{"id":20021,"date":"2010-08-25T11:05:57","date_gmt":"2010-08-25T09:05:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=20021"},"modified":"2010-08-25T11:05:57","modified_gmt":"2010-08-25T09:05:57","slug":"trotz-durre-und-regen-uberwiegend-zufrieden-stellende-getreide-und-rapsertrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/trotz-durre-und-regen-uberwiegend-zufrieden-stellende-getreide-und-rapsertrage\/","title":{"rendered":"Trotz D\u00fcrre und Regen \u00fcberwiegend zufrieden stellende Getreide- und Rapsertr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>T\u00dcTTENDORF. In Schleswig-Holstein wird im Jahr 2010 eine Getreide- und Rapsernte auf dem Niveau des mehrj\u00e4hrigen Durchschnittsertrages erwartet. Diese Einsch\u00e4tzung \u00e4u\u00dferten Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf, Landwirtschaftskammerpr\u00e4sident Claus Heller und Landesbauernverbandspr\u00e4sident Werner Schwarz heute (25. August) im Rahmen einer gemeinsamen Erntepressekonferenz.<!--more--><\/p>\n<p>Ministerin Frau Rumpf f\u00fchrte aus, dass insbesondere noch ein Gro\u00dfteil des Winterweizens auf den Feldern stehe. Landwirtschaftliche Kulturen, wie zum Beispiel das durch die Trockenheit gekennzeichnete Gr\u00fcnland oder auch viele Maisschl\u00e4ge auf den leichten Standorten im S\u00fcden Schleswig-Holsteins, ben\u00f6tigten dringend die derzeitigen Niederschl\u00e4ge. Gleichzeitig erschwerten die Regenf\u00e4lle aber die Getreideernte, die sich dadurch wohl bis in den September hinein verz\u00f6gere.<\/p>\n<p>Das Erntegeschehen war seit Anfang Juli durch sehr hohe Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius, verbunden mit Trockenheit, gepr\u00e4gt. Die andauernde Hitze- und D\u00fcrreperiode verursachte bei den Pflanzen Hitze- und Wasserstress.<br \/>\nBis zum Beginn des Regens wurden bei der Hauptgetreidefrucht Weizen gute Brotweizenqualit\u00e4ten geerntet. Die jetzt noch zu erntenden Winterweizenbest\u00e4nde werden voraussichtlich deutlich geringere Qualit\u00e4ten aufweisen und dann nur noch als Futterweizen zu vermarkten sein.<\/p>\n<p>Die Ministerin erl\u00e4uterte, dass gegen\u00fcber dem Jahr 2009 die Getreideanbaufl\u00e4che um knapp 5 Prozent durch einen entsprechenden Anbaur\u00fcckgang bei der Wintergerste abgenommen habe. Die Erntemenge werde beim Getreide mit ca. 2,5 Millionen Tonnen erwartet, was einem R\u00fcckgang von 10 Prozent entspr\u00e4che. Im Einzelnen wurde auf 210.000 Hektar Winterweizen angebaut, Wintergerste auf 47.000 Hektar, Roggen auf 22.000 Hektar, Sommergerste auf 4.000 Hektar, Hafer auf 5.000 Hektar und schlie\u00dflich Triticale ebenfalls auf 5.000 Hektar. Bei den Ertr\u00e4gen sind regional starke Unterschiede zu verzeichnen. Pauschalaussagen sind f\u00fcr Schleswig-Holstein sehr schwierig, weil die Bedingungen in den Naturr\u00e4umen zu unterschiedlich sind. Beim Winterweizen sei mit 90 Dezitonnen je Hektar (dt\/ha) ein guter Wert erzielt worden. Bei der Wintergerste lag dieser Wert bei 82 dt\/ha und beim Winterraps bei 42 dt\/ha. Die Rapsernte insgesamt wird 485.000 Tonnen betragen.<\/p>\n<p>Der nasse Sommer hat die Ernte teuer gemacht. Das Getreide wurde oft nass gedroschen, so dass den Landwirten zus\u00e4tzliche Trocknungskosten entstanden. &#8222;&#8220;Da die Erzeugerpreise f\u00fcr Getreide und Raps aber deutlich h\u00f6her sind als im Vorjahr, d\u00fcrfte damit ein entsprechender Ausgleich gegeben sein&#8220;&#8220;, f\u00fchrte Landwirtschaftsministerin Dr. Rumpf aus. &#8222;&#8220;Wir k\u00f6nnen von den Ernteausf\u00e4llen in der Schwarzmeerregion profitieren. Das bedeutet wie bei den Weizenpreisen rasant steigende Gerstenpreise. Durch ausbleibende Exporte aus der Ukraine und Russland war Gerste f\u00fcr den Export Richtung Saudi-Arabien gesucht und wurde teilweise oberhalb von 200 \u20ac\/t gehandelt&#8220;&#8220;, machte Landwirtschaftskammerpr\u00e4sident Heller deutlich. Die Preise bei Weizen haben sich anders entwickelt, als vor der Ernte erwartet worden war. Mitentscheidend f\u00fcr den rasanten Preisanstieg waren die Trockenheit in Russland sowie die dortigen Br\u00e4nde. Es waren teilweise Preise bis zu 210 \u20ac\/t m\u00f6glich. Mittlerweile hat sich die Lage am Weltmarkt etwas beruhigt.<\/p>\n<p>Bei den Vorkontrakten und den Vertr\u00e4gen f\u00fcr die Getreidelieferung in der Ernte ist aber vonseiten der Landwirte zunehmend darauf zu achten, dass m\u00f6gliche qualit\u00e4tsbedingt eintretende Preisabschl\u00e4ge vertraglich geregelt werden.<\/p>\n<p>Die h\u00f6heren Getreidepreise werden gerne zum Anlass f\u00fcr Preiserh\u00f6hungen anderer Produkte genommen. So hat bereits das B\u00e4ckerhandwerk eine Preiserh\u00f6hung f\u00fcr Brot und Br\u00f6tchen angek\u00fcndigt. Dabei gilt es aber zu bedenken, dass der Rohstoffanteil Getreide im Br\u00f6tchen gerade mal bei 2 ct liegt. Es sind also andere Faktoren, wie Lohnerh\u00f6hungen und h\u00f6here Energiekosten, die f\u00fcr eine Preiserh\u00f6hung sprechen.<br \/>\nAber mit den h\u00f6heren Getreidepreisen steigen nat\u00fcrlich auch die Preise f\u00fcr Mischfuttermittel an. Dabei bleibt die Frage, ob der Preisanstieg derzeit nur aus der Situation am Weltmarkt und durch Spekulation begr\u00fcndet oder ob der h\u00f6here Preis nachhaltig ist. Viele Schweine- und Rinderhalter warten daher zun\u00e4chst die weitere Entwicklung f\u00fcr den Abschluss von Halbjahreskontrakten f\u00fcr den Mischfuttermitteleinkauf ab.<br \/>\nF\u00fcr die kommende Saison d\u00fcrften viele Landwirte angesichts der guten Preise wieder auf die wichtigste Getreideart &#8211; den Weizen &#8211; und auf Raps als \u00d6lsaat setzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00dcTTENDORF. In Schleswig-Holstein wird im Jahr 2010 eine Getreide- und Rapsernte auf dem Niveau des mehrj\u00e4hrigen Durchschnittsertrages erwartet. 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