{"id":187406,"date":"2015-07-18T13:55:52","date_gmt":"2015-07-18T13:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/besondere-neuigkeiten\/fw-rz-gross-angelegte-deichverteidigungsuebung-in-lauenburg-94\/"},"modified":"2015-07-18T13:55:52","modified_gmt":"2015-07-18T13:55:52","slug":"fw-rz-gross-angelegte-deichverteidigungsuebung-in-lauenburg-94","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/fw-rz-gross-angelegte-deichverteidigungsuebung-in-lauenburg-94\/","title":{"rendered":"FW-RZ: Gro\u00df angelegte Deichverteidigungs\u00fcbung in Lauenburg"},"content":{"rendered":"<p>Ratzeburg (ots) &#8211; Lauenburg\/Elbe: Dass die Jahrhunderte zumindest  entlang der Elbe schneller vergehen als anderswo, haben die letzten  sog. &#8222;Jahrhunderthochwasser&#8220; der Jahre 2002 und 2013 eindrucksvoll  gezeigt. Umso wichtiger ist es auf evtl. zuk\u00fcnftige Ereignisse  m\u00f6glichst gut vorbereitet zu sein.<!--more--> m fr\u00fchen Morgen des 18. Juli 2015  fand daher im Lauenburger Industriegebiet, in der N\u00e4he der  Palmschleuse, eine gro\u00df angelegte Deichverteidigungs\u00fcbung statt. Rund 150 Einsatzkr\u00e4fte aus THW, Feuerwehr, DLRG und DRK \u00fcbten dort bei  erfreulich guten Wetterbedingungen die sog. &#8222;Phase II&#8220; der aktiven  Hochwasserabwehr. &#8222;Wir brauchen die gewonnenen Erkenntnisse um  Verbesserungen in der Kommunikation und der Aufgabenverteilung  zwischen den Einheiten zu  gewinnen&#8220; erl\u00e4uterte der Zugf\u00fchrer des  THW-M\u00f6lln, Bj\u00f6rn Albrecht, der auch der Hauptorganisator der \u00dcbung  war. Er hat bereits vier Elbehochwasser hinter sich und wei\u00df wovon er spricht. &#8222;Je nachdem wie gro\u00df die Abst\u00e4nde zwischen den Hochwassern  sind und auch durch Personalwechsel  gehen Erfahrungen verloren&#8220;, so  Albrecht weiter. Aus diesem Grund ist die Idee entstanden, eine  Handakte- &#8222;Hochwasser Lauenburg&#8220; f\u00fcr die Technischen Einsatzleitung  (TEL) des Kreises Herzogtum Lauenburg zu erstellen. In diese Handakte flie\u00dfen aktuell und zuk\u00fcnftig alle Erfahrungen zum Thema ein. Jedes  Hochwasser der letzten Jahre hatte seine Besonderheiten und das wird  wohl auch in Zukunft so sein.     Im weiteren Verlauf der \u00dcbung wurden M\u00f6glichkeiten zur Optimierung des Sandsackf\u00fcllplatzes getestet. Ihren Premierentag hatte dabei die  neue Sandsackf\u00fcllmaschine der Freiwilligen Feuerwehr Lauenburg. &#8222;Die  neue F\u00fcllmaschine arbeitete tadellos und wird uns im Falle eines  erneuten Hochwassers gute Dienste leisten&#8220;, freute sich Lars Heuer,  der Wehrf\u00fchrer der Lauenburger Wehr.     Das F\u00fcllen der S\u00e4cke war aber nat\u00fcrlich nur der Anfang. Auch beim  Transport der S\u00e4cke wurde der Einsatz von Sch\u00fcttmulden eingesetzt.  Mit gutem Ergebnis. Wo zuk\u00fcnftig gr\u00f6\u00dfere Mengen an Sands\u00e4cken  ben\u00f6tigt werden, stellen die Mulden eine bessere Alternative zum  klassischen Transport auf Palletten dar.     Der Verbau der Sands\u00e4cke musste nat\u00fcrlich auch ge\u00fcbt werden.  Hierzu wurde das Abdichten von unterschiedlichen Schadstellen ge\u00fcbt.  Zum einen durch Auflastungen, also dem Abdichten von Durchweichungen  des Bodens. Gestapelte Sands\u00e4cke erf\u00fcllen dabei den Zweck, dem Druck  des aufquellenden Wassers entgegen zu wirken und die Schadstelle so  zu schlie\u00dfen. Etwas komplizierter wurde es beim Aufbau sog.  &#8222;Quellkaden&#8220;. Richtig aufgebaut  bilden diese eine Art Auffangbecken  hinter dem Deich. Wasser, das durch ein Loch im Deich dringt, wird in dem so entstandenen Becken gesammelt. Auf diese Art verhindert man,  dass sich das Loch durch die Flie\u00dfbewegung des Wassers weiter  vergr\u00f6\u00dfert, was im Ernstfall b\u00f6se Folgen haben kann.     Aus fr\u00fcheren Hochwasserlagen wei\u00df man, dass im Wasser treibende  Gegenst\u00e4nde leicht zu einem Problem werden k\u00f6nnen. &#8222;Wir haben 2012  unheimlich viele Dinge aus dem Wasser ziehen m\u00fcssen. Am H\u00e4ufigsten  waren es B\u00e4ume&#8220;, erinnerte sich ein Helfer der DLRG. Warum kann es  aber nicht auch mal etwas andere; vielleicht sogar gef\u00e4hrlicheres  sein, das in den Fluten treibt? 2012 war auch der Chemiepark  Bitterfeld vom Hochwasser betroffen. Was damals nicht passierte wurde jetzt angenommen. Im Wasser trieben pr\u00e4parierte Gefahrgutf\u00e4sser. Die  \u00fcbenden Einsatzkr\u00e4fte mussten die F\u00e4sser unter der gebotenen Vorsicht bergen und fachgerecht in Sicherheit zu bringen. Unterst\u00fctzt wurden  sie dabei von den Experten des L\u00f6schzuges-Gefahrgut (LZG).     An der \u00dcbung beteiligt waren zahlreiche THW-Ortsverb\u00e4nde aus  Lauenburg, M\u00f6lln, Ratzeburg, Preetz, Bad Oldesloe, Wandsbek, L\u00fcbeck  und Eutin. Aus Feuerwehrkr\u00e4ften waren der 2. Zug des L\u00f6schzuges  Gefahrgut\/LZG, die Freiwillige Feuerwehr Lauenburg und ein  Bereitschaftszug des Amtes Sandesneben-Nusse eingesetzt. Das Amt  Sandesneben-Nusse verf\u00fcgt aktuell \u00fcber das einzige System von  Feuerwehr-Bereitschaftsz\u00fcgen im Kreis Herzogtum Lauenburg und  erhoffte sich intern ebenfalls wichtige Erkenntnisse aus der  geplanten \u00dcbung. Die Versorgung aller Einheiten \u00fcbernahm die  Logistikgruppe der DLRG-Lauenburg w\u00e4hrend der Mittagszeit. F\u00fcr evtl.  medizinische Erstversorgungen stand das DRK-Lauenburg bereit um  schnell eingreifen zu k\u00f6nnen, was erfreulicherweise aber nicht  notwendig war.     \u00dcbungsorganisator, Bj\u00f6rn Albrecht zeigte sich am Ende sehr  zufrieden: &#8222;Wir haben z.T. wichtige Erkenntnisse gewinnen k\u00f6nnen,  besonders was den Transport von Sands\u00e4cken betrifft. Sch\u00fcttmulden  sind bei gr\u00f6\u00dferen Sandsackmengen deutlich effektiver und  verlustfreier&#8220;.     R\u00fcckfragen bitte an:  Kreisfeuerwehrverband Hzgt. Lauenburg Thomas Grimm Telefon: 0160\/1188910 E-Mail: tel@kfv-herzogtum-lauenburg.de<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/blaulicht\/pm\/68033\/3074684\" target=\"_blank\">presseportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (ots) &#8211; Lauenburg\/Elbe: Dass die Jahrhunderte zumindest entlang der Elbe schneller vergehen als anderswo, haben die letzten sog. &#8222;Jahrhunderthochwasser&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-187406","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/187406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=187406"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/187406\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=187406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=187406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=187406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}