{"id":19553,"date":"2010-08-16T10:50:28","date_gmt":"2010-08-16T08:50:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=19553"},"modified":"2010-08-16T10:50:28","modified_gmt":"2010-08-16T08:50:28","slug":"aal-aufstieg-an-schleswig-holsteins-westkuste-groser-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/aal-aufstieg-an-schleswig-holsteins-westkuste-groser-als-erwartet\/","title":{"rendered":"Aal-Aufstieg an Schleswig-Holsteins Westk\u00fcste gr\u00f6\u00dfer als erwartet"},"content":{"rendered":"<p>KIEL. Die Aalfischerei unterliegt seit 2007 einer Reglementierung durch die EU. In Umsetzung dieser europ\u00e4ischen Vorgabe wurde das Fischereirecht des Landes Schleswig-Holstein erst k\u00fcrzlich um eine &#8222;Aalverordnung&#8220; erweitert. Um regelm\u00e4\u00dfige Berichte \u00fcber den Zustand der Aalbest\u00e4nde und zur Aalfischerei erstellen zu k\u00f6nnen, hat die Fischereiverwaltung des Landes in diesem Jahr unter anderem begonnen, den nat\u00fcrlichen Aalaufstieg in den Gew\u00e4ssern zu erfassen.<!--more--><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich waren alle unsere Binnengew\u00e4sser dicht mit Aalen besiedelt, die allein durch nat\u00fcrliche Zuwanderung aus dem Meer dorthin gelangten. Durch M\u00fchlen, Wehre, Sch\u00f6pfwerke und Wasserkraftwerke sind Fl\u00fcsse und B\u00e4che f\u00fcr Fische aber oft un\u00fcberwindbar geworden. Mit Besatzma\u00dfnahmen konnten die Aalbest\u00e4nde in den Seen und Flie\u00dfgew\u00e4ssern erhalten werden. Mit der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurden bereits viele Fischwanderhindernisse beseitigt, so dass sich die Aale wieder nat\u00fcrlich bewegen k\u00f6nnen. In diesem Jahr wurde damit begonnen, in einigen Nordseezufl\u00fcssen so genannte &#8222;Aalrinnen&#8220; zu installieren. Dabei handelt es sich um mobile Fangger\u00e4te, die speziell zur Erfassung kleiner, ins S\u00fc\u00dfwasser einwandernder Aale konstruiert wurden. Sie werden an Wanderhindernissen aufgestellt. Eine Pumpe erzeugt eine Lockstr\u00f6mung zum Fangger\u00e4t, der die kleinen Aale auf der Suche nach dem richtigen Weg flussaufw\u00e4rts folgen. Sie kriechen dann eine mit B\u00fcrsten ausgekleidete, bew\u00e4sserte Rinne hinauf und gelangen schlie\u00dflich in einen Fangbeh\u00e4lter. Dieser wird regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert, die Winzlinge werden gez\u00e4hlt, gemessen und anschlie\u00dfend oberhalb des Hindernisses ausgesetzt, wo sie ihre Wanderung unversehrt fortsetzen k\u00f6nnen. Eine dieser Anlagen befindet sich nahe der d\u00e4nischen Grenze am Rutteb\u00fcller See im Einzugsgebiet der Widau. Allein im Monat Juni sind in der Fangstation \u00fcber 25.000 junge Aale gez\u00e4hlt worden. Dieses Ergebnis reicht an Fangmengen heran, die zuletzt vor \u00fcber 30 Jahren dort erzielt wurden. Festzustellen ist, dass sich der Aalbestand wieder positiv entwickelt hat.. Nat\u00fcrlich bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in den n\u00e4chsten Jahren fortsetzt. Diese und zwei weitere Stationen in Nordfriesland sollen langfristig weiter betrieben werden, und auch in geeigneten Zufl\u00fcssen zur Ostsee sollen k\u00fcnftig ein oder zwei derartige Fangger\u00e4te etabliert werden. So l\u00e4sst sich verfolgen, wie die Entwicklung der Aaleinwanderung erfolgt. Ziel soll letztlich sein, ganz auf Besatzma\u00dfnahmen verzichten zu k\u00f6nnen und stabile, nutzbare Aalbest\u00e4nde allein durch den nat\u00fcrlichen Aufstieg in unseren Gew\u00e4ssern zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIEL. 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