneten Behandlungsmethoden f\u00fcr sehr kleine Fr\u00fchgeborene erzielt werden. Dieses Wissen kann dazu dienen, um beispielsweise Lungenerkrankungen, Entwicklungsst\u00f6rungen und schwere Infektionen der Babys vorherzusagen und vorbeugend zu behandeln. Dar\u00fcber sammelt das Fr\u00fchgeborenen-Netzwerk einzigartige Daten- und Biomaterialien f\u00fcr zuk\u00fcnftige wissenschaftliche Studien.<\/p>\n<p>Geleitet wird das Deutsche Fr\u00fchgeborenen-Netzwerk von Professor Dr. Wolfgang G\u00f6pel, Neonatologe und p\u00e4diatrischer Intensivmediziner am Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>Die Forschung des Deutschen Fr\u00fchgeborenen-Netzwerks ist eingebettet in die 2007 ver\u00f6ffentlichte F\u00f6rderrichtlinie des Bundesforschungsministeriums &#8222;Langzeituntersuchungen in der Gesundheitsforschung&#8220;.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/2101.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/2101.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Hundertste Neugeborene kommt deutlich vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt. 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