{"id":199600,"date":"2016-02-03T13:25:55","date_gmt":"2016-02-03T12:25:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=199600"},"modified":"2016-02-08T13:29:03","modified_gmt":"2016-02-08T12:29:03","slug":"kongo-18-monate-in-den-haenden-von-islamisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/kongo-18-monate-in-den-haenden-von-islamisten\/","title":{"rendered":"Kongo: 18 Monate in den H\u00e4nden von Islamisten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Open-Doors-e1444652849172.jpg\" rel=\"attachment wp-att-174386\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-174386\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Open-Doors-e1444652849172.jpg\" alt=\"Open-Doors\" width=\"500\" height=\"273\" \/><\/a>Kongo: 18 Monate in den H\u00e4nden von Islamisten<\/strong>\u00a0 &#8211; \u00a0Mado ist eine Christin aus der Demokratischen Republik Kongo. Im Ostteil des zentralafrikanischen Landes kommt es seit einigen Jahren immer wieder zu Angriffen der islamisch gepr\u00e4gten Rebellengruppe ADF (Allied Democratic Forces) auf die Zivilbev\u00f6lkerung. Open Doors Recherchen in den betroffenen Gebieten haben ergeben, dass viele \u00dcbergriffe sich gezielt gegen Christen richten. <!--more-->Offenbar strebt da die ADF an, einen Br\u00fcckenkopf f\u00fcr den Islam im Gebiet der Gro\u00dfen Seen zu errichten. Die Christen sollen ausgel\u00f6scht werden. Im Jahr 2013 fiel Mado zusammen mit ihrem Mann in die H\u00e4nde von ADF-K\u00e4mpfern, die sie f\u00fcr die folgenden 18 Monate wie eine Sklavin hielten.<\/p>\n<p>Mord und Verschleppung<\/p>\n<p>An einem Sonntag im Februar 2013 war die gut 20-j\u00e4hrige Mado zusammen mit ihrem Mann, ihrem \u00e4ltesten Sohn und ihrem Schwager auf dem Weg zum Markt, um einige landwirtschaftliche Erzeugnisse zu verkaufen. Unterwegs wurden sie pl\u00f6tzlich von ADF-Anh\u00e4ngern \u00fcberfallen, gefesselt und in den Dschungel verschleppt. Noch bevor sie das Versteck der Gruppe erreichten, eskalierte die Situation: \u201eVor meinen Augen brachten sie meinen Schwager um. Ich war wie von Sinnen und weinte unkontrollierbar. Einer der M\u00e4nner wurde \u00e4rgerlich, schlug mich mit der flachen Seite seiner Machete und verband mir die Augen. Kurze Zeit sp\u00e4ter h\u00f6rte ich meinen Mann schreien. Jemand nahm mir die Augenbinde ab und zeigte mir eine blutige Machete. Er sagte, er habe meinen Mann \u201abefreit\u2018 und drohte mir dasselbe Schicksal an, wenn ich nicht aufh\u00f6rte zu weinen.\u201c<\/p>\n<p>Gottes Bewahrung in der Gefangenschaft<\/p>\n<p>In dem Lager namens \u201eMedina\u201c angekommen, entdeckte die zu diesem Zeitpunkt schwangere Mado zahlreiche gefangene M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Sie selbst wurde zusammen mit elf anderen in ein vier Meter tiefes Loch im Boden gesteckt. \u201eEs war schrecklich, und wir hatte keine Ahnung, wie lange sie uns dort gefangen halten wollten. Ein M\u00e4dchen versuchte zu entkommen und wurde dabei get\u00f6tet\u201c, erinnert sich Mado. Nach vier Monaten durfte sie das Loch verlassen, zwei Monate vor der Geburt ihres dritten Kindes. \u201eEs \u00fcberlebte nicht lange\u201c \u2013 mehr will Mado nicht sagen. Sie und die anderen Gefangenen wurden gehalten wie Sklaven und verrichteten unterschiedlichste Arbeiten. Zwei Monate nach der Geburt wurde Mado einem \u00e4lteren Mann als Frau gegeben. \u00dcber die Einzelheiten dieser Erfahrung will sie nicht sprechen. Doch sie und andere ihrer Leidensgenossen betonen, dass sie Gottes sch\u00fctzende Hand in dieser Zeit versp\u00fcrt haben \u2013 auch in der Tatsache, dass keine der Frauen schwanger geworden ist.<\/p>\n<p>Gl\u00fcckliche Flucht und neue Herausforderungen<\/p>\n<p>Und noch etwas wurde von Gefangenen verlangt: \u201eJeder von uns im Lager wurde vor die Wahl gestellt, Muslim zu werden oder zu sterben.\u201c Doch Mado erlebte auch Momente der Hoffnung: \u201eIch erinnere mich an eine bestimmte Frau im Lager. Sie hat uns best\u00e4ndig ermutigt, unseren Glauben an Jesus festzuhalten.\u201c Als Regierungstruppen ca. eineinhalb Jahre nach Mados Verschleppung auf das Lager vorr\u00fcckten, gelang vielen der Gefangenen die Flucht von dort. Auch Mado und ihr Sohn konnten sich retten und mit Hilfe der Soldaten in ihr Heimatdorf zur\u00fcckkehren. Sie ist unendlich dankbar, dass sie nun wieder mit ihrer Familie vereinigt ist. Doch viele Dorfbewohner begegnen ihr mit Misstrauen und fragen, warum Mado im Gegensatz zu vielen anderen die Flucht gelungen ist. Trotz der schweren Last der traumatischen Erlebnisse blickt die junge Mutter nach vorne und will sich um ihre beiden S\u00f6hne k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Die Kirche in der Region gilt zwar als stark, doch die Wellen der Gewalt seitens der ADF und die daraus resultierenden seelischen wie auch existenziellen N\u00f6te sind eine \u00dcberforderung. Etliche Gemeinden mussten ihre Pforten bereits schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bitte beten Sie f\u00fcr die Christen dort, die durch diese \u00dcbergriffe massiv bedroht sind.<\/p>\n<p>Quelle: Open Doors<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kongo: 18 Monate in den H\u00e4nden von Islamisten  &#8211;  Mado ist eine Christin aus der Demokratischen Republik Kongo. Im Ostteil des zentralafrikanischen Landes kommt es seit einigen Jahren immer wieder zu Angriffen der islamisch gepr\u00e4gten Rebellengruppe ADF (Allied Democratic Forces) auf die Zivilbev\u00f6lkerung. Open Doors Recherchen in den betroffenen Gebieten haben ergeben, dass viele \u00dcbergriffe sich gezielt gegen Christen richten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[17825],"class_list":["post-199600","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-besondere-neuigkeiten","tag-kongo-18-monate-in-den-haenden-von-islamisten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199600","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=199600"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199600\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":199602,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/199600\/revisions\/199602"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=199600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=199600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=199600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}