{"id":19203,"date":"2010-08-02T09:00:20","date_gmt":"2010-08-02T07:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=19203"},"modified":"2010-08-02T09:01:10","modified_gmt":"2010-08-02T07:01:10","slug":"55-siegerpokale-nach-321-rennen-vergeben-01-08-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/55-siegerpokale-nach-321-rennen-vergeben-01-08-2010\/","title":{"rendered":"55 Siegerpokale nach 321 Rennen vergeben"},"content":{"rendered":"<p>Foto: \u00a9 MK\/Travemuender Woche<\/p>\n<p>Das himmlische Kind lie\u00df die Segler der 121. Travem\u00fcnder Woche zwar am Finaltag im Stich und bot damit einen starken Kontrast zum Starkwind der Vortage. Doch unterm Strich fanden an neun Tagen 321 Rennen statt. 1462 Teilnehmer gingen bei der Mammutveranstaltung an den Start, und am Ende wurden 55 Siegerpokale vom obersten Wettfahrtleiter Walter Mielke und seinen Bahnchefs vergeben.<!--more--> Sportliche H\u00f6hepunkte der TW waren die Meisterschaften bei den Kat-Klassen. Altmeister Roland G\u00e4bler (Tinglev) gl\u00e4nzte mit seiner Ehefrau Nahid als Weltmeister in der ehemals olympischen Tornado-Klasse, und die franz\u00f6sischen Teams dominierten weitestgehend das Geschehen bei den zehn Entscheidungen der Multi Europeans der Hobie-Klasse. Zum Zuschauer-Magneten entwickelte sich die Premiere der Showrennen in der Segel-Arena Trave. Das Projekt mit spektakul\u00e4ren Klassen, die direkt vor dem Publikum segeln, soll auf jeden Fall fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Nahezu spiegelglatt pr\u00e4sentierte sich die L\u00fcbecker Bucht den Athleten der neun Disziplinen, f\u00fcr die am letzten Sonntag noch Rennen vorgesehen waren. Lediglich die olympischen Laser Standard schafften mit M\u00fche eine Wettfahrt, die Tobias Schadewaldt (Kiel) f\u00fcr sich entschied. Lokalmatador Simon Grotel\u00fcschen kassierte dagegen eine Disqualifikation, blieb durch das Streichresultat aber im Gesamt-Ranking an der Spitze. Alle anderen Klassen kehrten nach zweist\u00fcndigem Hoffen auf Wind mehr oder minder tatenlos wieder in den Hafen zur\u00fcck. Damit durfte Florian Freim\u00fcller (Altenholz) einen makellosen deutschen Titelgewinn bei den Surfern in der olympischen RS:X-Klasse feiern.<\/p>\n<p>\u201eAbsolut happy\u201c sei er, bekannte Surfer Freim\u00fcller, nachdem er in den Tagen zuvor sechs Siege in sechs Rennen eingefahren hatte. Der TW-Erfolg war sein erster deutscher Titelgewinn bei den Senioren. \u201eDas war ein tolles Erlebnis. Ich habe allerdings Toni Wilhelm vermisst, gegen den ich hier gern gesurft w\u00e4re. Aber die Travem\u00fcnder Woche passte nicht in seinen Zeitplan. Ich hoffe, diesen Schwung aus dem Erfolg nun in den Weltcup nach Weymouth und zur Weltmeisterschaft nach Kerteminde in D\u00e4nemark mitnehmen zu k\u00f6nnen\u201c, sagte Freim\u00fcller.<\/p>\n<p>Laser-Segler Simon Grotel\u00fcschen war trotz der Disqualifikation wegen Pumpens im Abschlussrennen zufrieden: \u201eDie Disqualifikation war verschmerzbar, daf\u00fcr gibt es ja die Streicher. Dass ich die Gelbe Flagge bekommen habe, war allerdings Auslegungssache. International gibt es andere Standards, da w\u00e4re das mit Sicherheit nicht geahndet worden. Aber die Jury hat halt so entschieden, da half auch alle Diskussion nichts\u201c, sagte der Athlet des L\u00fcbecker Yacht-Clubs. F\u00fcr Verfolger Tobias Schadewaldt war die TW ein \u201esehr sch\u00f6nes Laser-Erlebnis\u201c. Denn der 49er-Segler hatte wie sein etatm\u00e4\u00dfiger Vorschoter Hannes Baumann, der F\u00fcnfter wurde, just for fun einen Ausflug in seine Ex-Klasse unternommen. \u201eMehr wird aber nicht daraus, der Fokus bleibt auf dem 49er\u201c, so Schadewaldt.<\/p>\n<p>Bei der deutschen Meisterschaft der Laser-M\u00e4nner mit dem kleineren Nachwuchs-Rigg (Radial) setzte sich der Berliner Tobias Graf \u00fcberlegen gegen Chris Bauermeister (Wismar) durch. Die Klasse wurde gemeinsam mit den Frauen gestartet. Hierbei war die Kielerin Martje Uecker die beste im Feld und kam im Gesamtranking auf Rang drei.<\/p>\n<p>Durch die Flaute auf Eis gelegt blieb der Versuch der Br\u00fcder Helge und Christian Sach, bei der deutschen Bestenermittlung der Formula-18-Kats doch noch zum 17. Gesamtsieg bei der Travem\u00fcnder Woche zu segeln. Die TW-Rekordsieger hatten sich im Laufe der Serie an die f\u00fchrenden Italiener Vittorio Bissaro\/Lamberto Cesari herangearbeitet, wurden dann aber gezwungen, ihre Aufholjagd auf Rang drei abzubrechen. \u201eWir w\u00e4ren gern noch gesegelt, vor allem, um bei dem schw\u00e4cheren Wind unseren neuen, l\u00e4ngeren Schwerter auszuprobieren, auf die wir unser Boot in m\u00fchevoller Kleinarbeit angepasst haben. Aber so ist das nun mal. Das Gl\u00fcck ist mit den T\u00fcchtigen. Und am Ende war eben nicht genug Wind, um noch zu segeln\u201c, sagte Helge Sach.<\/p>\n<p>Es war der zweite Bronzerang der Kat-Br\u00fcder bei 121. TW. Zuvor hatten sie die manroland Tornado-WM bereits als Dritte beendet. Bei den etwas kleineren F-18 holte sich das italienische Team Bissaro\/Cesari mit zwei Punkten Vorsprung den Titel. Punktgleich mit den Sach-Br\u00fcdern blieben die Australier Brett Burvill\/Ryan Duffield auf Platz zwei.<\/p>\n<p>Die deutsche Bestenermittlung der Laser SB3 gewann die Crew von Reinhard Schroeder aus Grabow. Germans-Masters-Sieger der J\/22 wurde der Niederl\u00e4nder Wouter K\u00f6llmann mit seiner Mannschaft.<\/p>\n<p>Bereits am vorletzten Tag hatten die Hobie-Segler ihren TW-Abschluss gefeiert. Mit 252 Meldungen in zehn Disziplinen hatten sie das gr\u00f6\u00dfte Kontingent bei der Travem\u00fcnder Woche gestellt und gemeinsam mit den anderen Kat-Klassen Tornado, F-18 und A-Cat f\u00fcr ein buntes Treiben am Gr\u00fcnstrand gesorgt. \u201eWir hatten hier ein sehr sch\u00f6nes Event. Die Organisation an Land hat super funktioniert. Ein paar Dinge auf dem Wasser g\u00e4be es zu verbessern\u201c, sagte der zw\u00f6lfmalige Europameister Detlef Mohr aus Reinfeld, der diesmal zwar ohne Titelgewinn blieb, bei den Hobie 16 Open aber zum siebten Mal Vizemeister wurde.<\/p>\n<p>Sportlich zeigten die Franzosen, dass sie bei den Strandkatamaranen die herausragende Nation sind. Sechs von zehn Siegertroph\u00e4en gingen nach Frankreich. Die Niederl\u00e4nder r\u00e4umten zweimal Gold ab, Spanien und Deutschland jeweils einmal. Knud Jansen\/Anke Delius (Kiel) sorgten bei den Masters f\u00fcr den einzigen Heimsieg.<\/p>\n<p>Nun beginnen die Veranstalter bereits mit den Vorbereitungen f\u00fcr das kommende Jahr, f\u00fcr das wieder einige Titelk\u00e4mpfe auf der Regattabahn in Planung sind. Die Int. Canoes kommen mit ihren Weltmeisterschaften nach Travem\u00fcnde genauso wie die Laser 2. F\u00fcr die Traverennen werden schnelle, attraktive Zweir\u00fcmpfer und Gleitfollen ausgesucht. \u201eWir wollen uns schrittweise weiter entwickeln und verbessern, damit wir im Jahr 2014 beim Jubil\u00e4um im 125. Jahr eine Travem\u00fcnder Woche der Superlative feiern k\u00f6nnen\u201c, sagte Andreas St\u00fclcken, TW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Vorsitzender des hauptverantwortlichen L\u00fcbecker Yacht-Clubs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto: \u00a9 MK\/Travemuender Woche Das himmlische Kind lie\u00df die Segler der 121. 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