{"id":1844,"date":"2005-12-24T08:53:37","date_gmt":"2005-12-24T08:53:37","guid":{"rendered":"http:\/\/testserver\/wordpress\/?p=1744"},"modified":"2005-12-24T08:53:37","modified_gmt":"2005-12-24T08:53:37","slug":"der_weihnachtsmann_und_sein_rotes_kostm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/der_weihnachtsmann_und_sein_rotes_kostm\/","title":{"rendered":"Der Weihnachtsmann und sein rotes Kost\u00fcm"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"bookSantaClaus\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/images\/topics\/bookSantaClaus.jpg\" alt=\"bookSantaClaus\" \/><br \/>\n\u00bbDas Weihnachtsfest hat seinen Ursprung am 25. Dezember 217. Der damalige Papst, Felix I., erkl\u00e4rte diesen Tag zum Geburtstag von Jesus Christus. Er tat das nicht von ungef\u00e4hr, denn der 25. Dezember ist der Tag der Wintersonnenwende und mit diesem Schritt vereinte er die christliche Lehre mit den heidnischen Riten, die schon seit jeher diesen Tag feierten, nur mit dem Unterschied, dass die Heiden nicht die Geburt Christi feierten, sondern den Fr\u00fchling herbeisehnten. Aber auch einige andere Rituale der Heiden machte sich die fr\u00fchchristliche Kirche zu Eigen. So das ausgelassene Feiern, das zu Ehren des Gottes Saturn schon am 19. Dezember f\u00fcr eine Woche zelebriert wurde und das Schm\u00fccken von B\u00e4umen, die dann zur Ehre des Sonnengottes verbrannt wurden. Den Vorschlag seines Amtsbruders Hyppolit konnte jedoch erst Papst Liberius im Jahr 354 endg\u00fcltig durchsetzen und zum Glaubenssatz der katholischen Kirche wurde es schliesslich 381 auf dem Konzil von Konstantinopel erkl\u00e4rt.<!--more-->Nachdem die christliche Kirche diese Riten in abgewandelter Form \u00fcbernommen hatte, f\u00fcgte die Kirche noch das Krippensymbol, Weihnachtslieder und ein opulentes Festessen hinzu, an dem sich Reiche und Arme gleicherma\u00dfen s\u00e4ttigen durften. In der Mitte des 16. Jahrhunderts hatte der Nikolaus seinen ersten Auftritt. Sein Erscheinen verdankt er dem Bischof Nikolaus, der im t\u00fcrkischen Myra lebte. Bischof Nikolaus war bekannt daf\u00fcr, den Armen und Bed\u00fcrftigen zur Seite zu stehen. Der Nikolaus brachte Geschenke f\u00fcr die braven Kinder und bestrafte die unartigen Kinder mit einer Rute. Im 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus einen Begleiter &#8211; der sp\u00e4tere Krampus bzw. Knecht Ruprecht. Fortan war der Nikolaus f\u00fcr die braven Kinder zust\u00e4ndig und sein Begleiter f\u00fcr die &#8218;B\u00f6sen&#8216;.<\/p>\n<p>Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Nikolaus immer weltlicher und methamorphosierte allm\u00e4hlich zum Weihnachtsmann, respektive zu Santa Claus. Wie man sich jedoch den Nikolaus bzw. den sp\u00e4teren Weihnachtsmann vorstellen sollte, war nicht festgelegt worden und so gab es die verschiedensten Vorstellungen und Darstellungen von seinem Aussehen.<\/p>\n<p>Erst 1931 wurde sein heutiges Erscheinungsbild festgelegt. Die Firma Coca Cola beauftragte den Zeichner Haddon Sundblom, den Weihnachtsmann f\u00fcr eine Anzeige zu gestalten. Angeblich diente sein eigenes Gesicht als Vorlage. Aber das die Gestalt des Weihnachtsmannes auch der germanischen Mythologie entlehnt worden sein kann und den Gott Thor darstellt, w\u00e4re ebenfalls denkbar. Sundblom wird sich, da er schwedische Wurzeln hat, seiner nordischen G\u00f6tterwelt erinnert haben. In dieser wird Thor als \u00e4lterer, korpulenter Mann, der stets freundlich ist und einen langen wei\u00dfen Bart hat, beschrieben. Wie dem auch sei, fest steht, dass die Werbekampagne \u00e4u\u00dferst erfolgreich war und seitdem in der Weihnachtswerbung von Coca Cola verwendet wurde. Mitnichten hat also Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden. Coca Cola hat ihm lediglich das uns heute vertraute Gesicht gegeben.<\/p>\n<p>The Dream of Santa<\/p>\n<p>Heute ist der Weihnachtsmann, alias Santa Claus, alias Pere Noel in der ganzen christlichen Welt bekannt und beliebt. Lediglich die Riten und Traditionen sind von Land zu Land unterschiedlich. W\u00e4hrend in Deutschland der Weihnachtsmann schon am 24. Dezember an die kleinen und gro\u00dfen Kinder die Geschenke verteilt, kommt er in Amerika erst einen Tag sp\u00e4ter an &#8211; klar die weite Reise, f\u00fcr die ihm nur ein Rentierschlitten zur Verf\u00fcgung steht, dauert eben. Aber so ganz sicher sind wir uns da nicht. \u00dcbrigens das &#8222;Happy X-mas&#8220; ist nicht nur eine flapsige Redensart der Amerikaner, sondern kommt urspr\u00fcnglich aus der griechischen Sprache. Im Griechischen ist der erste Buchstabe des Wortes Christus ein &#8222;X&#8220;.\u00ab<\/p>\n<p>Quelle: http:\/\/www.magazinusa.com\/lv2\/inside\/i_santa.asp<\/p>\n<p>Pin-Up Ein interessanter Beitrag, ich habe derzeit keine Ahnung, wieweit der Autor damit Recht hat. Der Einfluss des bekannten Limonadenherstellers scheint aber verbrieft zu sein. Der Buchtitel stammt nicht aus dem zitiertem Beitrag, ich habe ihn bei Amazon gefunden. Der Zeichner Haddon Sundblom hat auch noch andere bemerkenswerte Werbebeitr\u00e4ge geschaffen. Diese d\u00fcrften aber eher die V\u00e4ter angesprochen haben: Stichwort Pin-Up.<\/p>\n<p>Die Jahresangabe 217 bzw. Papst Felix I. passen mit Sicherheit nicht zusammen. Laut meinen Recherchen verstarb der erste gl\u00fcckliche Papst, der Anfang 268 die Nachfolge von Papst Dionysius antrat, am 30.12.274 n.C.<\/p>\n<p>Diverse Internetseiten verbinden das Datum 217 mit dem ersten Gegenpapst Hippolyt. Wem mag er die Pferde ausgespannt haben? (Callistus I., Urban I. und Pontian?) Wenn man diesen Seiten Glauben schenken darf, dann hat dieser Papst die Feiern zur Geburt Christi vom 6. Januar auf den 25. Dezember verlegt.<\/p>\n<p>Ich gebe vorerst meine Forschungen auf, wer hier welche Feier f\u00fcr welchen Zweck umgedeutet hat. Fakt ist: Gefeiert wurde schon immer, manchmal \u00e4ndern sich die Begr\u00fcndungen. Und manch eine Organisation macht sich dies zueigen. Halloween l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen:-)<\/p>\n<p>Derzeit besch\u00e4ftigen mich aber andere Darstellungsformen&#8230;..<\/p>\n<p>Nachtrag: Ob nun Thor oder der Chef der germanischen G\u00f6tter, Odin, Wodan oder Wotan genannt, das Vorbild f\u00fcr Sundblom war, ist nicht \u00fcberliefert. In einem alten Schulbuch (um 1910) fand ich folgende Passage zum Thema G\u00f6tterglaube der Germanen:<br \/>\n\u00bbDer oberste Gott war Wodan. Ihn dachte man sich als einen alten b\u00e4rtigen Mann mit breitkrempigen Hute; auf seinem weissen Rosse ritt er durch die Luft. In der Zeit der Wintersonnenwende hielt er mit den \u00fcbrigen G\u00f6ttern einen Umzug auf die Erde, und wenn in unseren Tagen um die Weihnachtszeit die Kinder von einem Schimmelreiter erz\u00e4hlen, der die Christgeschenke bringt, oder von dem b\u00e4rtigen Knechte Ruprecht mit dem gro\u00dfen, breitkrempigen Hute, so ist das noch eine Erinnerung an den Gott Wodan.\u00ab<\/p>\n<p>Rudolf P\u00f6rtner beschreibt in seinem Buch, Die Wikinger-Saga, D\u00fcsseldorf 1971, S.169, den hammerwerfenden Thor wie folgt:<br \/>\n\u00bbGott Thor, der volkst\u00fcmlichste der nordischen G\u00f6tter, wirkt demgegen\u00fcber (Odin) wie ein Bauer, ein wenig vulg\u00e4r, aber sympathisch. &#8230; Ein Fels von einem Kerl, rotb\u00e4rtig, mit m\u00e4chtig entwickeltem Bizeps, bewohnte er einen Palast &#8230;; konsumierte er in einem Arbeitsgang einen kompletten Ochsen, acht Lachse und eine Unmenge Leckereien; lie\u00df er, ohne mit der Wimper zu zucken, drei Fa\u00df Met durch die erhitzte Kehle str\u00f6men; rollte er, um\u00e4\u00dfig gr\u00f6lend und l\u00e4rmend, mit seinem Bockgespann durch die Wolken&#8230;<br \/>\nThor war frei von Bosheit. Leicht erregbar zwar &#8230; aber gutm\u00fctig und den Menschen wohlgesonnen.<br \/>\nKurzum: eine ehrliche Haut, grob und polternd, aber voller G\u00fcte.\u00ab<\/p>\n<p>Wundersch\u00f6ne Beschreibung unseres Weihnachtsfestes! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Zeichnung von Thomas Nast &#8211; Santa Claus in Camp; in: Harpers Weekly, 3.1.1863, Titelbildausschnitt Das urspr\u00fcngliche Aussehen von Santa Claus stammt auch nicht von Haddon Sundblom. Der &#8222;Erfinder&#8220; dieser neuen Figur ist der 1840 in der Stadt Landau in der Pfalz geborene und 1846 mit seiner Mutter in die USA ausgewanderte Thomas Nast. W\u00e4hrend des amerikanischen B\u00fcrgerkriegs (1861 &#8211; 1865) kreierte er aus dem Pelznickel seiner Kindheit und dem in niederl\u00e4ndischer Tradition stehenden Santa Claus den amerikanischen Weihnachtsmann: Aus dem Asketen Nikolaus war ein gem\u00fctlicher, rotgewandeter Dicker geworden. Den wei\u00dfen Pelzbesatz zur roten Kleidung schlie\u00dflich erhielt der Weihnachtmann Anfang der drei\u00dfiger Jahre des 20. Jahrhunderts durch Coca Cola. Der Weihnachtsmann in den Hausfarben von Coca Cola w\u00fcnschte in einer USA-weiten Plakat-Aktion neben einem Gabenstrumpf eine erfrischende Pause. Seit diesem au\u00dferordentlich erfolgreichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann standardisiert.<\/p>\n<p>Zeichnung, Thomas Nast, 1881 Thomas Nast etablierte auch den Nordpol als Heimatsitz von Santa Claus. Auf einer Zeichnung aus dem Jahre 1865 verfolgen zwei Kinder auf einer Weltkarte den weiten, beschwerlichen Weg vom Nordpol in die Vereinigten Staaten. Im folgenden Jahr griff der Schriftsteller George P. Webster diese Idee auf und erkl\u00e4rte, dass in den langen Sommermonaten die Spielzeugfabrik und das Haus von Santa Claus durch Schnee und Eis des Nordpols versteckt seien. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbDas Weihnachtsfest hat seinen Ursprung am 25. Dezember 217. 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