{"id":177083,"date":"2015-05-28T14:57:20","date_gmt":"2015-05-28T12:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=177083"},"modified":"2015-05-28T14:57:20","modified_gmt":"2015-05-28T12:57:20","slug":"zahl-der-grosstrappen-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zahl-der-grosstrappen-steigt\/","title":{"rendered":"Zahl der Gro\u00dftrappen steigt"},"content":{"rendered":"<p>Fangjagd hilft bei\u00a0 Populationsentwicklung &#8211; (Berlin, 28. Mai 2015) 197 Gro\u00dftrappen leben derzeit wieder in Deutschland. Seit 1997 sind damit die Best\u00e4nde um fast 400 Prozent gestiegen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begr\u00fc\u00dft die positive Populationsentwicklung \u2013 allerdings gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Der schwerste flugf\u00e4hige Vogel der Welt findet in Deutschland nur noch wenige Lebensr\u00e4ume die seinen Anspr\u00fcchen gerecht werden. <!--more-->Zudem steigt der Druck durch Fressfeinde weiter an. \u201eLebensraum verbessernde Ma\u00dfnahmen gepaart mit intensiver Fangjagd helfen dem Nachwuchs\u201c, erkl\u00e4rt DJV-Pr\u00e4sidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke.<br \/>\nAktuell kommen die V\u00f6gel nur noch in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor. Dort werden durch Z\u00e4unungen zirka 20 Hektar gro\u00dfe \u201efuchssichere Areale\u201c geschaffen. Wiesel, Iltis und Steinmarder haben es auf die Gelege der Trappen abgesehen, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere R\u00e4uber wie der heimische Fuchs und eingeschleppte Arten wie Marderhund und Waschb\u00e4r auch den K\u00fcken nachstellen. Nach DJV-Angaben ist die Gro\u00dftrappe eine vom Aussterben bedrohte Art. Aber auch andere Bodenbr\u00fcter wie Kiebitz, Rotschenkel, Brachvogel oder einige Regenpfeiferarten, deren Best\u00e4nde durch ver\u00e4nderte Landnutzung weiter zur\u00fcckgehen, leiden unter der zunehmenden Zahl von anpassungsf\u00e4higen Fressfeinden. Aufgrund erfolgreicher Tollwutimpfungen hat sich beispielsweise die Fuchspopulation in Deutschland seit den 1980er Jahren verdreifacht. Lebensraum verbessernde Ma\u00dfnahmen f\u00fcr spezialisierte Arten laufen deshalb ohne Fangjagd vielerorts ins Leere.<\/p>\n<p>Daher fordert der DJV von Politik und Naturschutzverb\u00e4nden ein Bekenntnis zur Fangjagd f\u00fcr den Artenschutz, zumal bereits heute in bedeutenden Naturschutzgebieten Fallen zur Fuchs-oder Waschb\u00e4rjagd eingesetzt werden. Fallenverbote, wie sie in einigen Landesgesetzen auf der Tagesordnung stehen sind kontraproduktiv. \u201eWenn Naturschutzverb\u00e4nde \u201aPr\u00e4datorenmanagement\u2018 fordern und zum Teil selbst praktizieren, aber gleichzeitig Fangjagd verbieten wollen, dann ist das \u2013 diplomatisch ausgedr\u00fcckt \u2013 Augenwischerei\u201c, so Helmut Dammann-Tamke. In beiden F\u00e4llen komme eine Falle zum Einsatz. Dem Fuchs sei es egal, welches Etikett darauf klebt. J\u00e4ger sind laut DJV im Umgang mit Fangger\u00e4ten geschult und wichtige Partner im Artenschutz.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Trappen ben\u00f6tigten weitr\u00e4umige Offenlandfl\u00e4chen, mit extensiver Bewirtschaftung. Diese bieten ausreichend Nahrung und Deckung, vor allem aber Ruhe. Die Gro\u00dftrappe lebt in Deutschland noch in folgenden Gebieten:<\/p>\n<ul>\n<li>Belziger Landschaftswiesen im S\u00fcdwesten Brandenburgs<\/li>\n<li>Havell\u00e4ndische Luch westlich von Berlin<\/li>\n<li>Fiener Bruch, eine flache Niederungslandschaft im Nordosten Sachsen-Anhalts<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie die Fangjagd der Gro\u00dftrappe hilft, zeigt ein DJV-Video:<\/p>\n<p><a title=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7pqUTq3G-g8\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7pqUTq3G-g8\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7pqUTq3G-g8<\/a><\/p>\n<p>Aktuelle Statistiken zur Entwicklung der Gro\u00dftrappenpopulation gibt es hier:<\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/info.grosstrappe.de\/\" href=\"http:\/\/info.grosstrappe.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/info.grosstrappe.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fangjagd hilft bei\u00a0 Populationsentwicklung &#8211; (Berlin, 28. Mai 2015) 197 Gro\u00dftrappen leben derzeit wieder in Deutschland. 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