{"id":201139,"date":"2016-03-17T16:00:57","date_gmt":"2016-03-17T15:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/?p=201139"},"modified":"2016-03-17T16:00:57","modified_gmt":"2016-03-17T15:00:57","slug":"buddenbrookhaus-erwarb-436-schriftstuecke-von-heinrich-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/buddenbrookhaus-erwarb-436-schriftstuecke-von-heinrich-mann\/","title":{"rendered":"Buddenbrookhaus erwarb 436 Schriftst\u00fccke von Heinrich Mann"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v.jpg\" rel=\"attachment wp-att-201140\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-201140\" src=\"http:\/\/www.hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v-320x225.jpg\" alt=\"a248.10v\" width=\"320\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v-320x225.jpg 320w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v-768x541.jpg 768w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v-483x340.jpg 483w, https:\/\/hier-luebeck.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/a248.10v.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Buddenbrookhaus erwarb 436 Schriftst\u00fccke von Heinrich Mann &#8211; <\/strong>Liebesbriefe, Feriengr\u00fc\u00dfe, Textentw\u00fcrfe, Gedankenaustausch mit K\u00fcnstlern und Autoren und ein ber\u00fchrendes Telegramm \u2013 genau 66 Jahre nach seinem Tod gelangen jetzt pers\u00f6nliche Schriftst\u00fccke von Heinrich Mann (1871 \u2013 1950) in die \u00d6ffentlichkeit.<!--more--><\/p>\n<p>Das Buddenbrookhaus erwarb mit Hilfe des Bundes, der Kulturstiftung der L\u00e4nder und der L\u00fcbecker Possehl-Stiftung von den Enkeln des Schriftstellers, Jindrich und Ludvik Mann, einen mehr als 400 Dokumente umfassenden Teilnachlass. Darunter befinden sich unter anderem auch Briefe von Artur Schnitzler und Max Oppenheimer.<br \/>\nUnter dem Ausstellungstitel Hand\/Werk ist ab dem 12. M\u00e4rz eine Auswahl von 41 Handschriften im Buddenbrookhaus zu sehen. Die Sonderausstellung wurde am heutigen Vormittag im Rahmen eines Pressetermins der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert.<br \/>\n\u201eDie erstmals gezeigten Autographen werden exemplarisch aufzeigen, wie nah famili\u00e4rer Alltag, Zeitgeschichte sowie die Literatur in Heinrich Manns schreiben beieinander liegen\u201c, erkl\u00e4rte Britta Dittmann, stellvertretende Leiterin des Buddenbrookhauses und Kuratorin der Ausstellung.<br \/>\nDie 436 Dokumente sind nicht nur f\u00fcr die Heinrich Mann-Forschung von gro\u00dfer Bedeutung, sondern auch f\u00fcr Historiker und Literaturhistoriker. Die gr\u00f6\u00dftenteils unbekannten Materialien umfassen im Wesentlichen den Zeitraum von 1891 bis 1932 und 1938 bis 1949. Unter den Handschriften befindet sich zahlreiche Familienkorrespondenz, die das biographische Wissen zu Heinrich Mann erweitert.<br \/>\nDazu geh\u00f6ren 133 Briefkarten an die Mutter Julia Mann, 14 Briefe an die Verlobte In\u00e9s Schmied und 81 Briefe an die erste Ehefrau Heinrich Manns, Maria Kanov\u00e1. Bemerkenswert ist ein bislang unbekannter Briefentwurf an Thomas Mann vom 31.7.1914: Einen Tag vor Kriegsbeginn schreibt der Autor des \u201eUntertan\u201c an seinen Bruder \u201eAber die Psychose, die hiermit nun vielleicht (\u2026) mit Tobsucht endet, habe ich in ihren Anf\u00e4ngen gesehen. Die Andern werden sie sehen, wenn der Anfall vor\u00fcber ist.\u201c<br \/>\nDas Konvolut enth\u00e4lt 23 eigenh\u00e4ndige Manuskriptentw\u00fcrfe Heinrich Manns. Skizzen und Entw\u00fcrfe zu Essays \u00fcber Frank Wedekind, Max Tau, Gustave Flaubert und Arthur Schnitzler finden sich darunter ebenso wie zu eigenen Werken, auch Entw\u00fcrfe noch v\u00f6llig unbekannter Texte wie z.B. des Dramas \u201eWolters und Walters\u201c.<br \/>\nZahlreiche Briefe von anderen Autoren, bildenden K\u00fcnstlern und Theaterschaffenden dokumentieren Heinrich Manns politisch-literarische Bestrebungen im fr\u00fchen 20. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben sind 45 Briefe und Karten von Arthur Schnitzler aus den Jahren 1911 bis 1928. Neben Schnitzler korrespondierte Heinrich Mann mit weiteren Vertretern der Wiener Moderne wie Felix Salten und Richard Schaukal. Von dem Maler Max Oppenheimer, der Heinrich Mann mehrfach portr\u00e4tierte, sind 27 Briefe im Konvolut erhalten.<br \/>\nHinzu kommen 11 Briefe von Wilhelm Worringer, die Beziehung des Autors zu dem Kunsthistoriker geh\u00f6rte bislang zu den wei\u00dfen Flecken im Wissen um Heinrich Mann.<br \/>\nWeitere 60 Briefe von und an verschiedene andere Briefpartner enth\u00e4lt das Konvolut; es sind Schreiben von und an F\u00e9lix Bertaux, Wilhelm Binder, Max Brod, Albert Ehrenstein, Wilhelm Herzog, Kurt Hiller, Albert Langen, Erwin Piscator, Max Reinhardt, Richard Schaukal, Ren\u00e9 Schickele, Jakob Wassermann und Tilly Wedekind.<br \/>\nDie Materialien enthalten zudem von Heinrich Mann gesammelte Theaterzettel italienischer Opern sowie Zeitungsartikel mit Rezensionen seiner Werke.<br \/>\nEr\u00f6ffnung<br \/>\nDie Ausstellung wird am Samstag, 12. M\u00e4rz, um 18 Uhr er\u00f6ffnet.<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfung: Prof. Dr. Hans Wi\u00dfkirchen, Leitender Direktor der L\u00fcbecker Museen<br \/>\nGru\u00dfwort: Jindrich Mann, Enkel von Heinrich Mann<br \/>\nEinf\u00fchrung in die Ausstellung: Britta Dittmann, Kuratorin<br \/>\nLesung: Jan Bovensiepen<br \/>\nEintritt: 7 \/ 3,50 \/ 2,50 Euro<br \/>\nF\u00fchrungen<br \/>\nF\u00fchrungen durch die Sonderausstellung finden am Sonntag, 3. April (16 bis 17 Uhr) und am Sonntag, 17. April (16 bis 17 Uhr) statt. Eintritt: 11 \/ 7,50 \/ 6,50 Euro<br \/>\nWeitere F\u00fchrungen f\u00fcr Gruppen auf Anfrage: Telefon 0451-1224243<br \/>\noder schriftlich an: buchungen@buddenbrookhaus.de<br \/>\nVortrag<br \/>\nHeinrich Manns Roman \u201eDer Untertan&#8220;<br \/>\nDonnerstag, 7. April 2016, 19 Uhr<br \/>\n\u201eDer Untertan\u201c von Heinrich Mann gilt als treffende Analyse nicht nur der Verh\u00e4ltnisse in der wilhelminischen Gesellschaft, sondern dar\u00fcber hinaus als brillante Darstellung des Prototypus des (deutsch-)autorit\u00e4ren Charakters. Der Roman f\u00fchrte unter Historikern zum Streit dar\u00fcber, ob die Kaiserzeit als sog. Untertanengesellschaft bezeichnet werden k\u00f6nne mit erkl\u00e4render Wirkung f\u00fcr den Nationalsozialismus.<br \/>\nBritta Dittmann, die Kuratorin der Ausstellung, und PD Dr. Ralf Peter Anders, Oberstaatsanwalt in L\u00fcbeck, nehmen Heinrich Manns Roman \u201eDer Untertan\u201c und \u201edas Sinken der Menschenw\u00fcrde unter jedes bekannte Ma\u00df\u201c am Beispiel des politischen Delikts der Majest\u00e4tsbeleidigung in den Blick.<br \/>\nEintritt: 7 \/ 3,50 \/ 2,50 Euro<\/p>\n<p>Finissage<br \/>\nDie Ausstellung endet am Sonntag, 1. Mai. Die Kuratorin Britta Dittmann f\u00fchrt letztmalig durch die Ausstellung. Beginn: 16 Uhr<br \/>\nEintritt: 8 Euro<br \/>\nHand\/Werk<br \/>\nEine Sonderausstellung des Buddenbrookhauses \/ Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrums<br \/>\nKuratiert von Britta Dittmann<br \/>\nGestaltet von Vanessa Zeissig<br \/>\nAdresse<br \/>\nMengstra\u00dfe 4<br \/>\n23552 L\u00fcbeck<br \/>\nTelefon 0451-1224190<br \/>\n\u00d6ffnungszeiten<br \/>\nJanuar bis M\u00e4rz: Montag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr<br \/>\nAb April: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr<br \/>\nEintritt (Sonderaustellung und Dauerausstellung)<br \/>\nErwachsene \/ erm\u00e4\u00dfigt \/ Sch\u00fcler: 7 \/ 3,50 \/ 2,50 Euro<br \/>\nWeitere Informationen<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.die-luebecker-museen.de\" target=\"_blank\">www.die-luebecker-museen.de<\/a><br \/>\nwww.buddenbrookhaus.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buddenbrookhaus erwarb 436 Schriftst\u00fccke von Heinrich Mann &#8211; Liebesbriefe, Feriengr\u00fc\u00dfe, Textentw\u00fcrfe, Gedankenaustausch mit K\u00fcnstlern und Autoren und ein ber\u00fchrendes Telegramm \u2013 genau 66 Jahre nach seinem Tod gelangen jetzt pers\u00f6nliche Schriftst\u00fccke von Heinrich Mann (1871 \u2013 1950) in die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[13],"tags":[17962],"class_list":["post-201139","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-buddenbrookhaus-erwarb-436-schriftstuecke-von-heinrich-mann"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201139"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":201141,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201139\/revisions\/201141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=201139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hier-luebeck.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=201139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}