{"id":194839,"date":"2015-11-23T17:57:00","date_gmt":"2015-11-23T16:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=194839"},"modified":"2015-12-01T18:04:42","modified_gmt":"2015-12-01T17:04:42","slug":"frauen-luebeck-mehr-frauen-teilzeit-und-atypischer-beschaeftigung-aber-auch-mehr-akademischen-berufen-und-fuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/frauen-luebeck-mehr-frauen-teilzeit-und-atypischer-beschaeftigung-aber-auch-mehr-akademischen-berufen-und-fuehrung\/","title":{"rendered":"Frauen in L\u00fcbeck: Mehr Frauen in Teilzeit und \u201eatypischer\u201c Besch\u00e4ftigung &#8211; aber auch mehr in akademischen Berufen und F\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauen in L\u00fcbeck: Mehr Frauen in Teilzeit und \u201eatypischer\u201c Besch\u00e4ftigung &#8211; aber auch mehr in akademischen Berufen und F\u00fchrung &#8211; \u00a0<\/strong>Der Bericht \u201eFrauen in L\u00fcbeck\u201c analysiert alle vier Jahre im Auftrag der B\u00fcrgerschaft die Situation von Frauen in L\u00fcbeck. Der erste Teil wurde im Fr\u00fchjahr 2015 vorgelegt. Nun ist der zweite Teil erschienen, der die Lage von Frauen auf dem Arbeitsmarkt analysiert.<\/p>\n<p>\u201eWir sehen positive Tendenzen, aber nach wie vor auch einen gro\u00dfen Handlungsbedarf\u201c, so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt L\u00fcbeck. \u201eImmer mehr Frauen in L\u00fcbeck arbeiten sozialversicherungspflichtig und tragen damit zur Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs und der Steuereinnahmen in L\u00fcbeck bei. <!--more-->Nach wie vor sind Frauen jedoch wesentlich h\u00e4ufiger als M\u00e4nner in prek\u00e4ren und sogenannten atypischen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen wie Teilzeit (80% Frauen) oder Minijobs (60-70% Frauen) zu finden\u201c, so Sasse.<\/p>\n<p>\u201ePositiv ist auch, dass der Anteil der Frauen in akademischen Berufen (48%) und in F\u00fchrungspositionen (29%) langsam zunimmt und die Zahl selbst\u00e4ndiger Frauen zumindest gleich bleibt\u201c, erg\u00e4nzt Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Frauenb\u00fcro und Verfasserin des Berichts. \u201eEin Verdienstunterschied von Frauen und M\u00e4nnern von im Schnitt 730 Euro oder 32% pro Monat, nur ein Drittel Frauen unter den Selbst\u00e4ndigen und nur rund 10% Professorinnen an den Hochschulen in L\u00fcbeck zeigen jedoch, dass der gesetzliche Auftrag der Gleichberechtigung von Frau und Mann noch nicht erreicht ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eGute Bildung und eine bessere Qualifikation der Frauen f\u00fchrt leider nicht automatisch dazu, dass Frauen angemessen verdienen, gleichberechtigt in F\u00fchrungspositionen kommen oder als Unternehmerinnen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen\u201c, so Elke Sasse.<\/p>\n<p>Der Bericht gibt eine ganze Reihe von Anregungen f\u00fcr lokale Handlungsempfehlungen und er stellt Unternehmen vor, die sich f\u00fcr eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. \u201eWir halten z.B. noch mehr Austausch und Kooperationen von Unternehmen zum Thema \u201aFamilienfreundlichkeit\u2019 f\u00fcr wesentlich\u201c, so Elke Sasse.<br \/>\n\u201eF\u00fcr die j\u00fcngere Generation ist das Thema der Vereinbarkeit noch wichtiger als fr\u00fcher\u201c, erg\u00e4nzt Petra Schmittner und ist sich sicher: \u201eBei zunehmendem Fachkr\u00e4ftemangel verschaffen sich familienfreundlichen Unternehmen durch entsprechende Angebote einen Wettbewerbsvorteil.\u201c<\/p>\n<p>Am 24. November liegt der Bericht dem Hauptausschuss vor, am 26. November 2015 der B\u00fcrgerschaft. Am Samstag, den 28. November 2015 zwischen 15-18 Uhr stellt Petra Schmittner Ausz\u00fcge des Berichts im L\u00fcbecker Rathaus, Breite Str. 61, L\u00fcbeck (Mittelsaal) vor. Interessierte B\u00fcrgerInnen sind eingeladen gemeinsam zu diskutieren, was in L\u00fcbeck n\u00f6tig ist, um die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern.<br \/>\nEine Anmeldung ist nicht n\u00f6tig, aber m\u00f6glich. Bedarfe zur Kinderbetreuung sollten bis zum 19.11.2015 angemeldet werden unter frauenbuero@luebeck.de oder Tel: 122-1615.<\/p>\n<p>Der Bericht \u201eFrauen in L\u00fcbeck 2014\u201c (Teil I und II) kann abgerufen werden unter www.frauenbuero.luebeck.de (Ver\u00f6ffentlichungen, Fachpublikationen).<br \/>\nBericht \u201eFrauen in L\u00fcbeck 2014. Daten und Fakten, Teil II: Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen (und M\u00e4nnern)<\/p>\n<p>Auszug aus den Handlungsempfehlungen f\u00fcr die lokale Ebene:<\/p>\n<p>1. Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf &amp; Familie beitragen k\u00f6nnten<\/p>\n<p>&#8211; der weitere Ausbau der Ganztagskinderbetreuung<br \/>\n&#8211; ein kontinuierlicher \u00fcberbetrieblicher Austausch zu \u201eguten Beispielen\u201c im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie<br \/>\n&#8211; \u00fcberbetriebliche Kooperationen von Betrieben zur Unterst\u00fctzung von Besch\u00e4ftigten mit Kindern oder pflegebed\u00fcrftigen Angeh\u00f6rigen<br \/>\n&#8211; ein Preis f\u00fcr das familienfreundlichste Unternehmen in L\u00fcbeck<\/p>\n<p>2. Reduzierung der Entgeltungleichheit<\/p>\n<p>&#8211; die Erweiterung des Berufswahlspektrums von Frauen. Ziel muss sein, ihre berufliche Fixierung auf wenige (und schlecht bezahlte) Berufe zu durchbrechen. In bestehende Info-Tage des Handwerks, Berufsorientierungs- und Ganztags-Angebote an Schulen, aber auch an Berufs- und Hochschulen sollten spezielle Angebote f\u00fcr M\u00e4dchen bzw. \u201eGender\u201c-Aspekte integriert werden.<br \/>\n&#8211; erwerbslose Frauen m\u00fcssen vom Jobcenter verst\u00e4rkt in existenzsichernde Arbeit vermittelt werden<br \/>\n&#8211; die Umwandlung von Minijobs und der Wechsel von Teil- in Vollzeit kann von Seiten der ArbeitgeberInnen unterst\u00fctzt werden, z.B. durch interne Stellen- bzw. Aufstockungsangebote, oder mit Angeboten zur famili\u00e4ren Entlastung<br \/>\n&#8211; notwendig ist die (weitere) F\u00f6rderung der Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung durch das Jobcenter.<\/p>\n<p>3. Arbeitsmarktpolitik<\/p>\n<p>&#8211; Angebote der Qualifizierung f\u00fcr erwerbslose Frauen ohne Berufsabschluss<br \/>\n&#8211; Spezielle Angebote f\u00fcr langzeitarbeitslose Frauen, Alleinerziehende, WiedereinsteigerInnen und Migrantinnen fortf\u00fchren bzw. ausweiten<br \/>\n&#8211; arbeitgebernahe Ma\u00dfnahmen: sollten Frauen von Agentur f\u00fcr Arbeit und Jobcenter h\u00e4ufiger angeboten werden<br \/>\n&#8211; Agentur f\u00fcr Arbeit: Zielf\u00f6rderquote f\u00fcr Frauen erf\u00fcllen<\/p>\n<p>4. Gewerbebetriebe und \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge<\/p>\n<p>&#8211; bei Ansiedlung von Betrieben: st\u00e4dtische F\u00f6rderung der Betriebe, die existenzsichernde Besch\u00e4ftigung und familienfreundliche Personalpolitik anbieten<br \/>\n&#8211; Planung von Gewerbegebieten: Kinderbetreuungsangebote vor Ort, m\u00f6glichst gemeinsam mit den anzusiedelnden Betrieben, integriert planen<\/p>\n<p>5. Frauen in F\u00fchrung und selbst\u00e4ndige Frauen<\/p>\n<p>&#8211; L\u00fcbecker \u201ePreis f\u00fcr Chancengleichheit\u201c<br \/>\n&#8211; die Anstrengungen der Investitionsbank Schleswig-Holstein, der Kammern, Banken, der lokalen Wirtschaftsf\u00f6rderung und anderen AkteurInnen, mehr selbst\u00e4ndige Frauen zu erreichen und zu unterst\u00fctzen, m\u00fcssen fortgesetzt und ausgeweitet werden \u2013 finanzielle F\u00f6rderma\u00dfnahmen m\u00fcssen auf ihre Wirksamkeit und Erreichbarkeit f\u00fcr Frauen \u00fcberpr\u00fcft und ggf. nachgesteuert werden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen in L\u00fcbeck: Mehr Frauen in Teilzeit und \u201eatypischer\u201c Besch\u00e4ftigung &#8211; aber auch mehr in akademischen Berufen und F\u00fchrung &#8211;  Der Bericht \u201eFrauen in L\u00fcbeck\u201c analysiert alle vier Jahre im Auftrag der B\u00fcrgerschaft die Situation von Frauen in L\u00fcbeck. Der erste Teil wurde im Fr\u00fchjahr 2015 vorgelegt. Nun ist der zweite Teil erschienen, der die Lage von Frauen auf dem Arbeitsmarkt analysiert.<\/p>\n<p>\u201eWir sehen positive Tendenzen, aber nach wie vor auch einen gro\u00dfen Handlungsbedarf\u201c, so Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt L\u00fcbeck. \u201eImmer mehr Frauen in L\u00fcbeck arbeiten sozialversicherungspflichtig und tragen damit zur Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs und der Steuereinnahmen in L\u00fcbeck bei.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[5],"tags":[17645],"class_list":["post-194839","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik-wirtschaft","tag-frauen-in-luebeck-mehr-frauen-in-teilzeit-und-atypischer-beschaeftigung-aber-auch-mehr-in-akademischen-berufen-und-fuehrung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=194839"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194839\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194840,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/194839\/revisions\/194840"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=194839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=194839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=194839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}