{"id":18854,"date":"2010-07-22T12:58:01","date_gmt":"2010-07-22T10:58:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=18854"},"modified":"2010-07-22T22:37:14","modified_gmt":"2010-07-22T20:37:14","slug":"zahl-der-firmenpleiten-steigt-um-45-prozent-prognose-fur-das-gesamtjahr-fallt-moderat-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/zahl-der-firmenpleiten-steigt-um-45-prozent-prognose-fur-das-gesamtjahr-fallt-moderat-aus\/","title":{"rendered":"Zahl der Firmenpleiten steigt um 4,5 Prozent &#8211; Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr f\u00e4llt moderat aus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.pressetext.com\/show_attach.mc?pte=100721007\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/img.pte.at\/photo_db\/thumbnails\/thumb52251.gif\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"300\" \/>Firmeninsolvenzen in Deutschland<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressetext.com\/show_attach.mc?pte=100721007\"><\/a>Hamburg (pts\/21.07.2010\/08:40) &#8211;<\/p>\n<p><!-- LIVING AD - VIDEOADD CONTENT START \/\/-->Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunf\u00e4hig. Damit  steigen die Insolvenzfallzahlen um 4,48 Prozent gegen\u00fcber dem  Vergleichszeitraum des Vorjahres (16.441). Dennoch f\u00e4llt die  Pleitestatistik f\u00fcr das laufende Jahr moderater aus als bef\u00fcrchtet: Die  Hamburger Wirtschaftsauskunftei B\u00fcrgel geht in ihrer aktuellen Studie  f\u00fcr 2010 von einem leichten Anstieg um drei bis vier Prozent aus und  prognostiziert bis zu 35.000 F\u00e4lle. &#8222;Dennoch m\u00fcssen immer noch mehr  Unternehmen ein Insolvenzverfahren er\u00f6ffnen als zum Zeitpunkt der  Finanzkrise. Noch ist kein wirtschaftliches Gleichgewicht erreicht&#8220;,  betont B\u00fcrgel-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Norbert Sellin.<!--more-->Spitzenreiter bei den Firmeninsolvenzen auf L\u00e4nderebene ist im  ersten Halbjahr bei den absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen (3.305  F\u00e4lle). Auf den folgenden Pl\u00e4tzen rangieren Bayern mit 2.258 Pleiten,  Baden-W\u00fcrttemberg (1.863) und Niedersachsen (1.781).<\/p>\n<p>Bringt man die Statistik in Beziehung zur Firmendichte in den  jeweiligen L\u00e4ndern, dann ereigneten sich in Hamburg mit 29 F\u00e4llen je  10.000 Firmen am wenigsten Firmeninsolvenzen. Auch in Bayern (38),  Baden-W\u00fcrttemberg, dem Saarland und Th\u00fcringen (je 40 F\u00e4lle) sind die  Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Diese L\u00e4nder liegen unterhalb des  Bundesdurchschnitts mit 46 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.<\/p>\n<p>Den schlechtesten Wert verzeichnet &#8211; weit abgeschlagen &#8211; Bremen mit  80 Insolvenzen je 10.000 Firmen. Aber auch in Sachsen-Anhalt (67 F\u00e4lle  je 10.000 Unternehmen), Schleswig-Holstein (62) und in Berlin (59)  zeigen sich erh\u00f6hte Werte.<\/p>\n<p>Den st\u00e4rksten Anstieg bei den Insolvenzzahlen um 25,3 Prozent auf  1.316 F\u00e4lle meldet im ersten Halbjahr 2010 Hessen. Aber auch in Bayern  (plus 22,66 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 2.258) und Niedersachsen (plus  21,65 Prozent; 1. Halbjahr 2010: 1.781) ereignen sich zunehmend viele  Pleiten. Unterdessen ist die Insolvenzstatistik im Saarland mit minus  29,79 Prozent r\u00fcckl\u00e4ufig &#8211; ebenso in Nordrhein-Westfalen (minus 22,36  Prozent), Th\u00fcringen (minus 17,99 Prozent) und Hamburg (minus 8,20  Prozent).<\/p>\n<p>Am st\u00e4rksten ber\u00fchren die Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr 6.977  Gewerbebetriebe. Das entspricht einem Anteil von 41 Prozent an allen im  Untersuchungszeitraum gemeldeten Firmeninsolvenzen. 35 Prozent aller  Pleiten gehen unterdessen auf das Konto der Rechtsform GmbH. Hier wurden  im Untersuchungszeitraum 5.982 Unternehmen zahlungsunf\u00e4hig.  Hinsichtlich des Firmenalters mussten vor allem Unternehmen, die erst  bis zu zwei Jahre am Markt agieren, beachtlich Federn lassen &#8211; mit einem  Anteil von 18 Prozent an der Insolvenzstatistik. Am glimpflichsten  kamen indes die Firmen davon, die bereits mehr als 50 Jahre existieren.<\/p>\n<p>Auch wenn die Fallzahlen geringer als erwartet und die  wirtschaftlichen Rahmenbedingungen g\u00fcnstig ausfallen &#8211; Stichwort: stark  gestiegene Exportleistung (Statistisches Bundesamt) und prognostiziertes  Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent (IWF) -, ist die Entwicklung im  ersten Halbjahr f\u00fcr die deutsche Wirtschaft nicht zu untersch\u00e4tzen: Die  vier Hauptursachen f\u00fcr das nach wie vor hohe Ma\u00df an Firmenpleiten sind  erstens das Ausbleiben neuer bzw. die Stornierung oder die Verschie-bung  bereits erteilter Auftr\u00e4ge. Zweitens sorgen Dominoeffekte daf\u00fcr, dass  zahlungsunf\u00e4hige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz rei\u00dfen.<\/p>\n<p>Drittens ist die restriktive Kreditvergabe der Banken  mitverantwortlich an dem Pleitetrend auf weiterhin hohem Niveau.  Viertens haben viele Unternehmen auch innerbetriebliche Fehler begangen:  bei der F\u00fchrung, durch fehlende Kontrollen und die mangelnde  strukturelle Anpassung sowie veraltete Technologien.<\/p>\n<p>Die gesamte Studie ist unter <a href=\"http:\/\/www.buergel.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.buergel.de<\/a> hinterlegt.<\/p>\n<p>B\u00fcrgel Wirtschaftsinformationen GmbH &amp; Co. KG ist mit 60 B\u00fcros  in Deutschland eines der f\u00fchrenden Unternehmen f\u00fcr Wirtschafts- und  Bonit\u00e4tsinformationen sowie Inkassodienstleistungen. B\u00dcRGEL ist ein  Tochterunternehmen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (Allianz  Group) und der KG EOS Holding GmbH &amp; Co. KG (Otto Group).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Firmeninsolvenzen in Deutschland Hamburg (pts\/21.07.2010\/08:40) &#8211; Im ersten Halbjahr 2010 wurden 17.178 Unternehmen zahlungsunf\u00e4hig. 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