{"id":200758,"date":"2016-03-07T14:47:11","date_gmt":"2016-03-07T13:47:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=200758"},"modified":"2016-03-07T14:47:11","modified_gmt":"2016-03-07T13:47:11","slug":"200758","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/200758\/","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit ging in der Hansestadt L\u00fcbeck zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeitslosigkeit ging in der Hansestadt L\u00fcbeck zur\u00fcck &#8211;\u00a0<\/strong>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 weiter moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt hat nach aktuellen Sch\u00e4tzungen um 1,7 Prozent zugenommen, nach 1,6 Prozent im Jahr 2014. Motor dieser Entwicklung war die private und staatliche Binnennachfrage. <!--more--><\/p>\n<p>Der Arbeitsmarkt entwickelte sich positiv und st\u00fctzte das Wirtschaftswachstum. Der Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten stieg weiter an. Arbeitslosigkeit und Unterbesch\u00e4ftigung haben sich verringert.<\/p>\n<p>\u201eAuch im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck befindet sich der Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt 1992 und die Arbeitslosenquote fiel in der Hansestadt erstmal unter die 10 Prozent. Dennoch profitierten Arbeitslose nur zum Teil von dem Besch\u00e4ftigungsaufbau. Oftmals passen ihre Profile in berufsfachlicher, qualifikatorischer und regionaler Hinsicht nur unzureichend zur Arbeitskr\u00e4ftenachfrage. Der Zuwachs der Besch\u00e4ftigung resultierte vor allem aus gestiegener Erwerbsbeteiligung von Frauen, \u00c4lteren und Ausl\u00e4ndern. Die Wirtschaftsforschungsinstitute und das Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sagen f\u00fcr 2016 weiterhin ein moderates Wachstum voraus. Ich gehe davon aus, dass auch die Besch\u00e4ftigung in unserem Bezirk weiter w\u00e4chst. Dennoch m\u00fcssen wir mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen, insbesondere aufgrund der prognostizierten Fl\u00fcchtlingszahlen: 790 in der Arbeitsagentur L\u00fcbeck, 1.666 im Jobcenter L\u00fcbeck und 745 im Jobcenter Ostholstein. 2015 hatte der Zuzug gefl\u00fcchteter Menschen noch vergleichsweise geringen Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. In vielen F\u00e4llen wird es sich jedoch nicht um Fachkr\u00e4fte von morgen, sondern um Fachkr\u00e4fte von \u00fcbermorgen handeln. Spracherwerb, berufliche Orientierung und Qualifikation brauchen Zeit. Der Arbeitsagentur und den Jobcentern wurden zus\u00e4tzliches Personal und Geld f\u00fcr Arbeitsmarktpolitik zur Verf\u00fcgung gestellt. Spezielle Teams \u201eFlucht und Asyl\u201c werden sich um die Integration k\u00fcmmern. Allen anderen Kunden werden wir weiterhin unsere Dienstleistungen in gewohntem Umfang anbieten. Personengruppen, die bisher nicht ausreichend von der guten Arbeitsmarktlage profitieren konnten, werden wir entsprechend ihren F\u00e4higkeiten und den Bed\u00fcrfnissen des Arbeitsmarktes qualifizieren sowie m\u00f6glichst passgenau in Besch\u00e4ftigung und Ausbildung vermitteln. Hier sind wir jedoch auf die Kooperationsbereitschaft aller Arbeitsmarktpartner angewiesen. Unternehmen sollten zu Kompromissen bei der Stellenbesetzung bereit sein und versteckten Talenten eine Chance geben\u201c, appelliert Markus Dusch, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Besch\u00e4ftigung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits das zehnte Jahr in Folge steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in der Hansestadt L\u00fcbeck an. Die bis zur Jahresmitte 2015 vorliegenden Daten sprechen daf\u00fcr, dass der gesetzliche Mindestlohn zu keinem Arbeitsplatzverlust gef\u00fchrt hat. Da es viele Einflussfaktoren gibt, kann jedoch nur die Forschung \u2013 und das erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt \u2013 Aussagen zu einer l\u00e4ngerfristigen Besch\u00e4ftigungswirkung des Mindestlohns treffen.<\/p>\n<p>Ende Juni 2015 haben 90.325 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte in der Hansestadt L\u00fcbeck gearbeitet, ein Plus von 1.437 oder 1,6 Prozent. Die Entwicklung fiel etwas schw\u00e4cher als in Schleswig-Holstein (+1,9 Prozent) und im Bundesgebiet (+2,0 Prozent) aus.<\/p>\n<p>Bei der Zahl der geringf\u00fcgig entlohnten Besch\u00e4ftigten ist ein R\u00fcckgang auf 19.203 (-516 oder 2,6 Prozent) zu beobachten, ebenso wie in Schleswig-Holstein (-1,4 Prozent) und im Bundesgebiet (-1,7 Prozent). Das kann unter anderem daran liegen, dass ein Teil der Minijobs in sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung umgewandelt wurde. Eine geringf\u00fcgig entlohnte Besch\u00e4ftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Besch\u00e4ftigung regelm\u00e4\u00dfig im Monat 450 Euro nicht \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insbesondere in den Wirtschaftszweigen verarbeitendes Gewerbe (+468), Arbeitnehmer\u00fcberlassung (+229), Heime und Sozialwesen (+217), Gesundheitswesen (+130) und Gastgewerbe (+141) nahm die Zahl der Besch\u00e4ftigten zu. Einen R\u00fcckgang verzeichnete der Wirtschaftszweig Verkehr und Lagerei (-98), Handel (-63) sowie \u00f6ffentliche Verwaltung (-37).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit 76,5 Prozent der Besch\u00e4ftigten ist der terti\u00e4re oder Dienstleistungssektor st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als im Landes- (74,8 Prozent) und Bundesschnitt (70,2 Prozent). Da auch der Anteil des produzierenden Gewerbes (23,4 Prozent), in dem die Gehaltsstruktur meist besser ist, vergleichsweise hoch ist, lag 2013 in L\u00fcbeck der Medianwert der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch\u00e4ftigten (ohne Auszubildende) mit 2.814 Euro \u00fcber dem von Schleswig-Holstein (2.740). Er war allerdings niedriger als im Bundesgebiet (2.959 Euro).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Demografiebedingt ist die Zahl der \u00e4lteren Arbeitnehmer zwischen 55 und 65 Jahren auf 14.526 (+4,4 Prozent) gestiegen. Besonders stark war der Anstieg mit 17,1 Prozent auf 761 Arbeitnehmer bei 65 Jahre und \u00c4lteren.<\/p>\n<p>Vom Zuwachs der Besch\u00e4ftigung haben Frauen (+1,9 Prozent) und Ausl\u00e4nder (+14,1 Prozent) ebenfalls profitiert. 49,3 Prozent (44.564) aller Besch\u00e4ftigten, die in L\u00fcbeck arbeiten, sind weiblich und 6,3 Prozent (5.727) haben eine ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Aufgrund von Einpendlern ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigten Ausl\u00e4nder, die in der Hansestadt L\u00fcbeck wohnen, mit 6,2 Prozent (4.556) etwas niedriger. Er liegt \u00fcber dem Anteil von 4,7 Prozent in Schleswig-Holstein und unter den 8,8 Prozent im Bundesgebiet. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe stellen mit 26 Prozent T\u00fcrken, gefolgt von Polen (14 Prozent) und Bulgaren (6 Prozent).<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n2. Arbeitskr\u00e4ftenachfrage<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2015 wurden in der Hansestadt L\u00fcbeck 8.908 offene Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren 0,8 Prozent weniger als 2014. Da im Kreis Ostholstein (+6,3 Prozent) die Anfrage anstieg, gab es im Gesamtbezirk der Arbeitsagentur L\u00fcbeck 1,7 Prozent mehr offene Stellen im Angebot. In Schleswig-Holstein nahm das\u00a0 Angebot um 2,5 Prozent und im Bundesgebiet um 7,0 Prozent zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die meisten Stellen wurden von Zeitarbeitsunternehmen (4.459 Stellen) aufgegeben, eine Zunahme um 13,0 Prozent. Weitere Schwerpunkte der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage kamen aus den Wirtschaftszweigen Gesundheits- und Sozialwesen (821), wirtschaftliche Dienstleistungen (701), Handel (695), verarbeitendes Gewerbe (437), Gastgewerbe (421) sowie Baugewerbe (253).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis von Angebot und Nachfrage verschiebt sich in einigen Berufen bereits zu Gunsten der Arbeitnehmer. In Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik standen in L\u00fcbeck zum Beispiel nur noch rechnerisch 0,5 Arbeitslose je gemeldeter Stelle zur Verf\u00fcgung. In nicht medizinischen Gesundheitsberufen waren es rechnerisch 1,7 Arbeitslose. Auch in Metallberufen, Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Werbung oder Finanzdienstleistung gibt es zunehmend weniger Bewerber pro Stelle. Entsprechend lang ist auch die Zeit von dem gew\u00fcnschten Besetzungstermin bis zur tats\u00e4chlichen Besetzung der Stelle. Sie lag zum Beispiel in Berufen der Mechatronik, Energie und Elektronik bei 129 Tagen und in Berufen der Metallerzeugung bei 106 Tagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Arbeitskr\u00e4fteangebot<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gesamtbezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck waren im Jahresdurchschnitt 17.083 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 349 oder 2,0 Prozent weniger als 2014.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Hansestadt L\u00fcbeck fiel der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit mit 1,2 Prozent oder 133 Frauen und M\u00e4nnern auf 10.858 etwas geringer in als Schleswig-Holstein (-3,1 Prozent) und im Bundesgebiet (-3,6 Prozent) aus. Die meisten Arbeitslosen waren im Februar (11.323) gemeldet, w\u00e4hrend der niedrigste Bestand im Dezember (10.475) erreicht wurde.<\/p>\n<p>Von den 10.858 Arbeitslosen wurden 2.290 (-84 oder 3,5 Prozent) von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 8.568 (-50 oder -0,6 Prozent) vom Jobcenter L\u00fcbeck betreut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es viel Bewegung. Im Laufe des Jahres 2015 haben sich im Gesamtbezirk in beiden Rechtskreisen 43.760 (\u20111,6 Prozent zum Vorjahr) Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet und 43.773 (-4,4 Prozent) Frauen und M\u00e4nner konnten die Arbeitslosigkeit wieder verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Hansestadt L\u00fcbeck meldeten sich 27.269 (-0,8 Prozent) Frauen und M\u00e4nner arbeitslos; 8.935 (-5,5 Prozent) davon in der Arbeitsagentur und 18.334 (+1,6 Prozent) im Jobcenter. Die Arbeitslosigkeit wieder verlassen konnten 27.224 (-4,1 Prozent) Arbeitnehmer; 8.425 (-1,8 Prozent) davon wurden von der Arbeitsagentur und 18.799 (-5,1 Prozent) vom Jobcenter betreut.<\/p>\n<p>Dabei ist die Zahl der Meldungen aus einer Erwerbst\u00e4tigkeit in der Arbeitsagentur um 448 oder 7,4 Prozent auf 5.568 Arbeitnehmer zur\u00fcckgegangen und im Jobcenter L\u00fcbeck um 241 oder 6,1 Prozent auf 4.185 gestiegen. In eine Erwerbst\u00e4tigkeit einm\u00fcnden konnten 4.402 der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer, 123 oder 2,7 Prozent weniger als 2014. Im Jobcenter waren es 4.507 (+79 oder 1,8 Prozent).<\/p>\n<p>Rund 57 Prozent der Abg\u00e4nge aus Arbeitslosigkeit sind in L\u00fcbeck und Ostholstein jedoch auch noch sechs und 12 Monaten sp\u00e4ter sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei weiteren 1.169 Arbeitnehmern, die sich arbeitsuchend gemeldet haben, wurde die Arbeitslosigkeit verhindert. Sie konnten bereits w\u00e4hrend der Job-to-Job-Phase integriert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen fiel in der Hansestadt L\u00fcbeck erstmal unter die 10 Prozent und betrug im Jahresdurchschnitt 9,9 Prozent. Damit lag sie erneut h\u00f6her als die Quote von Schleswig-Holstein (6,5 Prozent) und vom Bundesgebiet (6,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote bewegte sich zwischen dem h\u00f6chsten Wert im Februar von 10,4 Prozent und dem niedrigsten im Dezember von 9,5 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bezirk<\/p>\n<p>Bestand an Arbeitslosen<\/p>\n<p>% &#8211; Ver\u00e4nd. zum Vorjahr<\/p>\n<p>Arbeitslosenquote<\/p>\n<p>auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen<\/p>\n<p>SGB III-<\/p>\n<p>Anteil<\/p>\n<p>SGB II-<\/p>\n<p>Anteil<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>97.850<\/p>\n<p>-3,1<\/p>\n<p>6,5<\/p>\n<p>30,8<\/p>\n<p>69,2<\/p>\n<p>Gesamtbezirk<\/p>\n<p>17.083<\/p>\n<p>-2,0<\/p>\n<p>8,1<\/p>\n<p>26,5<\/p>\n<p>73,5<\/p>\n<p>Hansestadt L\u00fcbeck<\/p>\n<p>10.858<\/p>\n<p>-1,2<\/p>\n<p>9,9<\/p>\n<p>21,1<\/p>\n<p>78,9<\/p>\n<p>Ostholstein<\/p>\n<p>6.225<\/p>\n<p>-3,3<\/p>\n<p>6,1<\/p>\n<p>35,8<\/p>\n<p>64,2<\/p>\n<p>Bezirk Eutin<\/p>\n<p>1.867<\/p>\n<p>+0,8<\/p>\n<p>7,8<\/p>\n<p>24,8<\/p>\n<p>75,2<\/p>\n<p>Bezirk Neustadt<\/p>\n<p>995<\/p>\n<p>-5,6<\/p>\n<p>6,2<\/p>\n<p>44,1<\/p>\n<p>55,9<\/p>\n<p>Bezirk Oldenburg<\/p>\n<p>1.651<\/p>\n<p>-3,1<\/p>\n<p>6,6<\/p>\n<p>36,5<\/p>\n<p>63,5<\/p>\n<p>Bezirk Timmendorfer Strand<\/p>\n<p>764<\/p>\n<p>-8,0<\/p>\n<p>5,0<\/p>\n<p>43,3<\/p>\n<p>56,7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Jahresarbeitslosenquote der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitnehmer ging um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent zur\u00fcck. Im Jahresverlauf bewegte sie sich zwischen 2,5 und 1,8 Prozent.<\/p>\n<p>Die Quote der Kunden des Jobcenter L\u00fcbeck ging um 0,1 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent zur\u00fcck. Hier bewegte sie sich zwischen 8,0 und 7,7 Prozent.\u00a0 Beide Arbeitslosenquoten sind seit 2005 st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen als in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Arbeitslosigkeit einzelner Personengruppen<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nIm Jahresdurchschnitt ging die Zahl der Frauen (-2,3 Prozent) st\u00e4rker zur\u00fcck als die der M\u00e4nner (-0,3 Prozent). Damit fiel der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen auf 43,4 Prozent. Insgesamt waren 4.712 Frauen (969 SGB III, 3.743 SGB II) und 6.146 M\u00e4nner (1.321 SGB III, 4.825 SGB II) im Jahresdurchschnitt arbeitslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00fcngeren unter 25 Jahren konnten am st\u00e4rksten vom R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit profitieren. Bei jungen Menschen, die von der Arbeitsagentur betreut werden, gab es einen R\u00fcckgang um 7,8 Prozent und beim Jobcenter um 9,5 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 974 J\u00fcngere (297 SGB III, 677 SGB II) arbeitslos gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 9,0 Prozent. In Schleswig-Holstein betrug der Anteil 10,2 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00c4ltere dagegen hatten es schwerer auf dem Arbeitsmarkt Fu\u00df zu fassen. Insgesamt waren 3.178 (779 SGB III, 2.399 SGB II) der Arbeitslosen \u00e4lter als 50 Jahre, 3,9 Prozent mehr als 2014. Bei der Arbeitsagentur gab es einen Anstieg um 0,2 Prozent und beim Jobcenter um 5,2 Prozent. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen lag bei 29,3 Prozent und war damit niedriger als in Schleswig-Holstein mit 32,6 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen Anstieg gab es auch bei Langzeitarbeitslosen. Insgesamt waren 4.168 Arbeitnehmer ein Jahr und l\u00e4nger arbeitslos (+1,3 Prozent). Ihr Anteil an allen Arbeitslosen stieg auf 38,4 Prozent. Er blieb damit etwas h\u00f6her als in Schleswig-Holstein (37,1 Prozent). Bei der Arbeitsagentur waren 9,0 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose (207) und beim Jobcenter 46,2 Prozent (3.960).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl die Zahl der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Jobcenter L\u00fcbeck auf 5.293 (-61 oder 1,1 Prozent) zur\u00fcckging, bleibt ihr Anteil an allen Arbeitslosen mit 61,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in der Arbeitsagentur. Mit 549 (+3 oder 0,5 Prozent) Arbeitnehmern sind hier 24,0 Prozent der Arbeitslosen ohne berufliche Qualifikation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen Anstieg gab es auch bei Arbeitslosen mit ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6rigkeit. Im Jahresdurchschnitt waren 1.797 Ausl\u00e4nder arbeitslos gemeldet, 80 oder 4,6 Prozent mehr als 2014. Der Anstieg fiel geringer als im Landesschnitt aus (+11,4 Prozent). 12 Prozent (216; +13 oder 6,3 Prozent) davon wurden von der Arbeitsagentur und 88 Prozent (1.581; +67 oder 4,4 Prozent) vom Jobcenter betreut. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe stellen mit 28 Prozent T\u00fcrken, gefolgt von Polen mit 10 Prozent. Arbeitnehmer mit irakischer und syrischer Nationalit\u00e4t sind jeweils mit 6 Prozent vertreten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich dabei um Ausl\u00e4nder handelt, die sich schon l\u00e4nger in Deutschland aufhalten und die Fl\u00fcchtlingsbewegungen erst 2016 abgebildet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5. Unterbesch\u00e4ftigung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Besch\u00e4ftigung sind. Sie werden in der Unterbesch\u00e4ftigung erfasst und monatlich ver\u00f6ffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbesch\u00e4ftigung stellt damit das Defizit an regul\u00e4rer Besch\u00e4ftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsma\u00dfnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, gef\u00f6rderte Existenzgr\u00fcnder oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In L\u00fcbeck betrug 2015 die Unterbesch\u00e4ftigung im Jahresdurchschnitt 14.946 Personen. Die Zahl ging in den letzten zw\u00f6lf Monaten um 165 Personen (-1,1 Prozent) zur\u00fcck. Die Unterbesch\u00e4ftigungsquote lag mit 13,2 Prozent (-0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr) \u00fcber der von Schleswig-Holstein mit 8,2 Prozent. 4.087 Personen befanden sich im Jahresdurchschnitt in Entlastungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6. Ausgaben und Planungen f\u00fcr den Bezirk der Arbeitsagentur L\u00fcbeck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Agentur f\u00fcr Arbeit L\u00fcbeck hat 2015 in der Hansestadt L\u00fcbeck und im Kreis Ostholstein 130,5 Millionen Euro ausgegeben; 2,5 Millionen oder 1,9 Prozent weniger als 2014.<\/p>\n<p>53,5 Prozent der Haushaltsmittel wurden unter anderem f\u00fcr die Lohnersatzleistungen Arbeitslosengeld I (65,4 Millionen Euro; -2,1 Prozent) und Insolvenzgeld (4,4 Millionen Euro; +36,0 Prozent) gezahlt. Dabei gab es im Jahresdurchschnitt 4.894 Arbeitslosengeld I-Bezieher, die monatlich durchschnittlich 814 Euro erhielten.<\/p>\n<p>26,0 Prozent (34,0 Millionen Euro; -5,6 Prozent) wurden f\u00fcr Leistungen der aktiven Arbeitsf\u00f6rderung gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Integration von Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt wird 2016 durch arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen weiter unterst\u00fctzt. F\u00fcr Weiterbildung, Eingliederungszusch\u00fcsse und F\u00f6rderung der Selbst\u00e4ndigkeit wurden insgesamt 12,2 Millionen Euro veranschlagt. 1,3 Millionen Euro davon gibt es f\u00fcr die Integration von Fl\u00fcchtlingen mit gro\u00dfer Bleibeperspektive. Enthalten sind auch 1,0 Millionen Euro f\u00fcr die \u201eWeiterbildung Geringqualifizierter und besch\u00e4ftigter \u00c4lterer ab 50 Jahren in Unternehmen\u201c (WeGebAU) sowie 0,9 Millionen Euro f\u00fcr das Sonderprogramm \u201eInitiative zur Flankierung des Strukturwandels zum Erwerb anerkannter Berufsabschl\u00fcsse bzw. Teilqualifikationen bei Geringqualifizierten\u201c (IFLAS). Hier k\u00f6nnen zum Beispiel betriebliche Umschulungen von ehemals Arbeitslosen gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1.223 Jugendliche wurden von der Agentur f\u00fcr Arbeit und 146 vom Jobcenter L\u00fcbeck und Jobcenter Ostholstein zum Beispiel durch berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahmen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder Einstiegsqualifizierungen gef\u00f6rdert. Seit Herbst 2015 werden 30 junge Menschen durch das neue Instrument der \u201eAssistierten Ausbildung\u201c unterst\u00fctzt. Dieses kostenfreie Angebot an zus\u00e4tzlichem Unterricht und sozialp\u00e4dagogischer Begleitung hilft dabei, den Abschluss erfolgreich zu erreichen. Auch 2016 werden junge Menschen im erforderlichen Umfang beim Start ins Berufsleben unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>7. Ausgaben und Planungen des Jobcenters L\u00fcbeck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e2015 hat das Jobcenter L\u00fcbeck eine neu H\u00f6chstmarke an Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt erreicht: 4.920 Mal ist es gelungen, einen Kunden in Besch\u00e4ftigung zu bringen. Ich werte das als einen Erfolg, der auch darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, dass unsere pers\u00f6nlichen Ansprechpartner mit hoher Beratungskompetenz ihren Kunden weiterhelfen\u201c, freut sich Joachim Tag, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Jobcenters L\u00fcbeck.<\/p>\n<p>\u201eEinen Gro\u00dfteil der arbeitsmarktpolitischen F\u00f6rderung haben wir in passgenaue Qualifizierungen investiert, die m\u00f6glichst zu einem anerkannten Abschluss gef\u00fchrt haben. Damit haben wir auch 2015 einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkr\u00e4ftebedarfs geleistet. Diese Strategie werden wir 2016 fortsetzen. Besonders im Pflegebereich, aber auch in den Bereichen Lager, Logistik und anderen Dienstleistungsbranchen haben viele unserer Kunden eine neue Aufgabe gefunden\u201c, so Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zahl der Leistungsempf\u00e4nger ist im September 2015 (gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat) nach Jahren des R\u00fcckgangs wieder gestiegen (von 27.564 auf 28.095). Auch die Bedarfsgemeinschaften haben zugenommen (von 15.147 auf 15.332).<\/p>\n<p>Dazu tr\u00e4gt in gewissem Ma\u00dfe der Zustrom von Fl\u00fcchtlingen bei. Aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) kamen 217 Kunden in die Grundsicherung. Die Zahl der arbeitslosen Ausl\u00e4nder stieg um 67 (+4,4 Prozent) auf 1.581. Insgesamt werden 4.274 erwerbsf\u00e4hige Leistungsberechtigte (+6,1 zum September 2014) ausl\u00e4ndischer Herkunft im Jobcenter L\u00fcbeck betreut. Die am st\u00e4rksten vertretenen Herkunftsl\u00e4nder sind neben T\u00fcrkei (1.242) und Polen (429): Irak, Arabische Republik Syrien, Russische F\u00f6deration, Ukraine und Islamische Republik Iran mit 996 Kunden.<\/p>\n<p>\u201eWir haben bereits 2015 begonnen, die infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, um auch auf einen noch gr\u00f6\u00dferen Zustrom von Fl\u00fcchtlingen vorbereitet zu sein. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir entsprechende Sprachkenntnisse vorhalten und unser Angebot an Kursen mit berufsbezogener Sprachf\u00f6rderung ausbauen\u201c, erl\u00e4utert Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt der Arbeit im Jobcenter L\u00fcbeck war 2015 die F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von Langzeitarbeitslosen. Dieser Personenkreis wurde durch aufeinander abgestufte zum Teil niedrigschwellige Angebote gef\u00f6rdert. \u201eAber auch durch Lohnkostenzusch\u00fcsse und \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Besch\u00e4ftigung konnten wir Gutes bewirken. Im Sp\u00e4tsommer hat unser ESF-Projekt zur F\u00f6rderung von Langzeitarbeitslosen begonnen. Mit Hilfe von Betriebsakquisiteuren und Coaches sollen flankiert von Lohnkostenzusch\u00fcssen sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungsangebote initiiert werden. Der Start ist gegl\u00fcckt. In diesem Jahr wird es darum gehen, die zahlreichen von unseren Betriebsakquisiteuren angebahnten Kontakte zwischen Langzeitarbeitslosen und L\u00fcbecker Unternehmen in sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse umzuwandeln\u201c erg\u00e4nzt Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEin sehr erfolgreiches Programm ist letztes Jahr zu Ende gegangen: Das Bundesprogramm Perspektive 50 plus. Auch 2015 haben wir die Zahl der Integrationen deutlich \u00fcbertreffen k\u00f6nnen\u201c, zieht Tag erfolgreiche Bilanz. \u201eDie im Laufe des Programms aufgebauten Netzwerkkontakte werden selbstverst\u00e4ndlich fortgef\u00fchrt und werden weiterhin von Vorteil sein. Auch 2016 werden wir zusammen mit den Netzwerkpartnern ein Unternehmen mit Weitblick auszeichnen, das durch vorausschauende Besch\u00e4ftigungspolitik Demographie sensibel handelt und ein gutes Beispiel f\u00fcr die Region sein kann\u201c, fasst Joachim Tag zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2015 hat das Jobcenter L\u00fcbeck insgesamt 166 Millionen Euro f\u00fcr passive Leistungen ausgegeben (+2,5 Prozent). 68,7 Millionen Euro (+2,5 Prozent) wurden f\u00fcr Leistungen zum Lebensunterhalt gezahlt, 65,7 Millionen Euro davon f\u00fcr Arbeitslosgengeld II und 3,0 Millionen Euro f\u00fcr Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. 70,4 Millionen Euro (+2,0 Prozent) wurden f\u00fcr Kosten der Unterkunft und Heizung sowie 847.000 Euro (-12,3 Prozent) f\u00fcr sonstige Leistungen ausgegeben. F\u00fcr aktive Arbeitsmarktleistungen konnten 20,4 Millionen Euro (\u20110,5 Prozent) eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur zwei von f\u00fcnf Arbeitslosengeld II- Bezieherinnen und Beziehern sind arbeitslos. Der \u00fcberwiegende Teil der nicht arbeitslosen Leistungsempf\u00e4ngern befindet sich in einer ungef\u00f6rderten (27 Prozent) oder gef\u00f6rderten (6 Prozent) Erwerbst\u00e4tigkeit sowie im Studium oder Schulbesuch (14 Prozent). Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II werden auch bei arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen (10 Prozent), vorruhestands\u00e4hnlichen Regelungen (12 Prozent) oder bei Kindererziehung\/ Pflege von Angeh\u00f6rigen (12 Prozent) gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2016 stehen 18,2 Millionen Euro f\u00fcr Eingliederungsleistungen wie berufliche Weiterbildung (27 Prozent des Budgets), Aktivierung und berufliche Eingliederung (22 Prozent), Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Jugendliche (7 Prozent), Einstiegsgeld (2 Prozent), Eingliederungszusch\u00fcsse (4 Prozent) oder Arbeitsgelegenheiten (19 Prozent) zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem kann das Jobcenter L\u00fcbeck 841.500 Euro f\u00fcr die Integration von Fl\u00fcchtlingen mit gro\u00dfer Bleibeperspektive einsetzen, so dass 2016 insgesamt 19,1 Millionen Euro f\u00fcr aktive Arbeitsmarktf\u00f6rderung verwendet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>8. Handlungsbedarf 2016<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUm nachhaltige \u00c4nderungen zu erreichen, braucht man einen langen Atem. Oftmals muss man &#8211; gerade bei Arbeitslosen in der Grundsicherung &#8211; langfristig vorgehen, um nach und nach kleine Fortschritte zu erzielen. Eine der bleibenden Herausforderungen im Jahr 2016 ist deshalb die Beendigung der Langzeitarbeitslosigkeit. Mit Bildung und Qualifizierung k\u00f6nnen wir Menschen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten. Doch wir brauchen auch Unternehmen, die bereit sind diesen Menschen eine Chance zu geben. Strukturproblemen begegnet man am besten, bevor sie entstehen. Deshalb m\u00fcssen Unternehmen auch schw\u00e4cheren Schulabg\u00e4ngern den \u00dcbergang ins Berufsleben beziehungsweise in eine duale Ausbildung erm\u00f6glichen. Zugleich sollte jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss eine zweite Chance geboten werden. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft der Unternehmen, die Weiterbildung ihrer Besch\u00e4ftigten zu intensivieren. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sollten ihren geringqualifizierten Besch\u00e4ftigten einen Kammerabschluss erm\u00f6glichen und \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte weiterbilden. Die kommende Herausforderung des demografischen Wandels und der Fachkr\u00e4ftesicherung erfordert individuelle Personalstrategien in Betrieben. Betr\u00e4chtliches Potenzial gibt es zum Beispiel bei Frauen, \u00c4lteren und bereits in Deutschland lebenden Migranten\u201c, erl\u00e4utert Agenturchef Dusch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEine neue Herausforderung stellt die Integration der Schutzsuchenden mit guter Bleibeperspektive dar. Auch hier brauchen wir einen langen Atem. Zun\u00e4chst wird es darum gehen, die Sprache zu erlernen\u201c, erg\u00e4nzt Dusch.<\/p>\n<p>Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz vom Oktober 2015 erm\u00f6glichte es der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit im Herbst vergangenen Jahres eine schnelle und unb\u00fcrokratische Hilfe zur Sprachf\u00f6rderung von Fl\u00fcchtlingen mit guter Bleibeperspektive aus Syrien, Eritrea, Irak und Iran anzubieten. Als einmalige Nothilfe wurden zus\u00e4tzliche Finanzmittel aus Beitragsmitteln der Arbeitslosenversicherung f\u00fcr Kurse zur Verf\u00fcgung gestellt, die bis Ende 2015 begannen. Ziel dieser Kurse war es, die Verst\u00e4ndigung auf einfachem Niveau \u00fcberhaupt erst zu erm\u00f6glichen und so die Grundlage f\u00fcr eine weitere sprachliche F\u00f6rderung zu schaffen. Es wurde bundesweit mit bis zu 100.000 Kursteilnehmern bis Jahresende gerechnet, tats\u00e4chlich meldeten die Bildungstr\u00e4ger mehr als 200.000 Eintritte. Im Agenturbezirk L\u00fcbeck nahmen 2.000 gefl\u00fcchtete Menschen bei verschiedenen Bildungstr\u00e4gern teil.<\/p>\n<p>\u201eDa die Qualifikationen, die die gefl\u00fcchteten Menschen mitbringen, h\u00f6chst unterschiedlich und oftmals nicht vergleichbar mit unseren Abschl\u00fcssen sind, werden berufliche Orientierung und Qualifizierung erforderlich sein. Hier setzen die Integrationskurse und die berufsbezogene Sprachf\u00f6rderung des Bundesamtes f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (BAMF) an, die wir bei Bedarf um weitere arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen erg\u00e4nzen werden. Zwei Drittel der Fl\u00fcchtlinge sind j\u00fcnger als 30 Jahre. Wenn wir es gemeinsam schaffen, ihnen Wege in Ausbildung und Arbeitsmarkt zu erschlie\u00dfen, bietet die Zuwanderung gro\u00dfe Chancen f\u00fcr unsere Region. Gerne steht der Arbeitgeber-Service Unternehmen als Partner rund um alle Fragen zur Nachwuchs- und Personalgewinnung sowie Qualifizierung der einheimischen und ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmer zur Seite\u201c, bietet Dusch an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen Bericht mit allen Grafiken finden Sie unter www.arbeitsagentur.de\/luebeck &gt; Zahlen, Daten, Fakten &gt; Arbeitsmarkt &gt; Zusatzinformationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 weiter moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt hat nach aktuellen Sch\u00e4tzungen um 1,7 Prozent zugenommen, nach 1,6 Prozent im Jahr 2014. 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