{"id":192664,"date":"2015-11-06T22:49:52","date_gmt":"2015-11-06T21:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=192664"},"modified":"2015-11-06T22:49:52","modified_gmt":"2015-11-06T21:49:52","slug":"albanien-historisches-treffen-zur-weltweiten-christenverfolgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/albanien-historisches-treffen-zur-weltweiten-christenverfolgung\/","title":{"rendered":"Albanien: Historisches Treffen zur weltweiten Christenverfolgung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Open-Doors-e1444652849172.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-174386\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Open-Doors-e1444652849172.jpg\" alt=\"Open-Doors\" width=\"500\" height=\"273\" \/><\/a>Albanien: Historisches Treffen zur weltweiten Christenverfolgung &#8211; 145 Kirchenleiter beraten im ehemals &#8222;ersten atheistischen Staat der Welt&#8220; &#8211; (Open Doors, Kelkheim) \u2013 Am 4. November kam es in der albanischen Hauptstadt Tirana zu einem historischen Empfang von 145 Kirchenleitern aus aller Welt durch den albanischen Ministerpr\u00e4sidenten Edi Rama. Die Geistlichen waren drei Tage lang zusammengekommen, um eines der dr\u00e4ngendsten Themen der weltweiten Christenheit zu er\u00f6rtern: Die weltweite Christenverfolgung.<!--more-->Signal an verfolgte Christen: Die Gemeinde Jesu lebt!<\/p>\n<p>Sowohl der Empfang als auch die Zusammenkunft sind gleich aus mehreren Gr\u00fcnden historisch zu nennen: Exakt 25 Jahre vor dem Empfang hatte ein albanischer Priester sein Leben riskiert, als er auf einem Friedhof des &#8222;weltweit ersten atheistischen Staates&#8220; eine Messe hielt. Erstmals in der modernen Geschichte der Christenheit kamen bei der Konferenz hochrangige Leiter und Vertreter der unterschiedlichen Kirchentraditionen zusammen: orthodoxe, katholische, protestantische, evangelikale und pfingstkirchliche Christen. Am Ort ihrer Unterbringung hatte bis zu ihrer Zerst\u00f6rung im Jahr 1976 eine orthodoxe Kathedrale gestanden, die 1974 durch ein Hotel ersetzt wurde. Mit dem Treffen in der wiedererrichteten &#8222;Kathedrale der Auferstehung Christi&#8220; wollten die Teilnehmer auch ein Zeichen der Ermutigung f\u00fcr bedr\u00e4ngte Christen in L\u00e4ndern wie Syrien, dem Irak oder Nigeria setzen: Selbst dort, wo der christliche Glaube f\u00fcr tot erkl\u00e4rt wird, lebt die Gemeinde Jesu weiter. Ein weiteres Anliegen der Teilnehmer war, auf verfolgte Christen zu h\u00f6ren, von ihnen zu lernen und ihnen beizustehen.<\/p>\n<p>Erzbischof von Mossul: Genozid an Christen im Irak<\/p>\n<p>In ihrer Einladung stellten die Organisatoren heraus, das 21. Jahrhundert sei voll von schmerzlichen Berichten treuer Menschen, die ihre Hingabe an Christus mit Leiden, Folter und dem Tod bezahlt haben. Als ein Vertreter dieser Christen kam der ehemalige Erzbischof von Mossul (Irak), Basilios Georges Casmoussa zu Wort: &#8222;Erleben wir nicht gegenw\u00e4rtig einen sozio-kulturellen Genozid an den Christen des Irak? Ein Genozid beginnt nicht erst bei der physischen Ausl\u00f6schung eines Volkes, sondern mit der systematischen Zerst\u00f6rung seiner sozialen Bindungen, seiner Kultur, seiner gemeinschaftlichen Geschichte und \u00dcberlieferungen, ebenso wie seiner Zukunft und aktiven Pr\u00e4senz im Land seiner Vorfahren. Die Christen in der Ninive-Ebene erleben t\u00e4glich massive Diskriminierung. Wenn sie verschwinden, steht die Existenz der christlichen Gemeinschaft im Irak auf dem Spiel.&#8220;<\/p>\n<p>Westliche Christen: Mangel an Sensibilit\u00e4t und Ignoranz<\/p>\n<p>&#8222;Die westliche Kultur ist gepr\u00e4gt von einem starken Schuldbewusstsein aufgrund vergangener Fehlentwicklungen und Gewalt, die im Namen des Christentums begangen worden ist&#8220;, f\u00fchrte einer der Hauptredner, Professor Dr. Andrea Riccardi aus. Dieses \u2013 durchaus berechtigte \u2013Bewusstsein habe allerdings eine andere Realit\u00e4t fast vollst\u00e4ndig \u00fcberlagert, die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert ziehe: Die Verfolgung von Christen. &#8222;Christliche Gemeinschaften sind vielfach mit sich selbst besch\u00e4ftigt und \u00fcberh\u00f6ren h\u00e4ufig die Rufe aus einer Welt, in der M\u00e4nner wie Frauen des Glaubens gedem\u00fctigt und verfolgt werden. Ihnen fehlt das Gesp\u00fcr f\u00fcr die zutiefst schmerhaften Erinnerungen des 20. Jahrhunderts. Diese Unkenntnis der Vergangenheit und gegenw\u00e4rtige Insensibilit\u00e4t bedingen einander.&#8220; Und weiter: &#8222;Oftmals haben Kirchen und Christen sich gegen\u00fcber dem leidenden Teil des Leibes Christi verweigert, weil Angeh\u00f6rige anderer Konfessionen betroffen waren, auch weil sie weit entfernt lebten oder das Thema unbequem war.&#8220;<\/p>\n<p>In ihrer gemeinsamen Abschlusserkl\u00e4rung wiesen die Teilnehmer darauf hin, dass die gemeinsame Anstrengung aller christlichen Kirchen erforderlich ist, um das christliche Zeugnis angesichts von Diskriminierung, Verfolgung und Tod zu st\u00e4rken. W\u00f6rtlich hei\u00dft es: &#8222;Wir m\u00fcssen dringend die Solidarit\u00e4t aller Christen st\u00e4rken und in diesem Sinne die Ergebnisse der vergangenen Tage fortf\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p><em>Quelle: World Watch Monitor, Open Doors<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albanien: Historisches Treffen zur weltweiten Christenverfolgung &#8211; 145 Kirchenleiter beraten im ehemals &#8222;ersten atheistischen Staat der Welt&#8220; &#8211; (Open Doors,<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[22],"tags":[17618],"class_list":["post-192664","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaubhaft","tag-albanien-historisches-treffen-zur-weltweiten-christenverfolgung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192664"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":192665,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192664\/revisions\/192665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=192664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=192664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}